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Witz: Sexualaufklärung und Bienen

Sagt eine Rose zur anderen: „Ich liebe dich!“
Antwortet die andere: „Ich dich auch!“
Sagt die erste: „Na also, dann können wir ja die Biene bestellen!“

Man macht ja immer Witze über die Sexualaufklärung von gestern, die ja die Bienen zu Hilfe nahm. Aber so verkehrt war das gar nicht: Pflanzen haben ja bekanntlich ein Seelenleben und es soll gut sein, mit ihnen zu reden. Prinz Charles ist ein Beispiel dafür. Nun haben aber Forscher entdeckt, dass Pflanzen offenbar auch eine Art von Sexualleben haben: Erdbeeren, die von einer Biene bestäubt werden, gedeihen besser und sind haltbarer als diejenigen, die sich selbst befruchten.

Das hat mich entsetzt:


In den Fernsehnachrichten sah ich, wie hübsche Koreanerinnen in Tracht die Medaillen überreichten. Bei der Gelegenheit wurde berichtet, dass sich jede 2. Koreanerin mindestens einmal einer Schönheitsoperation unterzieht, um beruflich Erfolg zu haben.
Das kann ja heiter werden, wenn dieser Trend (oder soll man sagen: Zwang?) sich auch bei uns durchsetzt. Wird dann der Personalchef von Aldi vielleicht sagen: „Bevor Sie bei uns an der Kasse sitzen dürfen, lassen Sie sich erst mal operieren?
Wir kaufen ja bei den verschiedensten Geschäften ein und stellen manchmal fest, dass es ein ungesunder Job ist, dort an der Kasse zu sitzen. Viele Frauen scheinen dabei vom vielen Sitzen dick zu werden. Bisher dachte ich, dass dagegen auch keine Schönheitsoperationen helfen können. Aber seit ich gesehen habe, was Schönheitschirurgen aus manchen Frauen gemacht haben, beispielsweise aus der Tochter von Roberto Blanco, muss ich sagen: Da kann ich nur staunen.
Noch mehr aber staune ich darüber, wie die schönheitsdurstigen Damen die Risiken der Operationen ausblenden können. Manchmal liegt das aber auch an der Art, wie Ärzte aufklären:
„Wenn ein betrunkener Arzt in Afrika einen Fehler macht, müssen wir wegen der Juristen darüber aufklären, dass so ein Fehler passieren kann.“
Seit ich einen topfitten Freund bei einer harmlosen Knie-OP verloren habe, denke ich da ein bisschen anders.

Sextipps im Ersten und hier

Die ARD bricht heute Abend mit einem Tabu. Was muss man nicht alles für die Quote tun! Nun gibt es also sogar Sex-Unterricht im Ersten. Ich werde mir diese Lektion nicht anschauen, denn erstens gehe ich um 22.00 Uhr, wenn der Film gezeigt wird, ins Bett. Und zweitens könnte der Film ja auch schreckliche Folgen für mich haben. Wie stünde ich da, wenn ich feststellen müsste, dass ich Jahrzehnte lang alles falsch gemacht habe? Aber davor hätte ich keine Angst, denn Sex nach ARD-Anleitung male ich mir schrecklich aus: Oswald Kolle aufbereitet für 2014. Übrigens habe ich spezielle Sex-Tipps von einem Sexualwissenschaftler erhalten, über die ich in der Kurzgeschichte „Das Potenzmittel“ in meinem Buch „Der 7. Himmel hat ein Loch“ berichtet habe. Im übrigen erwarte ich von der ARD nur ein Sexualleben auf dem Niveau von Hunden (so der Wissenschaftler), wie ein Vergleich des ARD-Films mit der Kurzgeschichte zeigen wird. So oder so – ich wünsche viel Spaß an diesem Sonntag mit oder ohne Sex.

Ist die Ukraine wie der Irak?

