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Söders Absturz

Einst war Söder der Kanzlerkandidat der Herzen. Nun stürzt immer mehr ab. Sogar im eigenen Land schwinden seine Zustimmungswerte:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/nachrichten_artikel,-mehr-als-die-haelfte-der-bayern-unzufrieden-mit-soeder-_arid,702273.html
Das liegt daran, dass seine Partei nicht in der Lage ist, ihr Amigo-Image zu überwinden, wie die Maskendeals wieder einmal deutlich zu Tage gefördert haben. Da waren wieder einmal die alten Seilschaften am Werke gewesen.
Für Söder bedeutet dies zweierlei: Zum einen hat er seine Partei nicht richtig im Griff. Zum anderen sagen die Menschen:
                   „Sage mir, mit wem du umgehst und ich sage die, wer du bist.“

Was mich immer erstaunt hat, war die Tatsache, wie Söder es immer wieder geschafft hat, dauernd im Fernsehen präsent zu sein. Es hat ihm nichts genützt. Erfreulich finde ich, dass sein Kollege Günther, von dem man außerhalb von Schleswig-Holstein kaum etwas gehört hat, durch sachliche Arbeit nun sogar als Kandidat für das Kanzleramt gehandelt wird. Das ist ein Zeichen dafür, dass das Volk sich inzwischen vom bloßen publizistischen Getöse abwendet.

 

 

 

CSU – Christliche Skandal Partei


Man sollte es nicht glauben: Kaum hat die CSU den Masken-Skandal hinter sich, musste ihr neuer Generalsekretär gehen, weil er sich unmöglich benommen hatte. Und sein Nachfolger scheint ihm nicht nur im Amt nachgefolgt zu sein, sondern mit einem Skandal. Seine Doktorarbeit soll teilweise ein Plagiat sein.
Und nun ermittelt die Staatsanwaltschaft auch noch gegen Ex-Minister Scheuer, der unerklärlicherweise im Amt blieb, obwohl er beim Mautdebakel einen Schaden von einer halben Milliarde angerichtet hatte.

Manche wundern sich, warum gerade die CSU in besonderem Maße von Skandalen so betroffen ist, dass man sie in Christliche Skandal Partei umbenennen könnte. Ein Sprichwort könnte die Erklärung sein:

„Gleich und Gleich gesellt sich gern.“

 

Zitat zur Politik

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Wenn die CDU und die CSU ein Ehepaar wären, wären sie längst geschieden.
(H. Pöll)


Mehr über den Autor auf der Homepage.

Der Niedergang der CSU

Das Ende von Söders Kraftmeiertum:

Bei der der Bundestagswahl kommt die CSU in Bayern laut dem vorläufigen Ergebnis auf 31,7 Prozent. Damit liegen die Christsozialen deutlich hinter ihrem Resultat von vor vier Jahren: Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die CSU bei den Zweitstimmen 38,8 Prozent erzielt, aber schon damals musste sie ein Minus von 10,5 Prozentpunkten verkraften. Also ein Misserfolg in Serie!
Diese Misserfolge kann die CSU nicht der CDU zuschreiben, sondern muss sich schon an die eigene Nase fassen: Bei der Landtagswahl 2018 kam sie nämlich noch schlechter weg als bei der Bundestagswahl zuvor, nämlich auf nur bei 37,2 Prozent (-10,5).
Söder, der „Kanzlerkandidat der Herzen“, steht also ziemlich ramponiert da. Und wenn er anstelle von Laschet Kandidat geworden wäre, wäre es ihm so ergangen. wie Annalena Baerbock: Der Lack wäre schnell abgeblättert, wie hier zu lesen ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/09/07/soeder-wie-schnell-aus-dem-kanzlerkandidaten-der-herzen-der-herzlose-kandidat-geworden-waere-und-warum-laschet-doch-die-bessere-wahl-ist/

Söder: Wie schnell aus dem „Kanzlerkandidaten der Herzen“ der herzlose Kandidat geworden wäre und warum Laschet doch die bessere Wahl ist

