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Die Folgen des Merkelismus

 


Was Merkelismus ist, wissen meine Leser: ein anderes Wort für Raubtierkapitalismus:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/was-ist-der-merkelismus-i-2/
Nun sehen wir überall die Folgen des Merkelismus. Wir haben in einer Scheinwelt gelebt, indem wir auf Kosten der Substanz gelebt haben:
> Gerade merken wir, dass die Bundeswehr nur bedingt einsatzfähig ist. So ist bei den Hubschraubern nicht einmal die Hälfte einsatzfähig. Weil die Regierung nicht bereit war, ihre Verpflichtung zu erfüllen, 2 % des Bruttosozialprodukts für die Verteidigung auszugeben, müssen wir uns im Ernstfall auf die USA verlassen. Was am besten unter Merkel in der Bundeswehr funktioniert hat, war das Beraterunwesen, das Millionen verschlang.
> Wir haben einen Investitionsstau von 1,4 Billionen Euro! Alles wurde kaputt gespart: Schulen, Autobahnbrücken…  Wo man hinschaut: Alles hätte in Ordnung gehalten werden müssen.
> Gerade sehen wir, dass nicht genügend für unsere Sicherheit gesorgt wurde. Wenn Putin den Gashahn zudreht, müssen wir frieren, weil wir unsere Speicher zu wenig gefüllt haben und die Umstellung auf alternative Energiegewinnung zu wenig vorangetrieben haben.
> Wir verfehlen unser Klimaziel, weil wir die notwendigen Investitionen auch nicht mit dem notwendigen Nachdruck durchgeführt haben.

Die Ampelregierung steht vor einem Scherbenhaufen, und es fragt sich, wie das nun alles bezahlt werden soll: Allein schon 100 Milliarden sollen für die Bundeswehr ausgegeben werden.

Scholz schon im Politsprech-Modus

Politiker haben ihre eigene Sprache und damit Sie die verstehen, habe ich ein eigenes Lexikon des Politsprechs erstellt:

Lexikon des politischen Sprachgebrauchs und des sonstigen Geschwafels – „Politsprech“

Gerade liefert unser neuer Kanzler wieder ein Beispiel dafür. Zur Frage nach der Erhöhung von Verteidigungsausgaben hätte er eigentlich „Nein“ sagen müssen, denn die Ampel kann nach Meinung von Experten ihr Programm sowieso nicht finanzieren. Also sagte er zur Finanzierung der Bundeswehr, sie erfolge „im Rahmen der Haushaltsmöglichkeiten, die wir haben“.

Das sieht nicht gut aus für die Bundeswehr

Stolz auf die Bundeswehr?

Nach dem Abzug der ISAF-Truppen aus Afghanistan wollte kein Politiker etwas mit den heimkehrenden Soldaten zu tun haben. Nicht einmal die Verteidigungsministerin hat die Truppe empfangen. Verlierer lässt man lieber allein mit ihren Problemen – das könnte sonst ja abfärben.
Allerdings machte das Ganze damals kein gutes Bild und so flog die Verteidigungsministerin nun eilfertig den letzten Soldaten entgegen, um sie abzuholen.
Und auch der Bundespräsident äußerste sich lobend über die Soldaten, indem er sagte. er sei stolz auf sie.

