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Muss das Wort „Privatpatient“ verboten werden?

Viele Worte sind uns inzwischen verboten: Neger, Zigeuner… Neuerdings soll man auch nicht mehr „Alien“ sagen dürfen, weil mit diesem Wort Außerirdische, die es gar nicht zu geben scheint, diffamiert werden. Und da müsste doch konsequenterweise auch das Wort „Privatpatient“ verboten werden, weil damit eine Minderheit diffamiert wird, die es sich angeblich auf Kosten der Allgemeinheit zu gut gehen lässt.
Ich bin als ehemaliger Staatsdiener zwangsläufig Privatpatient, und so sieht mein oft beneidetes Leben als Privatpatient aus:
Ich habe bisher noch keinen Vorteil davon gehabt. Es wird ja oft darüber geklagt, dass in den Arztpraxen Privatpatienten bei Terminen bevorzugt würden. Ich habe das noch nie erlebt, obwohl ich inzwischen 87 Jahre alt bin. Wenn ich mich in all den Jahren bei den verschiedensten Praxen angemeldet habe, wurde ich noch nie danach gefragt, ob ich Kassen- oder Privatpatient bin. Ich musste also auch warten, bis ich dran war. Gerade warte ich beim Hautarzt 2 Monate.
Als ich einmal im Krankenhaus war, wurde ich behandelt wie alle anderen, also schlecht:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/02/18/krankenhaus-einst-und-jetzt/
Der einzige Vorteil, den ich als Privatpatient gehabt hätte, wäre ein Stück Kuchen zum Kaffee gewesen, aber den hatte man bei mir vergessen. Und als ich den Kuchen zufällig einmal sah, kann ich nur sagen: der musste nicht sein.
Als Privatpatient hat man zwei große Nachteile:
Es ist sehr teuer.
Und man muss ständig auf der Hut sein, nicht Opfer der Geldgier von Ärzten zu werden: Nirgendwo werden so viele Gelenk- Wirbelsäulen- und Prostataoperationen durchgeführt wie bei uns, und da wird man natürlich als Privatpatient eher ein Opfer.
Ein Beispiel: Ich bin einmal an einem Muskelriss operiert worden und hatte Probleme damit. Ein Orthopäde schlug mir eine Knieoperation vor. Auf meine Frage, wie eine Knie-OP ein muskuläres Problem lösen sollte, antwortete er mit dem Satz, das würde die Gesamtsituation verbessern. Blöder geht’s nimmer.
Also, liebe Kassenpatienten: Ihr habt keinen Grund, neidisch zu sein.

Weltärztepräsident Montgomery regt sich auf über Spahn

Als ich las, dass sich der Ärztepräsident über Spahn aufregt, dachte ich an ganz etwas anderes als dies:
https://web.de/magazine/news/coronavirus/schlampig-unverschaemt-montgomery-kritisiert-spahn-scharf-35861506
Darüber sollte sich Montgomery nämlich viel mehr aufregen: Demnächst soll also die Priorisoerung fallen, obwohl nicht genügend Impfstoff da ist.
Spahn will sich offenbar aus der Verantwortung stehlen. Ihm wird ja vorgeworfen, dass er die Kinder bei den Impfungen vergessen hat, obwohl viele von ihnen durch den Lockdown schwere psychische Schäden erlitten haben sollen. Durch die Freigabe der Impfstoffe für alle will sich Spahn nun nicht mehr vorwerfen lassen, er habe die Kinder vergessen. Aber er hat dadurch ein heilloses Durcheinander angerichtet: Die Arztpraxen werden mit Anrufen überschüttet und geimpft werden können nur wenige.
Da müssen nun die überlasteten Ärzte die Priorisierungen vornehmen, um die sich Spahn herum drückt.

Zitat zum Thema: Corona – der falsche Weg

Ich schreibe Aphorismen in dem  Buch „Mit spitzer Feder“. Heute muss ich das gestrige Zitat ergänzen:

Das deutsche Volk gleicht einem Patienten, der von seinem Arzt begeistert ist, obwohl ihm dieser teure und überflüssige Kuren verschrieben hat.

Für Verschwörungstheoretiker:
https://peymani.de/bestelltes-horrorszenario-die-naechste-verschwoerungstheorie-wird-wahr/