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Warum die Männer sich nicht mehr „ermannen“

Das Wort „ermannen“ ist bei mir im Rechtschreibprogramm rot unterringelt. Das heißt: Schreibfehler! Das Programm kennt also das Wort nicht mehr. Im Duden führt es aber noch ein Schattendasein und wird erklärt: „sich ermannen“ bedeutet also sich aufraffen.
Aber „ermannen“ ist im Zeitalter der Entmannung aus der Mode gekommen und hätte wohl sogar im Zeitalter des Gendern das Zeug zum Unwort.
Aber liebe Frauen: Habt Mitgefühl mit den Männern und „erfraut euch“ nicht.
Das tun die Frauen auch nicht, wie man am Beispiel von Frau Baerbock sieht: Sie „erfraut“ sich nicht und wirft daher auch nicht Ideen wie diese in die Debatte um Minderung der Kriegsgefahr:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/02/13/die-kriegsgefaehrdende-sturheit-des-westens/
Unorthodoxe Ansichten äußert man eben nicht. Man bewegt sich lieber in der „Herdenmentalität“. Das nennt sich Diplomatie.

Die Schubladendenker: „frauenfeindlich“

Fällt Ihnen das auch auf? Wir haben gleichsam Schubladen, in die die immer mehr werdenden Gutmenschen alles einsortieren, was auch nur annähernd den Anschein hat, als würde es hinein passen.
Ein typisches Beispiel ist gerade Jürgen Trittin. Er lobt Die Kanzlerkandidatin Baerbock, weil sie so viele frauenfeindliche Angriffe durch gestanden hat. Anscheinend stehen Frauen für Gutmenschen unter Naturschutz und wenn sie Zahlungen vergessen oder abschreiben, dann haben Männer eben Kavaliere zu sein und haben das zu übersehen, sonst sind sie frauenfeindlich.
Auf der anderen Seite hat Laschet viel schlimmere Angriffe über sich ergehen lassen müssen und man fragt sich, wie er das wohl übersteht. Da meldet sich keiner und sagt, das sei „männerfeindlich“. Dieses Wort kennt mein Rechtschreibprogramm überhaupt nicht.

Oder nehmen wir ein anderes Beispiel: Die deutschen Vermieter sollen rassistisch sein und Wohnungen in erster Linie an „Weiße“ vermieten. Das, was die Gutmenschen als Rassismus bezeichnen, hat aber meistens gar nichts damit zu tun:
Wenn Sie ein Eigentümer eines Appartements sind und vermieten wollen: Wem würden Sie die Wohnung geben: Einer Lehrerin oder einem syrischen Asylanten? Na, sehen Sie! Das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern ganz schlicht nur etwas mit der Einschätzung der Zahlungsfähigkeit.

Warum die Baerbock so absackt und die Grünen mitreißt

Viele glauben, der Absturz von Frau Baerbock sei auf ihre Fehler zurück zu führen. Und weil wir indirekt bei der Bundestagswahl eine Kanzlerwahl haben („Auf den Kanzler kommt es an!“), stürzen die Grünen mit ihr ab. Das ist so ähnlich wie bei der Union.
Sicherlich sind Baerbocks Fehler ein Grund für ihren Absturz. Aber ich meine, die wahre Ursache ist eine andere: Die Frau ist unsympathisch. Ich glaube, das geht nicht nur mir so.

Ihre Stimme geht mir auf die Nerven. Sie weckt bei mir Erinnerungen an meinen Vater, der bei Plädoyers einer bestimmten Verteidigerin immer Ohropax in die Ohren steckte, weil er ihre Stimme nicht ertragen konnte.
Und an noch etwas musste ich beim Sommerinterview mit Frau Baerbock denken: Im Tivoli in Kopenhagen wird man von einem täuschend echten Männerkopf begrüßt, aber das Gesicht ist halt emotionslos und die Stimme computermäßig. So ähnlich plappert auch Frau Baerbock dahin.

