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Der Mensch is a Sau!

So verschmutzt sieht es neben der Autobahn aus. Da kann man nur sagen: Der „Mensch is a Sau!“
So sang einst der Kabarettist Qualtinger. Und auch ich habe mich dieses Themas schon öfter angenommen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/07/01/der-mensch-is-a-sau-2/
https://autorenseite.wordpress.com/2016/03/30/der-mensch-ist-a-sau/
Neulich war ich in Köln und sah, wie Arbeiter mit Schweißbrennern die Kaugummis vom noblen Pflaster des Domplatzes entfernten. Was sind das eigentlich für Menschen, die andere so entwürdigen, dass sie diese auf den Knien ihren Dreck entfernen lassen?
In einer Stadt hat man zu Demonstrationszwecken alle Kaugummis markiert. Dabei hat man auf einer Strecke von 30 m 1500 Kaugummis gezählt.
Was man dagegen auf jeden Fall machen sollte, wäre die Einführung einer Kaugummisteuer. Es kann doch nicht angehen, dass der Steuerzahler die Beseitigung der ausgespuckten Kaugummis zu bezahlen hat. Man sollte die erforderlichen Kosten großzügig schätzen und als Steuer auf den Preis aufschlagen.
Dasselbe ist es übrigens mit den Zigarettenkippen. Wie sehen manche Strände aus: Da liegt man – wenn man nicht erst mal sauber macht – unappetitlicherweise auf Kippen, die andere im Mund gehabt haben, Pfui Teufel!
Alles wird immer schlimmer, weil die Menschen immer weniger Benehmen gelernt haben. Daher ist die Politik gefordert: Sie sollte die Zigaretten- und Kaugummihersteller zwingen, an ihre Packungen kleine Boxen anzuhängen, in die alte Kaugummis und Zigarettenkippen entsorgt werden sollen. Und wenn diese Boxen ein ansehnliches Pfand kosten, werden sie wohl auch benutzt und der Umwelt ginge es ein wenig besser.

 

Die Entwürdigung der Mitmenschen

Ich entstamme einer aussterbenden Generation, die noch zur Ordnung erzogen wurde. In den öffentlichen Parks war das Betreten des Rasens verboten und natürlich warf auch im allgemeinen niemand etwas weg, nicht einmal ein Bonbon-Papier. Inzwischen haben sich die Rasenflächen zu Grillplätzen entwickelt. Was aber das Schlimme daran ist: Die Leute sind immer weniger fähig, ihren Dreck mit nach Hause zu nehmen. So sehen die Rasenflächen oft aus wie Müllplätze. Einer, der darauf angesprochen wurde, dass er seinen Müll zurück ließ, sagte lakonisch: „Wieso? Das sind doch lauter Arbeitsplätze für die Stadtreinigung.“
In meiner Jugend ging ich gerne an heißen Sommertagen im Fluss zum Baden. Das ist heute gefährlich, weil dort überall zertrümmerte Bierflaschen liegen. Auch wenn diese von der Reinigung beseitigt werden, bleiben noch genügend Splitter übrig, an denen man sich übel verletzen kann.
Und an den Autobahnen sieht es auch schaurig aus: Die Leute können offenbar ihre Abfälle nicht bis zum nächsten Parkplatz mitnehmen und dort entsorgen. Was man nicht mehr braucht, wird aus dem Fenster geworfen:
Müll
Nicht nur der Anblick des ganzen Drecks ist scheußlich. Traurig ist insbesondere die Einstellung der Menschen, die ihr Zeug einfach wegwerfen. Sie entwürdigen die anderen, die das alles aufräumen müssen. Manchmal muss ich dabei an das Lied des Kabarettisten Qualtinger denken: „Der Mensch is‘ a Sau…“
Teilweise sind die Leute, die etwas wegwerfen, sogar aggressiv. Die Arbeiter von den Autobahnmeistereien berichten immer wieder, dass sie gezielt aus den Fahrzeugen mit Bierflaschen und ähnlichem beworfen werden. Es wäre ja zu schön, wenn einer dieser Übeltäter mal erwischt würde und eine hohe Geldbuße mit Fahrverbot aufgebrummt bekäme.
Als ich einmal in Köln war, waren gerade Arbeiter auf dem Domplatz beschäftigt, das edle Pflaster von Kaugummis zu befreien. Die Leute mussten mit Schweißbrennern auf den Knien über den ganzen Platz kriechen. Wenn unser Staat richtig funktionieren würde, gäbe es eine Kaugummi-Steuer, mit der solche Reinigungsarbeiten gut bezahlt werden könnten.
Manchmal erinnere ich mich in diesem Zusammenhang an den Freund meines Vaters. Dem gehörte ein Wald mit verschwiegenen Moorseen. Und jedes Jahr im Frühjahr musste er groß reinemachen, denn man hatte seinen abgelegenen Wald benutzt, um dort Müll abzulagern. Es kam eigentlich immer ein Anhänger voll Unrat zusammen: alte Autoreifen, eine Waschmaschine oder auch ein Eisschrank und natürlich auch jede Menge Kleinabfall. Jedes Mal war der Mann völlig fertig und der Verzweiflung nahe, wenn er die Küchengräte schwierig aus dem Moorsee bergen musste. Er schimpfte immer: „Wenn die Leute doch so vernünftig wären und ihren Dreck am Waldeingang ablagern würden…“ Und als er älter wurde, hörte man von ihm den verzweifelten Satz: „Man mag gar nicht mehr leben bei der Menschheit heutzutage…“

Zum Kotzen

Was wir nun über Müllerbrot hören, kann einem den Magen umdrehen. Wie der BR ermittelte, könnte offenbar doch total verunreinigtes Brot in den Handel gekommen sein. Das Landratsamt verteidigt sich: Es habe zu keinem Zeitpunkt Gesundheitsgefahr bestanden. Damit dürfte die Behörde sogar recht haben. Wenn man Mäusekot genügend erhitzt, dürften alle krank machenden Bakterien abgetötet sein. Das beruhigt uns Verbraucher sehr. Wenn Sie also nun Aufstoßen müssen, kommt das nicht vom Mäusekot, sondern beispielsweise vom Bier.
Ich hätte da noch einen Tipp für das Landratsamt. Die Behörde könnte sich auch damit verteidigen, dass Kot und Urin sogar gesund sind, denn sie wurden lange Zeit in der Medizin sogar als Heilmittel verwendet:
1696 erschien in Frankfurt das Werk „Heylsame Dreckapotheke“ von C. F. Paullini, das noch 1847 letztmals in Stuttgart erschien unter dem Titel „Heylsame Dreck-Apotheke, wie nemlich mit Koth u. Urin die meisten Krankheiten u. Schäden glücklich geheilet wurden“. Wenn Sie krank sind, schauen Sie doch mal rein. Dass an der Heilmethode etwas dran sein sein könnte, beweisen Persönlichkeiten wie Gandhi und Nehru, die jeden Tag damit begannen, dass sie ein Glas warmen Morgenurin tranken und dadurch immer gesund waren und sehr alt wurden. Übrigens soll die Heilwirkung des Urins am besten sein, wenn man ihn aus dem Mittelstrahl entnimmt. Leider kann ich Ihnen nicht bestätigen, ob das funktioniert. Bei meinem Alter von fast 80 Jahren bin ich nämlich froh, dass überhaupt ein Strahl kommt. Ein Mittelstrahl ist da nicht mehr drin.

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