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Mein Antisemitismus

Verboten neu

Ich bin ein Antisemit. Nicht wirklich, aber ich wurde so von Frau Knobloch beschimpft, als seinerzeit darüber diskutiert wurde, wie ein Denkmal für die ermordeten Juden in der Hauptstadt gestaltet werden sollte. Ich hatte mich damals gegen den jetzigen Bau ausgesprochen und gemeint, die Fläche solle für das Leben in der Stadt genutzt werden. Daher möge man eine andere Form des Gedenkens wählen, beispielsweise ein Denkmal in Form eines Obelisken. Mein Meinungsbeitrag war für Frau Knobloch Anlass, mich als Antisemiten zu beschimpfen, was natürlich völliger Unsinn war. Solche unsachlichen Äußerungen tragen nicht gerade zu einer Normalisierung der Verhältnisse bei. Im Übrigen wird das Denkmal, wie ich bei meinem letzten Besuch in Berlin feststellen konnte, nun doch für das Leben genutzt: Auf den warmen schwarzen Steinen sonnten sich die Mädchen im Bikini.

Dass ich aber alles andere als ein Antisemit bin, können sie in meinem Buch „Verbotene Zone“ entnehmen, von der ich eine interessante Geschichte ich meine Leseecke eingestellt habe. Dort erfahren Sie etwas über die wahren Wurzeln des Antisemitismus.