Söder kann sich freuen, der „Kanzlerkandidat der Herzen“ geworden zu sein. Weil er nicht wirklich kandidiert, stochert niemand wie bei Baerbock in seiner Vergangenheit herum und so kommt er als freundlich wirkender Volkstribun-Typ bei den Leuten gut an. Das Volk will einen Führer und deshalb haben solche Typen einen Vorsprung gegenüber den Leisetretern.
Wenn Söder Kanzlerkandidat geworden wäre, hätte man auch bei ihm nach Leichen im Keller gesucht und da wäre man schon fündig geworden: Bei der letzten Landtagswahl stürzte die CSU von 46%  auf 35% ab und benötigte die Freien Wähler als Koalitionspartner. Ein einmaliges Debakel für diese Partei. Einer der Hauptgründe für den Absturz der CSU war der Verkauf der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft GWB, bei dem Söder eine sehr schlechte Figur machte. Auch sonst gäbe es so einiges, was den Wählern nicht gefallen würde wie die Umstände bei der Verdrängung von Seehofer aus dem Amt. Damals sah man in Söder den rücksichtslosen Machtmenschen.
Und die Klatschpresse würde sich vielleicht des unehelichen Kindes von Söder annehmen: Wie ist die Mutter damit zurecht gekommen? Das wäre vielleicht etwas für die Tränendrüsen.
Wäre Söder Kanzlerkandidat geworden,  wäre schnell aus dem „Kanzlerkandidaten der Herzen“ der „herzlose Kanzlerkandidat“ geworden und man hätte gejammert:
Hätte man doch den freundlichen Herrn Laschet genommen, der in seinem Land beliebt ist und keinen solchen Absturz hinter sich hat wie Söder.

Wohlgemerkt: Damit spreche ich mich nicht dafür aus, seine Partei zu wählen.
Im Gegenteil! Warum Menschen mit sozialem Verantwortungsgefühl nicht die Union wählen können:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/15/schmaehschrift-was-union-waehler-wollen/
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/

 

Verschweigen uns die Medien eine Amigo-Affäre in Bayern? ZDF-Blabla

Die Maskenaffären der Union haben das Volk empört und zu einem Absturz der C-Parteien in der Wählergunst geführt. Offenbar meint die Union, der Skandal sei mit dem Rücktritt einiger Angeordneter abgetan und werde dann bald vergessen.
Nein, wird er nicht! Das Volk hat Anspruch darauf, aufgeklärt zu werden, wie es zu den Skandalen kommen konnte.
Das ZDF kündigte eine solche Aufklärung in der Zoom-Sendung vom 26.5. an, aber man sah nur das, was zu erwarten war: das übliche Blabla über mehr Transparenz. Was aber fehlte, ist das Eingehen auf das Kernproblem: Wie war es möglich, dass beispielsweise Töchter ehemaliger hochrangiger bayerischer Politiker in einem geordneten Staatswesen Millionen an Maskendeals verdienen konnten? Da ist doch vielleicht etwas „faul im Staate Dänemark“. Und dem nachzugehen wäre Aufgabe der Medien. Aber da herrscht „das Schweigen der Lämmer“.
Manchmal dachte ich, es könne doch nicht sein, dass die gesamte Presse etwas verschweigt. Aber beispielsweise bei Seehofers unehelichem Kind war es so. Darüber wurde erst berichtet, als Seehofer „zum Abschuss freigegeben“ wurde.
Heute hängen die Printmedien am Subventionstropf de Staates. Und ZDF und ARD sind sowieso in staatlicher Hand. Was will man da erwarten?

In einem korrekt arbeitendem Staat wäre es an sich schon Aufgabe der Regierung, Rechenschaft darüber abzulegen, wie die Maskendeals gelaufen sind. Und wenn die Regierung meint, solche Affären durch Schweigen aussitzen zu können, müssten die Medien in dieses Wespennest hinein stechen.
Bayern ist ein exotisches Land, in dem es sogar möglich war, dass Abgeordnete ihre Kinder auf Staatskosten als Computerexperten anstellen konnten. Und da fragt man sich natürlich, ob die alten Seilschaften so funktionieren: Kann da einfach jemand mit Verbindungen zu einem Minister gehen und sagen: „Kauf mal die Masken von Firma X!“ und dann werden Masken auch gekauft, ohne dass Vergleiche mit anderen Produkten gestellt werden? Und dann fließen Millionenprovisionen, die womöglich auch noch geteilt werden?
Fragen, die beantwortet werden müssen, um die vom ZDF dauernd beschworene Transparenz herzustellen, wären diese:
Wer ist in den jeweiligen Skandalen für den Kauf der Masken verantwortlich?
Wie rechtfertigt der (die) Betreffende, dass er (sie) gerade diese Masken gekauft hat?

