Schlagwort-Archive: Diesel

Da bin ich doch erschrocken

Das sind meine Rosen „Sympathie“. Sie sind über ein halbes Jahrhundert alt und immer noch gesund und kräftig. Sie haben sogar einen Umzug in dieses Haus gut überstanden.

Gerade schaue ich gerade im Pflanzenkatalog nach weiteren Rosen für meinen Garten. Und da finde ich bei den Rosen eine Rubrik: „Industriefestigkeit“. Das hätte ich nie gedacht, dass auch Pflanzen in dieser Beziehung empfindlich sind.

Dass Menschen nicht industriefest sind, wissen wir ja: Jährlich sterben 107.000 Menschen durch Dieselabgase. Und deshalb sollten sich empfindliche Menschen gut überlegen, wo sie wohnen wollen. In meiner Verwandtschaft gibt es zwei Menschen, die in München leben und an Asthma leiden und deshalb in Bad Reichenhall in Kur waren. Ich glaube, dass sie sich das in besserer Luft hätten ersparen können.

Endlich: Söder muss in Haft!

Haftanordnung!

Sehr geehrter Herr Söder,
wegen Nichtbefolgung einer richterlichen Anordnung zum Dieselskandal werden Sie hiermit zum sofortigen Haftantritt vorgeladen. Anstaltskleidung wird gestellt, bringen Sie jedoch Ihre Zahnbürste mit!
Wir freuen uns, Sie bald hier als unseren Gast begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen schon im voraus einen angenehmen Aufenthalt.

Mit freundlichen Grüßen
das gesamte Justizvollzugspersonal von St. Adelheim

(Warum Söder in Haft muss, lesen Sie hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/09/04/die-arroganz-der-altparteien/)

 

Autoindustrie: Die Bürger als Melkkühe!


Verkehrsminister Scheuer, der Schutzpatron und Cheflobbyist der Autoindustrie, fordert gerade 1 Milliarde Euro, und zwar sofort(!): „Wir wollen für die Bürger Ladepunkte und deren Einbau in der eigenen Garage zur Hälfte fördern. Dafür brauchen wir sofort eine Milliarde Euro. Das muss sich im Bundeshaushalt abbilden.“
Wir Bürger wurden von der typischen Merkel-Politik ja in homöopathischen Dosen daran gewöhnt, dass wir ständig neue Übel aufgebürdet bekommen, um die Milliardengewinne der Unternehmen abzusichern. So werden die Subventionen großzügig nach dem Gießkannenprinzip ausgegossen: Beispiel: Abwrackprämie. Auch die Nullzinspolitik ist Enteignung der Bürger zur Stützung der Unternehmen.
Dieses Gießkannensystem geht sogar so weit, dass Bauern Geld dafür bekommen, wenn sie unsere Flüsse und Seen nicht mit Odel vergiften, sondern beim Düngen einen Abstand von den Gewässern einhalten. Bei den alten Germanen wurde die Brunnenvergiftung mit dem Tode bestraft. Heute bekommen die Bauern Prämien dafür dass sie die Vergiftung einschränken.
Ich frage mich bei all diesen Maßnahmen immer, warum hier die Freiwilligkeit der Subventionsempfänger so groß heraus gestrichen wird, obwohl ihr ja der Zwang bei den Geldgebern (Steuerzahler) gegenüber steht.
Warum greift man nicht zu strengeren Regeln statt zu Subventionen? Z.B.: Man verbietet beispielsweise das Odeln an den Ufern.

Um auf die Autoindustrie zurück zu kommen: Man muss die Elektroautos ja nicht unbdingt mit Subventionen fördern. Es ginge auch so:
Man zieht die Steuerschraube bei den Benzin- und Dieselkraftstoffen an. Oder man erhöht die Kfz-Steuer stufenweise für Fahrzeuge, die mit diesen Kraftstoffen betrieben werden. Wenn man frühzeitig auf solche Pläne hinweist, wäre dies eine Motivation für den Kauf eines E-Autos. Auch könnte man die E-Autos dadurch fördern, dass man den Bürgern sagt, dass eines Tages vielleicht nur solche Fahrzeuge in die Innenstädte fahren dürfen.

