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Gesund bis ins Alter: Wie geht das?


Ich bin kein Arzt, aber ich bin 85 Jahre alt und (unberufen!) gesund, abgesehen davon, dass ich gerade meinen ersten Zahn verloren habe.
Und wenn ich mich in meinem Umfeld so umsehe, ist das nicht normal: Schon die Jugend läuft mit einer Brille herum, die Eltern leiden an Allergien, Gelenkschmerzen, Kreuzweh, Venenleiden usw. Dabei verfügen die jüngeren über Kenntnisse, von denen wir früher keine Ahnung hatten. Sie wissen, welche Nahrungsmittel Vitamin C oder Omega-3-Fettsäuren enthalten und ernähren sich entsprechend, wenn sie auf ihre Gesundheit achten. Sie müssten also eigentlich gesünder sein als wir mit unserer herkömmlichen Ernährung, aber das Gegenteil ist der Fall.
Dafür habe ich eine einleuchtende Erklärung: Die Menschen sind darauf „geeicht“, dass sie sich von dem ernähren, was ihre Umgebung hergibt. Natürlich gibt es demgemäß im Winter etwas anderes als im Sommer, so dass dadurch Erkältungen vorgebeugt wird.
Interessant war für mich in diesem Zusammenhang, was ich von einer Biologin hörte: Sie sagte, wenn man heutzutage Blumenwiesen für die Erhaltung von Bienen anlege, dürfe man in Bayern keinen Margeritensamen von Hamburg nehmen, denn die daraus entstehenden Blumen würden von den bayerischen Bienen nicht aufgesucht. Vertragen diese Bienen auswärtige Margeriten nicht und haben sie ein so feines Gespür, dass sie merken, was ihnen gut tut und was nicht? Uns ist dieses Gespür, mit dem unsere Vorfahren sogar Heilpflanzen erkannt haben, völlig verloren gegangen, so dass wir meist nicht einmal erkennen, was uns schadet.
Wir sind durch Jahrhunderte alte Traditionen daran gewöhnt, bestimmte Pflanzen oder Tiere zu essen. Unser Körper verlangt danach und es bringt ihm nichts, wenn man im Winter statt Gemüsearten wie Kohl nun vitaminreiche Früchte aus fernen Ländern isst, um seinen Vitamin-C-Bedarf zu decken. Für die Ernährung gilt immer noch die Weisheit aus der Bibel: „Bleibe im Lande und nähre dich redlich.“ Und auch die Weisheit des alten Hippokrates sollte man nie vergessen: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel,
und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“
Die heutige Ernährung sieht nicht nur deshalb anders aus als früher, weil es nun praktisch alles zu jeder Zeit auch aus fernen Ländern gibt, sondern die Massentierhaltung hat das Leben total verändert: Während wir uns früher nur Sonntags einen Braten leisten konnten, auf den wir uns immer gefreut haben, ist in den Augen der heutigen Bevölkerung eine Mahlzeit ohne Fleisch kein richtiges Essen. Schauen Sie doch mal die Speisekarte der Gasthäuser an, was da angeboten wird.

Natürlich ist für die Gesundheit auch Bewegung nötig, aber das ist für Leute, die in Bayern wohnen und auf die Berge steigen, eigentlich kein Problem. Ich war daher immer gern und viel in den Bergen unterwegs, und das hat meine Gelenke so gesund erhalten, dass ein Arzt staunte: „Sie haben ja fast jungfräuliche Knie. Wie haben sie denn das gemacht?“
Ja, man hat seine Gesundheit selbst in der Hand. Vielen ist sie aber gleichgültig, weil die moderne Medizin für fast alles eine Lösung hat. Ich beobachte mit Interesse zwei ca. 90-jährige Frauen. Die eine hat etwa so gelebt wie ich. Sie ist gesund und braucht keine Pillen. Die andere war das genaue Gegenteil und feiert gerade ihren 90. Geburtstag. Sie ist allerdings ständig „runderneuert“ worden: neue Hüft- und Kniegelenke und Bandscheibe, Herzschrittmacher, Venen-OP, Insulinspritzen…
Sie haben also die Wahl.

