Schlagwort-Archive: Ernährung

Heute ist der Welttag der Ernährung


Es gibt kaum ein Wissensgebiet, wo man so viele verwirrende Ratschläge erhält wie bei der Ernährung. Ständig wird etwas Neues entdeckt und unbedingt für eine gesunde Ernährung empfohlen.
Wenn ich die Koch-Show im ZDF anschaue, muss ich bei den benutzten Zutaten manchmal googeln, um festzustellen, um was es sich handelt. Ich bin ja schon sehr alt und hatte daher beispielsweise keine Ahnung, was Kurkuma ist. Nun wird mir dieses Gewürz ständig vom meinem Browser als notwendig für ein gesundes Leben angeboten. Ähnlich ist es mit anderen Pflanzen, von denen man die abenteuerlichsten Geschichten hört. So liest man: Mit Blättern einer bestimmten Pflanze heilen die Affen im Urwald sogar Krebs, andere Pflanzen verhindern angeblich jede Krankheit bei Eingeborenen…
Ich bin mit meinen 86 Jahren auch ohne all das Zeug gesund. Für mich war der beste Ratschlag für die Ernährung der von einem Wissenschaftler: „Mit der Ernährung ist es ganz einfach: Ernähren Sie sich so, wie Ihre Großmutter gekocht hat.“
Warum ist dieser Rat richtig? Ich glaube, dass die Körper der Menschen durch Jahrhunderte lange Ernährungsgewohnheiten auf bestimmte Nahrungsmittel eingestellt sind und dass sie diese auch benötigen. Stellt man nun seine Ernährung dadurch um, dass man irgendetwas anderes in den Vordergrund stellt, weil es angeblich so gesund sein soll, so kann dies das Verdauungssystem durcheinander bringen und schädigen.
Wie sehr Klima, Nahrung aus der Region und Gesundheit zusammen hängen, sieht man daran, dass weder ein Italiener mit Walfischfleisch noch ein Inuit mit Nudeln lange gesund bleiben würden. Mir ist noch aus der Nachkriegszeit in Erinnerung, dass die Amis Milchpulver und Orangen an ein hungerndes Volk geschickt haben und dass dort Menschen daran gestorben sind.
Also: „Bleibe im Lande (beim Einkauf deiner Nahrung) und nähre dich redlich (sprich: gesund).“
Noch ein Rat für Männer: Ihr seid ohne jeden Widerstand auf dem Weg zur völligen Entmannung.  Schuld ist besonders auch eure Ernährung.

Werden Brillenträger blind?


