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Wird unsere Wahl manipuliert?

Es scheint keine Wahl mehr zu geben, ohne dass hinterher der Vorwurf der Manipulation erhoben wird. Das war nicht nur in Belarus oder in Russland so, sondern sogar in einer so gefestigten Demokratie wie in den USA. Dort erhoben nicht nur Querdenker Betrugsvorwürfe, sondern auch der frühere Präsident, was den Behauptungen natürlich besonderes Gewicht verleiht. Aber bei uns gibt’s doch so etwas nicht, oder?

Irgendwie gibt mir zu denken, dass ich lange keine Wahlunterlagen bekam, obwohl aus anderen Ländern schon eine Spitzenbeteiligung an der Briefwahl gemeldet wurde.
Und da denke ich, dass man die Wahl schon ganz einfach beeinflussen könnte:
Die Union steckte in einem Umfragetief, was Söder einem Wahlkampf im Schlafwagen zuschrieb. Die CDU hoffte daher nicht zu Unrecht, mit einem kämpferischeren Laschet doch noch dem Stimmungstief heraus kommen zu können.
Wenn man also hofft, auf der Ziellinie noch ein paar Punkte sammeln können, dann ist es am besten, wenn man die Wahlunterlagen erst sehr spät verschickt, denn Briefwähler, die bereits abgestimmt haben, kann man nicht mehr erreichen.
Der Versendungstermin der Wahlunterlagen hat also durchaus Einfluss auf das Wahlergebnis. Wir können ja sehen, dass die Union auf der Zielgeraden aufholen konnte.

Erfahrungsgemäß beantragen die Briefwähler gleich nach Empfang der Wahlunterlagen die Briefwahl, und dann stimmen sie auch gleich ab und warten nicht bis zum letzten Termin nach dem Motto: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf Morgen.“ Nachdem aber die Stimmungen der Wähler schwanken, wie uns die Umfragen zeigen, ist es also wichtig, ob jemand vor einem Meinungsumschwung wählt oder danach.

Misstrauische Wähler werden wahrscheinlich auch bei uns nach der Wahl von Manipulation reden. Um solchen Vorwürfen mangelnder Neutralität  vorzubeugen, müssten also sämtliche Wahlunterlagen an einem bestimmten Termin versandt werden, der gesetzlich festgelegt werden müsste, z.B.: einen Monat vor der Wahl. Der Termin für die Urnenwahl wird ja auch auf einen Tag bestimmt, und es läuft bei uns nicht so wie in Russland, wo die Wahl sich über mehrere Tage erstreckt.

Vielleicht erklärt uns ja mal der Wahlamtsleiter in Bayern, warum heuer die Wahlunterlagen später versandt wurden als in anderen Bundesländern.

Laschets Zukunftsteam ohne Zukunft – Wird die Wahl manipuliert?

Was der Mann anpackt, macht er verkehrt: Laschet hat nun sein Zukunftsteam vorgestellt. Aber es ist ein Team ohne Zukunft:
Zunächst einmal kommt es zu spät. In Coronazeiten werden mehr als die Hälfte aller Wähler die Briefwahl bevorzugen. Die meisten von ihnen könnten aber schon ihre Stimme abgegeben haben. Nur ich habe hier in Bayern meine Wahlunterlagen gerade erst bekommen, so dass durchaus jemand auf den Gedanken kommen könnte, das wäre eine Wahlmanipulation, indem man den Briefwählern unbedingt erst noch den Endspurt der Union vorführen will, bevor sie ihre Stimme abgeben können.
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/31/wird-die-briefwahl-manipuliert/
Aber was das Team selbst angeht: Wer von den Wählern kennt schon die Leute, die nun das Ruder herum reißen sollen? Die hätte man schon vorher vorstellen sollen, um ihre Kompetenz allen zu beweisen.
Das Team soll auch kein Schattenkabinett sein. Ministrabel sind die Leute also offenbar nicht. Was also soll das Team jetzt noch bewirken? Das Parteiprogramm steht ja schon.
Und nach der Wahl wird das Team in Vergessenheit geraten.
Alles in allem: Das Team ist typisch für Laschet: kein Befreiungsschlag, sondern ein Schlag ins Wasser.

Glück und Pech für die C-Parteien: Kann man seine Stimme bei der Briefwahl zurück nehmen?

Morgen finden die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-
Pfalz statt. Und da wird die Frage aufgeworfen, ob sich die Fälle Hauptmann, Löbel und Nüßlein nachteilig für die CDU auswirken würden. Die herrschende Meinung sagt: „Nein!“ Denn in Zeiten der Corona-Krise haben ca. 50 %  der Wähler die Briefwahl bevorzugt und ihre Stimme bereits abgegeben.
Da stellt sich nun vielleicht mancher Wähler im Hinblick auf die Skandale die Frage, ob man seine bereits abgegebene Stimme vor Wahlschluss wieder zurück fordern kann. Wahrscheinlich nicht, denn das würde womöglich ein großes Kuddelmuddel geben, wenn ganze Massen von Wählern ihre Stimme zurück nehmen würden.
Die C-Parteien haben also bei den Wahlen zugleich Pech und Glück: Pech insofern, als die Skandale gerade kurz vor der Wahl aufkamen und Glück insofern, als viele Wähler ihre Stimmen bereits abgegeben hatten.
Wenn man also errechnen wollte, was der wirkliche Wählerwille ist, so müsste man die Verluste der CDU/CSU verdoppeln, weil ja schon die Hälfte der Wähler vorher gewählt hatte.