Schlagwort-Archive: Disziplinarverfahren

Drei Meldungen, die mich aufregen: Deutschland – das Land der traurigen Kinder…

  1. Deutschland – das Land der traurigen Kinder: Die Lebenszufriedenheit deutscher Kinder ist einer Unicef-Studie zufolge geringer als in anderen Industrieländern. Nach der am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Untersuchung des Kinderhilfswerks geben in Deutschland 75 Prozent der Mädchen und Jungen an, mit ihrem Leben sehr zufrieden zu sein. Eine Ursache der geringeren Zufriedenheit ist sicherlich die ständig steigende Kinderarmut. Warum tut man nichts dagegen?
  2. Die Schweiz ist gemäß dem am 24. Juli in Neu Delhi vorgestellten Global Innovation Index 2019 das innovativste Land der Welt. Danach folgen Schweden, die Vereinigten Staaten von Amerika (USA), die Niederlande und Großbritannien. Da fragt man sich, wieso uns die kleinen Länder wie die Niederlande und die Schweiz überholen können und was macht Schweden besser?
    Es sieht nicht gut aus für unsere Zukunft: https://autorenseite.wordpress.com/2019/05/12/wie-deutschland-abgehaengt-wird-duestere-wolken-ziehen-auf/
  3. Was mich beunruhigt, ist das Einschreiten des Staates gegen zwei Polizeibeamte, die auf der Berliner Corona-Demo gesprochen haben. Bei einem soll sogar eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden sein. Da fragt man sich: In welchem Land leben wir eigentlich? Was ich hierzu noch schreiben wollte, ist hier schon bestens kommentiert:
    https://www.anti-spiegel.ru/2020/polizei-beamte-und-corona-wie-der-deutsche-staat-andersdenkende-einschuechtert/
    Ich vermisse bisher, das sich unser Staatsfernsehen dieser Fälle annimmt und eine Diskussion darüber führt, wie es um die Meinungsfreiheit von Beamten steht und wo die Grenzen sind. Und was berechtigte die Behörden zu einer Hausdurchsuchung?
    Das wäre wichtig, denn auch hier geht es um Demokratie und Rechtsstaat.

Ist die Menschheit krank?

Demo in Berlin – ich sehe manches anders

Das erste, was mir missfällt, sind die Äußerungen mancher Politiker, die Bürger dürften nicht bei Demos mitmachen, bei denen Rechtsextreme dabei seien, denn dann mache man gemeinsame Sache mit diesen.
Ich habe zwar noch nie demonstriert (dafür schreibe ich hier), aber wenn mir eine Angelegenheit so wichtig ist, dass ich auf die Straße gehe, dann ist es mir egal, wer da mit marschiert. Im übrigen würden wichtige Demonstrationen unterdrückt, wenn man da nicht mit machen dürfte, falls sich Extreme dabei einreihen.
Erschreckt hat mich, dass gegen 2 bayerische Polizeibeamte Disziplinarverfahren eingeleitet wurden, weil sie bei der Demo als Redner aufgetreten sind. So schüchtert man Beamte ein. Ich habe nicht gehört, dass die Beamten etwas Vorwerfbares gesagt hätten.
Mich erinnert das an die Zeit des McCarthyismus: Als ich in München mit dem Studium begann, habe ich mich für das Leben der studentischen Vereinigungen interessiert: Ich habe u.a. bei schlagenden oder christlichen Verbindungen vorbei geschaut. Und als ich mir auch den Sozialistischen Hochschulbund ansehen wollte, wurde ich gewarnt: „Wenn du das machst, wirst du heimlich fotografiert und dann kommst du niemals in den Staatsdienst.“ Und als ich dann im Staatsdienst war und mir einen „Spiegel“ gekauft hatte, riet mir ein alter Kollege: „Tragen Sie den doch nicht so offen, sonst werden Sie nie befördert.“
Solche Zeiten sehe ich nun wieder herein brechen.
Und was nun den Sturm auf den Reichstag angeht, so ist klar, dass dieser verwerflich ist. Ich bin nur nicht sicher, ob die Leute, die da unterwegs waren, wirklich alle Nazis waren. Ich glaube eher, dass es zu einem großen Teil  ein Protestpotenzial war, das alte Fahnen benutzt hat, um die Politiker und Bürger zu erschrecken. Dies zu untersuchen und zu differenzieren sollte eine Aufgabe der Demoskopen sein. Vielleicht ergibt sich dann, dass diese Leute eher einer deutschen Form des Trumpismus anhängen,  als dass sie sich wieder einen Hitler wünschen.