Blöde Frage!“ wird mancher denken. Aber wenn man so alt ist wie ich, sieht man Entwicklungen, die andere nicht sehen.
Eine davon ist diese: Früher achtete man mehr auf seine Gesundheit, weil die Medizin noch nicht so weit fortgeschritten war. So ernährte man sich gesund nach dem Grundsatz des Hippokrates: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“
Man wusste, was wofür gesund war.
Heute ist dieses Wissen weitgehend verloren gegangen und man ernährt sich nach Gusto. Und wenn dann etwas schief läuft, gibt es ja die moderne Medizin.
Ein Beispiel sind die Brillenträger. Mir fällt öfter auf, dass unter der älteren Generation weniger Menschen eine Brille tragen als bei der Jugend. Ich brauche beispielsweise mit meinen 85 Jahren immer noch keine Brille – ebenso wie manche Altersgenossen. Ich führe das auf unsere Lebensweise zurück:
Wir aßen früher viel Gemüse, weil Fleisch zu teuer war. Nur Sonntags gab es einen Braten. Beim Gemüse waren natürlich häufig Karotten dabei, weil die nach Kenntnis der Alten gut für die Augen sein sollten.
Die moderne Medizin hat natürlich dieses alte Volkswissen bestritten: Man machte als Wirkstoff der Karotten Karotin aus und gab dieses konzentriert Probanden ein und konnte keine Verbesserung der Augenleistung feststellen. Nun wird es aber wohl so sein, dass nicht allein das Karotin der Karotten günstig für die Augen ist, sondern das Zusammenwirken sämtlicher Bestandteile dieses Gemüses. Für unsere Gesundheit galt in den Augen der Älteren „frische Luft“ als besonders wichtig. „Stubenhocker“ waren verpönt. Meine Mutter schickte mich bei jedem Wetter hinaus mit dem Befehl: „Vor 2 Stunden will ich dich nicht mehr sehen.“ Und schließlich lernten wir in der Schule, wie man richtig liest: „Nicht mit der Nase im Buch!“ usw. Alle Viertelstunde musste man beim Lesen kurz hinaus schauen. Solche Regeln haben anscheinend gewirkt.
Heute sind solche Regeln in Vergessenheit geraten und viele junge Leute tragen eine Brille. Sie finden das im Gegensatz zu der alten Generation nicht weiter schlimm. Während früher nicht selten Brillenträger als „Brillenschlangen“ verunglimpft wurden, empfindet man heute Brillen als „cool“.
Was man aber dabei übersieht, ist die Frage, wie es weiter geht: Wenn man schon 30 oder 40 Jahre früher an Alterskurzsichtigkeit leidet: wie sieht es dann aus, wenn die junge Generation ins Rentenalter kommt?
Zwei Bekannte, die schon in der Kindheit eine Brille benötigten, sind heute blind. Und diejenigen aus meinem Bekanntenkreis, die schon im Studium eine Brille brauchten, sehen heute so schlecht, dass sie zu ihrem Leidwesen nicht mehr lesen können.
Ich hoffe, dass dies nur Einzelerscheinungen sind und dass sie nicht Indikatoren für die künftige Entwicklung sind.
Übrigens galt für uns als medizinische Erkenntnis, dass Brillenträger einander nicht heiraten sollten, weil sie sonst Kinder mit schwerer Sehbehinderung bekämen.
Unser Gesundheitswesen, das eher Krankheitsunwesen heißen müsste, krankt daran, dass an Krankheiten verdient wird. Wie soll es da der Gesundheit dienen? Ich las einmal, dass im alten Indien die Ärzte dafür bezahlt worden sein sollen, dass die Menschen gesund waren.
Und im alten China sollen Leibärzte des Kaisers einen Kopf kürzer gemacht worden sein, wenn seine Majestät bei einer seiner 999 Gespielinnen versagt haben soll (siehe die Kurzgeschichte „Der alte Quassler“ in der Leseecke).
Bleiben Sie gesund!

Deutschland stürzt ab: die Krankenhäuser

Unter dem Titel „Deutschland stürzt ab“ bzw. „Deutschland erwache!“ habe ich hier schon eine ganze Reihe von Beiträgen geschrieben. Nun widme ich mich aus gegebenem Anlass wieder mal den Krankenhäusern.
Als ich in Side am Apollontempel aufs Meer schaute, dachte ich, dass man schon damals die religiösen Stätten wie unsere Klöster auf die schönsten Plätze des Landes gebaut hat. Überrascht war ich allerdings, als ich las, dass die alten Tempel die Funktion von Krankenhäusern hatten. Man war der Überzeugung, dass Menschen gesund würden, wenn sie in einem prächtigen Bau an einer der schönsten Stellen
bestens gepflegt würden. Heute würden Esoteriker von Kraftorten sprechen.
Nun vergleichen Sie einmal damit unsere Krankenhäuser: Die Patienten lagern
meist zu mehreren in Zellen ohne Ausblick.
Immerhin glaubte ich, man würde im Krankenhaus jedenfalls etwas Vernünftiges zum Essen bekommen.
Aber weit gefehlt! Während die Lebensmittelpreise ständig steigen, geben die Krankenhäuser immer weniger fürs Essen aus. Inzwischen sind es nur noch 3,84 Euro (!) pro Tag für einen Patienten.
Wie wichtig die Ernährung für die Genesung ist, wurde bei einer wissenschaftlichen Untersuchung festgestellt: Krankenhäuser, in denen das Essen nicht angeliefert, sondern selbst frisch gekocht wird, haben eine um zwei Tage kürzere Verweildauer im Vergleich zu denen, in denen Fremdküchen das Essen machen.

