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Unsere Jugend ist krank

Was ist nur mit der Jugend los?
Etwa sechs Prozent der deutschen Kinder sind adipös, dreizehn Prozent übergewichtig.
Die Rate der Kinder, die neu an Typ-1-Diabetes erkranken, steigt aus unbekannten Gründen jährlich um drei bis vier Prozent. Pro Jahr erhalten in Deutschland etwa 3000 Kinder diese Diagnose.
Jede(r) zweite Abiturient*in trägt eine Brille:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/12/15/brille-muss-nicht-sein/
Jedes 4. Schulkind ist psychisch auffällig.
Die Kinder in Deutschland haben einer Studie der Barmer zufolge häufiger Karies als bisher angenommen. Ein Drittel der Zwölfjährigen in Deutschland hat Karies in den bleibenden Zähnen.
Und unsere männliche Jugend sieht ihrer Entmannung entgegen.

Schlimme Nachrichten


Das war heute wieder ein Tag mit schlimmen Nachrichten:

  • Deutschland hat an diesem Mittwoch seine natürlich verfügbaren Ressourcen für 2018 aufgebraucht. Das ergaben Berechnungen der Forschungsorganisation Global Footprint. Die Menschen in Deutschland leben nun für den Rest des Jahres auf Kosten kommender Generationen und der Menschen im Süden, teilte die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch mit. Bedankt Euch also mal bei Euren Kindern bzw. Enkeln!
    https://www.heimatzeitung.de/startseite/aufmacher/2931421_Deutschland-lebt-auf-Pump-Ressourcen-fuer-2018-verbraucht.html 

  • Laut VEB ist in den letzten 5 Jahren an Grundschulen jeder 3. Lehrer körperlich angegriffen worden. An allen Schulen ist die Hälfte der Lehrer Opfer psychischer Gewalt geworden. Da fragt man sich doch, wie es früher bei uns ohne Gewalt und ohne Sozialarbeiter gegangen ist.

  • Inzwischen sind 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen übergewichtig oder gar fettleibig, bei Kindern und Jugendlichen sind 15 Prozent betroffen.

  • Bei Diabetes gab es einen Zuwachs von 24 Prozent seit Ende der 1990er Jahre. Nach Schätzungen sind 6,7 Millionen Menschen in Deutschland allein am besonders verbreiteten Typ-2-Diabetes (früher: Altersdiabetes) erkrankt.

  • Beim Glasfaserausbau hatte die Europäische Kommission Deutschland schon 2016 in der Gruppe der am schlechtesten versorgten Länder in Europa eingeordnet: Wir liegen auf Platz 28 von 32.
  • 7 Millionen Menschen sterben jährlich an Luftverschmutzung.

Wir ziehen junge Invaliden heran

Kinder
Beginnen wir mit den Augen: In Europa und den USA sind bereits rund 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen kurzsichtig. Leider tut man nichts dagegen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/02/02/tut-was-fuer-eure-augen/
Früher waren das Alterderscheinungen und man nannte diese Kurzsichtigkeit „Alterskurzsichtigkeit“.

Nicht viel anders sieht es bei den Ohren aus:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/03/06/schwerhoerige-kinder-werden-mehr/
Die Schwerhörigkeit bei Kindern und Jugendlichen nimmt erschreckend zu, weil viel zu achtlos mit dem empfindlichen Gehör umgegangen wird.

Und die Wirbelsäulenleiden, die sich früher mit zunehmendem Alter einstellten, betreffen immer mehr junge Leute: Der Anteil der Schüler, die täglich oder mehrmals pro Woche unter Kreuzschmerzen leiden, beträgt 16,1 %. Und von den jungen Erwerbstätigen mussten sich 36,5 % pro Jahr wegen ihrer Wirbelsäule in ärztliche Behandlung begeben. Dabei könnte man diese Leiden ganz einfach vermeiden. Ich bin über 80 Jahre alt und habe keine Probleme mit meinem Kreuz, weil ich jeden Morgen ein paar Übungen mache.

Gut 3,5 Millionen Jungen und Mädchen in Deutschland leiden an Übergewicht. Die Folge davon sind Bluthochdruck oder Gelenkprobleme und auch Vorformen von Diabetes Typ 2, dem sogenannten Altersdiabetes. Innerhalb weniger Jahre werden viele von ihnen zuckerkrank sein. Der Ausbruch verlagert sich ständig weiter nach vorne. Früher gab es Diabetes Typ 2 vor allem bei 70-Jährigen, heute werden die Patienten immer jünger. Oft sind sie erst 30 bis 40 Jahre alt.
Wie soll das alles weiter gehen?

 

Die Empfindlichkeit des Lebens

schneegl

„In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben, in der zweiten Hälfte opfern wir unser Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.“
Voltaire

Wer denkt schon darüber nach, was gut für seinen Körper ist? Hier zwei Beispiele:
Nach den Richtlinien der WHO sollen wir höchstens 5 Prozent Zucker der Gesamtkalorienmenge unserer Nahrung zu uns nehmen. Das entspricht nur ca. 25 g Zucker am Tag.
Noch strenger sieht es beim Salz aus: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt nur 5 Gramm Salz täglich zu essen. Die nehmen wir manchmal schon mit dem Brot zu uns.
Wer hält sich schon an solc
he Regeln? Das hat zur Folge, das der von Voltaire erwähnte zweite Teil des Lebens immer früher beginnt. Kinder haben immer öfter Altersdiabetes oder Bluthochdruck. 40 % aller Kinder und Jugendlichen leiden unter Alterskurzsichtigkeit, weil sie ihr Sehvermögen vernachlässigen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/02/02/tut-was-fuer-eure-augen/
Leider geht immer mehr Menschen die Sensibilität gegenüber ihrem Körper ab. Wenn ihnen etwas fehlt, soll der Arzt es in Ordnung bringen, meinen sie.
So ist es auch kein Wunder, dass die Zahl der ärztlich diagnostizierten Kopfschmerzprobleme laut Barmer Ersatzkasse zwischen 2005 und 2015 um 42 Prozent gestiegen ist. Immer mehr junge Deutsche leiden unter Kopfschmerzen: 1,3 Millionen der 18- bis 27-Jährigen sind es laut Ärztereport 2017 der Barmer Ersatzkasse.
Wie empfindlich das Leben ist, wird mir immer bewusst, wenn ich im Frühjahr auf den Hochfelln steige. Da gehe ich über eine Almwiese voll von Schneeglöckchen. Und da staune ich darüber, dass diese Blümchen nur ganz genau bis zu einer gewissen Höhe gedeihen und kein Meter höher. Wie abgezirkelt verschwindet das Weiß auf einmal auf den grünen Wiesen. Das zeigt, wie unglaublich empfindlich die Pflanzen auf die Höhe reagieren.
Und nur dumme Menschen glauben, dass es mit ihrem Körper anders ist. Auch er reagiert empfindlich auf alle guten und schlechten Einflüsse.