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Jetzt ist es am schönsten oben am Berg

Jetzt, wo die grauen Tage im November aufs Gemüt gehen, da gibt’s nur eins: Hinauf auf den Berg. Während die ständigen Inversionswetterlagen die kalte neblige am Boden halten,  ist es oben sonnig und warm. Und das genießt man in dieser dunklen Jahreszeit ganz besonders. Wenn man mit dem Auto durch die dichten Nebelschwaden nur langsam fahren kann, freut man sich, wenn man aus dieser grauen Suppe heraus kommt und endlich die Sonne sieht. Deswegen finde ich immer: Im November ist es droben am schönsten und einsamsten.

Der Mensch is a Sau


Heute mache ich das Dutzend voll mit meinen Beiträgen zum Thema: „Der Mensch is a Sau“:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/04/08/der-mensch-is-a-sau-11/
Auf meiner letzten Bergtour habe ich dieses Foto gemacht. Als ich das das grelle Gelb von Ferne auf dem Weg sah, dachte ich, es sei ein Löwenzahn und wunderte mich, dass der da oben wuchs. Beim Näherkommen bemerkte ich dann, dass es keine Pflanze war. Es waren die Reste eines gelben Luftballons.

Immer wieder wird von Festlichkeiten berichtet, zu deren Ritualen es gehört, am Schluss Luftballons aufsteigen zu lassen. Das macht sich ja auch ganz gut, wenn die Ballons aufsteigen und womöglich irgendeine Botschaft in den Himmel tragen.
Was aber diese Menschen überfordert, ist die Antwort auf die Frage: Wo landen denn diese Ballons? Oft treibt sie der Wind in die Berge und dann hängen sie da im Geäst eines Baumes oder sonst wo in der Landschaft.
Da kann man nur wieder sagen: „Der Mensch is a Sau“ oder anders ausgedrückt: Von allen Umweltschädlingen ist er der schlimmste.

Der Mensch is a Sau

Wenn man auf den Toten Mann steigt, ist es anders als früher. Da stand einmal nur eine Berghütte. Heute ist sie bestückt mit Antennen, die den Wanderer zuerst begrüßen, wenn er sich dem Hirschkaser nähert. Das ist typisch für unsere Zeit: Man hätte den Antennenwald anstatt aufs Hüttendach natürlich auch auf einem abseitiger gelegenen Mast anbringen können, aber das wäre teurer gewesen und so etwas passt nicht in unsere Zeit, in der alles billig sein muss – egal, wie es aussieht.
Und was da oben so herum steht, ist eine optische Umweltverschmutzung ersten Ranges und eine Beleidigung fürs Auge:

Man sieht: Es stimmt, wenn Bergsteiger singen: „Auf den Bergen wohnt die Freiheit…“ Aber das war anders gemeint.

Wie Bayern immer mehr kaputt geht, lesen Sie hier:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/

 

 

Zitat zum Tag

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

„Wenn du auf einen hohen Berg steigst, kommst du nicht nur auf dem Gipfel an, sondern auch bei deinem eigenen Selbst.“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

So schön war’s heut am Berg


Noch im Dunklen bin ich los gegangen. Im Watzmannhaus war schon Licht, wie man in der Scharte sieht.


Dann streifte das erste Morgenlicht nur die Gipfel von Watzmann und Hochkalter.


Bei Sonnenaufgang am Berg lag das Tal noch im Schlaf (Nebel).
Nach der Tour war ich im Thumsee beim Baden (schön kalt). Da herrschte schon um 8.00 Uhr Hochbetrieb, weil die Parkplätze knapp sind.

„Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land.“ (Ganghofer)

Bayern kaputt

Darüber habe ich hier und in etlichen weiteren Beiträgen geschrieben.
So sieht es heute am Hirschkaser aus:

Auf der Berghütte wächst ein Antennenwald und die alten Holzwände wurden mit Reklame verunstaltet wie die Hütten unten. Wo einst hier oben nur ein Kruzifix zur Besinnung einlud, hat nun der Kommerz sein Banner eingepflanzt.