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Zitat zur Bischofskonferenz (Maria 2.0)

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

„Ob sich nicht mancher Bischof im Hinblick auf Maria 2.0 das fragt, was er sich schon oft im Beichtstuhl gefragt hat, nämlich ob nicht vielleicht die Frau Luzifers schärfste Waffe ist?
(Entschuldigung, liebe Leserinnen!)

Lesen Sie auch:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/23/warum-maria-2-0-scheitern-muss/

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Zum Zitat von heute: Wie sich die Kirche gewandelt hat

Als ich noch in die Schule ging, lasen wir etwas von C.F.Meyer. Der Dichter stand auf dem Index der Katholischen Kirche. Ich musste mir daher vorher eine bischöfliche Dispens einholen. Dann habe ich alles von diesem Dichter gelesen und nicht verstanden, warum er auf den Index gekommen ist.
Die von mir eingeholte Dispens war übrigens die dritte in der Familie: Meine Eltern brauchten vor der Heirat eine Dispens, weil meine Mutter evangelisch war und mein Vater katholisch. Die Dispens war im Allgemeinen kaum zu bekommen, sodass viele in „sündiger Ehe“ lebten. Meine Eltern bekamen aber auf Grund eines Geheimtipps die Dispens des Priors von St. Benno in München, der Verständnis für die Liebenden hatte.
Mein Vater war Richter und brauchte für die Mitwirkung bei Ehescheidungen ebenfalls eine Dispens, die er nur bekam, weil er versicherte, sich im Prozess besonders für den Fortbestand der Ehe einzusetzen.
Und noch ein Kuriosum aus meiner Jugend möchte ich hier erwähnen: Damals hatten die Kirchen Schaukästen, in denen sie Filmkritiken u.a. aushängten. Filme, von denen abgeraten wurde, durfte ein braver Katholik nicht ansehen. Das war eine Sünde. Eine dieser Kritiken ist mir bis heute in Erinnerung geblieben: Sie riet von dem Besuch eines Balletts ab „wegen der sich zu sehr abdrückenden Männlichkeit“ des Solotänzers.
Inzwischen ist der Kirche die Kontrolle über das, was sie ihren Gläubigen zumuten will, längst entglitten.

Zur Bischofsvollversammlung – Wo bleibt der Heilige Geist?

Beschämend für die Katholische Kirche ist, dass der Missbrauchsskandal immer noch nicht aufgearbeitet ist. Dadurch wird die Kirche in der Öffentlichkeit zur Zeit wahrgenommen als eine Institution, die mit unglaublichen sexuellen Entgleisungen belastet ist. Wie anders stünde die Kirche da, wenn all das längst der Vergangenheit anheim gefallen wäre und die Kirche sich durch christliche Liebe gegenüber den Flüchtlingen ausgezeichnet hätte. Geld genug hätte sie ja.

Über ein Zusammengehen der beiden großen christlichen Kirchen wird anscheinend nicht mehr geredet. Das hat man seit der Feier zum 500-jährigen Bestehen der evangelischen Kirche abgehakt.
Lesen Sie dazu im Buch der unorthodoxen Geschichten um die Bibel, wie Luzifer mit Gott wettet, dass die Kirchen auch noch nach 500 Jahren getrennt bleiben: „Verbotene Zone“. Wie es ausgegangen ist, wissen Sie ja: Luzifer hat gewonnen.

Und hätte nicht die Kirche den Frauen gegenüber eine schwere Schuld abzutragen?
https://kirchenopfer.de/frauen/
Immerhin  sind die Frauen seit 1963 auch für die Kirche als Menschen anerkannt. Was für ein Fortschritt! Da kann man nicht erwarten, dass sie damit auch den Männern gleich gestellt werden und Priesterinnen werden können. Dieses Thema treibt die Kirche an den Rand der Spaltung. Die Kirche würde schnell einlenken, wenn die Frauen aus Protest den Gotteshäusern fernbleiben würden oder gar eigene Messen feiern würden nach dem Vorbild des urschristlichen Agapes. Aber dazu sind die Frauen meist leider zu fromm, so aufbegehrend sie sonst sein können..

