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Auch Sie zahlen horrende Banker-Boni!

Wissen Sie, dass Sie als Steuerzahler Miteigentümer der Commerzbank sind? Die Bank musste ja mit Staatsgeldern vor der Pleite gerettet werden. Und in den normalen Meldungen der Mainstrom-Medien erfahren wir Erfreuliches: Die Bank hat nach Verlusten im vorigen Jahr nun einen Gewinn von 77 Millionen gemacht. Gewaltig! Werden Sie als schlichter Steuerzahler denken, obwohl der Betrag tatsächlich nur eine schwarze Null ist.
Was aber wirklich zum Kotzen ist, ist die Tatsache, dass die Bonuszahlungen der Commerzbank den Gewinn um das Dreifache übersteigen sollen! Da geht es hin: Ihr Geld, das Sie als Steuern bezahlt haben.
Hatten wir nicht gehört, dass die EU die Banker-Boni gedeckelt hat? Ja, das hat sie, aber sie hat genügend Schlupflöcher gelassen, wie man an diesem Beispiel sieht. Und haben Sie gehört, dass die Bundesregierung als Miteigentümerin der Bank gegen die Höhe der Boni eingeschritten wäre?
Was noch alles auf Sie als Sparer zukommt, berichten nur die Wirtschaftsnachrichten, denn das ist kein Stoff für die Mainstrom-Medien. Es verdirbt den Bürgern die gute Laune, wenn sie erfahren, wie die raue Wirklichkeit aussieht:
„Geheimpapier; EU will Sparguthaben für Euro-Rettung konfiszieren.“
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/13/geheimpapier-eu-will-sparguthaben-fuer-euro-rettung-konfiszieren/
Und wenn Sie das gelesen haben und dann noch nicht die Nase voll haben, lesen Sie weiter:
„IWF-Studie drängt auf rasche Enteignung der Sparer in Europa.“
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/05/iwf-studie-draengt-auf-rasche-enteignung-der-sparer-in-europa/

Die Blutsauger sind unter uns

Die Demut der Banker

Die Bayrische Landesbank hatte große Verluste erlitten und wäre pleite gegangen, wenn sie nicht vom Staat mit 10 Milliarden Euro unterstützt worden wäre. Weil die Sparkassen zu 50 % an der Bayrischen Landesbank beteiligt waren, hätten sie sich eigentlich mit 5 Milliarden an dem Verlust beteiligen müssen. Das hätten sie angeblich nicht verkraftet. Also hat der Staat ihnen geholfen, das war unter dem Finanzminister Fahrenschon. Der wurde nun zum Sparkassenpräsidenten ernannt. Zusammenhänge werden natürlich energisch bestritten. Von der Opposition hört man nur, dass die Angelegenheit ein „Geschmäckle“ hat.
Richtigerweise muss es verboten werden, dass Politiker, die aus ihrem Amt ausscheiden, gleich in der Wirtschaft einen Posten übernehmen. Beispielsweise dürfen sich Richter auch nicht gleich nach ihrem Ausscheiden aus dem Staatsdienst als Anwälte niederlassen. Warum dürfen Politiker sich hier eine Extrawurst braten?
Nun ist Söder im Finanzministerium am Ruder und fordert von den Sparkassen einen“substantiellen Beitrag“. Warum wird hier so herum gepokert? Gibt es keine klaren Vereinbarungen?
Nun können die Sparkassen also mit dem Geld herum schmeißen wie die Kirche. Und sie täuschen nicht nur dadurch ihren Kunden vor, sie seien die einzigen, die gut wirtschaften könnten: Denn sie verkünden auch jetzt noch „mit stolzgeschwellter Brust“ ihre Jahresbilanzen. Ein wenig Demut wäre da eher angezeigt und die Zahlung eines „substantiellen Beitrags“ an den Steuerzahler (Landesbank). Und wir Steuerzahler erwarten immer noch von den Sparkassen ein Danke-schön für die Rettung! Stattdessen bedanken sich die Politiker, die meist einen gut dotierten Aufsichtsratsposten haben, überschwänglich bei den Sparkassen, wenn die ein bisschen Geld für irgendein Projekt wie Jugendfußball spenden.

Macht Geld krank?

Die Frage stelle ich mir manchmal, wenn ich so sehe, wie es bei uns im Wirtschaftsleben zugeht. Vielleicht bin ich es ja, der nicht ganz normal ist. Ich war Beamter ohne großes Einkommen. Aber ich konnte mir das leisten, was ich brauchte oder mir gönnen wollte: genug zu essen, ein Auto, ein Häuschen und Urlaubsreisen. Was wollte ich mehr?
Wenn man nun sieht, was Banker verdienen, die auch keinen verantwortlicheren Posten inne haben, fragt man sich, wie kommt es, dass sie auf einmal Millionen verdienen und was wollen die mit dem ganzen Geld anfangen?
Wir haben eine Entwicklung, in der soziale Marktwirtschaft bedeutet, dass jeder nimmt, was er kriegen kann. Und die Bundesregierung hat Artikel 14 Abs. 2 des Grundgesetzes glatt vergessen. So ist es kein Wunder, dass bei einer Umfrage die meisten Bundesbürger glaubten, der Satz, Eigentum verpflichte, stamme nicht aus dem Grundgesetz, sondern aus der DDR.
Die Kanzlerin kann noch so schöne Reden über die soziale Marktwirtschaft halten: Sie wird durch die Fakten widerlegt. Der Normalmensch verdient real gesehen immer weniger, aber die Reichen werden immer reicher. Nur: was wollen die mit dem ganzen Reichtum anfangen? Eine Arbeiterin drückte es drastisch so aus: „Die haben doch auch nur einen Arsch zum Sitzen!“