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Schlimme Nachrichten:

Lauter schlimme Nachrichten lese ich heute im Bildschirmtext:

Bis jetzt sind in diesem Jahr 1500 Flüchtlinge ertrunken.

Die Zahl der Sozialwohnungen nimmt ab: 2006 gab es noch 2,1 Millionen, 2017 waren es nur noch 1,223 Millionen. Allein im letzten Jahr gingen 46.000 Sozialwohnungen verloren. Wir sehen also auch hier, wie notwendig Sahra Wagebknechts Aufruf zum „Aufstehen“ ist.

Die anhaltende Dürre lässt die 500.000 neu angepflanzten Bäume vertrocknen.

Die Banken der EU haben für fast eine Billion problematische Kredite ausgegeben. Jederzeit kann es daher wieder zu einer neuen Finanzkrise kommen.

Die einzige positive Meldung war:
Bin Laden war ein gutes Kind, behauptet seine Mutter.

Die Lösung: Flüchtlingsboote versenken!

Unsere Politiker sind angesichts der vielen ertrunkenen Flüchtlinge ratlos. Wir hören lauter untaugliche Vorschläge, wie man dem Flüchtlingsstrom begegnen kann: „Schleuserbanden bekämpfen!“ Aber wie wollen wir das machen in Afrika? „Verhältnisse in den Herkunftsländern verbessern!“ Wie soll das gehen, wenn dort die Potentaten die Entwicklungshilfe in die eigene Tasche stecken und wie viel würde das kosten?
Jetzt endlich hören wir einen Vorschlag, der garantiert wirkt:
„Flüchtlingsboote versenken! Besser ein Akt des Krieges, als den Krieg verlieren.“ fordert Daniela Santanchè, Abgeordnete des italienischen Parlaments (früher Staatssekretärin bei Berlusconi).
http://www.huffingtonpost.it/2015/04/19/daniela-santanche-barconi_n_7094910.html?ncid=fcbklnkithpmg00000001
Natürlich gab es sofort vehementen Protest. Aber was lernen wir daraus?
1. Frauen sind härter als Männer.
2. PEGIDA ist völlig harmlos, sogar harmloser als unsere Regierung:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/04/17/regierung-schlimmer-pegida-20240802/

3. Wenn man zynisch wäre, würde man dem Vorschlag von Frau Santanchè sogar zustimmen: Wir hatten gerade erst die Meldung gehört, dass 400 Flüchtlinge ertrunken sind. Nun sind noch 700 oder mehr hinzu gekommen. Wenn man jetzt aber die Flüchtlingsboote versenken würde, würden keine Flüchtlinge mehr kommen. Es würden also keine Menschen mehr ertrinken. Rein rechnerisch betrachtet würde man durch die Tötung einzelner mehr Leben anderer retten. Eine schlichte Machiavellische Rechnung.
Zur Klarstellung möchte ich betonen, dass ich mir den Vorschlag von Frau Santanchè nicht zu eigen mache. Aber er ist humaner als das Verhalten unserer Regierung und der EU: Die haben die Rettungsaktion „Mare Nostrum“ eingestellt, weil sie zu teuer war. Dadurch sind nun schon heuer weit über tausend Menschen den grausamen Ertrinkungstod gestorben. Beim Abschießen eines Flüchtlingsboots wäre der Tod humaner und der Flüchtlingsstrom würde versiegen. Tausende würden vor dem „nassen Tod“ bewahrt.
Grausame Vergleichsrechnung? Nein, diese zynische Rechnung soll unserer Politik die Maske des Gutmenschentums vom Gesicht reißen.

Regierung schlimmer als PEGIDA?

Was sind wir doch für Heuchler! Unser Gutmenschentum lässt viele mit Abscheu auf PEGIDA herab blicken. Indirekt macht man PEGIDA sogar gelegentlich dafür verantwortlich, dass es zu Exzessen gegen Ausländer kommt, indem man sagt, PEGIDA habe den Boden dafür vorbereitet. Von Seiten der Regierung hört man nun immer wieder den Begriff „Willkommmenskultur“. Das ist schon eine seltsame Willkommenskultur, die dazu führt, dass gerade 400 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind. Unsere Regierung und die EU praktizieren an den Außengrenzen Europas genau das, was sie PEGIDA vorwerfen: Abschottung gegen Ausländer.
Sollte man meinen, dass PEGIDA indirekt für Übergriffe gegen Ausländer verantwortlich sei, so ist das nichts gegen die indirekte Verantwortung der Regierung für das Ertrinken von Flüchtlingen: Die menschliche Rettungsmaßnahme „Mare Nostrum“ der italienischen Regierung wurde ja bekanntlich eingestellt, weil sie zu teuer war.
Wenn man wirklich ernst machen würde mit der Willkommenskultur, dürfte man in Melilla keine hohen Zäune errichten, sondern müsste einen Schalter für Asylanten eröffnen. Aber das geht ja nicht, weil dann halb Afrika zu uns käme. So haben wir eine Art von eisernem Vorhang an den Außengrenzen der EU. Trotzdem umgibt sich unser Land mit dem Anschein von Hilfsbereitschaft.