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Sind Politiker schizophren?

Ich bin, wie Sie diesem Blog entnehmen können ein engagierter Bürger. Und deshalb habe ich gelegentlich an Politiker geschrieben, wenn ich meinte, eine Idee könnte für ihn (sie) von Interesse sein.
Was mich dabei geärgert hat, ist die Tatsache, dass ich noch nie eine Antwort erhalten habe – mit einer Ausnahme: Ich hatte schon vor vielen Jahren vorgeschlagen, die Steuererklärung so zu vereinfachen, wie es dann endlich mit „elster“ geschehen ist. Söder hat mir damals als Finanzminister detailliert geantwortet und sich bedankt. Allerdings ist er leider meinem Vorschlag nicht gefolgt, wonach alte Rentner mit gleichbleibenden Verhältnissen von der Verpflichtung zur Abgabe einer Steuerklärung entbunden werden können. Die Höhe der Rente wird sowieso vom Finanzamt erfragt und bei der Nullzinspolitik sind auch insoweit keine steuerpflichtigen Einkünfte zu erwarten.

Die anderen Politiker scheinen eine Mentalität zu haben wie sie schon der große Kurfürst Friedrich Wilhelm dem Volke vorgeschrieben hat:
„Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht für die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.“
Es stört die Politiker, wenn ein Bürger sich einbildet eine brauchbare Idee gefunden zu haben, auf die man ja sonst schon lange selbst hätte kommen müssen.
Hier ein Beispiel:

Der Mensch is a Sau! Frau Schulze: Greifen Sie durch!

Das sind doch brauchbare Ratschläge gewesen. Selbst wenn nicht, hätte die Ministerin doch nur auf einen Knopf drücken können, wo ein Formblatt-Dank gespeichert ist und versandt werden kann.

Das Seltsame ist, dass die bürokratische Unfreundlichkeit vor den Wahlen plötzlich von den Politikern abfällt. Da sind sie auf einmal „näher am Menschen“. Und manche gehen sogar von Tür zu Tür, um mit den Leuten zu reden.
Irgendwie finde ich das schizophren.

 

 

So nicht, Herr Söder!

Der verschlafene undankbare Herr Söder

Schon vor 5 Jahren habe ich in meinem Blog (und auch an das bayerische Finanzministerium) geschrieben, dass der Staat die Bürger mit den Steuererklärungen schikaniert. Und ich habe vorgeschlagen, dass das Finanzamt dem Bürger eine vorab ausgefüllte Steuererklärung schickt und ihm Gelegenheit zur Ergänzung gibt.
https://autorenseite.wordpress.com/2013/05/02/staat-buerger-schikaniert-15817445/
Bei mir ist es so, dass das Finanzamt alle meine erforderlichen Daten hat oder abrufen kann und dies auch zu Kontrollzwecken tut:
Meine Krankenkasse schickt automatisch jedes Jahr Angaben über meine Prämienzahlungen an die Behörde und meine Altersbezüge sind für das Finanzamt ein offenes Buch, in dem natürlich gelesen wird.
Wozu soll ich also mit ziemlichem Arbeitsaufwand eine Steuererklärung abgeben?

Nun nach 5 (!) Jahren greift die CSU diese Idee als tolle
eigene Idee auf.
Da sieht man, was für ein verschlafener Behördenapparat da am Werkeln ist:
5 Jahre braucht man, um einen ganz schlichten Wunsch eines Bürgers zu erfüllen.
Und was ich vermisse, ist ein Dank für meinen Vorschlag. Ja, bezüglich der Dankbarkeit hapert es ein bisschen bei Herrn Söder:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/10/soeder-und-die-dankbarkeit-ii/