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Tja, Jogi Löw: Schon mal darüber nachgedacht?

So sieht’s aus:
Jetzt hast du Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller aus der Nationalmannschaft rausgeworfen. Das hättest du schon nach der verpatzten WM tun sollen. Aber jetzt ist der falsche Zeitpunkt. Den Spielern stehen nämlich schwere Aufgaben bevor. Bewältigen sie diese nicht, dann heißt es, du hättest sie mental nieder gemacht. Die Millionen schweren Fußballer haben ja so zarte Seelchen. Da wird man dich als den Schuldigen ausmachen, der ihre Seelchen zerstört hat.
Ermannen sich aber die Drei und spielen trotzig so gut wie noch nie nach dem Motto „Dem zeigen wir‘s mal richtig“, dann hast du ein noch größeres Problem als sowieso schon, besonders wenn deine Neulinge bei der WM versagen, weil ihnen der Rückhalt von alten Hasen mit Coolness und Erfahrung fehlt.

EM: Schlechte Aussichten für Deutschland

Fußball

In meinem gestrigen Beitrag habe ich schon darauf aufmerksam gemacht, dass eine Mannschaft, die beim Singen der Nationalhymne einen so schlappen Eindruck macht, auch sonst nicht zum vollen Einsatz bereit ist.
Nun kommt noch ein Streit im Team hinzu: Boateng hat den deutschen Sturm kritisiert. Das ist unkameradschaftlich. Es gehört sich nicht, dass ein Mitglied einer Mannschaft seine Kritik in die Öffentlichkeit trägt. Das Ganze war auch überflüssig, denn wohl auch der letzte Fan hat gemerkt, wie es um den deutschen Sturm steht.
So geht denn nun ein zaghaft singender, zerstrittener Haufen in das nächste Spiel. Das sieht nicht gut aus!

Hat Gauland recht?

AfD
Zunächst einmal möchte ich feststellen, dass ich mit der AfD nichts am Hut habe.
Ich halte es jedoch nicht für richtig, wie mit einer Äußerung Gaulands umgegangen wird, zu der man allerdings sagen muss: „Si tacuisses…“
Was er gemeint hat, ist offensichtlich: Die Deutschen wollen keine Nachbarn mit Migrationshintergrund, auch wenn sich diese Leute noch so verdient gemacht haben. Wenn jemand Grund gehabt hätte, beleidigt zu sein, dann wäre das der Deutsche an sich, dem Rassismus unterstellt wird. Stattdessen erscheint in der öffentlichen Diskussion fälschlich Boateng als der Beleidigte. Das macht sich besser, weil Boateng beliebt ist und die Menschen sich mit ihm solidarisieren. Wenn man aber dem wahren Sinn von Gaulands Äußerung nachgegangen wäre, hätte man zugeben müssen, dass doch etwas dran ist an dem, was er gesagt hat – so fremdenfeindlich es auch klingt: Ist es nicht so, dass viele Menschen gegen Flüchtlingsheime protestieren, weil sie keine solchen Nachbarn wollen?
Und was käme wohl heraus, wenn man fragen würde, ob die Leute lieber einen Deutschen oder einen Menschen mit ausländischen Wurzeln als Nachbarn hätten oder ob es ihnen egal wäre?
Die Erfahrungen, die Menschen mit Migrationshintergrund bei der Suche nach einer Wohnung oder einem Arbeitsplatz gemacht haben, lassen ahnen, was bei so einer Umfrage heraus kommen könnte.
Aber so etwas sollte man hierzulande lieber nicht fragen, wie dieses Beispiel zeigt:
Der »Berchtesgadener Anzeiger« wollte wissen: Ist die Stimmung in der Berchtesgadener Bevölkerung ebenso wie in Österreich in der Tendenz nach rechts gekippt? Er startete eine Meinungsumfrage. Die aber erwies sich nach Darstellung des Blattes als schwieriger als gedacht und musste abgebrochen werden. „ O rühret, rühret nicht daran!“ sagt der Dichter.
Man sollte jedenfalls die Augen nicht davor verschließen, warum die AfD so viele Stimmen holen konnte, und sich fragen, ob das nicht auch damit zusammen hängt, wen viele Menschen in ihrer Nachbarschaft haben wollen.