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Der Ukraine-Krieg eskaliert ständig

Erinnern Sie sich noch daran, dass wir einst der Ukraine nur 5000 Helme schickten? Inzwischen sind wir bei schweren Waffen angekommen. So schnell ist der Krieg eskaliert. Wenn das so weiter geht, könnten ukrainische Drohnen, die gerade zwei russische Kriegsschiffe versenkt haben, durchaus auch mal weiter in Richtung Russland fliegen.
Was dann?
Gerade häufen sich auf russischem Grenzgebiet Zerstörungen, die Russland der Ukraine anlastet. Russland droht für diese Ausweitung des Krieges auf sein Gebiet nun mit Vergeltung durch eine gleiche Ausweitung. Bedeutet das eine Drohne auf Berlin? Russland sieht uns wohl durch unsere Waffenlieferungen als Kombattanten an und das verheißt nichts Gutes: Gerade erwarten viele, dass Putin in seiner Rede zum 9. Mai eine Generalmobilmachung anordnet.
Wir bewegen uns jedenfalls auf verdammt schmalem Grat und da ist es gut, einen Kanzler zu haben, der nicht mit Hurra vorne mit dabei ist.

Drohne auf Putin?

Man sollte es nicht glauben, was es in unserer Zeit alles gibt: Da fliegt eine Drohne unbehelligt über mehrere Länder und man weiß angeblich nicht, woher sie kommt und wem sie gehört. Schließlich ist sie in Kroatien abgestürzt:
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/drohnenabsturz-kroatien-101.html
Ich habe mich schon immer gefragt, warum eine solche angeblich unbekannte Drohne nicht schon zum Kreml geflogen ist. Die Ukraine hat ja solche Waffen zum Ärger von Putin in der Türkei gekauft. Ist Russland vielleicht in der Lage, solche Drohnen sicher abzufangen, so dass man es gar nicht probiert?

Erklären Sie das mal, Herr Trump!

Trump behauptet ja, seine Drohne sei von den Iranern außerhalb von deren Staatsgebiet abgeschossen worden. Wie kann es dann sein, dass das iranische Militär die abgeschossene Drohne so schnell im Fernsehen vorführen konnte? Sie muss also auf iranischem Staatsgebiet zu Boden gegangen sein. Dorthin kann sie wohl kaum gelangt sein, nachdem sie über internationalen Gewässern getroffen wurde.
Das iranische Militär wird die Drohne auch nicht aus internationalen Gewässern gefischt haben, denn die sind tief und da  ist es erfahrungsgemäß nicht einfach, ein abgestürztes Flugobjekt im Meer zu finden. Man kann es also nicht gleich im Fernsehen vorzeigen. Die abgestürzte Drohne wird also in den Küstengewässern des Irans zu Boden gegangen sein, wo ihr Absturz beobachtet worden sein dürfte.
Im übrigen würden uns die Amis wohl auch Bilder zeigen können, wenn die Iraner die Drohne aus internationalen Gewässern heraus gefischt hätte. Sie haben ja den Standort ihrer Drohne gekannt und würden ihn kontrolliert haben, wenn er sich im internationalen Bereich befunden hätte.

Trump hat also wohl die Welt belogen, wie seinerzeit sein Vorgänger Bush jr. vor dem Irakkrieg. Und das Schlimme ist, dass er beinahe mit diesem erlogenen Rechtfertigungsgrund einen „Militärschlag“ führen wollte (was eine typisch schönfärbende Wortwahl für Kriegserklärung ist).

Wie uns die Wahrheit vorenthalten wird: Gibt es Krieg?


