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Söders Eigentor

Söder teilte uns in der Fußballersprache mit, das die Regierung in der zweiten Halbzeit mit einer verjüngten Mannschaft antreten sollte. Er hat damit, um in seiner Sprache zu bleiben, ein klassisches Eigentor geschossen. RTL führte eine Umfrage durch, welche Minister nach Auffassung der Leute gehen müssten. Und da wurden an erster Stelle zwei CSU-Minister genannt: Scheuer wegen der Mautpleite und Seehofer aus Altersgründen.
Das Volk schaut also durchaus zutreffend erst auf die Fähigkeiten und erst dann aufs Alter.
Völlig unbegreiflich ist für mich, dass sowohl die Kanzlerin wie auch Söder dem Minister Scheuer gute Arbeit bescheinigen und dass sich erst noch ein Untersuchungsausschuss mit ihm befassen muss. Der Mann hätte längst entlassen werden müssen. Warum das nicht geschehen ist, ist mir ein Rätsel.
Vielleicht hatte eine Frau Recht, die mutmaßte, er werde deshalb nicht entlassen, weil er zu viel weiß.
Interessant war auch, dass 14 % fanden, AKK sollte entlassen werden. Wer so da steht, hat nicht das Zeug für eine Kanzlerkandidatur.

GroKo fast am Ende



Ich bin zwar kein Freund von Seehofer, muss aber sagen: Respekt, wie er sich vor seinen Mann stellt und mit Recht saget: Er sehe keinen Grund, Maaßen zu entlassen. Das, was dem Mann vorgeworfen wird, sind doch Petitessen, die nur hochgespielt werden, weil jeder sein eigenes Süppchen kocht. Wenn Sie das bestreiten wollen, lesen Sie doch einmal, wie man der Fall Maaßen neutral von außen sieht, nämlich aus der Schweiz:
https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2018-38/artikel/merkels-treibjagd-die-weltwoche-ausgabe-38-2018.html
Gegen Maaßen sind vor allem die „Gutmenschen“ und die sind besonders kompromisslos. Und weil die SPD sich mit diesen verbündet hat, konnte sie von ihrer Forderung „Maaßen muss weg!“ nicht abrücken. Und auch für Seehofer gab es kein zurück.
Wenn sich dann doch wider Erwarten am Ende die Vernunft durchgesetzt hat und ein fauler Kompromiss gefunden wurde, so liegt das zum einen an den desaströsen Umfragewerten der GroKo: Die würde noch weiter abstürzen, wenn keine Einigung zustande gekommen wäre.
Und schließlich ging es auch um den Machterhalt. So hat man sich halt wieder mal zusammen gerauft.