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Da muss ich mich wieder aufregen

Ich habe ja schon hier darüber geschimpft, dass 2 öffentlich-rechtliche Sender über die Trauerfeier anlässlich des Todes der britischen Königin berichtet haben. Nun sehe ich, dass auch noch RTL dasselbe Programm hatte. Da hätte also auf jeden Fall entweder ARD oder ZDF genügt. Alles andere ist Gebührenverschleuderung.
Erfreulich ist, dass endlich mal ein Politiker sich dieses ständigen Melkens des Bürgers annimmt: Lindner beanstandet ebenfalls die mehrfache Übertragung und will eine Deckelung des Gehälter beim Fernsehen. Das Absahnen beim Fernsehen ist ja schon ewig so, ohne dass dagegen eingeschritten wurde. Dass es ausgerechnet Lindner war, der sonst ja zu den Reichen hält, und dass er hier einen Riegel vorschieben will, hat mich erstaunt.
Nehmen Sie nur den Fall Lierhaus; die Frau hat für ein bisschen Fernsehreklame 450.000 Euro bekommen.
Oder anderes Beispiel: Der Präsident eines hohen deutschen Gerichts war sehr unglücklich, dass sein Sohn durchs juristische Staatsexamen gefallen war. Er hat es dann aber fertig gebracht, ihn beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen unter zu bringen und bald berichtete er stolz, sein Sohn würde dort schon mehr verdienen als er selber.

Da muss ich mich schon wieder aufregen



Muss das wieder sein, dass gleich zwei Sender, nämlich ARD und ZDF gleichzeitig den ganzen Tag über Beisetzung der Königin berichten? Das kostet ja alles unser Geld. Und Menschen wie ich mögen sich für so etwas nicht die ganze Zeit vor die Glotze hocken.
Dass 2 Sender über dasselbe Ereignis berichten, mag angebracht sein, wenn man der Sache verschiedene Aspekte abgewinnen kann. Aber das ist bei dem Trauerzug nun wirklich nicht der Fall.
Immerhin freuen wir uns, dass nicht gleich 3 Fernsehsender berichten wie seinerzeit bei der Papstwahl:
https://autorenseite.wordpress.com/2013/03/14/schon-aufregen-15626355/

Fernsehen: Da muss ich mich wieder aufregen


Muss das sein, dass gleich zwei Sender, nämlich ARD und ZDF gleichzeitig ganze 3 Stunden über den Abschied von der Königin berichten? Das kostet ja alles unser Geld. Und Menschen wie ich mögen sich für so etwas nicht 3 Stunden vor die Glotze hocken.
Dass 2 Sender über dasselbe Ereignis berichten, mag angebracht sein, wenn man der Sache verschiedene Aspekte abgewinnen kann. Aber das ist bei dem Trauerzug nun wirklich nicht der Fall.
Immerhin freuen wir uns, dass nicht gleich 3 Fernsehsender berichten wie seinerzeit bei der Papstwahl:
https://autorenseite.wordpress.com/2013/03/14/schon-aufregen-15626355/

ARD, ZDF: Merkt Euch das!

„Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige“, sagte einst ein französischer Herrscher. Aber das sollte dann doch erst recht für den Normalmenschen gelten, denn Unpünktlichkeit ärgert die Mitmenschen. Deshalb sind auch die Radiosender pünktlich. Die Nachrichten beginnen genau mit dem letzten Ton des Zeitzeichens.
Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender halten nicht viel von Pünktlichkeit, ausgenommen bei der Tagesschau. Aber die sonstigen Nachrichten beginnen nach Belieben des Senders mal früher und mal später. Man hat ja noch Verständnis dafür, dass vor einer Nachmittagssendung noch Reklame gezeigt wird. Wenn man jedoch den Sender pünktlich einschaltet, um die Nachrichten zu hören und wenn man dann feststellt, dass die schon 2 Minuten früher angefangen haben und man dadurch die Hauptmeldung verpasst hat, dann ärgert man sich. Bei der Tagesschau würde man sich so etwas nie trauen, warum aber bei den sonstigen Nachrichten?
Auch wenn Ihr Fernsehleute auf einem hohen Ross sitzt, besinnt Euch doch einmal auf den eingangs zitierten Ausspruch!

