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Wo sind die 10 Milliarden D-Mark?

Hier ist ein Pfennig von den 10 Milliarden. Den hat mir mal jemand als Glückspfennig in mein neues Auto geworfen und dann ist er mit jedem neuen Auto weiter gewandert. Aber wo ist der Rest? Sicherlich ist viel Schwarzgeld dabei.
Aber ich glaube, ein großer Teil des Geldes ist einfach verschwunden: Bei jedem Hausbrand wird Geld ein Raub der Flammen. Manches Geld wurde so versteckt, dass die Erben es nicht finden. Viele Summen wurden irgendwo verloren. Auch im Ausland wurde Geld vernichtet, weil die Leute es für wertlos hielten …
Da wäre es interessant zu wissen, wie viel von den 10 Milliarden überhaupt noch tatsächlich vorhanden sind. Auf jeden Fall hat der Staat einen guten Schnitt gemacht.

Auch interessant wäre es zu erfahren, wie viel Geld die Banken dadurch kassieren, dass keiner Ansprüche darauf erhebt. Oft wissen die Erben gar nichts von der Existenz bestimmter Konten. Da kann ich nur sagen: Gut, dass es ein Finanzamt gibt. Als eine Tante starb, mussten wir Angaben über das bescheidene Erbe machen. Danach warf uns das Finanzamt vor, wir hätten ein Konto verschwiegen, von dem wir keine Kenntnis hatten. Da sieht man wieder mal: Das Finanzamt weiß oft mehr als du.

Schuldenschnitt nach Merkel-Art

Was hören wir vom Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs beim IWF?
„Die Stimmung ist deutlich düsterer als beim letzten internationalen Treffen“, sagte der britische Finanzminister George Osborne. Er warnte vor einer „gefährlichen Situation“ für Europa. Sein US-Kollege Lew sagte: „Sollte keine Vereinbarung getroffen werden, würde das Griechenland unmittelbar in eine Notlage bringen und Unsicherheit in Europa und der Weltwirtschaft auslösen.“
Erinnern Sie sich noch an die gute alte DM? Das war eine Währung, die überall auf der Welt gern gesehen wurde. Und schauen Sie sich demgegenüber mal die Entwicklung des Euro-Kurses an: Der fällt und fällt. Aber das wird uns als Erfolg verkauft, denn dadurch steigen unsere Exportchancen. Im Grunde genommen ist es aber so ähnlich, als wenn wir unsere Löhne gesenkt hätten.
Aber das eigentliche Problem ist, dass wir uns seit der letzten Finanzkrise dauernd in einer Krisensituation befinden: Die Griechen sind nur mit 2 % an der europäischen Wirtschaft beteiligt und schon ihre Situation kann Europa und damit die Weltwirtschaft gefährden. Wir bewegen uns also ständig auf ganz dünnem Eis. Wie dünn es ist, können Sie ermessen, wenn Sie sich einmal vorstellen, Sie hätten plötzlich 2 % weniger Geld zur Verfügung. Das wäre für die meisten zwar unangenehm, aber keine Katastrophe.
Wie trist die Lage ist, sehen wir daran, dass die Wirtschaft ständig subventioniert werden muss, damit wir einen Aufschwung haben, der ja zum Götzen unseres Wirtschaftssystems geworden ist. Und wie es bei Götzen zu sein pflegt, muss man diesen Opfer bringen, nämlich die Ersparnisse der Alten. Es gibt bei uns nicht nur die „kalte Progression“, sondern auch die „kalte Enteignung“ oder sollen wir sagen: Schuldenschnitt auf Merkel-Art?

Wir wollen die gute alte DM wieder haben!

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Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat vor der Gefahr einer neuen weltweiten Finanzkrise gewarnt.
http://web.de/magazine/wirtschaft/iwf-chefin-lagarde-warnt-finanzkrise-30565840
Die niedrigen oder gar negativen Zinsen treiben die Menschen in riskante Kapitalanlagen. Dadurch steigen die Börsenkurse und Immobilienpreise ins Unermessliche. Und dramatische Wechselkursschwankungen bereiten Ländern Probleme, die Schulden in Fremdwährungen gemacht haben.
Als am schlimmsten aber scheint mir die Schuldenlast, die man durch immer neue Rettungsmaßnahmen zusammen kommen ließ.
Wir schlittern von einer Finanzkrise in die nächste, nur nehmen es die meisten Menschen nicht wahr.
Wie gut hatten wir es doch mit unserer alten DM. Da war noch alles überschaubar und unsere Schulden waren jedenfalls damals unsere eigenen. Und von Finanzkrisen, wie wir sie jetzt erleben, war damals nie die Rede.

Deutsche Mark: Das waren noch Zeiten!

