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Heute ist der Tag des Artenschutzes – Mein Leben in der Todeszone

Über dieses Thema habe ich ja schon öfter geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/11/mein-leben-in-der-todeszone-5/
Und heuer beobachte ich wieder etwas Neues: Es gibt keine Meisen mehr, die früher so zahlreich in meinen Büschen lebten.
Was war das früher bei uns für ein Leben im Garten: Bachstelzen, Spechte, Rotkehlchen, Gartenrotschwanz…
Und Stare gab es in solchen Massen, dass sich meine uralte Nachbarin ein Luftgewehr kaufte, mit dem sie ungezielt in ihren Kirschbaum schoss. Aber die Kirschbäume sind der Schrotschusskrankheit zum Opfer gefallen und die Stare wohl auch.
Gerade lese ich, dass viele Pferde an einer Herpeskrankheit sterben und viele Menschen an der Pandemie.
Wenn man ein Schwarzseher wäre, würde man sagen: All das sind Zeichen eines Weltuntergangs auf Raten. Schwarz sind jedenfalls die Vögel, die ich nun nur noch sehe: Raben und Amseln.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Früher sah man in der Natur ein ständiges Werden und Vergehen. Heute rückt ein dauerhaftes Vergehen immer mehr ins Blickfeld, nämlich das Aussterben von Pflanzen und Tieren.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Da bin ich doch erschrocken

Am gestrigen Hochsommertag waren wir auf dem Chiemsee unterwegs. Da schien die Welt noch in Ordnung zu sein: Hier auf dem Bild die Krautinsel. Nur die Chemtrails am Himmel stören das idyllische Bild.
Als ich dann auf der Herreninsel die Treppe zum alten Schloss hinauf ging, bin ich erschrocken, weil die Buchsbaumhecke am Rand vom Buchsbaumzünsler geschädigt war. Und da frage ich mich, wie kommen die kleinen Tierchen überall hin: zu meinem abgelegenen Hanggrundstück und über der Chiemsee bis auf die Herreninsel?
Während wir sonst immer etwas über das Artensterben hören, scheinen sich die Schädlinge immer mehr auszubreiten: Neuerdings sind die Bananen gefährdet und außerdem mehr als die Hälfte der Kaffeesorten.

Geht die Welt bald unter?


Den Weissagungen des Heiligen Malachias können wir entnehmen, dass mit dem 112. Papst Schluss ist. Papst Franziskus ist dieser 112. Papst. Da wir nicht annehmen können, dass die Katholische Kirche, die in zwei Jahrtausenden alles überstanden hat, zu Grunde geht,
muss wohl eher angenommen werden, dass die Welt nach dem 112. Papst unter geht, wenn wir den Heiligen ernst nehmen. Anzeichen dafür gibt es genügend:
Nach dem neuesten UN-Bericht sind eine Million Pflanzen- und Tierarten bedroht.
Immer öfter fallen tote Vögel vom Himmel. Das tropische Usutu-Virus wird Experten zufolge in diesem Jahr vermutlich zu einem noch stärkeren Amselsterben in Deutschland führen als im vergangenen Jahr.
Die Zahl der Wald bewohnenden Tiere hat sich seit 1970 halbiert. Und die Insekten sind so wenige geworden, dass in China Arbeiterkolnnen in den Obstplantagen unterwegs sind, um die Bäume zu bestäuben.
Auf der anderen Seite breiten sich die Schädlinge immer mehr aus:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/06/17/schlimmer-als-das-artensterben/
Gerade erfahren wir, dass es bald keine Bananen mehr geben könnte, weil diese Pflanzen vom Bananenpilz bedroht sind.
Aber all d
iese Warnzeichen werden von den Menschen nicht ernst genommen. Und wenn auch die Hälfte aller Ressourcen der Welt schon verbraucht sind, denken die Menschen so, wie jemand, der vom einem Hochhaus herab fällt und beim Vorbeifliegen am 7. Stock sagt: „Bisher ist ja alles gut gegangen.“
Hoffen wir, dass es so bleibt trotz Malachias.