Die Katholische Kirche ist von merkwürdiger Widersprüchlichkeit: Klare Gebote Gottes missachtet sie: „Du sollst dir kein Bild von mir machen!“ (Dies beachtet nur der Islam.) Oder: „Seid fruchtbar und mehret euch!“ Die Priesterschaft denkt nicht daran, sich an dieses Gebot zu halten (mit Ausnahme einiger weniger). Andererseits stellt die Kirche unumstößliche Regeln auf und behauptet, die seien gottgewollt wie die Priesterschaft der Männer. Es wäre an der Zeit, dass sich die katholische Kirche von diesen selbst auferlegten Fesseln befreit und endlich auch den Frauen den ihnen gebührenden Platz einräumt und auch den notwendigen Respekt zollt.

Schlechtes Führungspersonal – auch in der Kirche


Dass unsere Autoindustrie ein schlechtes Führungspersonal hat, das entscheidende Entwicklungen verschlafen hat, ist offenbar geworden. Noch schlimmer sieht es beim Führungspersonal der Katholischen Kirche aus:

Da ist zunächst einmal der Augsburger Bischof, der die Corona-Krise als Fingerzeig Gottes versteht. Da kann man nur sagen: Sehr sonderbar!
https://autorenseite.wordpress.com/?s=afra

Und dann gibt es den Kardinal Müller der hier nicht Gott am Wirken sieht, sondern Mächte der Finsternis, die eine verabscheuungswürdige technokratische Tyrannei aufrichten. https://web.de/magazine/news/coronavirus/bischofskonferenz-distanziert-deutlich-corona-aufruf-geistlichen-34690024

Kann man als Vertreter der Kirche eine Corona-Epidemie so verschieden interpretieren? Oder macht man damit nicht vielleicht die Kirche überhaupt unglaubwürdig?
À propos Glauben: Da hören wir von Kardinal Marx, das er Glaubenszweifel hat und dass es einen Glauben ohne Zweifel nicht geben könne:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/05/zum-sonntag-unglaubliches-von-kardinal-marx/

Da fragt sich doch das normale Volk: Warum soll ich Zeit und Geld in etwas investieren, von dem nicht einmal die Führung ganz überzeugt ist?
Und noch etwas zum Thema Führung: Fast genau so erschreckend wie die Missbrauchsfälle selbst ist die Tatsache, dass dieses finstere Kapitel nicht längst aufgearbeitet ist und die Kirche keine echten Anzeichen von echter tiefer Reue oder Buße zeigt, sondern nur Bedauern äußert und Zahlungen leistet (aus meiner Kirchensteuer?).

Corona: Ein Fingerzeig Gottes?

Für den neuen Augsburger katholischen Bischof Bertram Meier ist die Pandemie ein „Wink von oben, ein Fingerzeig von Gott“. Und was soll uns Gott damit sagen?
https://www.domradio.de/themen/soziales/2020-04-26/steckt-eure-koepfe-zusammen-bertram-meier-corona-ist-ein-fingerzeig-gottes-die-kirche
Da frage ich mich doch: Woher weiß der Bischof das? Hat er Erleuchtungen? Steht er womöglich vor der Heiligsprechung als Bindeglied zwischen Gott und den Menschen?
Kann er uns erklären: Warum braucht Gott Menschenopfer für seinen Fingerzeig?

Es gibt so viele Ereignisse, die die Kirche nicht erklären kann: Warum verunglückt ein Pilgerzug nach Lourdes? Warum lässt es Gott zu, dass bei einem Erdbeben in Italien eine Schule einstürzt und alle Kinder unter sich begräbt? Sind das alles Fingerzeige, die jeder anders interpretiert? Und was sollen dann solche völlig unerklärlichen Fingerzeige?

