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Kirche und Geld

Das Stift Klosterneuburg hat gerade für 23,6 Millionen das Sony-Grundstück in Anjf gekauft. Das Geld, das man damit verdienen kann, soll für die Seelsorge und die Erhaltung des Stifts dienen, heißt es.
Ich habe da meine Zweifel: Genügten denn für diese Zwecke nicht schon die Quellen, aus denen das viele Geld stammt? Die Kirche hat so viel Geld, dass sie es immer wieder anlegen muss. Sogar den Peterspfennig, den sie eigentlich für die Armen eingesammelt hat, hat sie in Immobilien angelegt:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/15/meine-unfromme-sonntagspredigt/
Kirche und Geld – das ist ein dunkles Kapitel:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/
Traurig ist, dass die Katholische Kirche immer größere Reichtümer ansammelt, aber nicht bereit ist, auch nur einen kleinen Teil des unermesslichen Vermögens zur Linderung des Elends auf der Welt einzusetzen.

Heute ist Welttag der Armen und was der Papst sagt

Aus diesem Anlass sandte der Papst diese Botschaft in die Welt:
„Ich lade die gesamte Kirche sowie alle Menschen guten Willens ein, an diesem Tag ihren Blick auf die zu richten, die mit ausgestreckter Hand um Hilfe bitten und auf unsere Solidarität hoffen.“
Wen meint der Papst mit „die gesamte Kirche“? Doch nicht sich selbst und den Vatikan: Die Kirche ist unermesslich reich. Haben Sie jemals gehört, dass die Kirche selbst von ihrem eigenen Vermögen etwas gestiftet hätte? Ihr gehören die zweitgrößten Goldreserven der Welt, ein Viertel des Grundbesitzes von Rom und die Hälfte der Kleinstadt, in der ich wohnte. Welches Zeichen könnte die Kirche setzen, wenn sie nur einen kleinen Bruchteil davon hergegeben hätte, beispielsweise um ein Flüchtlingslager zu bauen! Aber sie hat das nicht getan, obwohl ich glaube, dass der Papst selber gerne etwas unternommen hätte. Aber er darf wohl nicht, weil er ein Gefangener des Vatikans sein dürfte, der beim Umgang mit Geld wenig zu sagen hat.
Wenn also der Papst die „gesamte Kirche“ zu Spenden aufruft, so kann sich dieser Aufruf nur an seine Gläubigen gerichtet haben.

Die Deutschen werden immer schäbiger

Mein Senf dazu:

Man sollte es nicht glauben: Der Zoll hat gerade überall in Deutschland kontrolliert, ob der Mindestlohn eingehalten wird. Dabei wurde festgestellt, dass in jedem 10. Fall gemogelt wurde.
Ist es nicht schäbig, dass es Menschen gibt, die sich an den Ärmsten bereichern? Sollten Arbeitgeber nicht Vorbilder sein? Wie können sie von ihren Arbeitnehmern erwarten, dass sie ehrlich sind, wenn sie es selbst nicht sind?