Schlimmer als das Artensterben…

Schlimmer als das Artensterben ist ein Phänomen, das nicht in einer solchen Gesamtschau gesehen wird: nämlich die Vermehrung der Schädlinge. Was haben wir da nicht alles an neuen Meldungen: Eschentriebsterben durch einen Pilz, Ulmensterben durch Ulmenspaltpilz, Eichenprozessionsspinner, Schwammspinner, Buchsbaumzünsler, Diplodia-Triebsterben durch einen Pilz an den Kiefern, Miniermotte an Kastanien…

Eingeschleppte Milben bekommen wir nicht recht in den Griff: die Varoa-Milbe, die unsere Bienen befällt, und neuerdings breitet sich die Hyalomma-Milbe aus – googeln sie lieber nicht danach. Eines der Wunder der Natur ist, wie sich diese winzigen Schädlinge so schnell nach überall hin ausbreiten können.
Gerade sah ich ein erschreckendes Bild in der Zeitung: Bisher dachte ich immer, der Maikäfer sei ausgestorben, aber ein Bauer auf einem Foto förderte beim Pflügen so viele Engerlinge zu Tage, dass die Erde mehr weiß als braun war. Und nun sieht seine Wiese so aus:
https://www.pnp.de/lokales/berchtesgadener_land/3342211_Schaeden-durch-Engerlingsbefall-Hoffnungslosigkeit-macht-sich-breit.html
All diese Erscheinungen ließen mich darüber nachdenken, ob es nicht einmal Schädlinge geben könnte, die überhaupt das Leben auslöschen. Wir haben das Gleichgewicht in der Natur gestört und wissen nicht, was für Folgen das einmal haben kann.
Mir fiel dabei ein Wort von Papst Benedikt VI ein. Er wurde gefragt, ob es denn den Teufel wirklich gäbe. Darauf antwortete er dem Sinne nach, natürlich gebe es den Teufel und er habe manchmal den Eindruck, der sei stärker als Gott. Und wenn ich das Unkraut in meinem Garten ansehe („Das hat der böse Feind getan“) oder die Ausbreitung der Schädlinge oder überhaupt die schrecklichen Urasachen der Flüchtlingsbewegungen, dann denke ich an den Papst: Wie recht er hatte!

Artensterben: Kommt nun der Mensch dran?


Unser Leben ist in vielerlei Hinsicht bedroht.
Nun wird eine neue Gefährdung offenbar: Wir nehmen – ob wir wollen oder nicht – pro Woche 2000 Plastikteilchen zu uns. Das sind etwa 5 Gramm. Es ist also so, als wenn wir jede Woche eine Kreditkarte essen würden.
Auch wenn wir noch so vorsichtig leben würden, entkämen wir dem Plastik nicht: Es ist in der Luft und sogar das meiste Trinkwasser enthält auch Plastik.
„Nicht so schlimm!“ meinen Sie: „Das Zeug geht wieder hinten raus, als wenn man Sand essen würde.“ Irrtum!
Mich erinnert das Ganze immer an das Bild eines toten Walfisches, das ich im Fernsehen sah: Das arme Tier hatte den ganzen Magen voll Plastik und ist daran gestorben.
Wie sind nun aber die Auswirkungen des Plastiks bei uns Menschen? Die Mediziner sagen uns: Man wüsste es nicht. Untersuchungen würden fehlen. Wahrscheinlich sei, dass es Krebs erregt. Natürlich merkt man noch nichts davon. Aber wie sieht es nach Jahrzehnten aus?
Sogar in unseren Gehirnen finden sich Plastikteilchen. Wie wirkt sich das wohl auf die Dauer aus? Vielleicht macht es ja nichts oder wir werden etwas blöder, als wir sowieso schon sind. Oder werden wir eine Entzündung im Gehirn bekommen?
„Alles Panikmache!“ werden manche sagen. Aber ich meine, wenn man etwas tut, sollte man immer auch den „Worst Case“ bedenken und nicht einfach sagen: „Es ist bisher gut gegangen und es wird auch so weiter gehen!“ Oder wie es in meinen Aphorismen „Mit spitzer Feder“heißt:

Das Leben ist so ähnlich, wie wenn jemand weit oben aus einem Fenster eines Wolkenkratzers fällt und beim Vorbeifliegen am 13. Stockwerk sagt: „Bis jetzt ist alles gut gegangen.“

Sind Affen gescheiter als Menschen?