Übrigens: Merken Sie es auch, dass saubere Luft und sauberes Wasser nicht mehr selbstverständlich sind, sondern dass wir dafür bezahlen müssen?

„Schlimmer als alles bisher Erlebte!“


Diese Äußerung des Nothilfe-Koordinator der Vereinten Nationen, Marc Lowcock, zum Jemen könnte auch für unseren Krankenhausbetrieb gelten. Lesen Sie doch mal die schlimme Nachricht von gestern! Und dann versetzen Sie sich mal in die Lage der betroffenen Eltern. Die fahren vielleicht im Krankenwagen mit ihrem schwer verletzten Kind in die Klinik. Dort sind schon drei weitere Elternpaare in vergleichbarer Lage und der Arzt eröffnet ihnen, er habe in der Intensivstation nur Platz für zwei dieser Kinder. Das bedeutet das Todesurteil für die anderen beiden. Stellen Sie sich vor, eines dieser Kinder wäre das Ihre! Welche wahnsinnige Verzweiflung, Wut und Trauer würde über Sie herein brechen!
Oder versetzen Sie sich mal in die Lage jenes Arztes, der ja helfen will, aber nicht kann, weil die träge Bürokratie nicht das notwendige Personal beibringen kann. Wie hält man das aus?
Wir haben uns daran gewöhnt, statistisch zu denken: Wir hören zwar, wie viel Personal in den Krankenhäusern fehlt. Aber welche Schicksale dahinter stehen, blenden wir aus.
Dasselbe ist es beim Dieselskandal. Wir haben zwar die statistischen Luftwerte im Auge, aber nicht deren Folgen. In London sterben beispielsweise jährlich 9000 Menschen an Luftverschmutzung. Wie viel es in Berlin oder München sind, wird uns vorenthalten nach dem Motto: Nur keine Panik! Und wer will auch schon im Fernsehen eine Dokumentation über das grausame Schicksal eines Menschen sehen, der ständig wegen der Luftverschmutzung kurz vor dem Sterben ist? Von einem solchen Betroffenen hörte ich einmal den Satz: „Tausend Tode bin ich schon gestorben.“

Vorbildliche FED – Wann gibt es auch bei uns wieder Zinsen?

Wir leben in einer Zeit, ist der ein Ausnahmezustand zur Normalität erklärt wird.
H. Pöll, Aphoristiker und Buchautor

Trump schimpft auf seine Zentralbank FED. Die hat sich doch tatsächlich unverschämterweise erdreistet, die Zinsen auf einen Korridor von 2,0 bis 2,25 Prozent zu erhöhen. Die muss also „verrückt“ geworden sein, findet er. Tatsächlich hat dieser Schritt der Zentralbank zu einem Einbruch der Aktienkurse geführt. Das ist normal, denn nun wandert nicht mehr so viel Geld in den Aktienmarkt, sondern auch in andere Anlageformen.
Auch bei uns wäre ein solcher Schritt längst fällig, damit die Ersparnisse der Alten nicht dauernd entwertet werden. Und wenn die Sparer wie früher anständige Zinsen für ihr Geld bekämen, würden sie nicht Immobilien kaufen. Der Druck auf den Wohnungsmarkt wäre also weg. Man hätte also gleich zwei Probleme gelöst.
Warum geschieht dies alles nicht? Weil unsere Regierung mit der Industrie verbandelt ist, wie sich beim Dieselskandal wieder ganz deutlich zeigt.
Schlimm, dass die SPD bei alledem mitmacht. Und dann wundern sich die Genossen, warum sie bei den Umfragen immer weiter abstürzen.
Es gab einmal eine Zeit, in der die Industrie die Hauptsteuerlast trug. Diese hat man aber längst dem Bürger aufgebürdet. Nun soll die Industrie sogar nach Altmeiers Plänen jährlich um 20 Milliarden entlastet werden. Wir hören dauernd, dass sie „angekurbelt“ werden muss. Wann endlich läuft sie endlich wieder wie früher ohne Ankurbelung, dafür aber mit Zahlung gerechter Löhne, von denen die Leute leben können, ohne aufstocken zu müssen.
(Ich plädiere dafür, das Wort „ankurbeln“ zum Unwort des Jahres zu erklären, damit endlich einmal der Finger in die Wunde der sozialen Ungerechtigkeit gelegt wird,)

