Schlagwort-Archive: Datenschutz

Corona: Da bin ich doch erschrocken

Hier wurde ja schon lange gefordert, dass die Gesundheitsämter aus Gründen der Transparenz nähere Zahlen darüber veröffentlichen, wo sich Corona wie stark verbreitet hat. Das hat man bisher offenbar aus Datenschutzgründen nicht getan, was ein großer Fehler war. Menschen wie ich dachten, dass man in einem Gebirgsdorf wie hier Bergen in klarer Gebirgsluft mit wenigen Menschen auf den Straßen ungefährdet einigermaßen coronafrei leben kann. Das erweist sich jedoch auf Grund der nun endlich veröffentlichten Zahlen als Irrtum: Wir haben im kleinen Bergen 29 Coronafälle und die nahe Stadt Traunstein ist nun sogar zum Rekordhalter in Deutschland geworden:
https://www.suedost-news.de/region-und-lokal/regionales-traunstein/traunstein_artikel,-59-neuinfektionen-und-weiterer-coronatodesfall-im-kreis-traunstein-inzidenz-steigt-auf-bundesweiten-_arid,599209.html

YouTube: So was gehört verboten

Mein Senf dazu:

Ich habe mich ja schon einmal dem Thema Cookies und Datenschutz gewidmet:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/24/cookies-und-datenschutz-wer-kann-mir-das-erklaeren/
Am Schlimmsten ist es bei YouTube. Ich bin ein Mensch, der nicht mit allem einverstanden ist, was einem vorgesetzt wird. So habe ich bei YouTube nicht einfach auf die vorab erscheinende Einverständniserklärung geklickt, sondern auf „Mehr anzeigen“. Tun Sie das mal! Dann stehen Sie „im Wald“. Es ist unglaublich, was einem da vorgesetzt wird, wenn man keine Cookies setzen lassen oder keine Reklame präsentiert bekommen will. Ich glaube da gibt jeder auf. Oder hat sich da einer meiner Leser schon mal „durchgewurstelt“?
Ich finde, es gehört verboten, die Einverständniserklärung mit solchen Komplikationen praktisch zu erzwingen. Da sollte sich mal der Datenschutzbeauftragte oder der Verbraucherschutz darum kümmern.

Überall Betrug im Internet – Die Lahmheit der Politiker

Gestern veröffentlichte ich hier einen Beitrag über den Betrug im Internet, der viel Beachtung fand. Was ich nicht verstehe, ist die Lahmheit der Politik. Ich habe mich ja schon seit einiger Zeit mit dem Thema beschäftigt und auch an den Datenschutzbeauftragten geschrieben, aber leider keine Antwort erhalten.

Genau so erging es mir mit meinen Beiträgen: „Der Mensch is a Sau„. Auch damals habe ich der Umweltministerin brauchbare Vorschläge gemacht, aber auch keine Antwort erhalten.
Man ist es ja gewohnt, dass in unserer Zeit die Höflichkeit immer mehr abnimmt. Aber ein Politiker und erst recht eine Politikerin sollte so viel Anstand besitzen und eine Mail beantworten. Dazu bedürfte es nur eines Klicks auf eine Formblatt Antwort, in der man sich bedankt und verspricht, die Sache zu prüfen.

Die Politiker wachen erst kurz vor der Wahl auf. Da rennen einige von Tür zu Tür. um für Stimmen zu werben. Aber all das machen diejenigen zunichte, die nicht einmal die primitivsten Anstandsregeln befolgen. Die fördern damit die Politikverdrossenheit der Bürger.

Cookies und Datenschutz: Wer kann mir das erklären?

Mein Senf dazu:

Wenn ich im Internet surfe und eine Seite aufrufe, ist mir unerklärlich, warum ich dabei auf eine völlig unterschiedliche Praxis stoße:

