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Spahns falscher Weg

Am Wochenende gab es zwei große Menschenansammlungen mit Verstößen gegen die Coronaregeln:
Die eine war die Demo der Querdenker in Kassel.
Und die andere war die alljährlich Spring-Break-Party in Miami Beach.
Beide nahmen einen völlig unterschiedlichen Verlauf: In Kassel hat die Polizei kapituliert und immerhin 12 Menschen festgenommen. In Miami dagegen hat die Polizei hart mit Pfefferspray durchgegriffen und 1000 Menschen festgenommen. Bravo! Vorbildlich für Deutschland!
Nun wird vielleicht mancher sagen: Was hat Spahn damit zu tun? Polizei ist doch Ländersache. Aber der Fisch stinkt vom Kopf her. Spahn müsste den Weg weisen und der sieht so aus:
Es wird angekündigt,
> dass mit aller Härte gegen Maskenverweigerer vorgegangen wird (mit Unterstützung des Bundespolizei),
> dass jeder Verweigerer mit seiner vorläufigen Festnahme rechnen muss (zur Unterbindung des Verstoßes und zur Personalienfeststellung),
> dass eine einwöchige Quarantäne gegen ihn verhängt wird und
> dass zu Kontrollzwecken ein großes gelbes Schild an seine Haustür gehängt wird mit der Aufschrift :“Quarantäne bis…“

Dann sähe es anders aus bei uns, aber Spahn traut sich so was nicht. Stattdessen gerät nur die Polizei in die Kritik. Vielleicht ist bei Spahn (um es mit Söder auszudrücken) ein „Wakeup-Call“ fällig und der müsste von den Virologen kommen. Die sollten einmal abschätzen, wie viele Neuinfektionen eine solche Demo wie in Kassel zur Folge hat. Dann würde die Regierung vielleicht aus ihrer Lethargie erwachen.

Mutige Querdenker

Gerade wird heftig über die Querdenker-Demonstration in Leipzig diskutiert. Massenweise trafen sich Menschen ohne Masken. Es ist natürlich einfach, in der Anonymität der Masse zu demonstrieren.
Aber hättet Ihr Querdenker auch den Mut, eine Online-Petition an den Bundestag zu unterschreiben, oder hättet Ihr dann Angst, im Ernstfall dann kein Krankenhausbett zu bekommen?
Zeigt mal auf diese Weise Euer Gesicht! Ich tue es hier ja auch.

Die verloren gegangene Dankbarkeit

Gestern widmete ich einen Beitrag dem Tag der Dankbarkeit:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/20/heute-ist-der-tag-der-dankbarkeit-und-der-weltfriedenstag/
Und dabei habe ich etwas ganz Wichtiges vergessen:
Immer wenn ich etwas über die Flüchtlinge sehe, frage ich mich, wo denn deren Dankbarkeit bleibt: Heute wird für und gegen alles Mögliche demonstriert. Wäre es da nicht angebracht, dass die Flüchtlinge einmal ein deutliches Zeichen ihrer Dankbarkeit für die Aufnahme in unserem Lande setzen? (Gewiss gibt es Feste der Kulturen, aber hinter denen steckt der Migrationsbeauftregte.)
Wie schön wäre es, wenn die lüchtlinge selbst einen corona-gerechten Tag der Dankbarkeit organisieren würden mit kleinen Festen in den Städten. Das wäre Integration pur. Oder wenn sie auch nur eine mächtige Demonstration veranstalten würden. Aber leider scheinen sie längst vom Anspruchsdenken erfasst zu sein.

Anderes Thema: Wussten Sie, dass Dankbarkeit ein langes gesundes Leben fördert, wie Wissenschaftler festgestellt haben. Beginnen Sie also diesen Tag mit Dankbarkeit für alles Schöne, was sie haben, und dafür, dass Sie leben!

