Schlagwort-Archive: Attentat

Ein Terrorist ist kein Lichtschalter

Die Politik scheut sich, die Dinge beim Namen zu nennen. Deshalb pflegt sie eine eigene Sprache, die „Politsprech“ genannt wird. Da wird heutzutage keiner mehr getötet oder erschossen, sondern „ausgeschaltet“, wie wir gerade wieder einmal bei dem entsetzlichen Attentat in Wien hören. Merkwürdig, dass sich diese Ausdrucksweise länderübergreifend auch nach Österreich ausbreitet. Damit Sie immer verstehen, was Politiker meinen, habe ich mir die Mühe gemacht, ein eigenes Lexikon für „Politsprech“ zu schreiben, Schauen Sie doch mal hinein!
https://autorenseite.wordpress.com/lexikon-des-politischen-sprachgebrauchs-und-des-sonstigen-geschwafels/

Angesichts des Wiener Attentats fragt man sich: Kommt mal eine „Nacht der langen Messer„?

Wann kommt die Nacht der langen Messer?

Wie lange kann ein Volk das ertragen, was in Frankreich geschieht? Kann es nicht sei , dass es wieder zu einer Bartholomäusnacht kommt, wie ich sie hier in den Geschichten „Hostienschändung“ und „Bartholomäusnacht“ beschrieben habe:
https://autorenseite.wordpress.com/leseecke/
Auch die Reichsprogromnacht ist so ein Beispiel dafür, wie leicht sich ein Volk aufwiegeln lässt.

Übrigens finden Sie in der Leseecke auch eine nette kleine Geschichte über den Reformationstag.

CDU/CSU schuld am Attentat von Halle

Zur Zeit erleben wir ein beschämendes Beispiel des Populismus. Die Opfer des Attentats von Halle sind noch nicht beerdigt, da werden sie schon für Parteizwecke instrumentalisiert. Am lautesten ist der Oberpopulist Söder: „Ich glaube die Betroffenheit, die an einigen Stellen geheuchelt wird, nicht. Die AfD ist nicht auf dem Weg, eine bessere und ehrlichere CDU zu werden. Die AfD ist auf dem Weg, die wahre NPD in Deutschland zu sein.“ Auch die anderen Parteien beeilen sich, eine Mitschuld der AfD zu verkünden.  Endlich hat man eine Waffe gegen die AfD gefunden.
Aber wer ein wenig genauer hinsieht, wird genau so eine Mitschuld  der anderen Parteien finden können. Wer ist denn schuld an den Erfolgen der AfD? Es sind die sogenannten „Volksparteien“, die das „Wir“ der Nachkriegszeit kaputt gemacht haben und eine Spaltung des Volkes in Absahner und Ausgenutzte herbei geführt haben:
> Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.
> Das Wohnen frisst die Einkommen der Arbeitnehmer immer mehr auf und vertreibt Alte und Normalverdiener aus der Stadt.
> Die Kinderarmut steigt.
> Die Tafeln haben einen immer größeren Zulauf.
> Die Sparguthaben werden durch die Minuszinspolitik entwertet, also teilweise gestohlen.
Ach, es ließe sich so vieles aufzählen, was mich hier mehrfach fordern ließ, eine radikal-soziale Partei zu gründen. Aber das geschieht nicht, so dass sich das Protestpotenzial auf die AfD konzentriert.
Und nun stellen Sie sich einmal vor, Sie gehören zu jenen, die nicht mehr wissen, wie sie über die Runden kommen sollen. So etwas kann jedem passieren und das geht schneller als man denkt. (Der Gründer eines unserer bedeutenden Unternehmens fand sich plötzlich nach seiner Scheidung bei den Obdachlosen unter einer Brücke wieder.) Würden Sie dann nicht auch radikal werden?
Und wenn sich die Radikalität steigert und Dummheit dazu kommt, wird es gefährlich, wie man in Halle und bei Lüdecke gesehen hat.
Also, Herr Söder & Co: Halten Sie sich vielleicht doch lieber etwas zurück mit Ihren vorschnellen Schuldzuweisungen und warten Sie anstandshalber doch mindestens, bis die Opfer des Attentats beerdigt sind. Eine solche Phase des Nachdenkens würden Ihnen gut tun!
Noch etwas, Herr Söder: Wenn wir der These einer Mitschuld der AfD folgen, kann dann nicht trotzdem die Betroffenheit der Partei echt sei und nicht geheuchelt?

