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Biertrinker haben mehr Kultur als Kaffeetrinker

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Über 6,5 Milliarden Coffee-to-Go-Becher werden jedes Jahr in Deutschland verbraucht und dann in den Müll geworfen. Rund 500.000 Bäume müssen dafür jährlich gefällt werden, nur damit die Bundesbürger ihren Kaffee zum Mitnehmen genießen können. Recycelt werden können diese Einwegbecher bislang allerdings nicht. Würde man die Becher aufeinander stellen, ergäbe das einen 590.400 Kilometer hohen Müllberg oder man könnte sie 14 Mal um die Erde legen. Der weltweite Verbrauch würde sogar 57 Mal um die Erde reichen. Eine Wahnsinnsmasse an Müll wird durch diesen neuen Trend produziert. Und weil das so ist, müsste man den Kaffee in solchen Plastiktbehältnissen zum Mitnehmen eigentlich verbieten. Zum Kaffeetrinken gehört ja eigentlich auch die Kaffeepause, und diese sollte man sich doch in einem Café gönnen.
Ist es nicht eigenartig, dass es normalerweise kein Beer-to-go gibt? Haben also die Biertrinker mehr Kultur und gönnen sie sich die Pause, die zu einem richtigen Genuss gehört? Wären sie nicht ein Vorbild für die Kaffetrinker, die mit ihren Plastikbechern durch die Stadt rennen?
Plastik ist wie eine Hydra: Wenn nun die Plastikeinkaufstüten abgeschafft werden sollen, produzieren die Kaffeetrinker wesentlich mehr an Abfall, besonders auch durch die Kaffeekapseln. Und auch die Landwirtschaft, die das gemähte Gras in dicke Plastikfolien verpackt, ist mit dabei,  die Umwelt zu schädigen.