Ein selten blöder ARD-Bildschirmtext

Gerade lese ich den ARD-Bildschirmtext über Berlin direkt. Da wird die arme Jugend bedauert, weil sie mehr Entbehrungen zu tragen habe als die Generationen zuvor.
Hallo, wir Alten leben noch, die wir den Krieg mitgemacht habe mit Bombennächten, in denen wir um unser Leben fürchteten und in Zeiten, in denen wir Angst hatten, verhungern zu müssen. Zählen wir für die ARD nicht mehr?
Gegen unser Scicksal ist das, was die Jugend heute zu ertragen hat, einfach lächerlich. Und ich sehe mit Entsetzen, dass ein großer Teil der jungen Leute nicht bereit ist, zumutbare Einschränkungen hinzunehmen: Man feiert Partys, als wenn nichts passiert wäre, und so braucht sich unser Nachwuchs nicht zu wundern, dass das Wort von der „Generation-doof“ die Runde macht.
Klugheit und Solidarität wären gefragt, um die Pandemie in den Griff zu bekommen, aber nun haben wir schon so viele Infektionen, dass nur die Hälfte zurück verfolgt werden kann. Und die andere Hälfte kann sich ungehindert ausbreiten. Harte Zeiten kommen auf uns zu.

 

Unerträgliche „staatstragende“ Sommerinterviews in ARD und ZDF

Unter diesem Titel habe ich schon zweimal die mangelnde Neutralität der Fernsehinterviews beklagt:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/27/staatstragende-sommerinterviews-in-ard-und-zdf-2/
Auch das Sommerinterview mit dem bayerischen Ministerpräsidenten verlief so, wie man es erwarten konnte. Kröhl gab Söder so richtig Gelegenheit zu glänzen.
Ein bisschen Kritik sollte dabei schon auch vorkommen: So fragte Kröhl Söder natürlich nach dem Mautdebakel und dem Verkehrsminister. Da konnte sich aber Söder elegant aus der Affäre ziehen, indem er sagte, Scheuer habe die Mautangelegenheit ja geerbt und die sei von der gesamten Regierung getragen worden. Und die missglückte Neufassung der Straßenverkehrsordnung konnte Söder als ärgerlichen Fehler abtun – also auch nicht so schlimm.
Was Kröhl aber stattdessen hätte ansprechen müssen, wäre die Tatsache gewesen, dass Scheuer Aufträge in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro bezüglich der Maut vergeben hat, obwohl der Prozess über deren Zulässigkeit noch nicht entschieden war, und dass er dabei die Vergabe-Richtlinien nicht eingehalten hat. Deshalb sind nicht nur hier auf dieser Blog-Seite Rücktrittsforderungen laut geworden. All das hat Kröhl in seinem wohlwollenden Interview unter den Tisch fallen lassen. Dadurch war das ganze Interview stinklangweilig, weil man schon vorher wusste, was gesagt würde.
Eine Auseinandersetzung mit der Kritik an der Corona-Politik fehlte in dem Interview völlig, obwohl Corona das Hauptthema war :
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/02/corona-demo-in-berlin-folge-einer-fehlerhaften-politik/
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/18/corona-merkels-fehler/
https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/28/corona-politik-eine-kritik/

Vergleicht man dieses Interview mit denen, die Kröhl mit Meuthen und Riexinger geführt hat, so fällt ein eklatanter Unterschied auf. Während es bei Meuthen und Riexinger vor allem um Kritik ging, fiel diese bei Söder praktisch unter den Tisch und der Mann konnte sich als der kompetente Macher darstellen. So etwas stärkt nach Meinung der öffentlich-rechtlichen Sender die Demokratie. In Wahrheit treibt es die Menschen auf die Straße und der Ruf „Lügenpresse“ wird dabei laut. Wohlgemerkt: Ich distanziere mich von dem Wort „Lügenpresse“ und ersetze es durch Parteilichkeit. Und die schadet der Demokratie ebenso wie die Lüge, wie die Berliner Demonstration gezeigt hat.
Das war jedenfalls das letzte Sommerinterview, das ich mir angesehen habe. Und für so etwas muss ich noch Gebühren bezahlen.
Schade: Ich hätte gerne von Söder erfahren, wie es denn bei einer zweiten Corona-Welle weiter gehen soll, wo wir doch unser finanzielles Pulver schon bei der ersten Welle völlig verschossen haben: Wir haben beispielsweise die Lufthansa, die vielleicht demnächst kaum noch fliegt, mit Milliarden unterstützt, während andere zukunftsträchtigere Branchen mit mehr Arbeitsplätzen leer ausgingen. Eine Ungerechtigkeit, die durchaus auch hätte angesprochen werden sollen.