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Die Entartung der Menschheit lässt sich auch an den Attentaten ablesen: Früher richteten sie sich gegen die Staatsoberhäupter, heute als Terror gegen unschuldige Unbeteiligte.


Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Was beim Terrorismus falsch läuft


Im Fall des Attentats auf Lübcke sehen wir wieder den üblichen Umgang mit dem Terrorismus. Man konnte voraussehen, was nach der Tat passieren würde: Es kamen die üblichen – man muss es leider schon so nennen – Sprechblasen.
Was ich vermisse, ist ein unorthodoxer, aber wirksamer Umgang mit dem Terrorismus. Und der sieht so aus:
> Nehmen wir als Beispiel die Ermordung von John Lennon. Dem Täter kam es darauf an, durch den Mord genau so „berühmt“ zu werden wie sein Opfer. Publicity ist die Triebfeder vieler Attentäter. Und deshalb geht die Zeitung
„Le Monde“ einen anderen Weg als die meisten Medien: Sie will keine Fotos mehr von Terroristen veröffentlichen und damit eine Glorifizierung der Täter verhindern.
Was aber tun die „Gschaftlhuber“ unserer Medien? Genau das, was die Täter gewollt haben: Sie bieten den Terroristen und deren
wirren Ideen eine große Bühne. Wochenlang setzen sie sich damit auseinander.
Wo aber lesen wir eine Berichterstattung unter dem Aspekt, dass ein geistig
minder bemittelter Täter sich von anderen so beeinflussen ließ, dass er ein schäbiges, feiges Attentat begangen hat?
Da käme der Täter nicht als der große Held weg, als den er sich fühlt, sondern als bloßes Werkzeug anderer.
> Gerade bei Rechtsterroristen, die ja auch Ideen vom Heldentum anhängen, wäre es wichtig, die Feigheit und Schäbigkeit eines Attentats heraus zu stellen und den Akzent nicht zu sehr auf die Tötung eines Amtsträgers zu legen, sondern darauf, dass ein Mensch umgebracht wurde und eine Familie in unermessliches Leid gestürzt wurde.
> Schließlich sollte als besonders erschütternd die Sinnlosigkeit solcher Morde heraus gestellt werden: Der Täter wird mit Sicherheit immer ermittelt und verbringt den überwiegenden Teil seines restlichen Lebens in einer Zelle. Und alles, was er erreicht hat, ist, dass ein Amtsträger durch einen anderen ersetzt wird.
Man muss immer wieder heraus stellen: So etwas können nur besonders blöde Menschen tun.

Was beim Terrorismus falsch läuft


Nach dem Attentat von Straßburg hörten wir in den Nachrichten die Beileidsbekundungen des Bundespräsidenten und aller Parteien. Eigentlich hätte es ja genügt, wenn der Bundespräsident im Namen Deutschlands kondoliert hätte. Aber wir leben in einer Beflissenheitsdemokratie: Da will sich niemand nachsagen lassen, er wäre nicht dabei gewesen. Die Moslems werden sich schon auch noch äußern, nehme ich an.
Nur reichen die Beileidsbekundungen nicht aus. Was fehlt, ist eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem Terrorismus des IS. Diese Aufgabe fiele an sich dem Bundespräsidenten zu. Man müsste einmal zurück greifen in die Zeit der Kreuzzüge und bedauern, welch unermessliches Leid dadurch im Nahen Osten angerichtet wurde. (Die unvorstellbaren Grausamkeiten schildert Deschners Kriminalgeschichte des Christentums.)

