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Bush, Trump, Gott und die Kirche


Der Präsident George W. Bush behauptete, Gott persönlich habe ihm die Aufträge erteilt, die Terroristen in Afghanistan und im Irak zu bekämpfen.
Nun hat sich Trump nach einer Drohung mit dem Einsatz der Nationalgarde mit der Bibel in der Hand fotografieren lassen. Er erntete dafür Kritik seitens der Kirchen.
Man sieht: die Kirchen haben dazu gelernt.
Im Dritten Reich standen sie – von Ausnahmen abgesehen – hinter dem Regime. Man weihte die Kanonen und stimmte eine Tedeum an, als das Attentat auf Hitler missglückte. Für die Kirche war das Staatsoberhaupt die von Gott gewollte Führung des Volkes. Und die Kirche ist ja auch immer ganz gut damit gefahren, wenn sie sich mit dem Regime gut stellte.

Nun hat endlich ein Umdenken begonnen: Die Kirchen haben eine Mitschuld am 2. Weltkrieg eingeräumt. Und dem amerikanischen Präsidenten lassen sie sein Spektakel mit der Bibel nicht durchgehen.
Was das Denken angeht, schuldet und Papst Benedikt in seiner Biographie immer noch eine Aufklärung über seine Gedanken, die er sich gemacht hat, als er als Flakhelfer eingezogen wurde. Das würde viel zum Verständnis der Situation, in der sich die Deutschen damals befanden, beitragen.
https://autorenseite.wordpress.com/2020/02/16/sonntagsgedanken-papst-benedikt-xvi-schuldet-uns-einen-letzten-dienst/

Wie ich eigentlich beinahe den Friedensnobelpreis verdient hätte

Bevor der Krieg im Irak ausbrach, habe ich einmal in meinem Leben etwas gemacht, was ich im Hinblick auf die politische Lage für notwendig hielt: Ich habe einen Brief an den Papst geschrieben und ihm vorgeschlagen, er möge doch mit Gläubigen aller Nationen eine Wallfahrt in den Irak unternehmen, um diesen Krieg zu verhindern, den Bush dann geführt hat, angeblich um den Irak daran zu hindern, Atombomben zu bauen. In Wirklichkeit ging es ihm damals aber nur darum, seine Wiederwahl zu sichern, indem er genau so als glorreicher Sieger da stehen wollte wie sein Vater nach dem ersten Irakkrieg.
Saddam Hussein wehrte sich dagegen und hatte daher damals einer internationalen Untersuchungskommission gestattet, sich im Lande und sogar in seinen Palästen umzusehen, ob es dort Atombomben gäbe. Man hätte also sehr leicht nachprüfen können, ob die damals vom amerikanischen Außenminister Powell in der UNO vorgeführten Bilder wirklich den Bau von Atombomben beweisen würden. Aber Bush wollte unbedingt diesen Krieg und hat daher keine weitere Nachprüfungen zugelassen.
Diesen Krieg hätte die Kirche durch eine mächtige Friedensprozession mit Christen aus allen Völkern verhindern können, denn Bush hätte nicht angreifen können, wenn er damit einen größeren Teil der Christenheit gefährdet hätte, zumal ja auch seine eigenen Landsleute dabei gewesen wären. Die Kirche hätte so einen wichtigen Schritt zur Annäherung an den Islam getan, dessen Anhänger ja nun teilweise glauben, der Westen wolle ihre Religion vernichten.
Im Irakkrieg liegt die Ursache des Terrorismus und des  Chaos im Nahen Osten mit der Flüchtlingswelle.
Was mich damals bitter enttäuscht hat, ist die Tatsache, dass ich auf meinen Brief damals keine Antwort erhalten habe. Ich hatte ja gar nicht erwartet, dass der Papst sich persönlich hinsetzt und mir schreibt, Aber die Kirchenverwaltung im Vatikan hätte mir doch wenigstens ein paar Antwortzeilen zukommen lassen können für die vielen Tausende, die ich an Kirchensteuer bezahlt habe.
Wie anders hätte die Weltgeschichte verlaufen können, wenn nicht ich die Idee einer Friedensprozession gehabt hätte, sondern wenn ein Mädchen vom Typ Greta Thunberg eine Demonstration im Irak durchgeführt hätte. Sie hätte sicherlich den Friedensnobelpreis bekommen.
Aber die Stimmung war damals nicht so: Unsere Kanzlerin wäre sogar damals mit Bush in den Krieg gezogen, wenn nicht Schröder seinerzeit dieses Amt inne gehabt und damit eine deutsche Beteiligung verhindert hätte. Das ist sein größtes Verdienst und überstrahlt Hartz IV und Agenda 2010.