Erfolgreich lernen – So geht‘s


Darüber habe ich ja schon hier geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/02/12/erfolgreich-lernen-so-gehts-ii/
Die Dopingskandale bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften veranlassen mich, noch eine Ergänzung anzufügen: Mit Eigenbluttransfusionen erhöhen dopende Sportler die Sauerstofftransportkapazität ihres Blutes und erreichen damit auf unfaire Weise eine erhebliche Leistungssteigerung.
Für das Lernen brauchen wir auch eine möglichst hohe Sauerstoffversorgung des Gehirns. Die erreichen wir nicht, wenn wir nur über den Büchern sitzen, sondern wir brauchen auch Bewegung. Nicht umsonst ist man in den alten griechischen Philosophenschulen in den Wandelhallen herumgegangen, denn schon beim Spazierengehen kann die Durchblutung des Gehirns um etwa 20 Prozent gesteigert werden, bei mittlerer Belastung sogar um bis zu 30 Prozent.
Wenn wir über unseren Büchern sitzen, wird das Blutvolumen von ca. 5 Litern einmal pro Minute umgewälzt. Bei leichtem Joggen hingegen vervierfacht sich dieser Betrag in etwa, was sich positiv auf die allgemeine Konzentrations- und Lernfähigkeit auswirkt.
Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass jemand, der 1 Stunde joggt und dann 7 Stunden arbeitet, mehr leistet als jemand, der 8 Stunden arbeitet.
Halten wir also fest: Das Gehirn braucht auch Bewegung.
Zum besseren Lernen können Sie sich sogar ganz einfach und völlig straffrei dopen: Sie steigen auf einen Berg. Weil die Luft dabei nach oben immer dünner, also sauerstoffärmer, wird, reagiert der Körper darauf, indem er mehr rote Blutkörperchen erzeugt, die dann mehr Sauerstoff zum Gehirn transportieren können. Damit erzielen Sie also den gleichen Effekt wie beim Eigenblutdoping. Ich habe das selbst erfahren, als mein Blut einmal untersucht wurde. Da sagte mir der Arzt, bei einer Dopingkontrolle würde ich durchfallen.
Also: Aufi auf‘n Berg! Das macht Spaß und das Gehirn arbeitet dann viel besser. Zudem kriegen Sie durch die Erlebnisse beim Bergsteigen auch noch den Kopf frei.

Gesund trotz ungesunder Lebensweise?


Die Krankenkasse DKV berichtet, 61 % der Deutschen fühlen sich gesund. Aber nur 9 % leben auch gesund. Die Deutschen werden immer mehr zu Bewegungsmuffeln: N
ur noch 43 Prozent der Befragten erreichen nach DKV das empfohlene Mindestmaß an körperlicher Aktivität. Der Trend der vergangenen Jahren sei rückläufig. 2010 hätten noch 60 Prozent der Bundesbürger genügend Bewegung. Manchmal denke ich mir, wir bedauern Behinderte, aber ein großer Teil der Bevölkerung lebt so, als wären die Leute behindert.
Wie kann es sein, dass sich die meisten gesund fühlen, obwohl sie ungesund leben? Das kommt daher, dass sie den Maßstab dafür, was Gesundheit heißt, verschoben haben:
Aus meiner Sicht sind schon die Hälfte aller Gymnasiasten krank, weil sie Brillenträger sind, also an Alterskurzsichtigkeit leiden. Und all
die Menschen, die an Migräne, Allergien, Verstopfung, Magen- und Darmbeschwerden usw. leiden, nehmen Tabletten dagegen und fühlen sich daher gesund, obwohl sie es nicht sind.
Wir Alten lebten einmal so, dass wir unsere Gesundheit erhielten, denn es gab noch nicht die Medikamente, die heute die Illusion von Gesundheit erzeugen. Heutzutage leben viele Menschen so dahin, ohne sich Gedanken über die Gesundheit zu machen. Die interessiert sie erst, wenn sie krank sind, und dann meinen sie, wird ein Arzt das Problem schon lösen.
Und wie die Zukunft aussieht, lesen sie hier.

Wagenknecht macht Ernst

Endlich macht die Linksfraktionschefin ernst mit dem, was wir hier immer wieder gefordert haben:
Sie gründet eine linke Sammelbewegung:
https://web.de/magazine/politik/sahra-wagenknecht-gruendet-aufstehen-name-sammlungsbewegung-fest-33100272
„Aufstehen“ soll die Bewegung heißen. Sie liegt damit knapp neben meinem immer wieder wiederholten Aufruf: „Deutschland erwache“.
Wir brauchen dringend eine schlagkräftige Linke, denn so wie bisher kann es doch nicht weiter gehen. Deshalb habe ich hier schon immer die Gründung einer radikal-sozialen Partei gefordert. Ich kann mir vorstellen, dass nun bei Wagenknechts „Aufstehen“ die zahlreichen Gegner der GroKo in der SPD mitmachen werden. Die SPD ist seit der Agenda 2010 und vielen weiteren Fehlern eine sterbende Partei, wie nun auch wieder die jüngsten Umfragen gezeigt haben. Sie liegt nur noch1 % über der AfD. Da hilft nun noch ein völliger Neuanfang.
Viel Glück, Frau Wagenknecht!