Erinnern Sie sich noch an die Deutsche Mark? Ihr Markenzeichen war ihre Stärke. Jahr für Jahr konnten wir lesen, mit welcher Vehemenz die Deutsche Bundesbank den Kampf gegen die Inflation führte und welche Erfolge sie dabei hatte. Die Deutsche Mark war daher für viele Ausländer eine Art Fluchtburg, in der sie den Wert ihres Vermögens sicherten.
Ganz anders ist es nun mit dem Euro. Keiner will ihm so recht trauen. Wir sehen das am immens gestiegenen Goldpreis oder an den explodierenden Preisen für Immobilien: Die Leute wollen lieber Sachwerte statt Geld. Und sie haben Recht. Der EZB-Präsident Mario Draghi betreibt nämlich eine völlig gegensätzliche Politik. Er hat gerade vor einer dauerhaft niedrigen Teuerungsrate gewarnt und gesagt:
«Wenn die Inflation für eine längere Zeit niedrig bleibt, ist das natürlich ein Risiko an sich», sagte Draghi bei einer Veranstaltung der Bundesbank in Frankfurt. So mache es eine höhere Inflation Staaten grundsätzlich leichter, ihre Schuldenberge abzubauen.
Im Klartext heißt das, dass die Sparer die Staatsschulden bezahlen sollen. Diese Politik ist ganz klar grundgesetzwidrig, denn das Eigentum, also auch das Geldvermögen, ist in Artikel 14 GG geschützt. Aber wer schert sich schon darum? So findet man es in diesem Staat normal, dass jeder Haushalt in den letzten 10 Jahren 20.000 Euro verloren hat. Wir haben in diesem Blog schon öfter beklagt, dass die Bundesregierung das Grundgesetz zu wenig achtet, was ihr ja auch ständig vom Bundesverfassungsgericht bescheinigt wird. Nun haben wir uns weitgehend in die Hände der EU begeben und können nicht erwarten, dass dort unser Grundgesetz befolgt wird. Diesem wird eines Tages ein kümmerliches Dahinvegetieren beschieden sein wie beispielsweise den Verfassungen der deutschen Bundesländer.
Ich bin ja schon sehr alt und verstehe vieles nicht mehr: Warum demonstrieren die Sparer nicht ständig vor der EZB gegen ihre Enteignung? Warum revoltiert keiner gegen die Umwandlung der Bundesrepublik von einem demokratischen Rechtsstaat in eine Lobbykratie?

Währungsumstellung – ein tolles Geschäft

Nach Angaben der Bundesbank sind immer noch 13,1 Milliarden D-Mark im Umlauf.
Von Januar bis November 2013 wurde von dem Angebot, DM in Euro umzutauschen, gut 194 000 Mal Gebrauch gemacht. Dabei wurden Scheine und Münzen im Wert von 105,6 Millionen D-Mark umgetauscht. Das Geld stammt meist aus Funden, die Erben in Verstecken von Verstorbenen gemacht haben. Aber auch Schwarzgeld ist mit dabei. Wir sehen jedenfalls, dass die Bundesbank den Sachverhalt nicht richtig darstellt: Das alte Geld ist meist gar nicht mehr im Umlauf:
Die Masse des alten Geldes ist mit Sicherheit nicht mehr vorhanden: Sehr viel von der früheren Währung wurde – vor allem in Ausland – vernichtet, weil man das Geld für wertlos hielt. Manche Scheine sind bei Hausbränden verbrannt oder sonst irgendwie verschwunden. Der Staat hat also schätzungsweise einen Gewinn von 10 Milliarden Euro gemacht.
In ähnlicher Weise profitieren auch Banken und Sparkassen: Wie viele von ihren Sparbüchern, Sparbriefen und sonstigen Wertpapieren gehen einfach verloren, weil alte Menschen sie gut versteckt haben und die Erben nichts davon wissen. Darüber sollte man einmal Näheres erfahren können, aber die Finanzinstitute werden sich hüten…

Was kommt nach dem Euro?

Darüber werden wir im Unklaren gelassen. Und das ist nicht gut. Natürlich dürfen Politiker jetzt nicht sagen, dass dann „alles den Bach hinunter geht“. Sie würden damit die Krise verschärfen. Aber es wäre doch schön, wenn wir von der Regierung hören könnten, dass kein Grund zur Beunruhigung bestünde, weil wir beim Zusammenbruch des Euro eben wieder die DM hätten und weil die ja erwiesenermaßen nicht schlecht wäre.
Wir erleben zur Zeit eine Flucht aus dem Euro ins Gold, Betongold (Immobilien), in fremde Währungen usw. Manche Leute ziehen geplante größere Anschaffungen wie Auto oder Möbel vor und tragen dazu bei, dass der trügerische Eindruck eines Scheinaufschwungs entsteht. Aber das macht sich halt vor der Bundestagswahl gut für die Regierung. Und deshalb tut die Kanzlerin nichts zur Beruhigung der Lage. Sie will ja als diejenige da stehen, auf die die Menschen ihre Hoffnung setzen können.
Nur: welche Hoffnung können wir haben, wenn sich die Schuldenlast aus den Rettungsmaßnahmen im ungünstigsten Fall auf 1 Billion belaufen könnte? In der Regel ist es ja so, dass der ungünstigste Fall ja nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet (Vgl. Flughafen Berlin, Stuttgart 21, Elbphilharmonie …).
Das hat schon Brecht so treffend beschrieben:
„Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch ’nen zweiten Plan
Gehn tun sie beide nicht.“
Und weil der Bürger inzwischen der Planung misstraut, hat man für den Begriff „Plan“ den Ausdruck „Roadmap“ erfunden. Das klingt kompetenter, wie all die anderen hohlen Phrasen, die täglich auf uns niederprasseln. Damit Sie die verstehen, schauen Sie doch mal in dieses Lexikon.