Schlagwort-Archive: CDU

Entlarvende Äußerungen von Klimgbeil und Bringhaus

Klingbeil: »Ja, aber da sage ich ihnen auch: Da darf es keinen falschen Stolz geben, und da darf es kein parteipolitisches Denken geben. Sondern wir müssen das tun, was notwendig ist …“
Und Bringhaus hat eine konstruktive Opposition in Aussicht gestellt. Die Union werde keine Blockadepolitik machen.

Wenn man mehrfach etwas versichern muss, was eigentlich selbstverständlich ist, so zeigt das, dass das Selbstverständliche in Berlin eben nicht selbstverständlich ist: nämlich eine sachliche Arbeit über die Parteigrenzen hinweg.

 

CDU: Wahl des Parteivorstands – Mein Beileid, Frau Buder

Ich bin zwar ein Mann, habe mich aber wegen der besonderen Lage der CDU dafür ausgesprochen, dass sich auch eine Frau um den Posten der Parteivorstandes bemühen sollte. Sie hätte zwar keine echten Chancen gehabt, würde aber einen Achtungserfolg erzielen, der auch anzeigen würde, wie groß das Unbehagen der Parteibasis an ihrer Führung ist.
Nun wollte Frau Buder kandidieren, aber der Vorstand von Märkisch-Oderland hat das nicht zugelassen.
Dazu habe ich zwei Fragen, die bei einer lebendigen Demokratie von der CDU zu beantworten wären:
Warum wurde ihre Bewerbung abgelehnt? Hat man Angst davor, dass ihr Achtungserfolg zu groß ausfallen könnte?
Und warum braucht jemand, der sich zur Wahl stellen will, überhaupt das Placet seines Vorstandes? Die Parteibasis der CDU ist doch nicht so blöde, dass ihr nur von Vorständen „gesiebte“ Bewerber vorgesetzt werden dürfen.

CDU: Frauen, enttäuscht mich nicht!


Frau Süssmuth und ich sind uns einig: Auch eine Frau müsste sich unbedingt um den Posten einer Parteivorsitzenden bewerben. Aufpassen: die Frist läuft ab! Nur keine Angst: Selbst wenn man unterliegt, hat man sich bekannter gemacht, denn die Medien stürzen sich geradezu auf Sie. Mehr Werbung kann man doch nicht haben.

CDU: Frauen an die Front! Bravo, Frau Süssmuth!

CDU: Frauen an die Front! Bravo, Frau Süssmuth!

Nun spricht sich auch Frau Süssmuth für die Idee aus, die ich hier schon geäußert habe: In der CDU sollten sich auch Frauen um den Posten einer Parteivorsitzenden bewerben:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/11/03/was-die-cdu-von-den-hunden-lernen-koennte/
Allerdings schlug ich eine Doppelspitze vor. Aber die Idee von Frau Süssmuth ist vielleicht noch besser: Wenn sich schließlich zwei ältere Herren um den Parteivorsitz bewerben werden, stehen sie für ein „weiter so“. Eine junge Frau dagegen würde einen völligen Neuanfang symbolisieren. Und sie hätte gute Chancen, denn in der Basis dürfte es gären, seit gegen ihren Willen der erfolglose Laschet an die Spitze gestellt wurde. Da könnte es durchaus sein, dass nicht nur die Frauen eine Frau wählen würden, sondern auch die vielen Unzufriedenen. Dann könnte es also spannend werden. Nur Mut, meine Damen!

Was die CDU von den Hunden lernen könnte

Wenn ein Hund verletzt ist, leckt er sich die Wunden. Und nach der Wahlniederlage wäre auch bei der CDU ein Wundenlecken angesagt. Da hätte ein außerordentlicher Parteitag einberufen werden sollen, in dem die Parteibasis zu Wort hätte kommen sollen. Die hätte sicherlich etliche Ideen dazu beitragen können, wie man sich neu aufstellt und sich vom Merkelismus abwendet. Und vielleicht hätte sogar eine Doppelspitze der Parteiführung eine Mehrheit bekommen. Aber so etwas hätte Unruhe erzeugt. Ein Schlagabtausch auf offener Bühne wird in der Partei, für die Ruhe und Geschlossenheit oberstes Gebot sind, eine glatte Katastrophe (sprich: Demokratie). Und so wirft man der Basis einen Brocken vor, der sie zufrieden stellen soll: Sie darf ihren Vorsitzenden selbst wählen. Das könnte allerdings womöglich wenig demokratisch ablaufen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/11/02/die-union-so-schwach-und-undemokratisch/
Die CDU scheut die notwendige echte Kehrtwendung wie der Teufel das Weihwasser. Und so wird es mit einem der alten Herren an der Spitze so weiter gehen wie bisher. Was wir da jetzt schon zu hören bekommen, sind Phrasen wie die, dass die Partei nun eine neue Mitte sein wolle.
Arme CDU! Es steht schlecht um eine der letzten Männerbastionen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/11/03/heute-ist-weltmaennertag-ein-ganz-trauriger-tag/

