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Flugangst – ein Zeichen von Intelligenz

Schon in aller Früh streichen die Flugzeuge mit ihren „Chemtrails“ den Himmel durch

Viele Menschen haben Flugangst. Manche trauen sich deshalb gar nicht zu fliegen. Andere lassen sich die Flugangst in einem Kurs austreiben. Wieso eigentlich? Angst ist eine natürliche Reaktion des Gehirns auf eine Gefahr. Und dieses Warnzeichen sollten wir ernst nehmen:
In den Nachrichten wurde heute gemeldet, dass der Flugraum über Deutschland immer enger wird, weil so viele Flugzeuge unterwegs sind. Im letzten Jahr gab es 170 Beinahe-Zusammenstöße in der Luft und die Gewerkschaft warnt: Es sei absehbar, wann es zu einem Unfall kommt. Ich selbst habe dies einmal erlebt, als ein Freund mich zu einem Flug über den Chiemsee einlud. Da donnerte haarscharf an uns ein Düsenjäger der Bundeswehr vorbei. Ich fragte meinen Freund, ob er vielleicht aus Versehen im Luftkorridor  der Düsenjäger unterwegs sei. Da sagte er zu meinem Erstaunen, da gäbe es keine Regelungen. Ich halte das für äußerst gefährlich. Der Pilot eines Düsenjägers muss schon extrem aufmerksam sein, wenn er bei seinem Wahnsinnstempo auf ein Kleinflugzeug stößt, das sich farblich kaum von der Landschaft abhebt.
Die zweite Gefahr für Flugreisende zeigte sich bei den Abstürzen der beiden Boeing 737: Überall wird gespart, auch bei der Sicherheit: Das Zulassungsverfahren für diesen neuen Typ war sehr gekürzt und lag teilweise in den Händen des Herstellers. Und die Ausbildung der Piloten erfolgte nur in einem Schnellkurs anstatt im Simulator.
Man ist also keineswegs hysterisch, wenn man bei solchen Verhältnissen Flugangst bekommt.

Wie der Kapitalismus sogar die Kinder bestiehlt

„Die Kindheit ist das einzige Paradies, aus dem der Mensch nicht vertrieben werden kann“, hat Jean Paul so ähnlich gesagt. Hätte er in der heutigen Zeit gelebt, wäre er nicht auf den Einfall gekommen, so etwas zu schreiben. Es gibt Kinderarbeit und Kindersoldaten, aber bei uns ist die Welt für viele in Ordnung. Für mich nicht.
Als ich ein türkisches Mädchen in der Sonne beim Teppichknüpfen sah und sie mir freundlich zulächelte, dachte ich mir: Die macht eigentlich einen ganz zufriedenen Eindruck, und ich verglich ihr Leben mit dem meiner Enkel: Die sitzen an drei Tagen in der Woche bis 16.00 Uhr in der Schule und müssen noch abends Hausaufgaben machen. Am Wochenende arbeiten sie Vorträge aus o. ä. Sie sind auch nicht besser dran als das türkische Mädchen, denn man hat ihnen praktisch auch die Kindheit gestohlen. Die Wirtschaft braucht Arbeitskräfte und deshalb hat man das Gymnasium um ein Jahr verkürzt, ohne den Lernstoff wirklich auch entsprechend zu vermindern. So werden die Kinder unter starkem Leistungsdruck durch die Schule gehetzt. Und dann auf der Universität geht es weiter. Das Studium wurde verschult. Daher heißen die Universitäten teilweise ja auch Hochschulen, und aus Studenten sind Studierende geworden. Sie haben keine Zeit mehr, sich auf der Universität umzuschauen, was dort alles geboten wird. Als ich studierte, war das Auditorium maximum für Vorlesungen hochrangiger Kapazitäten vorgesehen, und jeder, der geistig interessiert war, hörte zu.
Man kann an dieser Entwicklung ablesen, wie Deutschland verarmt: Die Kinder und die jungen Leute müssen viel schneller lernen als früher, um ja schnell dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Meine Nachfolger haben eine zwei Jahre kürzere Ausbildung und müssen im Alter Jahre länger arbeiten als ich. Man behauptet, das sei nötig, um die „Rentenlast“ zu tragen. Das ist eine der Lügen, die uns immer wieder vorgesetzt wird: Durch Computer, Schweißroboter usw. wurde die Produktivität des einzelnen Arbeitnehmers vervielfacht, so dass er die im Vergleich zu früher höhere Rentenlast genauso gut verkraften kann, wie es frühere Generationen konnten, die für weniger Alte zu sorgen hatten.
Die längere Lebensarbeitszeit ist also der Verarmung unseres Staates zuzuschreiben.
Wie soll das weiter gehen? Fast alles, was sich zu Geldmachen lässt, hat der Staat verkauft. Die Lebensarbeitszeit ist auch bis aufs letzte ausgereizt. Und mit der Staatsverschuldung haben wir längst die Grenze des Vertretbaren überschritten.