Ich habe allerdings Zweifel, ob „stolz“ die richtige Wortwahl war. „Dank für die mutige Pflichterfüllung“ wäre angebrachter gewesen. Stolz können eher die Amis und Briten sein, die weiterhin trotz aller Gefahren weiter Menschen aus Afghanistan evakuieren, während unsere Truppe heim geflogen ist, obwohl noch 300 Deutsche und Tausende Ortskräfte von der Politik im Stich gelassen wurden.
Aber vielleicht war der vollständige Abzug der Truppe nun doch die richtige Entscheidung, nachdem die Regierung die rechtzeitige Abholung der gefährdeten Personen versäumt hat. Schlimm, dass dieses Dilemma den Abschied der Kanzlerin verdunkelt, aber es wird wohl keinen besonderen Einfluss auf die Wahl haben, denn Afghanistan ist ja so weit weg.
Was also ist zu tun? Wenn man weiter evakuieren wollte, würde man die Menschen der Gefahr entsetzlicher Anschläge aussetzen. Da ist es womöglich eben doch besser, sie aufzufordern, zu Hause zu bleiben und auf eine politische Lösung zu warten. Die Taliban haben ja zugesagt, eine Generalamnestie zu erlassen und Ausreisewilligen keine Steine in den Weg zu legen. Ob sie Wort halten, ist zweifelhaft, aber doch wahrscheinlich: Die Taliban brauchen nämlich weiter die bisherige finanzielle Unterstützung, die ihr Land bisher erhalten hat. Deshalb tun sie gut daran, ein normales Verhältnis zu anderen Staaten aufzubauen.

Mir fällt zur Lage ein Satz ein, den mein Vater in solchen Fällen zu sagen pflegte: „Wie man’s macht, macht man’s verkehrt!“ Hoffen wir, dass er nicht Recht hat. Ich füge hinzu: Wenn sich der beschrittene Weg als falsch erweist, kommen die Besserwisser, die „es ja gleich gesagt haben.“

Die Bundeswehr – ein Weiberregiment?

Ich bin ja im Dritten Reich groß geworden. Wenn da jemand prophezeit hätte, dass einmal eine Zeit kommen wird, in der an der Spitze des Militärs eine Frau als Verteidigungsministerin steht und eine weibliche Wehrbeauftragte an ihrer Seite, dann wäre derjenige, der so etwas äußert, in der Irrenanstalt gelandet.
Aber: „Tempera mutant et nos mutamur in illis.“ Was dabei heraus kommt, sehen wir an Frau Högl. Sie will die Wehrpflicht wieder einführen, um den Rechtsextremismus
in der Bundeswehr zu bekämpfen. Eine Schnapsidee, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob die Frau überhaupt Schnaps trinkt:

Als Angehöriger der „weißen Jahrgänge“, der keine Ahnung vom Kriegswesen hat, denke ich, dass wir heutzutage keine Wehrpflichtigen mehr brauchen können, weil die moderne Art der Kriegsführung Spezialisten erfordert, also eine Profi-Armee. Wehrpflichtige heran zu ziehen würde bedeuten, dass man sie zum „Kanonenfurtter“ macht. Das ist das eine.
Das zweite ist, dass der Rechtsextremismus im KSK festgestellt worden sein soll. Aber im KSK,
also einer Eliteeinheit, wird man keinen schlichten Wehrpflichtigen brauchen können.
Mich erinnert Högls Idee an den Ausspruch eines hohen Generals: Der sagte in Zeiten de
r antiautoritären Erziehung: Wenn die Eltern nicht erziehen würden und die Schule sich nichts traue, dann könne auch die Bundeswehr aus dieser Jugend keine brauchbaren Männer machen.
Was man Frau Högl klar machen sollte, wäre also dies: Der Rechtsextremismus ist wie andere üble Erscheinungen auch (wie etwa der Vandalismus), auf mangelnde Erziehung zurück zu führen. Aber die Erziehung ist zwischen die Räder geraten: Wir haben eine Service-Mentalität und daher glauben die Eltern, die Schule sei für so etwas zuständig, da sie selbst ja wegen ihres Berufs keine Zeit für so etwas haben. Aber auch die Schule sieht sich bei dem vollgestopften Lehrplan nicht im Stande, das nachzuholen, was die Eltern versäumt haben.
Da kommen natürlich recht extreme Denker mit militärischen Hintergrund auf solche Ideen:
„Die sollen mal bei der Bundeswehr so richtig durch den Dreck robben. Da werdet ihr sehen, wie klein die werden sogar mit Hut“
Ist das also ein Gedankengang à la Högl?

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Ein schneidiger Leutnant und ein paar Mann können einen Staat aus den Angeln heben. (Mein Vater)

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.