https://autorenseite.wordpress.com/2014/11/27/gesundes-essen-fehlanzeige-19768376/
Uns wurde dies zum ersten Mal bewusst, als wir immer in Bad Endorf zum Schwimmen gingen. Da haben wir anschließend immer ausgezeichnet gegessen, denn das Essen der Kantine kam aus der Klinikküche.. Eines Tages hat es uns aber dann nicht mehr geschmeckt und wir aßen lieber im Gasthaus. Wir fragten daher, warum die Qualität des Essens sich so verschlechtert hatte. Das lag daran, dass man nicht mehr selbst kochte, sondern sich das Essen aus dem 84 km entfernten München von einer Großküche liefern ließ.
Wie es heute mit dem Essen im Krankenhaus aussieht, erfuhr ich am eigenen Leibe:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/02/18/krankenhaus-einst-und-jetzt/
Obwohl ich an „unstillbarem Erbrechen“ litt, bekam ich kalten Schweinebraten anstatt einer salzigen Suppe, die ich nötig gehabt hätte. Aber wenn man nur so wenig für das Essen ausgibt, ist natürlich eine auf das Wohl des Patienten abgestimmte individuelle Ernährung nicht mehr möglich, denn die kostet mehr Personal.
Auf einem anderen (traurigen) Blatt steht, wie sehr
die Hygiene unter der Sparsamkeit leidet.
Auch hier merkt man also: Deutschland stürzt ab.

Wie traditionell als gesund bekannte Nahrungsmittel schlecht gemacht wurden

Ich bin ja nun sehr alt und kann aus eigener Anschauung schildern, wie anders und gesund man sich früher ernährt hat. Fleisch konnte man sich nur am Sonntag als Braten leisten. Sonst ernährte man sich abwechslungsreich vor allem mit verschiedenem Gemüse. Und da wussten unsere Mütter aus der Tradition, was wofür gesund sein sollte.
Nehmen wir als Beispiel den Spinat. Ich hasste ihn als Kind, musste ihn aber häufig essen, weil er von meiner Mutter als gesund eingeschätzt wurde. Und tatsächlich bestätigte
damals die Medizin, dass dies stimmte, weil er wegen seines Eisengehalts gut für das Blut sein sollte. Dann aber stellte sich heraus, dass den Experten bei der Untersuchung des Spinats ein Kommafehler unterlaufen war: Der Eisengehalt betrug also nur ein Zehntel des festgestellten Werts. Dadurch geriet der Spinat in Misskredit, weil man annahm, dass er demnach nicht so gesund ist.
Anders ist es in den USA: Dort propagiert man den Spinat als besonders gesundes Gemüse und hat ihm daher
sogar zwei Ehrentage gewidmet: den 26.3 und den 16.7.
Noch ein Beispiel: Karotten galten von Alters her als gut für die Augen. Die Mediziner untersuchten diese Tradition und fanden heraus, dass Karotten viel Karotin enth
alten. Wenn dieses Gemüse also gut für die Augen sein sollte, musste es am Karotin liegen, so schloss man messerscharf. Daher bildete man bei einem Test zwei Gruppen: Die eine bekam Karotin und die andere nicht und man kam zu dem Ergebnis, dass beide Gruppen dieselben Augen hatten. Also betrachtete man die Karotten nicht mehr als eine Stärkung der Augen. Was ich allerdings gegen das Experiment einzuwenden habe ist dies. Wahrscheinlich sind Karotten wegen des Gehalts verschiedener Substanzen gut für die Augen. Man hätte also zwei Gruppen bilden müssen: Karottenesser und -nichtesser.
Gesund sind die Karotten auf jeden Fall. Und nun fragen Sie mal die Kinder, wann sie zum letzten Mal Karotten oder Spinat gegessen haben!
Ich vermute ja, dass die traditionelle Art der Ernährung aus zwei Gründen schlecht gemacht wird: Die berufstätigen Mütter sollen kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie nicht selbst kochen. Und an Fertigessen wie Pizza verdient man am meisten.

Wir sind von Gefahren umgeben


> Kürzlich wurde in einer Zeitschrift davor gewarnt, Kassenbons anzufassen, die mit einem Thermodrucker her gestellt wurden. Dadurch soll das Erbgut geschädigt werden.:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/08/16/stirbt-die-menschheit-an-plastik/
> Eine weitere besorgniserregende Entwicklung gibt es in der Tiroler Ache, die in den Chiemsee mündet. Dort nimmt die Laichfähigkeit der Fische ständig ab. Medikamentenrückstände im Flusswasser dürften dafür verantwortlich sein, wie Studien aus Österreich belegen. Kann man solche Fische noch essen?
> Die Stiftung Warentest beanstandet in ihrem Test sechs von 17 Haarspülungen. In ihnen findet sich der Duftstoff Lilian. Der steht im Verdacht, sich auf das Erbgut der Verwenderin negativ auszuwirken und gar deren Fruchtbarkeit zu schädigen.
> Und denken Sie an die vielen Zusatzstoffe in den Lebensmitteln, für die sich die meisten Menschen nicht interessieren, obwohl sie Gefahrenhinweise sind. Viele dieser Stoffe sind im Ausland aus gutem Grund verboten.
Wundern wir uns wirklich darüber, dass die Männer immer mehr entmannt werden? Und die Missbildungen der Geschlechtsorgane nehmen ständig zu. Die Frage, ob die Zahl der Schwulen und Lesben zunimmt und welche Zusammenhänge es da gibt, darf man hierzulande nicht stellen.