Vielleicht besteht ja auch der von Meier entdeckte „Fingerzeig“ nur darin, dass er uns zeigt: Auch ein Bischof kann allerhand Unsinn reden.
Jedenfalls sollten die Schafe des Oberhirten vielleicht die Heilige Afra, Schutzpatronin von Augsburg, anrufen und sie bitten, dem Bischof nicht nur einen virendichten Mundschutz zukommen zu lassen, sondern auch einen schalldichten.

 

Wort zum Sonntag: Erbärmliche Bischöfe – Ist der Islam die bessere Religion?


Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx haben die europäische Flüchtlingspolitik als erbärmlich kritisiert. Damit haben sie zwar recht, aber sie haben nicht das Recht, über die EU den Stab zu brechen, sondern hätten sich eher an die eigene Brust klopfen müssen:
Die Katholische Kirche hat für die Missbrauchsopfer Milliarden ausgegeben, aber was hat sie denn selbst für die Flüchtlingskinder an der griechischen Grenze getan? Da wäre selbst nur eine Million wie ein Wunder gewesen.
Vergleicht man den Libanon, einen islamischen Staat mit 6 Millionen Einwohnern, mit dem Kern des christlichen Abendlandes, nämlich der EU, dann ergibt sich ein schäbiges Bild unserer Werte:
Der Libanon hat mit seinen 6 Millionen Einwohnern eine Million Flüchtlinge aufgenommen und die EU mit ihren 450 Millionen Einwohnern ziert sich wegen ein paar bemitleidenswerten Kindern. Von einem Politiker hörten wir sogar den Satz: „Man darf sich von den Bildern nicht beeindrucken lassen.“

Doch zurück zur Kirche: Die Katholische Kirche ist unermesslich reich:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/
Ihr gehört ein unglaublich großer Grundbesitz, z. B. Ein Viertel von Rom und sie besitzt u. a. den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Wenn sie nur ein ganz kleines bisschen davon zur Linderung der Not hergeben würde, wäre das ein leuchtendes Zeichen des christlichen Glaubens.
Wie schön wäre es, wenn die Kirchen sagen könnten: „Diese menschenwürdigen Unterkünfte im Libanon haben die Christen gebaut.“
Aber was tut die Kirche stattdessen? Sie sammelt angeblich Geld für die Bedürftigen (Peterspfennig) und investiert die Erträge in Londoner Immobilien:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/15/meine-unfromme-sonntagspredigt/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/11/29/muss-der-papst-in-den-knast/

Spenden für die Kirche? Nein danke!