Was uns offenbar fehlt, ist eine Wissenschaft, die ähnlich wie die Graphologie aus der Art der Stimme Schlüsse auf den Charakter zieht. Und da würde ich als „Stimmwissenschaftler“ sagen: Sie redet wie die Streberin von der ersten Schulbank – Emotionen oder Freundlichkeit: Fehlanzeige.
Nehmen wir als Gegenbeispiele die Kanzlerin oder Söder: Wenn die reden, merkt man, welcher Mensch dahinter steht.

Hochwasser: Das wäre Baerbocks Chance

Man sagt ja, dass Schröder seinen Wahlsieg dem Oderbruch verdanke, weil er damals in gelben Gummistiefeln am Unglücksort erschienen war und mit den Menschen gesprochen hat. Nun wandeln sie alle auf Schröders Spuren: Laschet, Scholz,  Merkel, Steinmeier… Das gibt halt „tolle Bilder“ im Fernsehen.
Das letzte, was ich von Frau Baerbock gehört habe, ist, dass sie ihren Urlaub abgebrochen hat. Sie wird also nun wohl auch noch als Nachzüglerin im Katastrophengebiet erscheinen. Das macht sich nicht gut. Aber sie hätte eine gute Chance, es besser zu machen als all die „Polit-Touris“ vor ihr: Sie könnte einen Tag lang mit den verzweifelten Menschen nicht nur reden, sondern auch zupacken. Auf so etwas warten die Menschen bei jeder Katastrophe vergeblich (anstatt der üblichen Sprechblasen in die Kameras).
Wenn wir eine dreckverschmierte erschöpfte Frau Baerbock bei der Arbeit sehen würden, sähen die bisherigen alten Ortsbesichtiger daneben wie Behinderte oder Gaffer aus, besonders ihr Hauptkontrahent Laschet, der während einer Rede des Bundespräsidenten völlig unangemessen gelacht hat:
https://web.de/magazine/panorama/lachender-laschet-erftstadt-sorgt-empoerte-reaktionen-36002874
Aber die Frau wird wohl weiter beratungsresistent bleiben.

Wahlbekanntmachung! (So geht Wahlkampf!)

 

Wir haben einen kleinkarierten Wahlkampf. Anstatt über Programme zu streiten, stochert man auf der Fehlersuche im Leben von Frau Baerbock herum.
Wenn ich Wahlkampfmanager der Linken oder Grünen wäre, würde ich es ganz anders machen. Statt der überdimensionalen Köpfe auf den Wahlplakaten würde ich eine eng beschriebene „Wahlbekanntmachung“ im Stil einer amtlichen Verlautbarung groß abdrucken. Und da würde ich all das hinein schreiben, was hier unter „Merkelismus„, „Deutschland stürzt ab“ und „Deutschland erwache!“ in etlichen Beiträgen zu lesen ist.
Und dann würde ich am Schluss schreiben: „Wollen Sie wirklich ein „Weiter so“?“

Baerbock: „Niemand schreibt ein Buch allein.“


Also, Frau Baerbock, da muss ich Ihnen doch entschieden widersprechen. Ich schreibe meine Bücher allein und schauen Sie mal, was dabei heraus kommt – vielleicht eine kleine Bettlektüre für Sie zum Ausgleich für die Aufregungen der letzten Zeit:
https://autorenseite.wordpress.com/home/
Übrigens: Wer will schon Bücher lesen, von denen man weiß, sie stammen zu einem großen Teil von einem Ghostwriter? Und meistens weiß man dann schon vorher, was drin steht.

Feuer frei auf Baerbock – Gegenwehr: Null

Ich habe schon öfter darüber geschrieben, dass die Parteien schlechte Berater haben, besonders die Grünen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/05/05/manchmal-waere-ich-gern-parteiberater/
So ist es auch jetzt:
Die Unionsparteien eröffnen geradezu ein Sperrfeuer auf Frau Baerbock. Und die Antwort der Grünen ist, dass sie mit einem Anwalt drohen. Das wirkt geradezu kindisch. Das Ganze ist ja kein Rechtsproblem, sondern eher eines des Anstands: Müsste man nicht, wenn man die Ideen anderer aufgreift, ehrlichkeitshalber hinzufügen, von wem die Ideen stammen?