Drei Meldungen, die mich aufregen: Deutschland – das Land der traurigen Kinder…

  1. Deutschland – das Land der traurigen Kinder: Die Lebenszufriedenheit deutscher Kinder ist einer Unicef-Studie zufolge geringer als in anderen Industrieländern. Nach der am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Untersuchung des Kinderhilfswerks geben in Deutschland 75 Prozent der Mädchen und Jungen an, mit ihrem Leben sehr zufrieden zu sein. Eine Ursache der geringeren Zufriedenheit ist sicherlich die ständig steigende Kinderarmut. Warum tut man nichts dagegen?
  2. Die Schweiz ist gemäß dem am 24. Juli in Neu Delhi vorgestellten Global Innovation Index 2019 das innovativste Land der Welt. Danach folgen Schweden, die Vereinigten Staaten von Amerika (USA), die Niederlande und Großbritannien. Da fragt man sich, wieso uns die kleinen Länder wie die Niederlande und die Schweiz überholen können und was macht Schweden besser?
    Es sieht nicht gut aus für unsere Zukunft: https://autorenseite.wordpress.com/2019/05/12/wie-deutschland-abgehaengt-wird-duestere-wolken-ziehen-auf/
  3. Was mich beunruhigt, ist das Einschreiten des Staates gegen zwei Polizeibeamte, die auf der Berliner Corona-Demo gesprochen haben. Bei einem soll sogar eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden sein. Da fragt man sich: In welchem Land leben wir eigentlich? Was ich hierzu noch schreiben wollte, ist hier schon bestens kommentiert:
    https://www.anti-spiegel.ru/2020/polizei-beamte-und-corona-wie-der-deutsche-staat-andersdenkende-einschuechtert/
    Ich vermisse bisher, das sich unser Staatsfernsehen dieser Fälle annimmt und eine Diskussion darüber führt, wie es um die Meinungsfreiheit von Beamten steht und wo die Grenzen sind. Und was berechtigte die Behörden zu einer Hausdurchsuchung?
    Das wäre wichtig, denn auch hier geht es um Demokratie und Rechtsstaat.

Ist die Menschheit krank?

Demo in Berlin – ich sehe manches anders

Das erste, was mir missfällt, sind die Äußerungen mancher Politiker, die Bürger dürften nicht bei Demos mitmachen, bei denen Rechtsextreme dabei seien, denn dann mache man gemeinsame Sache mit diesen.
Ich habe zwar noch nie demonstriert (dafür schreibe ich hier), aber wenn mir eine Angelegenheit so wichtig ist, dass ich auf die Straße gehe, dann ist es mir egal, wer da mit marschiert. Im übrigen würden wichtige Demonstrationen unterdrückt, wenn man da nicht mit machen dürfte, falls sich Extreme dabei einreihen.
Erschreckt hat mich, dass gegen 2 bayerische Polizeibeamte Disziplinarverfahren eingeleitet wurden, weil sie bei der Demo als Redner aufgetreten sind. So schüchtert man Beamte ein. Ich habe nicht gehört, dass die Beamten etwas Vorwerfbares gesagt hätten.
Mich erinnert das an die Zeit des McCarthyismus: Als ich in München mit dem Studium begann, habe ich mich für das Leben der studentischen Vereinigungen interessiert: Ich habe u.a. bei schlagenden oder christlichen Verbindungen vorbei geschaut. Und als ich mir auch den Sozialistischen Hochschulbund ansehen wollte, wurde ich gewarnt: „Wenn du das machst, wirst du heimlich fotografiert und dann kommst du niemals in den Staatsdienst.“ Und als ich dann im Staatsdienst war und mir einen „Spiegel“ gekauft hatte, riet mir ein alter Kollege: „Tragen Sie den doch nicht so offen, sonst werden Sie nie befördert.“
Solche Zeiten sehe ich nun wieder herein brechen.
Und was nun den Sturm auf den Reichstag angeht, so ist klar, dass dieser verwerflich ist. Ich bin nur nicht sicher, ob die Leute, die da unterwegs waren, wirklich alle Nazis waren. Ich glaube eher, dass es zu einem großen Teil  ein Protestpotenzial war, das alte Fahnen benutzt hat, um die Politiker und Bürger zu erschrecken. Dies zu untersuchen und zu differenzieren sollte eine Aufgabe der Demoskopen sein. Vielleicht ergibt sich dann, dass diese Leute eher einer deutschen Form des Trumpismus anhängen,  als dass sie sich wieder einen Hitler wünschen.

Können Bilder lügen?

Mein Senf dazu:

Ja, Bilder können sehr eindrucksvoll lügen: Glauben Sie vielleicht, dass ein Reporter, der einen schießenden Soldaten gefilmt hat, wirklich mit ihm an vorderster Front war? Warum auch? Und wie sonst noch Bilder lügen können, habe ich hier beschrieben.
https://autorenseite.wordpress.com/2019/01/14/koennen-echte-bilder-luegen/
Die Demo gegen die Pandemie-Einschränkungen in Berlin ist auch so ein Beispiel. Wenn man die Bilder im Fernsehen gesehen hat und gehört hat, was einzelne Demonstranten gesagt haben, musste man zu der Überzeugung kommen: Das sind Rechtsextreme und Chaoten. Und die Politiker warnten, bei solchen Demonstrationen mit zu gehen.
Der Verfassungsschutzbericht ergibt jedoch ein anderes Bild: Es sei eine bunt zusammen gewürfelte Gesellschaft gewesen, die hier unterwegs gewesen sei und keinesfalls von Rechtsextremen oder Chaoten angeführt worden sei. Ein paar Extreme hätten sich halt vor die Mikrofone gedrängt.