Wenn man wie ich auf ein langes Leben zurückblickt und sich fragt, was man gut gemacht hat und was man bereut, dann muss ich sagen, dass ich etwas bereue, was in den geldgierigen Augen der Kirche alles andere als eine Sünde ist: Ich habe allein steuerlich betrachtet ca. 1 Jahr ausschließlich für die Kirche gearbeitet und außerdem noch gespendet.
Und nun sehe ich, was die Kirche mit dem Geld so alles anstellt: Da würde ich am liebsten aus der Kirche austreten, wenn es nicht schon zu spät wäre: Wo man hinschaut, werden die mir abgeknöpften Steuergelder, die mir im Leben oft gefehlt haben, missbräuchlich verwendet: Erinnern Sie sich noch, wie Bischof Mixa mit einem Geldkoffer mit 200.000 Euro am Flugplatz erwischt wurde? Aber Näheres haben wir nicht erfahren. Und seine sonstigen Finanztransaktionen waren auch so, dass ich immer noch auf eine Aufklärung warte. Aber dann müsste ich mich wohl noch mehr aufregen, und das ist nicht gut in meinem Alter. Deshalb will ich auch gar nicht daran denken, dass Bischof Schraml einen Alterssitz für eine halbe Million eingerichtet bekommen hat, und das bei seinem exorbitanten Gehalt, das ja auch aus meinen Steuergeldern bezahlt wird.
Wie abgehoben die Führungskräfte der Kirche sind, zeigt sich allein schon in ihren Titeln: Mit „Eminenz“ lassen sich diese Menschen anreden, die doch nur – wie es immer so schön heißt – „“Arbeiter im Weinberg des Herrn““ sind. Auch als Hirten bezeichnen sie sich, wenn auch nicht als schlichte, sondern als „Oberhirten“.
Weil die Kirche nicht weiß, wohin mit dem vielen Geld, verunziert sie alte Klostergärten und Gotteshäuser mit modernen Kunstwerken (Vgl. „Bayern kaputt“). Jahrhunderte lang ließ man ehrfürchtig alles so, wie es war, und erst in unserer Zeit kommt man auf die Idee, auch noch den letzten Freiraum voll zu stellen.
Während irgendwo auf der Welt alle Sekunde ein Mensch verhungert, treibt die Kirche Missbrauch mit meinem Geld.
Bemerkenswert ist, dass ich nicht allein so denke, sondern wenn alte Leute beieinander sitzen und über die Kirche reden, ist der Tenor immer der Gleiche: Kein Geld für die Kirche! Und in den Klingelbeutel gerade nur soviel, dass es scheppert! Über einen bekannten Pfarrer hörte ich, dass er von sehr reichen Leuten, die aus der Kirche ausgetreten sind, Geld in Höhe der Kirchensteuer bekommt, damit sein Orden in einem Entwicklungsland „etwas Vernünftiges damit macht“.
Den jungen Leuten möchte ich den Rat geben: Warten Sie mit ihren Spenden, bis sie alt werden, damit sie nichts zu bereuen haben. Die Kirche hat genug Geld und ist auf ihr Scherflein gar nicht angewiesen. Und wenn Sie das nicht glauben oder widersprechen wollen, lesen Sie doch erst einmal dies: Kirchensteuer.

Die schwere Schuld der Kirche

Heute wissen es viele genau: Der Islam ist kriegerisch und das Christentum friedlich. Dabei sollten wir doch etwas bescheidener sein. Es waren die Christen, die im 30-jährigen Krieg mit unvorstellbarer Grausamkeit halb Europa ausgerottet haben. Auch waren es die Christen, die Kreuzzüge geführt haben, die den Islam bis heute geprägt haben: Der IS nennt uns daher noch heute „Kreuzfahrer“.
Auch an den letzten beiden Kriegen waren die Kirchen beteiligt, indem sie die Waffen geweiht haben.
Als Beispiel für die Einstellung der Katholischen Kirche sei hier nur Kardinal Faulhaber erwähnt:
Für ihn war der 1. Weltkrieg für Deutschland ein gerechter Krieg im Sinne der katholischen Moraltheologie: „Nach meiner Überzeugung wird dieser Feldzug in der Kriegsthematik für uns das Schulbeispiel eines gerechten Krieges werden. … Es geht um eine heilige, gerechte Sache, die diesen furchtbaren Einsatz an Blut und Gut wert ist.““
Und als Hitler an die Macht kam, forderte er von seinen Kollegen „mehr Toleranz gegen die neue Regierung zu üben, die heute nicht bloß im Besitz der Macht ist, was unsere Grundsätze nicht umstoßen könnte, sondern rechtmäßig wie noch keine Revolutionspartei in den Besitz der Macht gelangte.“
Und als Faulhaber Hitler auf dem Obersalzberg besuchte, sagte er zu ihm: „“Sie sind als das Oberhaupt des Deutschen Reiches für uns gottgesetzte Autorität, rechtmäßige Obrigkeit, der wir im Gewissen Ehrfurcht und Gehorsam schulden. Herr Reichskanzler haben so klar gesagt, Missachtung der staatlichen Autorität erschüttere die Achtung vor jeder Autorität.“ Ich glaube, dass der Autoritätsgedanke in keiner Religionsgesellschaft so stark betont wird wie in der katholischen Kirche.“
Kein einziger deutscher Bischof verurteilte seinerzeit öffentlich die Deportationen der Juden, obwohl sie alle davon wussten.
Und wenn man heute immer wieder von der Schuld der Deutschen spricht, besteht diese darin, dass die frühere Generation zu fromm und autoritätsgläubig war. Gemäß dem Gesetz des Dondolismus erleben wir nun den umgekehrten Trend: Respektlosigkeit und Austrittswellen bei den Kirchen.