Vergleicht man die Verfehlungen der Parteien miteinander, so sind die Maskenaffären der Union ungleich schwerwiegender. Und die Grünen haben verschlafen, die Union mit diesen Vorwürfen so richtig dauerhaft zu grillen: Obwohl die Union rückhaltlose Aufklärung versprochen hat, wissen wir immer noch nicht, wie es in einem geordneten Staatswesen zu solchen Entgleisungen kommen kann. Das ZDF, dass hier für Klarheit sorgen wollte, lieferte nur das übliche Blabla:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/05/28/verschweigen-uns-die-medien-eine-amigo-affaere-in-bayern-zdf-blabla/
Und auch die übrigen (subventionierten) Printmedien waren nicht besser.

Kein Wunder, dass die Grünen ins Hintertreffen geraten, denn die Wahlkampfstrategie der Union ist einfach genial:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/07/02/die-genialen-unionsparteien/
Der Wahlkampf ist halt wie ein Fußballspiel: Wer seine Chancen nicht verwertet, verliert.

 

 

Baerbock – der Bremsklotz der Grünen

Was hatten die Grünen doch für einen Lauf: Sie hatten in der Wählergunst sogar die Union überholt. Aber mit der Wahl von Frau Baerbock als Kanzlerkandidatin ging es vehement bergab. Das liegt nicht nur an ihren Fehlern (unterlassene Angabe einer Bonuszahlung oder geschönter Lebenslauf). Es liegt auch weniger an ihrer mangelnden politischen Erfahrung. Die eigentliche Ursache ist, dass die Frau unsympathisch ist. Man fragt sich immer: Wer ist der Mensch hinter ihrem Auftritt. Dadurch unterscheidet sie sich wesentlich von der Kanzlerin, in deren Fußstapfen sie ja treten will.
So ist ihr Gegner Laschet wesentlich im Vorteil: Er hat Fortune. Nachdem die Wähler eher nach Persönlichkeiten als nach Parteiprogrammen wählen, wird er das Rennen machen:
Er präsentiert sich als freundlicher älterer Herr mit Erfahrung und weißer Weste – ein Mann, bei dem man weiß, woran man ist und dem man vertraut.

Frau Baerbock könnte ihrer Partei einen Dienst erweisen und wegen des Absturzes ihrer Partei in der Wählergunst zugunsten des beliebteren Kollegen Habeck zurück treten. Aber zu solchen Einsichten sind Ehrgeizlinge wie sie wohl nicht fähig.

Laschet hat Glück, Söder auch

Dass Laschet ein Mann mit Fortune ist, habe ich gestern beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/06/08/laschet-ein-mann-mit-fortune/
Und Fortune braucht man auch in der Politik. Frau Baerbock bekommt gerade zu spüren, wie es einem ergeht, wenn man es nicht hat.
Auch der „Kanzlerkandidat der Herzen“ kann froh sein, dass er nicht zum Zuge gekommen ist. Er hatte zwar zeitweise das Glück, neben der Kanzlerin als der große Manager der Coronakrise da zu stehen und den Gesundheitsminister in den Schatten zu stellen, aber dieser Ruhm ist schnell verblasst, zumal auch in Bayern vieles nicht gerade optimal gelaufen ist.
Söder wäre es nämlich auch so ergangen wie Barbock: Man hätte in seiner Vergangenheit gegraben und da wäre man fündig geworden. Söder hat ja mit seiner CSU nicht umsonst die absolute Mehrheit im Landtag verloren. Erinnert sei an den Verkauf von Sozialwohnungen u.a. Man hätte ihn auch lächerlich gemacht als Baumumarmer und Kreuzaufhänger. Und die Art, wie er sich gegen Seehofer an die Spitze gedrängt hat, hat ebenfalls vielen nicht gefallen. So glaubt man ihm nicht, wenn er sich jetzt „devot“ gibt.
Am meisten aber schadet Söder, dass er einen Staat regiert, in dem immer noch Amigo-Verhältnisse herrschen. Wohl in keinem anderen Land wäre es möglich gewesen, dass Abgeordnete ihre Kinder auf Staatskosten als „Computerexperten“ anstellen. Und gerade sind zwei Töchter von ehemaligen CSU-Politikern bei einer großen Abzockerei im Zusammenhang mit den Maskeneinkäufen ertappt worden. Typisch für Bayern ist, dass man nicht erfährt, wie es in einem geordneten Staatswesen zu solchen Geschäften gekommen sein kann. Aber wenn Söder als Kanzlerkandidat aufgetreten wäre, wäre das ein Klotz an seinem Bein gewesen.
Söder kann sich also freuen, seinen Job im schönsten Bundesland behalten und sich einen Haufen Ärger erspart zu haben.