Natürlich nicht, aber in mancher Hinsicht sind beide Kriege doch vergleichbar. Erinnern Sie sich noch, wie wir beim Irakkrieg belogen wurden? Heute wissen wir, dass alles ganz anders war, als der amerikanische Außenminister der Weltöffentlichkeit vorgemacht hat.
Und so ähnlich wird es auch einmal bei der Ukraine sein: Man wird, wie nun gerade Schröder von sich sagt, Putin verstehen. Aber dazu müssten wir schon jetzt beherzigen, was in meinen Aphorismen zu lesen ist:
Man sollte die Gelassenheit besitzen, die Dinge so zu betrachten, wie man sie in 10 Jahren sehen würde.
Wie ist denn das Ganze abgelaufen? Die Ukraine hatte eine vom Volk unter OSZE-Aufsicht korrekt gewählte Regierung, die mit Russland paktieren wollte. Dagegen hat ein Teil des Volkes mit Klitschko revoltiert. Westliche Politiker, auch unser Außenminister, unterstützten in völkerrechtswidriger Weise diese Revolte und auch der CIA soll vor Ort gewesen sein. So kam es zur Spaltung der Ukraine. Die im Osten lebenden Russen werden nun fälschlich als Separatisten hingestellt, obwohl sich ja eigentlich der westliche Teil der Ukraine aus dem alten Gesamtstaat separiert hat. Infolge der Spaltung hatten die russischen Ukrainer das Schlimmste zu befürchten. Es begann einigermaßen harmlos damit, dass russisch als zweite Amtssprache abgeschafft wurde, was dann aber auf Proteste aus dem Westen später wieder rückgängig gemacht wurde. Es ging dann damit weiter, dass in Odessa Russen verbrannt wurden – wie Timoschenko sagte, „zum Schutz administrativer Gebäude“. Kein Wunder, dass Putin „seinen Russen“ zu Hilfe kam.
Wir nehmen es hin, dass die Täter des Brandanschlags und die Urheber der Schießerei auf dem Meidan nicht verfolgt werden, obwohl das Ganze gefilmt wurde und die Täter zu ermitteln wären. Auch beim Abschuss des malaysischen Flugzeugs scheint das Vernebeln vor der Aufklärung zu stehen.
Wahrscheinlich würden die Ukrainer bei einer vollständigen Aufklärung schlecht dastehen. Darum bleibt der Schleier über den Verbrechen bestehen. Unser Interesse liegt nicht auch in der Aufklärung, sondern im Machterhalt: Der Westen will die Ukraine integrieren. Und da ist es uns auch gleichgültig, was für Menschen in der Ukraine in der Regierung sitzen. Auch darüber decken wir einen Mantel des Schweigens.
Aber eines Tages wird es sein wie im Irak: Die Wahrheit wird aufkommen und man wird fragen, warum wir nichts dagegen getan haben.

Sexualaufklärung einst und jetzt

Wenn sich die heutige Jugend orientieren will, wie das mit dem Sex geht, kann sie bei Google unter dem Stichwort „erstes Mal“ 854.000 Einträge nachlesen. Das dürfte genügen. Zur Not können sich die jungen Leute noch einen Porno ansehen und dann sind auch noch die letzten Unklarheiten beseitigt.

Wie anders war es in unserer Jugend. Wir hatten nur „Bocks Buch vom gesunden Menschen“ zur Verfügung und man kann sich vorstellen, dass da kaum etwas drin stand. Genauere Aufklärung gab es nicht, denn alles, was zu deutlich geworden wäre, wäre als Pornografie beschlagnahmt und bestraft worden.

Trotzdem gelang es uns, zwei Kinder in die Welt zu setzen. „Respekt!“ werden die jungen Leute von heute sagen, die das unter solchen Voraussetzungen wohl kaum geschafft hätten. Aber dann sahen wir uns plötzlich doch mit der Frage konfrontiert, ob wir ein Sexualleben auf dem Niveau von Hunden führten: Näheres in der Geschichte „Der alte Quassler“ im Buch „Der 7. Himmel muss ein Loch haben„.