Man wird in der Regel gefragt, ob man Cookies, AGB, Datenschutz… zustimmt. Allerdings handhaben die verschiedenen Seitenhersteller die Zustimmungserklärung ganz unterschiedlich:
> Manchmal steht unten eine Zeile mit dem Hinweis, dass die Benutzung der Seite als Zustimmung gilt. Das ist so herrlich einfach aber womöglich unzulässig.
> Bei manchen Seiten erscheint daher zuerst ein Schild, auf dem die Zustimmung verlangt wird. Erst dann kann man die Seite lesen. Das ist ein blödes Modell, weil Menschen wie ich dann erst einmal eine vergleichbare Seite suchen, wo sie nicht so befragt werden. Man vergrault also eventuelle Kunden. Warum macht man so einen Unsinn?
Typisch ist Dehner: Ich habe eine Taubenplage und wollte mir zur Abwehr einen Plastikraben kaufen. Man möchte meinen, dass Dehner erfreut über den Besuch seiner Seite ist, aber weit gefehlt! Die Seite wird verdunkelt und man soll erst einmal eine Zustimmungserklärung abgeben. Allerdings kann man die auch individuell gestalten. Klicken Sie mal darauf und dann frage ich Sie: Wer lässt sich auf diesen Unsinn ein?
> Vorbildlich ist ALDI. Die Firma fragt zwar auch vor Öffnung der Seite, ob man dem zustimmt, was man eigentlich lesen sollte (aber niemand tut es). Was jedoch toll ist: Man kann bei ALDI auch die Zustimmung verweigern und dann öffnet sich trotzdem die Seite.
Warum machen das andere nicht auch so?
Ich finde: Die Menschen werden immer mehr entmündigt, indem man ihnen zumutet, irgendwelchen Bedingungen zuzustimmen, von denen man genau weiß, dass kein Mensch sie liest – und wenn doch, ist es eine Zumutung, einen solchen Zeitaufwand zu verlangen.

Und warum verlangt man dauernd die Zustimmung zum Einsetzen von Cookies, wenn viele diese sowieso nach Verlassen des Internets löschen lassen – wenn nicht, erledigt das Antivir von Zeit zu Zeit.

Warum kann man nicht eine genormte Zustimmungserklärung einführen, die man dann akzeptieren könnte, ohne sie jedes Mal zu lesen?

Corona und Datenschutz

Gerade wird darüber diskutiert, ob man Corona mit einer App bekämpfen könnte. Und da staunt man, wie manche Leute anscheinend den Datenschutz für wichtiger halten als den Schutz von Menschenleben.
Auch in anderer Hinsicht wird der Datenschutz übertrieben. So erfahren wir nicht mehr, wo sich in unserer Gegend das Corona-Virus ausbreitet. Angeblich verbietet das der Datenschutz. Wieso eigentlich? Ist es nicht wichtiger, die Menschen vor einer sehr konkreten Gefahr zu warnen, als die Daten von einem Ort zu schützen?
Natürlich beachten die Menschen hier die Abstands- und Maskenregelungen. Aber würde man nicht vielleicht viel vorsichtiger werden, wenn man wüsste, dass Corona auch im eigenen Ort angekommen ist? Manch einer würde dann vielleicht keine Salate mehr kaufen und vielleicht auch kein Brot mehr.

So war es einmal – oder wie sich Deutschland verändert hat.


Als ich als junger Mann die wichtigste Weiche in meinem Berufsleben stellte, stand ich vor der Frage: Sollte ich in München bleiben und mir ein Häuschen am Stadtrand leisten oder sollte ich in eine bayerische Kleinstadt am Rande der Alpen ziehen und mir dort ein Haus in schöner Lage bauen? Ich entschied mich für das Letztere Und so suchte ich mir ein Baugrundstück. Ich erfuhr, dass das Nachbargrundstück neben dem Haus des Landrats noch unbebaut sei. Nur: Wo wohnte der Landrat? Wenn heute die Wohnorte der Politiker geheim gehalten werden, war das früher ganz anders: Jeder stand im Adressbuch, das an alle Haushaltungen verteilt wurde, ohne dass es zu Missbräuchen kam.
So war das damals! Wie hat sich doch die Menschheit hierzulande seither verändert.

Und noch eine Veränderung:
Ich fuhr also dann zu dem freien Grundstück und war begeistert. Hier wollte ich wohnen. Ich fragte also dann beim Bauamt nach der Bebaubarkeit und erhielt einen ablehnenden Bescheid. Es hieß, ein Haus müsste dort so gebaut werden, wie es dort üblich sei; das würde bedeuten, dass der Kamin des Hauses von der einige hundert Meter entfernten Autobahn aus zu sehen sei; das würde das Landschaftsbild stören.
So war es damals: Bayern sollte von der Autobahn aus das Bild einer unzerstörten Natur bieten. Inzwischen sieht es ganz anders aus: Ein großes Gewerbegebiet entstand nun an der Autobahn. Man hat längst die Illusion einer natürlich gebliebenen Landschaft aufgegeben.
Bayern geht ja sowieso mehr und mehr kaputt:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/

Tag des Datenschutzes: Das waren noch Zeiten!