Mein Senf dazu: Ich habe noch nie demonstriert. Aber wenn mich etwas auf die Straße treiben würde, dann wäre es mir gleich, wer die Demo veranstaltet hat und wer da mit marschiert. Die Leute, die in Berlin für mehr Freiheit demonstriert haben, gehörten den verschiedensten Richtungen an und hatten recht, wenn sie sich zusammen getan haben.
Ich glaube auch nicht, dass sich Extreme vor die Mikrofone gedrängt haben, sondern bin der Überzeugung, dass sich die Reporter solche Stimmen ausgesucht haben, um dann sagen zu können: „Schaut her, so sind sie alle!“
Und die Politiker können – gestützt auf solche falschen Behauptungen – davor warnen, bei solchen Demos dabei zu sein. So schafft man Ruhe im Staat. Sonst geht ja die Demokratie kaputt, wird uns gesagt.

Corona: Demo in Berlin – Folge einer fehlerhaften Politik

Manche schütteln den Kopf über jene, die zu Zehntausenden in Berlin gegen die Pandemie-Maßnahmen protestiert haben. Dabei kann man die Menschen verstehen. Abgesehen von Verschwörungstheoretikern geht wohl die Masse deshalb auf die Straße, weil man endlich das Leben genießen will. Daher wird der Ruf nach Freiheit laut.
Blickt man zurück auf die Einschränkungen, die uns die Politik auferlegt hat, so war es ein ganz schwerer Fehler, die Gastronomie zu schließen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/01/schlappe-gastronomie-warum-wehrt-sich-keiner/
https://autorenseite.wordpress.com/2020/04/17/corona-schliessung-von-restaurants-und-cafes-ist-verfassungswidrig/
Im sommerlichen Mai hätten die Freiluftbereiche von Cafés und Biergärten durchaus offen gehalten werden können, denn die Ansteckungsgefahr ist dort selbst ohne Vorsichtsmaßregeln 1:1000. Da hätte man das Leben genießen können, wenn es die Politik nicht verboten hätte.
Was nun fehlt, ist das, was schon die alten Römer wussten: Das Volk muss mit „Panem et Circenses“ bei Laune gehalten werden. Wie wäre es beispielsweise damit gewesen: In einem Park spielt ein Polizeiorchester Schlager zum Mitsingen. Am Boden sind weiße Kreise aufgemalt zum Einhalten der Abstandsregeln. Das baut Spannungen zwischen Polizei und Bürgern ab.
Man könnte auch eine Partymeile für die Jugend einrichten mit Abstandszonen. Wenn dort Disco-Musik gespielt wird, solange sich die Menschen korrekt verhalten, ist das doch ein bisschen mehr Leben als das trübe Dasein, das viel heute haben. Ich kann die Leute schon verstehen, wenn sie sagen: Lieber mal coronakrank als gar nicht leben.
Das Erscheinungsbild der Corona-Erkrankung wird ja von vielen als zu harmlos etwa so wahr genommen: Ein paar Alte sterben, aber viele Junge merken nicht einmal, dass sie krank sind. Was aber zu wenig im Fernsehen rüber gebracht wird, sind zum einen schwere oder tödliche Krankheitsverläufe bei jungen Menschen. Zum anderen wissen viele nicht, wie schwere Spätfolgen die Krankheit haben kann: vom Herzfehler bis zum „Verschimmeln der Lunge“ bei Bolsonaro.
Die Politik sieht die Lage auch zu optimistisch:
Man glaubt, man müsse nur eine kurze Durststrecke überwinden bis ein Impfstoff gefunden werde. Aber vielleicht wird ein solcher nie gefunden oder kaum wirken:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/28/corona-politik-eine-kritik/
Dann hat man sein Pulver verschossen und beispielsweise in die Lufthansa investiert, die nur wenige Fluggäste haben könnte. Und man wird merken, dass man eine völlig andere Art zu Leben suchen muss:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/01/14/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen/

 

Wo bleibt die Empathie der Frauen?