Wohlgemerkt: Es kann ja alles ganz korrekt vor sich gegangen sein: Vor dem Maskenkauf werden Angebote verschiedener Firmen eingeholt und verglichen. Dabei stellt sich heraus, dass die von einem Parteimitglied vorgeschlagene Firma das beste und billigste Angebot abgegeben hat und sie erhält dann auch den Zuschlag. Dann ist die Provision zu Recht verdient und nicht auf Grund einer Mauschelei. Weil wir aber nichts über eine solche Rechtfertigung hören, lässt uns das doch wohl nur das Schlimmste vermuten.

 

Massive Parteiaustritte bei der CSU

Man sollte es nicht glauben, aber die Fehler der CDU wirken sich auch auf das kleinste Dorf bei uns in Bayern aus. Der „Vokspartei“ läuft das Volk davon. Die Gründe dafür sind: Kampf um die Nominierung des Kanzlerkandidaten, eine Maskenaffäre in Millionenhöhe, umstrittene Entscheidungen in der Corona-Politik;
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/region/berchtesgadener-land/berchtesgaden_artikel,-massive-parteiaustritte-_arid,628385.html
Dass die Wähler sich von einer Partei abwenden, die zum Machterhaltungsverein verkommen ist, ist eigentlich selbstverständlich, nur die CDU versteht so etwas nicht.
Der Machtkampf um die Nominierung zum Kanzlerkandidaten hat viel Nerven gekostet, aber er war völlig überflüssig: Wenn man nicht den „Kanzlerkandidaten der Herzen“ wählt, hätte man gar keinen Kandidaten wählen müssen, denn man hat nun die Grünen zur stärksten Partei gemacht, die jetzt natürlich die Kanzlerin stellt.
So viel Dummheit straft sich selbst!

Die falschen Kanzlerkandidaten?


Das erschien schon als ein raffinierter Schachzug von Söder: Nachdem er zunächst strikt dagegen war, dass der CDU-Vorstand entscheidet, mit welchem Kanzlerkandidaten die Union in den Wahlkampf zieht, begab er sich dann „demütig“ in die Hände der der CDU. Wieso dieser Sinneswandel? Ganz einfach: In der CDU wurden die Stimmen derer, die für Söder sind, immer stärker. Und Söder meinte sicherlich, abschätzen zu können, wie nun die Abstimmung bei der CDU ausfällt, nämlich zu seinen Gunsten. Schließlich ist er wesentlich beliebter als Laschet. Der kommt nämlich bei Statistika nur auf einen Beliebtheitswert von 0,1, während Söder mehr als zehnmal so gut ist mit einem Wert von 1,3.
Es ist ein großer Fehler der CDU, nun auf einen so unbeliebten Kandidaten zu setzen, nur weil man den Parteivorsitzenden nicht demontieren will. Jetzt wird es in der Basis gären, denn das ganze Verfahren bei der CDU-Kandidatenwahl ist total undemokratisch: Erst sollten zwei Männer entscheiden, wer von ihnen Kanzler werden soll. Und nun entschied der CDU-Vorstand. Wo bleibt die Beteiligung der Parteibasis in einer so wichtigen Frage? Da kann die Union noch etwas von den Grünen lernen.
Ob nun die Basis der CDU revoltieren wird? Schließlich bangen viele CDU-Abgeordnete um ihre Wiederwahl, wenn die Partei mit Laschet in den Wahlkampf zieht.
Also kein guter Start in die Bundestagswahl, zumal Laschet für die Opa-Generation steht und er nun die jüngere Baerbock als Gegnerin hat, der viele eher den notwendigen Wandel eher zutrauen.

Auch bei Baerbock habe ich Zweifel, ob die Grünen auf das richtige Pferd setzen. Auch sie setzen nämlich nicht auf den beliebteren Habeck. Gegen Baerbock spricht ihre mangelnde Regierungserfahrung und eine sicherlich aufbrechende Diskussion über den sich durchsetzenden Feminismus.
Mir persönlich gefällt Frau Baerbock nicht. Vergleicht man sie mit Frauen wie Merkel, Schulze oder Schwesig, so ergibt sich ein entscheidender Unterschied. Während die letzteren drei Frauen geblieben sind, bei denen man merkt, welcher Mensch dahinter steht, tritt Baebock kühl und sachlich mit starkem Stimmdruck auf und man vermisst das „Menscheln“, wie es beispielsweise besonders bei Söder zum Ausdruck kommt.