Gesund bis ins Alter: Wie geht das?


Ich bin kein Arzt, aber ich bin 85 Jahre alt und (unberufen!) gesund, abgesehen davon, dass ich gerade meinen ersten Zahn verloren habe.
Und wenn ich mich in meinem Umfeld so umsehe, ist das nicht normal: Schon die Jugend läuft mit einer Brille herum, die Eltern leiden an Allergien, Gelenkschmerzen, Kreuzweh, Venenleiden usw. Dabei verfügen die jüngeren über Kenntnisse, von denen wir früher keine Ahnung hatten. Sie wissen, welche Nahrungsmittel Vitamin C oder Omega-3-Fettsäuren enthalten und ernähren sich entsprechend, wenn sie auf ihre Gesundheit achten. Sie müssten also eigentlich gesünder sein als wir mit unserer herkömmlichen Ernährung, aber das Gegenteil ist der Fall.
Dafür habe ich eine einleuchtende Erklärung: Die Menschen sind darauf „geeicht“, dass sie sich von dem ernähren, was ihre Umgebung hergibt. Natürlich gibt es demgemäß im Winter etwas anderes als im Sommer, so dass dadurch Erkältungen vorgebeugt wird.
Interessant war für mich in diesem Zusammenhang, was ich von einer Biologin hörte: Sie sagte, wenn man heutzutage Blumenwiesen für die Erhaltung von Bienen anlege, dürfe man in Bayern keinen Margeritensamen von Hamburg nehmen, denn die daraus entstehenden Blumen würden von den bayerischen Bienen nicht aufgesucht. Vertragen diese Bienen auswärtige Margeriten nicht und haben sie ein so feines Gespür, dass sie merken, was ihnen gut tut und was nicht? Uns ist dieses Gespür, mit dem unsere Vorfahren sogar Heilpflanzen erkannt haben, völlig verloren gegangen, so dass wir meist nicht einmal erkennen, was uns schadet.
Wir sind durch Jahrhunderte alte Traditionen daran gewöhnt, bestimmte Pflanzen oder Tiere zu essen. Unser Körper verlangt danach und es bringt ihm nichts, wenn man im Winter statt Gemüsearten wie Kohl nun vitaminreiche Früchte aus fernen Ländern isst, um seinen Vitamin-C-Bedarf zu decken. Für die Ernährung gilt immer noch die Weisheit aus der Bibel: „Bleibe im Lande und nähre dich redlich.“ Und auch die Weisheit des alten Hippokrates sollte man nie vergessen: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel,
und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“
Die heutige Ernährung sieht nicht nur deshalb anders aus als früher, weil es nun praktisch alles zu jeder Zeit auch aus fernen Ländern gibt, sondern die Massentierhaltung hat das Leben total verändert: Während wir uns früher nur Sonntags einen Braten leisten konnten, auf den wir uns immer gefreut haben, ist in den Augen der heutigen Bevölkerung eine Mahlzeit ohne Fleisch kein richtiges Essen. Schauen Sie doch mal die Speisekarte der Gasthäuser an, was da angeboten wird.

Natürlich ist für die Gesundheit auch Bewegung nötig, aber das ist für Leute, die in Bayern wohnen und auf die Berge steigen, eigentlich kein Problem. Ich war daher immer gern und viel in den Bergen unterwegs, und das hat meine Gelenke so gesund erhalten, dass ein Arzt staunte: „Sie haben ja fast jungfräuliche Knie. Wie haben sie denn das gemacht?“
Ja, man hat seine Gesundheit selbst in der Hand. Vielen ist sie aber gleichgültig, weil die moderne Medizin für fast alles eine Lösung hat. Ich beobachte mit Interesse zwei ca. 90-jährige Frauen. Die eine hat etwa so gelebt wie ich. Sie ist gesund und braucht keine Pillen. Die andere war das genaue Gegenteil und feiert gerade ihren 90. Geburtstag. Sie ist allerdings ständig „runderneuert“ worden: neue Hüft- und Kniegelenke und Bandscheibe, Herzschrittmacher, Venen-OP, Insulinspritzen…
Sie haben also die Wahl.

