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Zitat zum Thema Politik

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Es sind schlimme Zeiten, in denen Fake-News sich stärker verbreiten als wahre Nachrichten.
(H. Pöll) 

https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/26/die-grossen-meinungsmanipulierer-gefahr-fuer-die-demokratie/
Mehr über den Autor auf der Homepage.

Respekt, Frau Buder!

Die CDU hat einen großen Fehler gemacht, als sie Frau Buder nicht ermöglicht hat, an der Wahl des Parteivorsitzenden teilzunehmen. Das wäre ein Zeichen dafür gewesen, dass die Demokratie auch unten an der Basis angekommen ist:

CDU: Wahl des Parteivorstands – Mein Beileid, Frau Buder

Wenn nun drei alte Männer den Scherbenhaufen zusammen kehren wollen, den die Kanzlerin hinterlassen hat, so ist davon nicht viel zu erwarten: Haben die drei jemals den Mund aufgemacht, um die schlimmsten Missstände zu beseitigen?
Schäbig ist, dass etliche Parteimitglieder Frau Buder vorwerfen, es sei ihr nur um Aufmerksamkeit gegangen. Nein, ihre Kandidatur war wichtig, weil sie zeigt, wie es um die Union steht.
Man könnte natürlich gegen Frau Buder einwenden, sie habe nicht genug Erfahrung, um eine Partei zu führen. Aber hat man je nach Erfahrung gefragt, als man zwei Frauen zu Verteidigungsministerinnen machte? Frau Buder ist intelligent und hätte sich schon in den Job einer Parteivorsitzenden eingearbeitet. Ihre Wahl wäre ein Paukenschlag gewesen, mit dem die Basis hätte zeigen können: Wir wollen einen totalen Neuanfang und brechen mit Frau Buder auf.

Die großen Meinungsmanipulierer – Gefahr für die Demokratie

Die Nobelpreisträgerin Ressa hat Facebook eine Gefahr für die Demokratie genannt. Diese Warnung ist viel zu wenig beachtet worden.  Tatsächlich soll Facebook ja die Wahl Trumps und den Brexit zu Wege gebracht haben.
Wie bei Facebook manipuliert wird, hat gerade die Whistleblowerin Haugen aufgedeckt.
Was Quote bringt, das kommt groß raus.
Bei YouTube ist es dasselbe. Dort wurden beispielsweise nicht konforme Beiträge über Corona gelöscht:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/09/05/youtube-ein-unerhoerter-angriff-auf-die-meinungsfreiheit/

Deshalb wiederhole ich hier, was ich schon oft geschrieben habe: Wie konnte es die deutsche Politik zulassen, dass sich in unserem Lande Facebook, YouTube… etablierten, ohne dass ein deutsches Gegenstück eingerichtet wurde? Das wäre ganz einfach gewesen, wenn sich der Bund mit den Medien zusammen getan hätte. Nun werden all unsere Daten in den USA abgegriffen und jetzt werden dort sogar unsere Meinungen manipuliert. Nirgends zeigt sich die Verschlafenheit unserer Regierung so sehr wie hier. Nun haben wir den Schlamassel: Unsere Demokratie ist in Gefahr.

 

 

Schlimme Nachricht: Meinungsfreiheit ade!

Hätten Sie das gedacht? Das darf doch nicht wahr sein: Nach einer Allensbach-Umfrage haben nur 45 Prozent der Befragten noch das Gefühl, die politische Meinung in Deutschland könne frei geäußert werden.
Ist unsere Bundesrepublik so weit herunter gekommen, dass eines der wichtigsten Wesenselemente einer Demokratie, nämlich die Meinungsfreiheit, verloren gegangen ist? Schlimm! Schlimm!
Aber keine Sorge: Ich nehme mir hier trotzdem die Freiheit, zu schreiben, was ich für wichtig halte.
Was nun wichtig wäre: Es müsste genau untersucht werden, woran es hapert. Aber das wird nicht geschehen, denn die Regierung profitiert von der Einschränkung der Meinungsfreiheit. Sie braucht den Mainstream der gekauften (subventionierten) Medien und des Staatsfernsehens.

„Demonstratismus“ als Gefahr für die Demokratie

Eugène Delacroix: Liberty Leading the People

„Demonstratismus“ möchte ich hier eine Erscheinung nennen, die sich zu einer Gefahr für die Demokratie entwickelt. Das sei am Beispiel der Ukraine demonstriert:
Janukovich war einmal der gewählte Präsident der Ukraine. Dass es bei seiner Wahl nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll, war eine Erfindung seiner Gegner, denn neutrale Wahlbeobachter hatten einen korrekten Ablauf der Abstimmung bescheinigt. Als Janukovich sich eher Russland anschließen wollte als der EU, gab es Demonstrationen. Das war die Stunde der westlichen Politiker: Man unterstützte die Demonstrationen mit gewaltigen Summen. Auch Politiker wie unser damaliger Außenminister Steinmeier brachten durch ihre Besuche ihre Sympathie gegenüber den Demonstranten zum Ausdruck. Auf einmal ging es um Freiheit und nicht um eine politische Ausrichtung. Und man hatte eine Galionsfigur gefunden: Klitschko, der wie die Liberté auf dem berühmten Gemälde von Delacroix zwischen brennenden Autoreifen empor stieg – das waren Bilder die um die Welt gingen. Und so wurde Janukovvich aus dem Amt getrieben durch eine Demonstration, die sich mit ausländischer Befeuerung zu einer Revolution entwickelte.

Auch bei uns nehmen die Demonstrationen zu. Zehntausende gehen auf die Straße wegen des Klimawandels, gegen Rechts, gegen den Wirtschaftsgipfel… Und die Gelbwesten in Frankreich haben uns gezeigt, dass Demonstranten den Staat an den Rand eines Zusammenbruchs führen können. Das Schlimme daran ist das, was ich in einem meiner Aphorismen so beschrieben habe:

„Mob“ ist die Bezeichnung für die blöde Masse, die sich leicht Mob-ilisieren lässt.

Wer also in diesem Staat etwas erreichen will, muss schauen, dass er die Massen hinter sich bringt und auf die Straße treibt durch die sozialen Medien, durch Fake-News, durch Einbindung von Organisationen, durch eine Galionsfigur… Und vielleicht gelingt es dann einer Gruppe, die Macht an sich zu reißen. Gefährlich wird dies dann, wenn ein ausländischer Staat mit viel Geld eine ihm genehme Gruppierung unterstützt. Dies haben wir in Großbritannien erlebt: Russische Experten sollen durch starke Präsenz in den sozialen Medien so viel Stimmung für den Brexit erzeugt haben, dass das Volk dafür war. So soll die EU zerstört werden, und dies könnte gelingen, wenn sich der Brexit als Erfolgsstory erweisen sollte.
Mein Vater pflegte zu sagen: „Ein schneidiger Leutnant und ein paar Mann sind in der Lage, die Macht zu übernehmen.“
Ich sage: „Das können auch die Bauern, wenn sie mit ihren Traktoren den Verkehr lahm legen.“