 

Die faulen Dieselkompromisse


Was die GroKo zum Thema „Diesel“ ausgekocht hat, ist der erste faule Kompromiss: Man weiß überhaupt nicht recht, was da raus gekommen ist: Wahrscheinlich werden die Autohersteller die bisher beim Autokauf großzügig gewährten Prozente nun als Umtauschprämie deklarieren. Und der Steuerzahler wird auch noch in die Tasche greifen müssen, vorerst schon mal beim Austausch der Busse und Müllautos.
Nun hat die GroKo unter dem Druck der Autoindustrie auch in Brüssel die Bemühungen um sauberere Luft ausgebremst. Man hörte bei der Diskussion immer das Argument „Arbeitsplätze“, aber nichts von den Toten, die von den Abgasen verursacht werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/09/29/ermittlungen-winterkorn-wegen-mordes-20748100/
https://autorenseite.wordpress.com/2013/01/16/guten-morgen-zusammen-kommt-spruch-tag-15432638/
Die Haltung der Bundesregierung ist im übrigen ein Armutszeugnis für die deutschen Autobauer. Einem technisch versierten Land müsste es doch eigentlich möglich sein, innerhalb von 12 Jahren den Abgasausstoß stärker einzuschränken. Wenn die GroKo schlau wäre, hätte sie sich auf die schärferen Regeln eingelassen, um es dann eventuell so zu machen wie beim Klimaschutzabkommen: „Leider hat es nicht geklappt!“
Wie einfach wäre das Abgasproblem zu lösen, wenn die Autokäufer solidarisch wären und kein Auto von den Schummlern kaufen würden. Und warum ruft der ADAC nicht zu einem Käuferstreik auf? Dann würden sich die Probleme ganz einfach von selbst lösen.
Ich vermute ja, dass die Fahrverbote für Dieselautos nichts bringen. Die Polizei hat schon verkündet, dass sie kaum der Lage ist, die Einhaltung des Verbots zu kontrollieren. Im übrigen sind die Strafen beim Verstoß gegen das Verbot milde. So werden die meisten so weiter fahren wie bisher. Und wenn sie wirklich gelegentlich bestraft werden, ist das immer noch viel billiger als ein Fahrzeugtausch oder eine Beteiligung an einer Nachrüstung.

Bayern ist anders



Mein Senf dazu:
Während VW wegen des Dieselskandals in den USA zu Milliarden schweren Geldstrafen verurteilt wurde, sieht die Welt in Bayern anders aus: Auch BMW hatte in seinen Autos verbotene Abschalteinrichtungen eingebaut.
Aber das Unternehmen muss In Bayern nur ein Bußgeld von zehn Millionen Euro zahlen. Bei dem Einsatz der verbotenen Technik handele es sich aber um ein Versehen, stellte die Staatsanwaltschaft fest. Da können wir Laien nur staunen, was es für Versehen geben kann.
Man sieht: In Bayern gehen die Uhren anders.

Für Nichtbayern: Wie muss man sich das „Versehen“ vorstellen? Etwa so:
Da findet ein Arbeiter ein herum liegendes Teil und zu einem anderen:
„Du, Kare, was is’n des für a Trumm?“
„Woa i neda!“ (Weiß ich nicht)
„Nacha baun mer’s lieber ein. Net dass was fehlt.“

