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Die Cookies könnt ihr euch sparen!

Ich bin immun gegen Cookies. Ich habe in den 35 Jahren, in denen ich im Internet unterwegs bin, noch nie etwas gekauft, für das auf meinem Bildschirm Reklame gemacht wurde.
Freilich kaufe ich manches über das Internet, aber das habe ich mir mit einer Suchmaschine heraus gesucht und über „Testberichte“ geprüft. Und dann habe ich natürlich nach dem günstigsten Preis geschaut.

Wenn Ihr mir also Cookies auf meinen PC setzt, um zu erforschen, welche Vorlieben ich habe, und um mir dann die entsprechende Reklame zukommen zu lassen, dann ist das vergebliche Liebesmüh‘:
Ich sorge nämlich dafür, dass ich nur nette Reklame bekomme: Ich tue so, als ob ich mich für die teuersten Immobilien, die nettesten Frauen und die tollsten Autos interessiere. Und so sieht das, was mir das angeboten wird, immer gut aus. 

YouTube: So was gehört verboten

Mein Senf dazu:

Ich habe mich ja schon einmal dem Thema Cookies und Datenschutz gewidmet:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/24/cookies-und-datenschutz-wer-kann-mir-das-erklaeren/
Am Schlimmsten ist es bei YouTube. Ich bin ein Mensch, der nicht mit allem einverstanden ist, was einem vorgesetzt wird. So habe ich bei YouTube nicht einfach auf die vorab erscheinende Einverständniserklärung geklickt, sondern auf „Mehr anzeigen“. Tun Sie das mal! Dann stehen Sie „im Wald“. Es ist unglaublich, was einem da vorgesetzt wird, wenn man keine Cookies setzen lassen oder keine Reklame präsentiert bekommen will. Ich glaube da gibt jeder auf. Oder hat sich da einer meiner Leser schon mal „durchgewurstelt“?
Ich finde, es gehört verboten, die Einverständniserklärung mit solchen Komplikationen praktisch zu erzwingen. Da sollte sich mal der Datenschutzbeauftragte oder der Verbraucherschutz darum kümmern.

ALDI ist besser als Lidl

Mein Senf dazu:

Ich hasse das: Kaum ruft man eine Seite im Internet auf, schon wird sie verdunkelt und eine Schrift wird eingeblendet, in der eine Zustimmung verlangt wird. Ich fürchte, dass fast alle User diese Zustimmung bedenkenlos erteilen, ohne sich zu vergewissern, was sie damit zulassen.
Ich kann ja verstehen, wenn beispielsweise Spiegel-online so etwas tut, denn man will ja eine Gegenleistung dafür, wenn jemand kostenfrei lesen  kann.
Was mir aber nicht in den Kopf will, ist die Tatsache, dass man selbst einfache Reklameseiten nicht ohne Zustimmung lesen darf. Klicken Sie mal auf Lidl. Da wird die Seite sofort verfinstert und eine Zustimmung gefordert. Wie blöd ist das denn?
ALDI ist da intelligenter: Auch dort erscheint die Frage nach einer Zustimmung, aber die kann man weg klicken und dann alles ungehindert anschauen.
Gerade will ich mir Pflanzen kaufen und wollte mich orientieren, was es hier bei Dehner zu kaufen gib. Für den Aufruf der Dehner-Reklame muss ich eine Zustimmung erteilen. Also habe ich bei Baldur geschau., Da ist es dasselbe. Nun bestelle ich bei Pflanzmich, wo man mich nicht ausforschen will.
Ich hoffe, Sie machen das genau so, damit dieser Unsinn endlich aufhört: Die User werden entmündigt, indem man ihnen etwas nahezu aufzwingt, was sie nie gelesen haben, denn wer nimmt sich schon die Zeit, etwas zu lesen, was er eigentlich tun sollte, aber nicht muss?
Auch Web. de ärgert mich mit solchen Praktiken. Unter der Überschrift „Ihre Privatsphäre ist uns wichtig“ täuscht das Unternehmen darüber hinweg, „dass Cookies, Geräte-Kennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen“ werden; weiter wird ein Profil über Sie und Ihre Interessen  erstellt: Wollen Sie wirklich so etwas?
Klar ist, dass ein kostenloser Dienst wie Web.de mit Werbung Geld verdienen muss. Und daher wird man zulassen müssen, dass diesbezügliche gezielte Informationen gesammelt werden. Aber mehr nicht: Was bedeutet „andere Informationen“ und wie sieht ein Profil über mich aus, das nicht nur meine Interessen umfasst?
Auf der einen Seite wird immer so unheimlich viel Wert auf den Datenschutz gelegt, aber hier versagt er doch offenbar.
Wo bleibt der Datenschutzbeauftragte? Seine Aufgabe wäre es, gegen diesen Datenklau einzuschreiten. Wenn er seinen Job richtig machen würde, würde er einen Interessenausgleich zwischen den Usern und den Internet-Dienstleistern zustande bringen und eine genormte Zustimmungserklärung vorschlagen, die dann jeder bedenkenlos akzeptieren könnte, wenn er lesen würde:
„Erteilen Sie Ihre Zustimmung gemäß dem Formblatt des Datenschutzbeauftragten?“