Sind Affen gescheiter als Menschen? „Blöde Frage!“ wird mancher denken, aber sie ist durchaus berechtigt. Wir sind gewohnt, die Klugheit mit dem IQ zu messen. Das ist aber falsch, denn die Klugheit ist eine Kardinalstugend und eine solche Tugend kann nicht davon abhängen, ob jemand von Natur aus begabter ist oder nicht. Vielmehr kommt es bei dieser Tugend darauf an, wie jemand mit seinem Leben umgeht. Und so kann es durchaus sein, dass dies ein Hilfsarbeiter besser zu Wege bringt als ein Universitätsprofessor. Ich habe daher als Gegenpol zum IQ den DQ entdeckt, den Dummheitsquotienten. Er zeigt an, wie blöde jemand trotz aller Intelligenz sein kann.
Ein interessantes Beispiel lasen wir in der Apotheken Umschau vom 1.Mai. Dort wurde beschrieben, dass Affen in der Lage sind zu erkennen, welche Pflanzen Heilmittel gegen gewisse Krankheiten sind. Auch die Menschen müssen einmal solche Fähigkeiten gehabt haben, denn wie sollen sonst die Heilmittel heraus gefunden worden sein.
Nun stellen Sie sich aber einmal vor, Sie sollten heute heraus finden, was gut gegen ein Nierenleiden ist und was Ihr Herz stärkt. Da würden Sie versagen. Aber wir brauchen die Fähigkeiten, die Affen uns voraus haben und die wir auch einmal besaßen, nicht mehr, denn es gibt ja die moderne Medizin (die aber doch auch danach schaut, was Affen gegen Krebs fressen).
Was die Affen übrigens dem Menschen voraus haben, ist, dass sie im Einklang mit der Natur leben. Wir Menschen dagegen zerstören die Natur mutwillig, ohne uns der Folgen bewusst zu sein. Wir registrieren gerade das Artensterben, haben aber keine Ahnung, was passieren kann, wenn wir die Natur so aus dem Gleichgewicht bringen. Die Deutschen fliegen nach China, Neuseeland, Australien…, ohne genau zu wissen, wie viele Tonen CO2 sie dadurch verursachen. Sie bemerken den Klimawandel und notieren den Welterschöpfungstag, sind aber nicht bereit, ernsthaft etwas dagegen zu tun. Nicht nur das Wasser, sondern sogar der Sand wird schon knapp
Merken Sie was? Die Affen haben uns doch etwas voraus.

Achtung: Alarmzeichen!

Früher gab es Propheten, Seher und Auguren, die angeblich aus irgendwelchen Anzeichen die Zukunft voraus sagen konnten. Heute gibt es eine Menge Alarmzeichen, die jetzt schon anzeigen, was schief läuft und geändert werden muss, aber die werden entweder nicht gesehen oder jedenfalls nicht genügend beachtet. Was haben wir doch für tolle Rezepte!

  • Klimawandel: Da müssen erst Schulschwänzer auf die Straße gehen, damit sich vielleicht ein bisschen rührt.
  • Luftverschmutzung: Millionen sterben daran, aber das ist halt der Tribut, den wir fürs moderne Leben zahlen müssen. Schließlich haben ja auch viele Religionen Menschenopfer erbracht.
  • Artensterben: Interessiert uns wenig. Der Mensch hält mehr aus.
  • Spermien bei Männern nehmen rapide ab. Macht nichts. Es bleiben noch genug übrig, die durch eine in vitro fertilisation für eine Schwangerschaft sorgen können.
  • Ausufernde Gewalt: Ursache ist die Zerstörung der Familie. Vielleicht lösen auch Nahrungsbestandteile (Mikroplastik und Chemie) Gehirnschäden aus, die zu Aggressionen führen. Damit müssen wir leben. Also: Sozialarbeiter und Psychologen in die Schulen!
  • Zunahme der psychischen Erkrankungen: Wofür haben wir denn Psychologen?
  • Adipositas: Die „Frustfresser“ sollen sich gefälligst am Riemen reißen.
  • Süchtigkeit nimmt zu. Wie soll sonst die arme Jugend einen Discobesuch nach Mitternacht überstehen? Vorher ist ja dort nix los.
  • Burnout: Die Leute sollen sich ein Beispiel an ihren Bossen nehmen: Die kennen so was nicht.
  • Mobbing: Da muss man sich halt wehren.
  • Alterserscheinungen schon bei Kindern: Diabetes, Bluthochdruck, Alterskurzsichtigkeit. Da sollen sich die Kinder halt ein Beispiel an den Alten nehmen. Die haben so was in ihrer Kindheit nicht gehabt.
  • Wohnungsnot: Zieht halt ins Umland der Städte!
  • Plastikflut: Wollen Sie vielleicht unhygienisch leben? Das Problem wird bald gelöst sein: Die Wissenschaft arbeitet schon daran, Plastik fressende Mikroben zu züchten.
  • Welterschöpfungstag: Eine Erfindung von Hysterikern. Im übrigen: Heute ist heut‘!
  • Glyphosat soll Krebs erregen? Da können wir nur lachen. Was versteht schon eine amerikanische Jury von so einem Problem!
  • Nitrat im Grundwasser: Da müssen schleunigst die Grenzwerte erhöht werden, damit wir nicht Millionenstrafen zahlen müssen.