Debakel der Union: worüber man nicht spricht

Es ist ganz merkwürdig, dass das Debakel der Union nicht eine Diskussion anstößt, die es früher einmal gegeben hat: Sollte nicht die Amtszeit des Bundeskanzlers bzw der Kanzlerin auf höchstens 2 Jahre begrenzt werden, wie es wohlweislich in vielen Ländern üblich ist?
16 Jahre Merkelismus haben unser Land zu einem „Sanierungsfall“ (Lindner) gemacht. Und auch die Regierungspartei selbst ist zu einem „insolventen, politischen Sanierungsfall“ (Merz) geworden.
Deutlicher kann sich doch nicht zeigen, welchen Schaden die zu lange Regierungszeit der Kanzlerin angerichtet hat: Nicht nur der Staat insgesamt, sondern auch die Regierungspartei selbst leidet unter dem Debakel. Sie war zu abgehoben, um noch sehen zu können, warum ihre Wahlniederlage zwangsläufig sein musste. Stimmen wie diese hier, die den Merkelismus kritisiert haben, wurden überhört. Man glaubte nach einer so langen Regierungszeit, man säße selbstverständlich weiterhin sicher im Sattel. Bezeichnend ist, dass die Union immer noch nicht recht zu wissen scheint, woran ihr Absturz lag, obwohl es auf der Hand liegt: Abgesehen davon, dass der undemokratisch aufgestellte Kanzlerkandidat nicht der richtige Mann war, sahen doch sehr viele Wähler unser Land auf dem falschen Weg. Der wäre womöglich vermieden worden, wenn Merkel nach 2 Amtsperioden abgelöst worden wäre. Dann hätte man eher aus der „Alternativlosigkeit“ (#) heraus gefunden, allerdings nicht mit Brinkhaus, der das Koalitionspapier der Ampel als „strammste Linkskoaltion“ bezeichnete: Wo steht da etwas darüber, wie die Schere zwischen Arm und Reich nicht mehr weiter auseinander gehen darf? 12 Euro Mindestlohn ändern daran nichts, so notwendig der auch ist.

CDU – Demokratie geht anders

Gerade hören wir vom JU-Chef Kuban, in der CDU dürfe kein Stein auf dem anderen bleiben. Das habe ich schon kommentiert:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/04/schlappe-parteijugend/
Gerade spricht er von seiner Partei als „Hühnerhaufen“. Jetzt also traut sich der Postenbeschaffungsverein (JU) aus der Deckung. Es macht sich nicht gut, auf jemanden einzutreten, der am Boden liegt.

Wenn Kuban schon die Partei mit einem abbruchreifen Gebäude vergleicht, so sei er darauf hingewiesen, dass die Partei sozusagen ein Drei-Generationen-Haus ist. Da geht es nicht an, dass die Jungen nichts zur Erhaltung des Gebäudes beitragen, außer dass sie den Zustand des Hauses beklagen.

Unsere Demokratie ist kaputt.  Aufgabe der JU wäre es gewesen, innerhalb der Partei für mehr Demokratie zu sorgen. Es geht doch nicht an, dass von den Partei-Granden gegen den Widerstand der Basis entschieden wird, wer die Geschicke unseres Landes bestimmen soll. Hier hätte die Jugend schon aufbegehren müssen.

Wegen solcher Missstände sollte vielleicht im Gesetz geregelt werden, dass Kanzlerkandidaten von der Parteibasis gewählt werden müssen, sonst könnte es passieren, dass eine große Partei die Führung Deutschlands in den Hinterzimmern der Macht aushandelt.

Lesen Sie dazu auch:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/14/neue-spaltung-jung-gegen-alt/

 

Zitat zur Politik

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Wenn die CDU und die CSU ein Ehepaar wären, wären sie längst geschieden.
(H. Pöll)


Mehr über den Autor auf der Homepage.

Kocht Söder sein eigenes Süppchen?