Tag des Spinats

Heute ist der Tag des Spinats. Doch was hat so ein Tag für einen Sinn, wenn in keinem der mir bekannten Lokale Spinat angeboten wird? Der Spinat hat ja ein trauriges Schicksal hinter sich. In meiner Jugend gab es viel Spinat, weil es hieß, der würde viel Eisen enthalten. Aber dann wurde der Spinat entzaubert, indem man feststellte, dass der angenommene Eisengehalt auf einem Rechenfehler beruhte.
Aber trotzdem ist der Spinat ein gesundes Gemüse. Und heute, als ich an einer Straße mit Krötenwanderung vorbei fuhr, sah ich einen Zusammenhang zwischen unserer Ernährung und dieser Kröten Wanderung. Die Kröten wandern immer noch in Massen auf ihrer alten Route, die längst von einer Straße abgeschnitten wurde, zu einem Teich. Nette Naturfreunde haben am Straßenrand einen Plastikzaun errichtet, der die Tiere aufhält. Dort sammeln die Tierfreunde sie jeden Abend ein und tragen sie über die Straße. Ich finde das rührend und denke da an unsere Ernährung:
Wir sind in Jahrhunderten auf eine bestimmte Ernährungsart eingestellt. Wir aßen immer Obst und Gemüse aus der Region entsprechend der Jahreszeit und sind damit gesund geblieben. Doch nun ist dieser Ernährungsplan völlig durcheinander geraten: Wir können uns mehr Fleisch leisten und essen irgendetwas, was uns gerade besonders schmeckt, oft sogar exotische Mahlzeiten. Wann isst schon einer mal gelben Rüben oder Weißkohl?
Aber ich glaube: So wie die Kröten auf ihre Wanderung zum Teich programmiert sind, sind wir es zum hergebrachten Essen. Und weil dies heutzutage missachtet wird, sehe ich mit Staunen, dass wir Älteren vielfach gesünder sind als der Nachwuchs.

Fridays for Future – So wird das nix!


Also, liebe Jugend, zunächst einmal allen Respekt für das, was ihr da auf die Beine gestellt habt. Aber ihr seid auf halbem Weg stehen geblieben.
Ich darf will euch eine Weisheit mit auf den Weg geben:
Der frühere Ministerpräsident Albrecht wandelte einmal einen Ausspruch von Matthias Claudius ab, indem er sinngemäß sagte:
„Wenn du in ein Wespennest langst, dann greife fest zu!“
Und was tut ihr? Ihr schwänzt jeden Freitag die Schule und diese Protestaktionen fürs Klima sind nun schon zu einer Routine erstarrt. Warum fällt euch nicht mal wieder was Neues ein?
Wie wäre es denn, wenn ihr beispielsweise am Flugplatz gegen die Ferienfliegerei protestieren würdet und wenn ihr auch selber nicht in der Welt herum fliegen würdet? Oder wenn ihr beim Schulessen streikt und eine Ernährung mit wenig Fleisch verlangt?
Ja, es gäbe so viele Aktionen, die man machen könnte. Und denkt daran:

Wenn du etwas bewirken willst, fange bei dir selbst an!
https://autorenseite.wordpress.com/?s=friday

Übrigens: Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, ob es eine Klimalüge gibt? Was ist die Wahrheit? Da gibt es noch viel zu tun für euch, und zwar in der Schule und nicht auf der Straße.

Gesundheit: So empfindlich ist der Mensch


Man sollte es nicht glauben, welche Einflüsse Auswirkungen beim Menschen haben. Oft genügen winzige Dosen, um Veränderungen zu verursachen. Auf diesem Prinzip beruht ja angeblich die umstrittene Homöopathie. Aber auch sonst ist der Mensch Einflüssen ausgesetzt, bei denen ihm nicht bewusst ist, was dadurch in ihm geschieht:
Im Radio hörte ich in verschiedenen Sendungen Berichte über Experimente von Universitäten, die Sie sicher auch interessieren:

Zwei gleich starke Gruppen von Studenten hatten eine Arbeit zu schreiben. Die eine Gruppe wurde dem Duft von Kaffee ausgesetzt, die andere nicht. Und siehe da: Allein schon der Duft von Kaffee bewirkte, dass diese Gruppe besser abschnitt.
Ähnlich verhielt es sich bei sportlichen Leistungen: Eine Gruppe musste sich einen Vortrag über Altersarmut, -beschwerden, Demenz und Ursachen von Krebs und Kreislaufversagen anhören. Sie ging dann mit einer gleichstarken Konkurrenz ins Rennen und verlor deutlich.