Und dann müsste man auch offen aussprechen, dass der Überfall der USA auf den Irak durch Bush auf verlogenen Argumenten beruhte und also Unrecht war. Aber man sollte doch auch deutlich machen, dass all dies nicht das Recht gibt, durch Attentate gegen Unschuldige Rache zu üben. Man sollte an die Islamisten appellieren, sich an Suleiman zu erinnern, der nach der furchtbar blutigen Schlacht um Rhodos seinen Gegner beschenkt hat und dann auf der Insel Religionsfreiheit eingeführt hat. Wie großartig könnte der Islam da stehen, wenn er an diese Blütezeit des Islam anknüpfen würde und nicht beim Unrecht Gleiches mit Gleichem vergelten würde?
Und dann sollte man auch dem IS die Sinnfrage stellen: Was bringt es dem IS, wenn er unschuldige Zivilisten in Europa tötet? Er verursacht damit schlimmes Leid in vielen Familien. Die Menschen stehen dadurch mehr hinter dem Staat und dessen Politik, den IS überall mit allem Nachdruck zu bekämpfen.
Und schließlich sollte man dem IS auch klar sagen, dass die Leute, die er Soldaten nennt, nichts als feige Mörder sind, die sich als Opfer Unschuldige und Wehrlose aussuchen. Damit erweisen sie ihrem Anliegen keinen Dienst.

Der glücklichste Tag in seinem Leben



Wilson heißt der Mann, der
eine Waffe aus dem 3-D-Drucker hergestellt hat. Als er dann den ersten Schuss damit abgegeben hat, verspürte er den glücklichsten Tag in seinem Leben. Ja, liebe Leser, das Glück sieht halt bei jedem anders aus. Es gelang ihm sogar, ein Maschinengewehr auf diese Weise herzustellen. Damit nun Frau von der Leyen nicht glaubt, sie könne nun ihre schlecht bewaffnete Bundeswehr ganz einfach mit gedruckter Bewaffnung ausstatten: Für einen dauernden Gebrauch sind die Waffen aus dem Plastikdrucker nicht geeignet, aber durchaus für ein Attentat.
Die Anleitungen, die Wilson für das Drucken von Waffen ins Internet stellte, wurden 100.000-fach herunter geladen. Erst hatte die amerikanische Regierung allerdings dieses Unternehmen gestoppt, aber Waffenfreund Trump hat es wieder erlaubt, obwohl seine ihm so nahe stehende
National Rifle Association sicher keine Freude daran hat, dass die Leute ihre Waffen selber machen. Inzwischen haben einzelne Bundesstaaten dagegen mit Erfolg geklagt, doch eine letztinstanzielle Entscheidung steht noch aus.
Auch wenn nun das Drucken von Waffen und die Anleitung hierzu verboten bleiben sollten, wird das nichts nützen, denn Wilsons Erfindung ist schon hunderttausendfach verbreitet und so werden anonyme PC-Besitzer das Ganze bald wieder ins Netz stellen.
Die Welt ist wieder ein bisschen gefährlicher geworden.

Nee, Herr Maas, so nicht!

Ist es nicht merkwürdig, dass bei jedem läppischen Prozess klare Beweise notwendig sind, aber für einschneidende Maßnahmen gegen andere Völker der bloße Verdacht genügt (Irakkrieg, Londoner Attentat)?