Zur Union fallen mir gerade zwei Ausdrücke ein, die es nur im Bayerischen gibt, die aber dafür umso treffender sind.
Zunächst hat sich ja die Union „patschert“ angestellt, als es um die Regierungsverantwortung ging: „Patschert“ ist ein typisch bayerisches Wort für besondere Unbeholfenheit: Laschet ist in einige Fettnäpfchen getreten und hat versäumt, die immer noch große Chance zu ergreifen, eine Regierung zu bilden. Er hätte ja sagen können, die „bürgerliche Mitte“, von der er immer sprach, hat trotz aller Verluste der Union die Mehrheit und müsse daher regieren. Er hätte seine Hand ausstrecken können gegenüber FDP und Grünen, indem er gesagt hätte: „Wir haben verstanden: Wir müssen uns ändern.“ Das hätte die beiden anderen Parteien hellhörig gemacht. Stattdessen kamen Quertreiber aus der Union und fürchteten, ein schwacher Laschet könnte zu viel von den Grundüberzeugungen der Union preis geben. Man fiel dem verhandelnden Laschet aus den eigenen Reihen in den Rücken. Soweit es sogar die eigenen Parteigenossen der CDU waren, kann man nur von Dummheit sprechen.

Anders verhält es sich mit Söder. Da kann man schon die Frage aufwerfen, ob er nicht ganz „hinterfotzig“ vorgegangen ist. Hinterfotzig beschreibt im Bayerischen eine besonders gemeine Art der Hinterhältigkeit:
Bei Tagesschau.de lesen wir : „CSU-Chef Markus Söder hat die Entscheidung von Grünen und FDP zu Dreier-Gesprächen mit der SPD als „de-facto-Absage an Jamaika“ gewertet. Söder sprach von einer „klaren Vorentscheidung“. „FDP und Grüne haben sich entschieden für diesen Weg der Ampel. Den müssen sie jetzt auch konsequent gehen.“
Da fragt man sich: Wie kommt der Mann dazu, FDP und Grüne aufzufordern, den Weg der Ampel konsequent zu gehen. Hätte er nicht sagen müssen: „Auch wir haben viel zu bieten“?
Offensichtlich hat er ein Interesse daran, dass sein Konkurrent Laschet, dem er schon öfter ein Bein gestellt hat, nun endgültig scheitert. Und das wird bei der nächsten Wahl wohl sicherlich den Ruf nach einem starken Mann (bzw.: „Kanzlerkandidaten der Herzen“) laut werden lassen. Raten Sie mal, wer das sein soll?
Da werden Erinnerungen an die unschöne Art wach, wie Söder seinen Vorgänger Seehofer abgelöst hat.

 

Schlappe Parteijugend

Oh Wunder! Auf einmal hört man etwas von der Jungen Union. Von ihrem schon etwas ältlich wirkenden Chef hört man auf einmal starke Worte: „In der CDU darf kein Stein auf dem anderen bleiben.“
Um im Bild zu bleiben: Wo war denn die Junge Union, als das Haus der CDU begann, baufällig zu werden? Sollte nicht gerade die Jugend einer Partei gleichsam die Hefe sein, die ein Teig zum Gelingen braucht? Aber die Jugend Deutschlands macht nicht in den Parteien von sich reden, sondern außerhalb in den Fridays for Future.
Bei der Jungen Union hat man eher den Eindruck, als wären dort junge Leute eingetreten, die darauf warten, eines Tages mal an ein Amt zu gelangen: ein schlapper Haufen. Wenn diese Leute jetzt auf einmal mit starken Worten tönen, so tun sie das deshalb, weil Laschet zum Abschuss frei gegeben ist und weil man nun auf sich aufmerksam machen muss, wenn es um die Neubesetzung von Posten geht.

Wenn die jungen Leute in der Jungen Union nicht schon vorzeitig vergreist wären, wären sie eine kämpferische Truppe wie Fridays for Future, aber eben im Sinne der Partei.
Ich stelle mir eine Parteijugend so vor:
Sie durchforscht das Internet nach Seiten, die sich mit ihrer Partei beschäftigen. Und wenn sie dort Negatives findet, sollte sie dem entweder entschlossen entgegen treten oder sie sollte es als Anregung für die „Alten“ aufgreifen. Das Thema „Merkelismus“ hätte genug Gelegenheit gegeben, sich einmal grundlegend damit zu befassen. Herr Kuban: Schon damals hätten Sie dieses Haus mit dem Namen „Merkelismus“ einreißen müssen.