Wahlbeeinflussung: Deutsche Presse schlimmer als die Russen

Putin ist schlau. Er soll ja die Wahl Trumps durchgesetzt haben, indem er Hillary Clintons nachlässigen Umgang mit ihren geheimen Mails publik machte.
Auch anlässlich der Bundestagswahl behaupten viele, dass er sich einmischen soll. Schlimmer, als es die deutschen Medien tun, kann es aber wohl auch kaum werden:
Sie haben nun die Kanzlerkandidatin Baerbock „am Wickel“. Ihr läppisches Versehen wird aufgebauscht, als wäre sie heimlich mit Millionen von der Autoindustrie bestochen worden.
Es ist nicht anzunehmen, dass Frau Baerbock den Betrag vorsätzlich verschwiegen hat, denn sie wollte sich mit Sicherheit als saubere Kandidatin präsentieren. Es handelt sich also wohl um eine Nachlässigkeit. Außerdem geht es im Vergleich zu den Unionsskandalen um ein Taschengeld, wenn man auch die sonstigen Nebeneinkünfte der Abgeordneten im Auge hat.
Nicht nur die gewaltige Aufbauschung von Baerbocks Fehler zeigt die mangelnde Objektivität des Mainstreams, sondern etwas anderes ist viel schlimmer:
Bei den unglaublichen Maskenskandalen der Unionsparteien hat man den Eindruck, die Mainstream-Medien handeln nach dem Muster: Schwamm drüber und vergessen. Dabei vergessen sie ihre wichtigste Aufgabe, nämlich als Interessenvertreter der Bürger für Sauberkeit im Staat zu sorgen.
Wir Bürger gewinnen den Eindruck, als ob Geschäfte mit dem Staat so ablaufen: Man braucht Verbindungen zu einem Parteimitglied, verspricht dem eine Millionenprovision und schon setzt der Abgeordnete das Geschäft durch.
Dem Eindruck nach ist hier ein völlig korruptes System am Werk. Die Presse müsste hier mit Nachdruck Licht ins Dunkel bringen. Wieso kann die Verbindung zu einem Parteimitglied die Tür zu einem Millionengewinn öffnen? Müsste bei der Maskenbeschaffung nicht eigentlich ein korrekt arbeitender Beamtenapparat feststellen, welche Masken am besten und preiswertesten sind und dann kaufen? Oder wenn der Minister selbst kaufen will: müssten ihm dann nicht seine Beamten Vorschläge machen und wenn er davon abzuweichen will, müsste er das nicht gut begründen können?
Aber es läuft anscheinend anders: Wäre das nicht eine Korruption, die von den Medien an die große Glocke gehängt werden müsste? Wäre das nicht eigentlich wieder eine „Amigo-Affäre“. wie sie früher dem Ministerpräsidenten Streibl das Genick gebrochen hat?
Aber Schweigen herrscht hierzu im Blätterwald. Kein Wunder: Die brave Presse wird vom Staat unterstützt und die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender sind sowieso in staatlicher Hand. Insgesamt also scheint das Sprichwort zu gelten:
„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“ Armes Deutschland!