Schlagwort-Archive: Berge

Corona-Urlaub: Bayern überfüllt?

Selten sah ich im Fernsehen Bilder, die einen so falschen Eindruck vermittelten wie die von den angeblich übervollen bayerischen Bergen. Ich weiß ja nicht, woher die Kameraleute die Bilder nahmen, die zeigen sollten, dass die bayerischen Berge und Seen überquellen vor lauter Urlaubern, die wegen der Corona-Krise im Lande bleiben.
Das Gegenteil ist richtig. Das obige Bild zeigt den Chiemsee, wo sich die Badenden zur Zeit locker verteilen – ein Urlaub für Genießer. Wer noch mehr Einsamkeit liebt, findet auch solche Seen:

Und was die Bergwanderungen angeht: Ich habe bei meinen letzten Wanderungen gerade mal ein halbes Dutzend Menschen getroffen.
Wer allerdings dorthin will, wo viel los ist, muss auf einen der Münchner Hausberge gehen: Herzogstand und Heimgarten. Dort oben ist es herrlich und man versteht, warum sehr viele Münchner gerne hinauf gehen.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften. Heute mal ganz einfach:

Die Berge altern wie die Menschen: Die Furchen (bzw. Lawinenbahnen) werden immer mehr und immer größer.“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Heute ist der Tag der Berge


Das ist der Watzmann mit Berchtesgaden. Er wurde bei einer Umfrage unter Bergsteigern zum schönsten Berg der Welt gewählt. Wie schön er ist, erlebte ich mal am Watzmannhaus. Da stand eine Frau und weinte. Natürlich fragte ich sie nach dem Grund, um sie vielleicht zu trösten. Sie antwortete: „Ich muss einfach weinen, weil es hier so schön ist!“
Es ist schon so, dass die gewaltige Landschaft den Menschen bis in die tiefste Seele ergreift.

Und noch ein Zitat aus meiner Aphorismensammlung:
„Der Berg nimmt dir die Beichte ab!“
Das tut er in jeder Beziehung: Er prüft deine körperliche Fitness, wie es so schön in einem Spottlied heißt:
„Wenn i mit meiner Wampen kannt
Aufi auf die Kampenwand.“
Bergsteigern ist aber neben dem Naturerlebnis auch eine kontemplative Beschäftigung. Du denkst auf dem langen Weg über dich und dein Leben nach und wenn du Heim kommst, ist die Harmonie von Körper. Geist und Seele wieder neu justiert.