© H. Pöll, Autor

Mein gestriges Zitat ist nun auch in der deutschen Politik aktuell geworden: Maas hat 4 russische Diplomaten ausgewiesen. Da kann man nur sagen; „Brav!“ Mein Vater hätte das mit dem Satz kommentiert: „Der deutsche Kellner ist der beste!“ Er wollte damit sagen, dass wir immer sofort dabei sind, wenn etwas von uns erwartet wird. Anscheinend ist Maas als Neuling in seinem Amt besonders von diesem „Bravheitskomplex“ befallen. Immerhin hat er aber doch mit der Ausweisung von nur 4 Diplomaten signalisiert: Wir wussten auch nicht so recht, was wir tun sollen, so haben wir halt ein bisschen mitgemacht.
Maas hätte aus seiner Zeit als Justizminister allerdings die Weisheit mitbringen müssen, dass es keine Vorverurteilungen geben darf. Das Attentat auf den russischen Spion und seine Tochter ist ja immer noch nicht aufgeklärt. Es gibt nur einen Verdacht. Die Ermittlungen laufen noch und da wäre es doch angebracht gewesen, nicht so übereilt zu reagieren. Bei jeder Verurteilung darf man das Motiv nicht außer acht lassen. Und so sollte man doch fragen, warum Putin einen Spion nach so vielen Jahren hätte ermorden lassen sollen, wo ihm doch dieser Mord ausgerechnet in seinem Wahlkampf sehr ungelegen gekommen wäre; da hätte er doch besser gewartet.
Ein gutes Verhältnis zu Russland und die Vermeidung eines neuen kalten Krieges sollte bei uns ganz obenan stehen, Herr Maas! Also tun Sie was! Was nun wichtig wäre, wäre ein Signal an Putin: „Tut uns leid: Wir konnten nicht abseits stehen. Du kennst uns ja. Nix für ungut!“

Vorbeugen, Herr Maas!

In Großbritannien breitet sich in erschreckendem Ausmaß eine Art von Verbrechen aus, die Entsetzen auslöst: Die Täter gießen ihren Opfern Säure ins Gesicht und rauben sie aus. Die Opfer sind dann ein Leben lang entstellt.
Es ist wahrscheinlich, dass diese Verbrechenswelle auch über Deutschland herein brechen könnte. Dem müsste man von vornherein begegnen und nicht erst, wenn solche Taten die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen.
Deshalb sollte der Tatbestand der gefährlichen Körperverlezung dahin gehend ergänzt werden, dass solche Säureattentate mit mindestens 10 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden.
An die Arbeit, Herr Maas! Sie wollen doch wohl nicht so lange warten, bis ein erstes Opfer durch Säure erblindet?

Mitschuld der Moslems?

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Nun gab es in Großbritannien schon der dritten Anschlag des IS innerhalb eines Vierteljahres. Was mich bei diesen Morden stört, ist das Verhalten der Moslems: Natürlich hört man diesen oder jenen Imam, der sich von solchen Taten distanziert und erklärt, der Islam sei eine friedliche Religion. Wo aber bleibt eine mächtige Demonstration der Moslems in allen Ländern gegen den Terror? Die würde zunächst einmal vielleicht doch den einen oder anderen potenziellen Attentäter von seinem Vorhaben abhalten. Und sie würde zum anderen den Andersgläubigen zeigen: Wir sind wie ihr Opfer solcher Taten, die wir verabscheuen. Wenn es aber so weiter läuft wie bisher, wird die Islamfeindlichkeit zunehmen, und der „Trumpismus“ sowie die AfD werden davon profitieren. Und auch Anschläge auf Moscheen werden kaum lange auf sich warten lassen. Vielleicht wird es ja auch einmal so zugehen, wie ich es in der Kurzgeschichte „Bartholomäusnacht in Berlin“ beschrieben habe. (Es ist zur Zeit  die zweite Geschichte in der „Leseecke„.)
Manchmal denke ich mir, dass der Islam eine ähnliche Entwicklung durchmacht wie das Christentum: Mohammed wurde einige hundert Jahre nach Christus geboren, daher macht sein Glaube gerade eine Entwicklung durch, die das Christentum hinter sich hat. Vor einigen hundert Jahren herrschte bei uns der 30-jährige Krieg, der mit einer Brutalität geführt wurde, wie sie leider bei Religionskriegen üblich ist: Halb Europa wurde ausgerottet.