Gerade kam auch die neueste Statistik über die Lebenserwartung heraus. Die Spanier haben die Italiener von Platz eins verdrängt und wir stehen auf dem kümmerlichen Platz 23. Interessant ist, auf welche Faktoren die unterschiedliche Lebenszeit zurück geführt wird: Natürlich ist in erster Linie die mediterrane Ernährung mit viel Gemüse ausschlaggebend. Aber die Spanier selbst fügen noch etwas hinzu, was sie für bedeutend halten: „Sonne, Siesta, Spaziergänge, Sprechen, soziale Kontakte pflegen, Spaß am Leben haben …“
Und was mich anbetrifft: Ich glaube, dass der Ausblick aus meinem Fenster auf den Hochfelln günstige Schwingungen in meinem Körper bewirkt.

Warum „gesund“ nicht immer gesund ist


Wie haben wir damals nur so leben können? Es gab noch kein Internet mit den vielen Gesundheitstipps. In den Haushalten stand nur Bocks Gesundheitsbuch. Und was die Ernährung anbetrifft: Die Frauen kochten halt so wie immer. Man hatte keine Ahnung von Omega-3-Fettsäuren und wusste auch nichts über den Vitamin-C-Gehalt der Nahrung, aber war trotzdem gesund.
Nun glauben viele, mit der Gesundheit könne es nicht weit her gewesen sein, denn die Lebenserwartung habe sich ja inzwischen sehr erhöht. Das stimmt nur bedingt. Die Lebenserwartung steigt nicht infolge einer gesünderen Lebensweise, sondern durch die Fortschritte der modernen Medizin: Wer früher ein Herzleiden hatte, bekommt heute Bypässe, einen Herzschrittmacher oder moderne Medikamente, aber er stirbt nicht daran. Entsprechendes gilt für viele andere Krankheiten. Am Ende hilft sogar heutzutage eine Organtransplantation.
Früher musste man gesund leben, um alt zu werden. Und wie man das machte, hat sich in einer althergebrachten Tradition heraus kristallisiert, die leider durch die Fortschritte der modernen Medizin mehr und mehr in Vergessenheit geraät.
Deshalb war ich überrascht, als ich beim Durchzappen der Fernsehprogramme gerade noch den letzten Satz eines Ernährungswissenschaftlers mit bekam: „Gesunde Ernährung ist einfach: Kochen Sie so wie Oma!“
Recht hat er! Wenn man die heutigen Ernährungsweisen anschaut, dann isst ein großer Teil der Menschen im Gasthaus, in der Kantine, in der Schule oder der Kita. Oft enthält das Essen zu viel Fleisch und zu wenig Vitamine. Bei einer Untersuchung der Ernährung in einem Seniorenheim zeigte sich, dass das für die Alten wichtige Vitamin D völlig fehlte, um nur ein Beispiel dieser Ernährungsart aufzugreifen.
Es geht also nichts über ein frisches selbst gekochtes Essen. Aber auch das sieht heute ganz anders aus als früher: Man kocht heute oft die ausgefallensten Gerichte aus dem Internet und meint, wenn man auf Vitamingehalt, Omega-3-Fetsäuren und dergleichen achtet, dann hat man das richtige Rezept. Das ist leider falsch:
Die Menschen sind durch Jahrhunderte lange Prägung auf eine bestimmte Ernährungsweise „geeicht“: Der Eskimo ernährt sich anders als der Italiener.
Für uns galt: Die Nahrungsmittel stammten früher aus der Region und richteten sich nach der Jahreszeit. So aß man im Winter etwas anderes als im Sommer und war so gefeit gegen Erkältungen.
Woher ich das alles weiß? Aus Erfahrung. Ich bin heute 85 Jahre alt und bin genauso wie meine Frau gesund geblieben: Wir brauchen nicht einmal eine Brille.