Mein Senf dazu:

Heutzutage wird für oder gegen alles Mögliche demonstriert. Wer nicht auf die Straße geht, wird von den Politikern nicht wahr genommen. Dies zeigt sich beispielsweise besonders bei der Behandlung der Armen.
Was ich vermisse, ist eine Demonstration der Mütter von Polizisten: Früher waren diese Beamten Respektspersonen. Niemand hätte gewagt, ihnen etwas anzutun. Heute sind sie Ziel von Steinwürfen und Molotow-Cocktails. Und zu den bemerkenswerten Erscheinungen unserer Zeit gehört es, dass sich so
ein Übel über die ganze Welt ausbreitet.
Wäre es da nicht an der Zeit, dass einmal die Mütter von Polizisten und andere Frauen bei Demonstrationen zwischen die Fronten gehen und für einen menschlichen Umgang miteinander demonstrieren? Vielleicht bewirkt das doch ein Umdenken bei manchen Chaoten.

Büstenhalterverbrennung: Frauen, was soll das?

Gerade sahen wir im Fernsehen eine Aktion von Frauen in der Schweiz: Die demonstrierten für eine gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. So weit, so gut. Was ich aber als Mann nicht verstehe, ist die Art, wie diese Frauen demonstrierten: Sie verbrannten ihre BHs.
Frauen, so etwas passt gar nicht mehr in die Landschaft: Etwas vernichten, was noch brauchbar ist und was beim Brennen Schadstoffe frei setzt – das darf man in Zeiten des Klimawandels nicht mehr machen. Was würde Eure Geschlechtsgenossin Thunberg dazu sagen, wenn sie das erfährt?
Im übrigen sollen ja solche Aktionen einen Sinn haben. Könnt Ihr mir den vielleicht erklären? Der Sinn bleibt mir nämlich bei der Verbrennung von BHs rätselhaft. Soll das vielleicht eine Drohung sein nach dem Motto: „Männer, wir laufen so lange ohne BH herum, bis ihr uns anständig bezahlt“ ?
Vielleicht wäre es besser gewesen, man hätte die Femen oben ohne demonstrieren lassen mit der Forderung, Frauen müssten mehr verdienen als Männer, weil sie wegen der BHs (u.v.a.m.) höhere Ausgaben hätten
Es gab ja schon mal eine BH-Verbrennungsaktion:
„Als die Emanzipationsbewegung begann, „befreiten“ sich viele Frauen von ihren BHs und verbrannten diese ostentativ mit der Behauptung, die Männer hätten sie in diese unwürdigen, einengenden Kleidungsstücke gezwungen. Inzwischen haben die Frauen aber eingesehen (es muß sehr weh getan haben!), daß sie sich ins eigene Fleisch geschnitten haben, und sie tragen wieder BHs, jedenfalls normalerweise.“ (https://autorenseite.files.wordpress.com/2013/10/frauen.pdf)

 

Die Demokratie geht kaputt: Am Volk vorbei regiert. – Alarmzeichen: Das Volk geht auf die Straße

Im Staat ist etwas nicht in Ordnung, wenn das Volk auf die Straße geht wie nun wegen der Wohnungssituation. Nicht nur dies ist ein Alarmzeichen für die Demokratie, sondern insbesondere das Erstarken der AfD. Es ist nicht so, dass Deutschland nach rechts rücken will, sondern zwei Drittel der AfD-Wähler geben dieser Partei nur aus reinem Protest ihre Stimme.
Was die Mietpreise angeht, die das Volk auf die Straße getrieben haben, fragt man sich, ob wir blöder sind als die Österreicher, wo nicht nur die Renten um 400 Euro höher sind als bei uns, sondern der Wohnraum sogar in Wien bezahlbar ist, weil es dort viele Sozialwohnungen gibt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/04/sind-die-oesterreicher-gescheiter-als-die-deutschen/
Bei uns hat man die Sozialwohnungen den Kapitalisten zum Fraß vorgeworfen – als unerschöpfliche Geldquelle, denn bei uns hat sich ein Krebsgeschwür ausgebreitet: die hemmungslose Geldgier gepaart mit einem Lobbyismus, der die Fäden der Marionetten in der Hand hält. Mit diesen fast mafiösen Strukturen hat man den Staat fest im Griff und kann die Bürger schröpfen.

Ein treffendes Beispiel ist die Post: Die guten alten beamteten Postboten wurden durch billige Zusteller ersetzt, deren Löhne immer weiter gedrückt werden:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Trotz-Boom-im-Onlinehandel-Paketzusteller-verdienen-weniger-4365659.html
Für die Bürger haben sich keine Vorteile ergeben, nur für die Leute, die ihr Kapital mehren wollen.
Wenige Kapitalanlagen haben mehr abgeworfen als dieser „Postraub“. Und nun fahren statt einem Postauto bei uns 6 Paketzusteller herum, die die Umwelt belasten und den Verkehr verstopfen. Was für ein Wahnsinn!