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Sind Sie auch so ein armes Schwein? (Zum heutigen Tag der Akzeptanz)

Die Hilfsorganisation Oxfam berichtet: Die 500 reichsten Menschen auf diesem Planeten haben 2019 ihr Vermögen um ein Viertel gesteigert. Das ist insgesamt eine Vermehrung in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar. Und wo bleiben wir? Wir werden langsam an unsere Verarmung (sprich: Ausbeutung) gewöhnt. Wenn wir fürs Alter oder einen Hausbau sparen wollten, wurden unsere Ersparnisse immer mehr entwertet: Erst sanken die Zinsen unter die Inflationsrate und dann wurden sie ganz gestrichen. Nun verlangen immer mehr Banken sogar Strafzinsen.
Was wir zur Zeit erleben, ist eine Politik der sanften Gewöhnung an Zustände, gegen die wir aufbegehren sollten:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/19/wir-gewoehnen-uns-an-alles-dank-merkel/
Wir finden es normal, dass die Unternehmer ihre Einkünfte ständig wesentlich mehr steigern, als sie ihren Mitarbeitern zum (kaum ausreichenden) Ausgleich der Inflation gönnen:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/23/verdammt-warum-lasst-ihr-euch-das-gefallen/
Darum feiern wir heute den Tag der Akzeptanz für all die armen Schweine, die das alles mit Sanftmut ertragen.
Aber so langsam beginnt doch partiell ein Aufbegehren: bei der Klimapolitik, beim Protest der Bauern oder in Frankreich bei den Gelbwesten.
Wir hatten einmal einen Spitzensteuersatz von 56 %. Der wurde mit
Beteiligung der Sozis auf 42 bzw. 45 % gesenkt. Wieso eigentlich? Was uns zur Begründung dieser Entwicklung erzählt wurde, waren doch Ammenmärchen. Und wenn nun einer eine Rückkehr zu höheren Steuersätzen für Reiche verlangt, wird der als leistungsfeindlicher Neidhammel hingestellt, der nichts davon versteht, dass die Reichen durch ihre Investitionen die Wirtschaft am Laufen erhalten.
In Österreich läuft die Wirtschaft aber auch trotz eines Spitzensteuersatzes von 55 %. Und deshalb sind die Österreicher keine so armen Schweine wie wir:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/31/tu-felix-austria-traurige-mieten-und-renten-in-deutschland/

Zitat: Deutschland am Tiefpunkt

Wie verlottert unser Staat ist, zeigt das folgende Zitat von Laotse. Bei uns geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander, weil die einen absahnen und die anderen ausgebeutet werden.

Diebstahl ist, was auf Kosten anderer geht.
Laotse

Und was zeigen die Zustände in der Massentierhaltung und in den Altenheimen?

Wie es um die Moral in einem Staat steht, erkennt man daran, wie mit den schwächsten Lebewesen umgegangen wird: den Alten und den Tieren.

H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

Heute ist Welterschöpfungstag

Nein, es geht nicht um erschöpfte Menschen, sondern um die erschöpfte Erde. Wir beuten die Erde so sehr aus, dass wir ab heute „auf Pump“ leben. Das heißt: Wir verbrauchen die natürlichen Ressourcen schneller, als sie sich regenerieren können. Lesen Sie dazu diesen interessanten Artikel:
http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/wirtschaft/sn/artikel/welterschoepfungstag-menschheit-verbraucht-zu-viele-ressourcen-161608/
Mit unserem derzeitigen Lebensstil bräuchten wir 1 1/2 Erden, um so weiter leben zu können wie bisher. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Wie wir mehr und mehr enteignet werden

Das Institut für Weltwirtschaft hat gerade festgestellt, dass der Bund durch die niedrigen Zinsen im letzten Jahr 100 Milliarden Euro gespart hat. Wir fragen uns natürlich, zu wessen Lasten das geht:
Da sind zunächst einmal die Rentner, die in letzter Zeit 10% ihres Realeinkommens verloren haben, so dass jede zweite Rente inzwischen unter dem Sozialhilfeniveau liegt. ( vgl. http://die-andere-seite.blog.de/2013/04/05/politik-blutsauger-15721685/ )
Und wie viel haben die Sparer wohl bluten müssen, nachdem die Inflation bei den niedrigen Zinsen ihre Guthaben dahin schmelzen lässt? Das wird auch eine unvorstellbare Summe sein.
Und wie sieht es bei den Einkommen aus? Die Zahl der Minijobber wird immer größer:
Die Hans-Böckler-Stiftung hat gerade festgestellt: Jeder fünfte Job bei uns ist ein Minijob mit einem Einkommen unter 9,15 Euro. Wir werden also immer ärmer. Während eine Familie früher vom Einkommen des Mannes leben konnte, geht das heute in der Regel nicht mehr: Es müssen beide Elternteile arbeiten, um dann im Alter eine Minirente zu bekommen.
Irgendwie passt diese Entwicklung nicht zu derjenigen der Wirtschaft. Dort haben wir Jahr für Jahr erhebliche Zuwächse. Wo bleiben die eigentlich? Sind die Blutsauger unter uns? Müssen wir befürchten, ganz allmählich versklavt zu werden?

Wir bestehlen andere Völker

Wenn man eine Geschichte des Unrechts schreiben würde, sähe die – stichwortartig beschrieben – so aus: Erst wurden andere Länder erobert und ausgeraubt. Dann folgte eine Phase, in der man anderen Völkern die Arbeitskräfte stahl und sie als Sklaven benutzte. Schließlich musste man die Mittel der Ausbeutung verfeinern: Man stahl den Eingeborenen ihr medizinisches Wissen und die dazu gehörenden Pflanzen. Oder man warf Papiere auf den Markt, die kein Mensch verstand, die aber trotzdem weltweit gekauft wurden.
Nun kommt eine neue Phase: In Südeuropa herrscht Arbeitslosigkeit. Teilweise ist die Hälfte der Jugend ohne Aussicht, je eine angemessene Beschäftigung zu finden. In Frankreich, wo ein Viertel der Jugend keine Arbeit hat, singt der Rapper Mokless: „Haut ab!“ Auch ohne diese Aufforderung zur Flucht werden die tüchtigen Leute aus Südeuropa zu uns kommen, um arbeiten zu können. Bei uns herrscht ja angeblich Fachkräftemangel. Im Grunde genommen stehlen wir anderen Völkern die Zukunft, nämlich ihre Jugend. Wie soll das gut gehen?