Die kürzeste Aufklärung, von der ich je gehört habe, wurde meiner Tante zuteil. Sie erzählte einmal, sie habe ja vor ihrer Ehe überhaupt keine Ahnung gehabt. Nur ihre Mutter habe ihr bei der Hochzeit zugeflüstert: „…und leg ein Handtuch drunter!“ Heute haben die Kinder ja Seualkunde unterricht mit der folge, das die Kinder heim kommen und zu den Eltern sagen: „Na, ihr beiden Ferkel!“

 

Verschämtes Geständnis: Ich bin Hetero

Ja, ich wiederhole es nur ganz verschämt: Ich bin Hetero. Vielleicht liegt das ja daran, dass ich in einer Zeit groß geworden bin, als es den § 175 StGB gab, der die Unzucht zwischen Männern bestrafte. Ich schloss daraus messerscharf, dass es so etwas zwischen Frauen nicht gibt. Denn aufgeklärt wurden wir damals nicht. Unser Wissen über das andere Geschlecht bezogen wir aus „Bocks Buch über den gesunden Menschen“. Darin gab es aufklappbare Frauen und so wussten wir Bescheid. Meine Frau hatte übrigens in ihrer Jugend dasselbe Buch benutzt und die Männer aufgeklappt. Und so hat es dann auch bei uns beiden geklappt und wir haben zwei Kinder zu Wege gebracht.
Heute ist das anders. Die Kinder werden total aufgeklärt. Manche kommen dann nach Hause mit dem Eindruck, dass ihre Eltern „ganz schöne Ferkel“ seien. Ja, und nun soll auch die Homosexualität auf den Lehrplan. Da regt sich Widerstand:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/baden-wuerttemberg-kirchen-gegen-homosexualitaet-als-unterrichtsthema-12745678.html
Auch ich finde die Idee nicht gut. In unserer deutschen Beflissenheitskultur müssen wir doch viel weiter ausholen und aus paritätischen Gründen auch die Sexualpraktiken anderer Völker mit einbeziehen. Müssen Kinder nicht auch wissen, wie es ein chinesischer Kaiser schaffte, sich mit 999 Gespielinnen zu vergnügen? Aufklärungsmaterial (nicht für den Schulgebrauch!) finden Sie in der Kurzgeschichte „Der alte Quassler“.
Was die Homosexualität angeht, scheint das Fernsehen ganz vorne dran zu sein. Als die Nachrichten gerade das 25-jährige Bestehen der Kindersendung „Logo“ feierten, erklärten die Macher, sie wollten sich nun auch der Homosexualität annehmen. Wie sieht das denn aus, wenn so ein Thema für Kinder aufbereitet wird? „Sex mit Popo statt mit Pipi?

Missbrauchsdebatte eingeschlafen?

Erinnern Sie sich noch an die Missbrauchsfälle? Was wurde den Opfern und der Öffentlichkeit nicht alles damals versprochen: Sofortige großzügige Entschädigung und unnachsichtige Aufklärung. Und da wurde auch gleich ein Missbrauchsbeauftragter bestellt. Aber der wurde inzwischen wieder entlassen. Und seitdem herrscht Ruhe.
https://autorenseite.wordpress.com/2013/03/13/missbrauch-papstwahl-15622370/
Anscheinend hat die Kirche von der Politik gelernt. Man kann Probleme auch einfach aussitzen. Und wenn dann einer die alten Probleme mal wieder aufgreift, dann herrscht in der Öffentlichkeit eine Stimmung, die man etwa so beschreiben kann: „Was will jetzt der wieder mit dem alten Käse?“
Aber die Ruhe kann trügerisch sein und die Stimmung kann sich schnell ändern, wenn man dem Missbrauch ein Gesicht gibt. Dann stürzen sich die Medien darauf, wie der Fall Mollath gezeigt hat.