(Haben Sie zur Abwechslung Spaß mit den ALDI-Witzen im vorigen Beitrag!)

Cookies und Datenschutz: Wer kann mir das erklären?

Mein Senf dazu:

Wenn ich im Internet surfe und eine Seite aufrufe, ist mir unerklärlich, warum ich dabei auf eine völlig unterschiedliche Praxis stoße:

Man wird in der Regel gefragt, ob man Cookies, AGB, Datenschutz… zustimmt. Allerdings handhaben die verschiedenen Seitenhersteller die Zustimmungserklärung ganz unterschiedlich:
> Manchmal steht unten eine Zeile mit dem Hinweis, dass die Benutzung der Seite als Zustimmung gilt. Das ist so herrlich einfach aber womöglich unzulässig.
> Bei manchen Seiten erscheint daher zuerst ein Schild, auf dem die Zustimmung verlangt wird. Erst dann kann man die Seite lesen. Das ist ein blödes Modell, weil Menschen wie ich dann erst einmal eine vergleichbare Seite suchen, wo sie nicht so befragt werden. Man vergrault also eventuelle Kunden. Warum macht man so einen Unsinn?
Typisch ist Dehner: Ich habe eine Taubenplage und wollte mir zur Abwehr einen Plastikraben kaufen. Man möchte meinen, dass Dehner erfreut über den Besuch seiner Seite ist, aber weit gefehlt! Die Seite wird verdunkelt und man soll erst einmal eine Zustimmungserklärung abgeben. Allerdings kann man die auch individuell gestalten. Klicken Sie mal darauf und dann frage ich Sie: Wer lässt sich auf diesen Unsinn ein?
> Vorbildlich ist ALDI. Die Firma fragt zwar auch vor Öffnung der Seite, ob man dem zustimmt, was man eigentlich lesen sollte (aber niemand tut es). Was jedoch toll ist: Man kann bei ALDI auch die Zustimmung verweigern und dann öffnet sich trotzdem die Seite.
Warum machen das andere nicht auch so?
Ich finde: Die Menschen werden immer mehr entmündigt, indem man ihnen zumutet, irgendwelchen Bedingungen zuzustimmen, von denen man genau weiß, dass kein Mensch sie liest – und wenn doch, ist es eine Zumutung, einen solchen Zeitaufwand zu verlangen.

Und warum verlangt man dauernd die Zustimmung zum Einsetzen von Cookies, wenn viele diese sowieso nach Verlassen des Internets löschen lassen – wenn nicht, erledigt das Antivir von Zeit zu Zeit.

Warum kann man nicht eine genormte Zustimmungserklärung einführen, die man dann akzeptieren könnte, ohne sie jedes Mal zu lesen?