Das Ende des Diesels


Seehofer will keinen Koalitionsvertrag abschließen, in dem ein Ende für Dieselautos vorgeschrieben wird. Umgekehrt wollen die Grünen auf jeden Fall dem Diesel den Garaus machen. Die Kanzlerin sprach in diesem Zusammenhang von Brückentechnologie.
Was aber bei dieser Diskussion und auch in den Medien völlig außer Betracht blieb, ist die Tatsache, dass demnächst nicht die Politik entscheidet, welche Fahrzeuge fahren dürfen, sondern die Gerichte werden Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung durchsetzen. Wer sich heute also ein Dieselauto kauft, wird fürchten, vielleicht morgen schon an bestimmten Tagen damit nicht mehr in die Stadt fahren zu können. Das Ende des Diesels, an dem so viele Arbeitsplätze hängen, ist also vorprogrammiert. Natürlich wird die Autoindustrie versichern, die neuen Dieselautos würden schadstoffarm sein, doch wird das ein großer Teil der Kunden nicht recht glauben wollen, denn die Autoindustrie hat das Vertrauen, das ihr entgegen gebracht wurde, völlig verspielt.
Und noch etwas zum Thema: Politik und Autoindustrie wollen Besitzer alter Dieselautos durch Prämien zum Kauf eines neues umweltfreundlicheren Fahrzeugs verlocken. Damit wird zwar die Luft in den Städten besser, aber die Ökobilanz dieses Unternehmens ist doch sehr zweifelhaft: Die Herstellung jedes Autos belastet die Umwelt und wenn man alte, aber noch brauchbare Autos durch neue ersetzt, so kommt es zu einer neuen vorzeitigen Umweltbelastung, die sonst erst nach etlichen Jahren fällig gewesen wäre. Die Gesamtökobilanz wird also wohl negativ sein: In den Städten werden zwar ein wenig Schadstoffe eingespart, aber bei den Autoproduzenten fallen dafür umso mehr an.
Übrigens sollten sich die deutschen Autoproduzenten warm anziehen: Die Firma Tesla hat schon eine halbe Million Vorbestellungen für ihr neues Elektroauto und was haben demgegenüber die deutschen Firmen aufzuweisen? Es könnte so weit kommen, dass die Autofahrer es einfach schick finden, auch einen Tesla zu besitzen. Dann könnte der Auto-Industrie das Schicksal drohen, das die deutsche Bekleidungsindustrie, die deutschen Werften oder unsere Fotounternehmen hinter sich haben: Sie bleiben auf ihren Dieselautos sitzen.

 

America first!


In mancherlei Hinsicht stimmt dieser Ausspruch. Das sehen wir jetzt bei der unterschiedlichen Behandlung der Dieselaffäre. Gerade hat Richter Sean Cox beim ersten Urteil gegen einen VW-Mitarbeiter im Abgas-Skandal keine Gnade gekannt und ist deutlich über die Forderungen der Strafverfolger hinaus gegangen. Der Konzerningenieur James Liang muss für 40 Monate in Haft und 200.000 Dollar Strafe zahlen. Und was ist inzwischen bei uns geschehen? Ein bisschen Software-Update ist bisher heraus gekommen, wobei sich die Experten einig sind, dass dies zu wenig bringt.
Schon mal haben die USA Europa erschreckt: Sie haben es doch tatsächlich gewagt, 14 Funktionären und Managern des internationalen Fußballs organisiertes Verbrechen und Korruption vorzuwerfen. Die Beschuldigten sollen seit Anfang der 1990er Jahre Schmiergelder von mehr als 150 Millionen Dollar von Vermarktern für die Vergabe von Fußballturnieren erhalten haben. 7 Haftbefehle wurden erlassen.
Und wie war es bei der Bankenkrise? Schauen Sie sich mal diese Liste an:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_h%C3%B6chsten_Strafen_gegen_Banken
Die Strafen lauten hauptsächlich auf Dollar, wurden also in den USA verhängt. Rechnet man die Milliardenstrafen wegen der Dieselaffäre hinzu, so ergibt sich. dass wir ausbluten und die USA kassieren.

Bin ich ein Hellseher?

Abgas

Gerade schrieb ich, was beim Dieselgipfel herauskommen würde. Und ich ahnte richtig: ein Minimalkonsens bei dem wir Steuerzahler natürlich auch wieder zur Kasse gebeten werden, indem wir Kaufprämien für Elektroautos bezahlen müssen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/08/02/ich-bin-entsetzt-2/
Unsere Autowerke sind halt die Hätschelkinder der Politik. Da werden sogar Grüne schwarz:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/05/19/autos-merkels-haetschelkinder/
Und der Erfolg der Hätschelei ist, dass andere an uns vorbei ziehen. Gerade meldet die Firma Tesla, dass sie 455.000 Vorbestellungen für ihr neues Elektroauto hat. Und bei uns hofft BMW gerade mal, ca. 100.000 solche Fahrzeuge verkaufen zu können.