Heute ist der Tag des Datenschutzes. Ich brauche einen solchen Schutz eigentlich nicht, denn ich freue mich über jeden, der sich für das interessiert, was ich hier treibe. (Online-Banking mache ich vorsichtshalber sowieso nicht)
Ich bin ja schon seit Jahrzehnten im Internet und am Anfang hatte ich Angst, dass mir jemand eine Schadstoff-Software auflädt. Ich unterhielt mich damals mit einem der führenden Geheimdienstler über die Gefahren des Internets. Er sagte mir, ich würde einer von Milliarden sein, die im Internet unterwegs sein würden, und dann fragte er: „Glaubst du wirklich, dass sich da jemand ausgerechnet für dich interessiert?“
So hat man damals gedacht. Das waren noch Zeiten!
Und heute frage ich mich manchmal, was mein PC womöglich treibt, wenn er auf einmal stark beschäftigt rauscht, ohne dass ich weiß, warum. Ist er vielleicht ein Zombie und wie stelle ich das fest?

Ersparen Sie uns Ihr Coming-out! Danke!

                

Wen interessiert das, ob ein Fußballspieler schwul ist? Ich glaube: keinen ernsthaften Menschen. Dennoch hören wir immer wieder aus Kreisen der Lesben und Schwulen die Aufforderung, die schwulen Fußballer sollten sich endlich outen.
Ähnlich war der bei Web.de veröffentlichte Artikel: „Beschämend für Deutschland: Angst vor Coming-out am Arbeitsplatz“: Dort las man: „Die meisten lesbischen, schwulen, bi-, trans- oder intersexuellen Arbeitnehmer in Deutschland haben sich einer neuen Studie zufolge im Job bislang gar nicht, oder nur wenigen Kollegen gegenüber geoutet.“ Anscheinend hätten sie Angst.
Ich frage mich, warum sollen sich Menschen ohne Grund öffentlich über ihre sexuelle Orientierung äußern? Das gehört zur menschlichen Intimsphäre, die man bewahren sollte. Es ist doch merkwürdig: Auf der einen Seite fordern die Menschen mehr Datenschutz und auf der anderen Seite sollen sie ihre intimsten Geheimnisse hinaus posaunen.
Ich glaube, die ständige Forderung der Lesben und Schwule nach einem Coming-out erklärt sich damit, dass diese Bewegung sich immer mehr in den Vordergrund spielen will. Daher auch die Love-Paraden und der Christopher-Street-Day.
Jeder, der sich outet, sollte sich überlegen, „cui bono“, also ob das für ihn gut ist. Das gilt nicht nur für die Offenlegung der sexuellen Ausrichtung, sondern auch beispielsweise für die Religion und vieles andere, was man besser für sich behalten sollte. Da tut ein bisschen Datenschutz ganz gut.

Datenschutz einst und jetzt

Leute, so etwas gab es einmal: Adressbücher für jeden Ort, in dem alle verzeichnet waren und Telefonbücher, die alle Nummern und Teilnehmer aufgeführt haben. Das Telefonbuch für München bestand aus zwei dicken Wälzern. Heute ist es ein bescheidenes Buch.
Diese Veränderungen von alten Bräuchen zeigt, wie sehr wir herunter gekommen sind. Alles, was man missbrauchen kann, wird ausgenutzt und zu Geld gemacht. Da gibt es keinen Anstand mehr.

Die total veränderte Republik

Wenn man so alt wird wie ich, wundert man sich, wie sich die Bundesrepublik in vielfältiger Weise verändert. Das jüngste Beispiel lese ich gerade in der Zeitung. Zur Zeit werden Straftäter nach Afghanistan abgeschoben. Die Bundesregierung hat dazu mitgeteilt, die Regierung in Kabul würde nicht darüber informiert, welche Straftaten die einzelnen Personen begangen haben und zu welchem Strafmaß sie verurteilt wurden. Aus datenschutzrechtlichen Gründen würden dazu keine Angaben gemacht, heißt es. Darüber kann man nur den Kopf schütteln. Natürlich hat der Heimatstaat ein Recht darauf zu erfahren, weswegen seine Staatsangehörigen im Ausland verurteilt wurden, damit nicht etwa ein Sexualstraftäter als Lehrer angestellt wird. Wenn wirklich das Datenschutzrecht solche Mitteilungen verbietet, muss es sofort geändert werden.
Wie anders war es früher. Da teilte man dem Heimatstaat die Verurteilungen sogar dann mit, wenn dies das Todesurteil für den Betroffenen bedeutete. Ein eindrucksvolles wahres Beispiel lesen Sie in der Leseecke unter dem Titel „Ein ganz normaler Tag“:
https://autorenseite.wordpress.com/leseecke/
Wie doch das Pendel bei uns dauernd von einem Extrem ins andere schlägt: Nationalsozialismus − Demokratie; Homodexualität verboten − nun „gut so“; Missbrauch in der Kirche jahrelng unter den Teppich gekehrt − nun entschädigt; Abtreibung wie Mord betrachtet − nun erlaubt; Oben-ohne- Bewegung − nun Prüderie; Schweigen über Missbrauch von Frauen − Me too … Ach es gibt so viele Veränderungen. Halten Sie nur die Augen offen.