Bei der Anklage gegen vier Russen wegen des Abschusses von MH 17 sahen wir staunend, wie präzise so ein Vorfall aufgeklärt werden kann. Kein Winkel der Welt ist unbeobachtet.
Allerdings erleben wir nun bei den Anschlägen auf Tanker und bei dem Abschuss einer Drohne im Golf von Hormus das genaue Gegenteil:
Bei der abgeschossenen Drohne müsste doch das iranische Militär vorsichtshalber den Vorfall genau dokumentiert haben, so dass bewiesen werden kann, wo sich das Fluggerät befunden hat. Auch die Amis müssten doch den Flug ihrer Drohne verfolgt haben und ebenfalls belegen können, wo das iranische Militär zugeschlagen hat. Aber was wird uns präsentiert? Nichts als gegenseitige Beschuldigungen.
Ähnlich war es bei den Anschlägen auf Tanker. Die Amis haben uns Bilder gezeigt, auf denen angeblich zu sehen ist, wie das iranische Militär eine nicht explodierte Miene entfernt. Kann es überhaupt sein, dass der Iran in der sicherlich stark überwachten Gegend des Golfs von Hormus unbeobachtet ein Schiff zu einem Tanker fahren lassen kann? Wollen uns die Amis erzählen, dass einer ihrer Hubschrauber zu einem angegriffenen Tanker fliegt um Aufnahmen zu machen, ohne dass die weitere Bewegung der Täter verfolgt wird?
Bin ich zu naiv, wenn ich glaube, dass es doch wohl auch Satellitenaufnahmen von diesen Vorgängen geben müsste?
Jedenfalls steht doch wohl auf jeden Fall fest, dass uns die Wahrheit vorenthalten wird, und das verheißt nichts Gutes. In den USA wird nun schon der Ruf laut, es müsse einen Gegenschlag wegen des Abschusses der Drohne geben. Trump soll sogar nach Pressemeldungen Luftschläge gegen den Iran frei gegeben haben, dies aber vor der Ausführung wieder rückgängig gemacht haben. Wir fragen uns, ob dies die Wahrheit ist oder ob nur der Iran mit so einem Bericht eingeschüchtert werden soll.
Wir fragen uns weiter: Gibt es jetzt Krieg? Das Schlimme ist, dass dies allein ein Mann wie Trump entscheidet.
Und da sehen wir wieder, wie engstirnig unsere Politik ist: Es gehörte immer zum „guten Ton“, in China mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzufordern. Aber haben wir je gehört, dass es ein deutscher Politiker gewagt hätte, in den USA dasselbe zu sagen? Guantanamo und die Kriegsherrenposition des amerikanischen Präsidenten wären doch genug Anlass hierzu gewesen. Sollen wir ewig schweigend hinnehmen, dass der amerikanische Präsident ohne demokratische Legitimation die Welt in einen Krieg stürzen kann?

Drohnenkrieg

Wir hören immer wieder, dass bei Drohneneinsätzen der Amerikaner auch viele Zivilisten ums Leben kommen. Mich würde ja interessieren, nach welchen Gesichtspunkten entschieden wird, ob man zuschlägt oder nicht. Wie viele zivile Opfer nimmt man in Kauf, um einen IS-Terroristen zu töten?
Wahrscheinlich werden mir die Militärs entgegen halten, ich solle nicht so zimperlich sein. Wenn die Alliierten im 2. Weltkrieg zig-tausend Dresdener getötet haben, wird man sich doch nun nicht wegen ein paar Orientalen Gedanken machen. Ich schon!

Drohnenkrieg: Ein Whistleblower packt aus

Wieder mal hat ein Whistleblower ausgepackt. Wir erfahren Einzelheiten über den amerikanischen Drohnenkrieg. Eigentlich ist ja eine Drohne eine hervorragende Kriegswaffe. Man kann sie einsetzen wie einen Bomber, ohne dass ein Pilot gefährdet ist. Nur die Art, wie die US-Amerikaner damit umgehen, macht die Drohne zu einer Waffe, die sich bei uns nur schwer in die Bundeswehr eingliedern lässt.
Klar ist, dass es völkerrechtswidrig ist, in fremden Ländern einfach so herum zu bombardieren. Man stelle sich vor, die Amis würden so etwas bei uns machen!
Die Amerikaner setzen Drohnen hauptsächlich gegen Terroristen ein. Nur: Wie stellt man sicher fest, wer ein Terrorist ist? Treffen die Geheimdienstinformationen wirklich immer zu? Und wenn man sich dann zum Abschuss entschließt: Wie viele Opfer nimmt man dabei in Kauf?
Bei der „Operation Haymaker“ in Afghanistan beispielsweise sind 155 Menschen getötet worden. Doch nur 19 davon sind Terroristen gewesen – nicht mal 13 Prozent. Die anderen, waren „Kollateralschaden“. Wer entscheidet eigentlich, wie viel Kollateralschaden in Kauf genommen werden darf?
Ich hatte mir vorgestellt, dass die Drohnen den Krieg zu einer Art Computerspiel machen: Da sitzt irgendwo in den USA ein Soldat am PC und steuert eine Drohne ins Ziel. Dann sieht er auf seinem Schirm eine kleine Rauchwolke aufsteigen. Man denkt, das sei alles so spielerisch leicht und wenig belastend, weil man die Folgen seines Handelns ja nicht richtig wahr nimmt. Aber in Wirklichkeit ist es anders. Ich las einmal, dass die Drohnenpiloten schwer unter ihrem Job leiden würden und psychisch behandelt werden müssten.