Wir sehen: Man hat heute gegen alle Missstände ein Rezept (bzw. eine Ausrede). Was man aber nicht sieht, ist die Tatsache, dass all diese Erscheinungen ein Menetekel sind. Man darf sie nicht einzeln sehen, sondern in einer Gesamtschau. Dann merkt man, wie falsch wir leben:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/
Da hilft kein Herumkurieren an Symptomen. Nein, nur eine radikale Kehrtwendung kann uns retten.
Übrigens gibt es ein großartiges Theaterstück, das uns zeigt, was passiert, wenn wir die Warnzeichen nicht beachten: „Biedermann und die Brandstifter“. Man sollte das Stück endlich mal wieder aufführen. Es ist brandaktuell.

War früher alles besser?

Manchmal hört man von den Angehörigen der Großelterngeneration: „Früher war alles besser!“ Sie gelten dann als Nörgler mit Anschauungen von vorgestern. Ist das so? Prüfen Sie das doch einmal selbst, wenn ich Ihnen die Frage stelle:
Wo ist die gute alte Zeit geblieben?
Damals gab es keine Umweltprobleme, kein Artensterben, sauberes Grundwasser und saubere Luft, sichere Jobs mit gutem Einkommen, erschwingliche Wohnungen in der Stadt, kein Plastik, sichere D-Mark, Zinsen für Altersrücklagen, auskömmliche Renten, boomende Wirtschaft ohne ständiges Ankurbeln, keine Tafeln, keine Staatsschulden, sondern Rücklagen für schlechte Zeiten (Juliusturm), keine Massentierhaltung, keinen Terror, kein Burnout, kaum Scheidungen, keine Drogen, keine gewaltsamen Demonstrationen, Wiederaufbau nach dem Krieg statt verlotterter Infrastruktur, keinen Ausverkauf des Staatsvermögens (Post, Grundstücke, Krankenhäuser, Versicherungen…)
Was ist nur daraus geworden!
Heute las ich auf meinem Kalenderblatt einen Ausspruch von Edward Teller, der zu dieser Entwicklung passt: „Ein Optimist ist jemand, der glaubt, dass es überhaupt noch eine Zukunft gibt.“

Mein Leben in der Todeszone

Unter diesem Thema habe ich hier schon viele Beiträge über das Artensterben geschrieben. Zur Zeit sind hier freundliche Naturschützer unterwegs und kümmern sich um die Kröten. Diese wandern nämlich gerade zu ihren Laichplätzen und wieder zurück. Es ist ein Wunder der Natur, dass ihnen diese Wanderungsroute in die Gene einprogrammiert wurde und dass nun Generation für Generation auf dem selben Weg dahin hüpfen. Nun sind allerdings an verschiedenen Stellen Straßen gebaut worden, die den Kröten im Weg sind. Die Tiere würden überfahren, wenn sie dort unterwegs wären. Naturfreunde haben nun an den Straßen Plastikzäune errichtet, an denen die Kröten aufgehalten werden. Dort sammeln die freundlichen Helfer die Tiere ein und tragen sie über die Straße. Nach dem Laichen wiederholt sich das Ganze mit einem Zaun auf der anderen Seite der Straße.
Wie anders war das früher. Da gab es so viele Kröten, dass es niemandem einfiel, die Tiere zu schützen. Ich erinnere mich an eine Straße in unsrem Seengebiet. Dort wurden so viele Kröten überfahren, dass man wegen der dadurch verursachten Rutschgefahr ein Verkehrsschild aufstellte:

Ähnlich war es mit den Maikäfern. Ich habe seit Jahrzehnten keinen mehr gesehen. Die Tiere waren plump und tollpatschig. Sie fielen in Massen von den Bäumen und lagen auf der Straße. Ich erinnere mich an eine riesige Buche, die an einer Straßenkurve stand. Dort wurden so viele Maikäfer überfahren, dass sich eine glitschige Schicht auf der Straße gebildet hatte und ein Autofahrer verunglückte.
Ja, das waren noch Zeiten! Da brauchten wir noch Fliegengitter vor den Fenstern. Alles vorbei!