Die Sünde – einst und jetzt

In einem früheren Beitrag habe ich etwas über den Dondolismus geschrieben, also die Erscheinung, dass die Menschen in ihren Anschauungen von einem Extrem ins andere verfallen. Das zeigt sich beispielsweise auch gerade bei dem Begriff Sünde.
Wenn sich heute zwei Frauen unterhalten und eine beichtet, sie habe „gestern schwer gesündigt“, dann ist eher von eine
r Sahnetorte die Rede als von einem moralischen Fehltritt.
Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, was meine Mutter als größte Sünde bezeichnete: nämlich wenn man ein Stück Brot wegwirft. Sie hatte zwei Weltkriege mitgemacht und erfahren, was Hunger bedeutet. So hob sie altes Brot in einem Beutel auf und kochte dar
aus gelegentlich eine schmackhafte Brotsuppe. Da schütteln die Hausfrauen von heute nur verwundert den Kopf.
Wie gefährlich war es allerdings früher zu sündigen: Da drohte die Kirche damit, dass man in die Hölle kommt, wenn man den Fehltritt nicht sofort beichtet. Daher stimmte es natürlich nicht, wenn man zu sagen pflegte: „Auf der Alm – da gibt‘s koa Sünd.“ Dieser Spruch ist wohl von findigen bayerischen Werbemanagern erfunden worden, um die Preußen in die hiesigen Berge zu locken. Und wenn einer mal trotzdem auf der Alm gesündigt hat, hat das früher schwerwiegende Folgen gehabt, wie die hier entstandene Version der Tannhäuser-Sage beweist. Sie existiert ja in verschiedenen Fassungen, von denen eine Richard Wagner als Stoff für seine Oper diente.
Wie es wirklich gewesen ist, weiß man
natürlich hier in Bergen am besten, denn in der hiesigen Gegend hat sich die Geschichte abgespielt:
Tannhäuser verliebte sich in eine von zwei Schwestern, die hier auf einer Alm lebten, wobei sich die beiden „in verbotener Liebe versündigten“, wie es in der Legende heißt. Was die zwei getrieben haben, muss schlimm gewesen sein. Tannhäuser beichtete dies nämlich zunächst beim Dorfpfarrer, der aber fand die Sünde so schwerwiegend, dass er die Absolution verweigerte und den Tannhäuser an den Bischof verwies. Auch der fand, dass das Gewicht der Sünde seine Kompetenz überstieg, und er meinte, so etwas könne nur der Papst vergeben. Reuig pilgerte Tannhäuser zum Papst nach Rom, um Vergebung für seine Sünde zu erlangen, doch der Papst blieb hart. Daraufhin kehrte Tannhäuser mit einem schweren Stein, den er als Buße mit einer Kette um den Hals trug, nach Bergen zurück. Als er von dort, wo heute die Säulner Kapelle steht, die Bergener Kirche sah, fielen Stein und Kette von ihm ab. Und als Beweis dafür, dass unsere Legende stimmt, wird der Stein, den Tannhäuser als Buße für seine Sünde über die Alpen geschleppt hat, in der Bergener Kirche verwahrt. Von dem Stein ist allerdings nicht mehr viel übrig, weil fromme Bergener Bürger sich Stücke dieses Steins als Reliquie mit nach Hause genommen haben.
Dies
e Geschichte veranlasste den Verfasser eines alten Führers durch die bayerischen Voralpen zu folgender Bemerkung: „Auch wer heute mit offenen Augen durch das Dorf geht, wird feststellen, daß hier –besonders was die Frauen angeht – ein starker Menschenschlag zu Hause ist.“
Also Vorsicht, Ihr Männer!