 

Die Selbstzerfleischung der Union

Die Union zerfleischt (oder soll man besser sagen: „vernichtet“) sich zur Zeit selbst: Bei der Bekämpfung der Pandemie hat sie sich schon nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dann kam die Maskenaffären ans Licht und nun hat sie den „Machtkampf“ um die Kanzlerkandidatur am Hals . So kann es durchaus sein, dass sie sich nach der nächsten Bundestagswahl nicht mehr als die große Volkspartei bezeichnen kann, sondern das Schicksal der SPD teilt.
Die Wähler werden sich wie jetzt schon bei den Landtagswahlen noch mehr abwenden von einer Union, die nicht einmal einen so schlichten Vorgang wie eine Kandidatenwahl anständig abwickeln kann. Wie soll sie dann eine Führungsmacht in Europa sein?

Es war schon ein Fahler, eine so wichtige Frage wie die Kanzlerkandidatur dem Gespräch von zwei Männern zu überlassen, anstatt demokratisch die Parteimitglieder zu befragen oder mindestens die Fraktion entscheiden zu lassen. So hat man nun einen Machtkampf anstatt einer geräuschlosen Wahl. Und wie es halt bei Machtkämpfen zu sein pflegt, wird häufig unter die Gürtellinie geschlagen: Söder wird als der skrupellose machtgierige Mann aus der kleinen Splitterpartei hingestellt, die nicht kuschen will. Und Laschet erscheint dabei als der unbeliebte Kandidat, der für ein langweiliges „Weiter-so“ erscheint.
Wer auch immer der Kanzlerkandidat wird:: Er geht nun schon angeschlagen in den Bundestagswahlkampf. Und die Gegner werden genüsslich zitieren, was dessen eigenen Parteigenossen über ihn gesagt haben. Das ist ein schwere Hypothek.

 

 

Söder, der skrupellose Machtmensch mit Charaktermängeln?

Ich bin kein Freund des Ministerpräsidenten Söder, aber was sich jetzt da in Berlin abspielt, das hat er nicht verdient: Er wird von der Schwesterpartei als skrupelloser Machtmensch mit Charaktermängeln hingestellt, dem es an Respekt vor der größeren CDU fehle.

Es ist doch ganz schrecklich, wie die Union bei der Wahl ihres Kanzlerkandidaten vorgeht: War es schon wenig demokratisch, dass zwei Männer dies in einem Gespräch entscheiden sollten, so entartet das Verfahren nun total. Man spricht von einem „Machtkampf“, nur weil zwei Männer sich zur Wahl stellen und der „skrupellose“ Söder nicht nachgeben will. AKK wirft ihm mangelnden Respekt vor der größeren CDU vor, nur weil Söder die Fraktion über die Kanzlerkandidatur entscheiden lassen will. Da gehört ja die Wahl doch eigentlich hin: Wenn CDU und CSU gemeinsam die Union bilden, dann geht es doch nicht an, dass das Präsidium der einen Partei eine so wichtige Frage entscheidet und die andere zu kuschen hat. Das kann die arrogante AKK nicht verstehen. Und nun wird die CSU auch noch bedroht, indem man wieder die alte Keule hervor holt: Man werde notfalls die CDU auch auf Bayern erstrecken.
Auffallend finde ich, dass sich die Medien auf einmal so auf Söder einschießen. Hat die CDU einen so starken Einfluss auf sie? Sogar Oliver Welke ließ in der Heute-Show kein gutes Haar an dem Mann aus Bayern und verwechselte dabei Kabarett mit Gemecker.

Das, was ganz einfach und schnell als Wahl in der Fraktion abgelaufen sein könnte, artet nun zu einem widerlichen Machtkampf aus, in dem derjenige, der als Sieger hervor geht, schon jetzt schwer angeschlagen in den Wahlkampf ziehen wird, gleichgültig ob es der „unbeliebte“ Laschet ist oder der „skupellose Machtmensch“ Söder. Vielleicht wird das Ergebnis ja sein, dass sich die Wähler angewidert abwenden und finden, die Union solle sich mal auf den Bänken der Opposition regenerieren. Die Union ist ja durch die Masken-Affären schon angeschlagen genug.
À propos Opposition: Ich fände es besser, wenn die Kandidaten ihren Wahlkampf nicht von den bequemen Ministerpräsidentensesseln aus führen würden, sondern wenn sie sich für den Fall einer verlorenen Bundestagswahl als Oppositionsführer engagieren würden

Übrigens zeigen hoffentlich morgen die Grünen, wie’s geht: Nette Menschen finden sich zusammen und wählen. Und abends gratuliert Habeck chevaleresk der künftigen Kanzlerin von Deutschland.