Schlagwort-Archive: Erziehungsheim

Machtdemonstration und Machtlosigkeit des Staates

Mein Senf dazu:
Wenn ich die Bilder vom Strafprozess gegen den mutmaßlichen Mörder Lü
bckes sehe, frage ich mich: Was soll diese Schau? Der Angeklagte wird von mindestens 4 schwarz vermummten voll ausgerüsteten Polizeibeamten vorgeführt. Was will der Staat auf diese Weise demonstrieren? So hart greifen wir durch? Oder ist das Wiedereinführung des Prangers? Oder soll das davon ablenken, dass die Justiz in den Augen vieler Bürger zu lasch ist und sogar Mörder laufen lässt?
Ich war Jahrzehnte lang Richter und habe es mit RAF-Mitgliedern und Mafiosi zu tun gehabt, aber gefesselt war keiner. Es gab höchstens Sicherheitskontrollen am Eingang des Justizgebäudes:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/10/fesselung-von-straftaetern-ein-entwuerdigender-show-effekt/
Auf der anderen Seite sehen wir in unserem Staat eine merkwürdige – wie man heute zu sagen pflegt – „Kultur“ der Untätigkeit: Wir erfahren beispielsweise in den Nachrichten, dass 11-jährige eine Schule demoliert haben. Einer soll schon 25-mal Straftaten aller Art begangen haben. Da fragt man sich: Ab wie vielen Straftaten greift denn der Staat endlich durch? Und wenn ja: wie?
Man darf es ja nicht sagen, aber i
ch tue es trotzdem: Manches war in der Nazi-Zeit besser. Da kamen junge Straftäter sehr schnell in Erziehungsheime und die waren wegen ihrer Strenge gefürchtet. Heute haben uns Psychologen eingeredet, man müsse solche Jugendlichen mit einem Sozialarbeiter auf einen Segeltörn oder in ein exotisches Ferienland schicken. All dies ist schon mal da gewesen. Und ich frage mich, mit welchen weichen Samthandschuhen man nun wohl die „armen fehlgeleiteten Knaben“ anfassen wird.

Vergewaltigung in Mühlheim – Falsche Reaktion des Staates

Mein Senf dazu:

Mehrere Jugendliche haben in Mühlheim eine Frau vergewaltigt. Mit Kopfschütteln sehe ich die Reaktion des Staates: Die 12 jährigen werden von der Schulpflicht befreit. Weiter liest man:
Noch am Montag sollten Mitarbeiter des Jugendamtes zusammen mit dem kommunalen sozialen Dienst (KSD) die Familien der Tatverdächtigen aufsuchen, um Hilfe anzubieten und zu überprüfen, ob sie mit der Situation überfordert sind. „In diesem Fall ist auch eine Inobhutnahme möglich“, sagte eine Stadtsprecherin.“
Was ist das für ein wachsweiches Geschleime!
Immerhin wird die Forderung laut, die Grenze der Strafmündigkeit auf 12 Jahre herabzusetzen.
Im Dritten Reich wären die Burschen sofort in einem Erziehungsheim gelandet. Und heute warten wir gespannt darauf, wann sich die Knaben, die ja nun nicht mal mehr in die Schule müssen, über die nächste Frau her machen.