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Zwei Fragen zum Fall George Floyd


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Die erste Frage, die man sich wohl stellt, ist die: Wie kommt das Gericht ausgerechnet auf 22 1/2 Jahre? Wären 22 volle Jahre nicht auch schon genug gewesen?

Die zweite Frage ist die: Was wäre wohl bei einem deutschen Gericht heraus gekommen? Wohl kaum ein Gericht hätte sich davon überzeugen lassen, dass der Polizist sein Opfer coram publico ermorden wollte. Er hat die Fixierungsmethode angewandt, die er gelernt hat, und dürfte womöglich das „I can’t breathe“ für das übliche Theater gehalten haben, das Betroffene bei polizeilicher Gewalt zu veranstalten pflegen.
Nicht ausgeschlossen wäre es also, dass der Polizist bei einem deutschen Gericht womöglich sogar mit der üblichen Strafaussetzung zur Bewährung davon gekommen wäre.

Werden unsere Polizisten der Meute „zum Fraß vorgeworfen“?

Ich finde es ganz unglaublich, wie sich unser Staat gegenüber gewalttätigen Demonstranten verhält. Er tut nichts, um seine Polizisten besser zu schützen. Warum gibt es keinen eigenen strengen Straftatbestand für diejenigen, die Flaschen, Molotowcocktails und Ähnliches werfen? (z.B: „… mindestens 6 Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung“? Oder noch strenger?)

Und was ich weiter vermisse, sind die Berichte im Fernsehen und in den anderen Medien über Verurteilungen gewalttätiger Demonstranten. Die könnten doch eine gewisse abschreckende Wirkung haben. Durch das Schweigen der Medien entsteht der Eindruck, als ob solche Taten ohne Folgen bleiben. Im allgemeinen herrscht ja sowieso die Mentalität: „Beim ersten Mal gibt’s auf jeden Fall Bewährung. Also können wir uns leisten, was wir wollen.“

Lasche Gerichte

Zwei der mutmaßlichen Attentäter von Paris, nämlich die Brüder Abdeslam aus Molenbeek, hatten bereits seit Jahren Probleme mit dem Gesetz. Die Gerichte gaben ihnen immer wieder eine „letzte Chance“. Wieso eigentlich?
Manchmal verläuft eine Verbrecherkarriere so: Bei der ersten Tat gibt es natürlich Strafaussetzung zur Bewährung, bei der zweiten oft auch noch einmal „eine letzte Chance“. Und so summieren sich die Freiheitsstrafen so sehr, dass sich die Gerichte scheuen, wegen einer kleineren Straftat die Strafaussetzung zu versagen. So erhält womöglich ein rückfälliger Täter wegen einer Trunkenheitsfahrt nochmals eine „allerletzte Chance“, denn sonst müsste er wegen eines derartigen nicht so gewichtigen Delikts insgesamt womöglich 2 Jahre hinter Gitter. Und das widerstrebt dem Gerechtigkeitsempfinden mancher Richter.
Es ist also kein Wunder, dass viele Täter jeglichen Respekt vor dem Gesetz verloren haben.