„Staatstragende“ Sommerinterviews in ARD und ZDF

Unter diesem Titel habe ich schon einmal die mangelnde Neutralität der Fernsehinterviews beklagt:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/20/staatstragende-sommerinterviews-in-ard-und-zdf/
Auch bei dem Interview mit dem Linken-Chef Riexinger ging es nicht fair zu. Wie bei der AfD griff Kröhl bei der Linken extreme Äußerungen von Mitgliedern auf um der gesamten Partei Hass gegen die Reichen vorzuwerfen; Dabei war doch wohl der Spruch vom Erschießen der Reichen sarkastisch gemeint. Verfährt man nach dieser Methode Kröhl, so könnte man in Deutschland rechtsextreme Vorfälle und Sprüche aufgreifen und behaupten, Deutschland sei ein Nazi-Land.
Das eigentliche Anliegen der Linken wurde abgewürgt:
Sie wollen die Reichen stärker besteuern und für mehr Gerechtigkeit sorgen.
Dabei lässt K
röhl unter den Tisch fallen, dass viele Reiche nun auch wieder wie bei der Finanzkrise selbst eine stärkere Besteuerung fordern:
https://kontrast.at/muessen-millionaere-steuern-zahlen-corona/
Stattdessen lässt er kurz einen Professor zu Wort kommen,
um von ihm die Pläne der Linken als Unsinn bezeichnen lassen. Dabei wäre ein differenzierte Betrachtung angebracht gewesen:
Natürlich hat der Professor recht, wenn er sagt, dass die von der Corona-Krise gebeutelten Unternehme
n nun nicht neue Lasten aufgebürdet bekommen dürfen. Aber wer auf Währungen spekuliert, am Goldpreis verdient oder im Ausland investiert…: Warum sollen solche Leute nicht etwas mehr von ihrem Einkommen abgeben?
Wir hatten nach dem Krieg einmal ein Lastenausgleichsgesetz.
Wäre es nicht an der Zeit. Nun jedenfalls die Schere zwischen arm und reich jedenfalls ein wenig in die andere Richtung zu bewegen, sie also ein bisschen zuzuklappen und wenn es nur bezüglich der Kinderarmut wäre?

Schließlich noch zwei Aphorismen zum Thema:

Hast du schon mal probiert, wie glücklich es machen kann, andere glücklich zu machen?“

Wenn schon der Staat versagt: Wie schön wäre es doch, wenn ein Fußballer von seinem Millionengehalt ein Programm finanzieren würde, das jedem Kind einen PC verschafft.

„Von einer gewissen Höhe an ist ein Spitzeneinkommen Diebstahl an den Beschäftigten.“

Das heißt: Dieser Diebstahl muss durch höhere Steuern oder einen Vermögensausgleich ausgebremst werden. Wussten Sie, dass sich das Einkommen der Manager im Verhältnis zu ihren Mitarbeitern von 1:16 auf bis zu 1:432 gesteigert hat?
https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/05/wie-das-wir-in-deutschland-kaputt-gemacht-wurde/
Und muss man ein Linker sein, um so etwas zu bekämpfen?
Um abschließend auf Hern Kröhl zurück zu kommen: So wie er bei der AfD deren Flüchtlingspolitik unter den Tisch fallen ließ, genau so hat er bei der Linken deren Hauptanliegen kaum angerissen. Der Mann ist prädestiniert dafür, Führungsaufgaben bei den Öffentlich rechtlichen zu übernehmen.

„Staatstragende“ Sommerinterviews in ARD und ZDF

In den Sendungen „Berlin direkt“ und „Bericht aus Berlin“ in ARD und ZDF wurden zwei Politiker interviewt wie sie gegensätzlicher nicht sein können: Meuthen und Söder. Die Interviews waren dementsprechend auch völlig gegensätzlich:
Das Interview mit Herrn Meuthen verlief ziemlich rechtslastig. Es wurde durch Einspielungen (z.B.: „Wir werden auf ihren Gräbern tanzen“) versucht, die AfD in die rechtsextremistische Ecke zu treiben, aber Meuthen setzte sich gut zur Wehr und schilderte das Aufräumen in seiner Partei. Wenn das Interview unter dem Titel „ist die AfD rechtsextrem?“ gelaufen wäre, wäre es fair gewesen. So aber hätte nicht nur die dunkle Seite der AfD beleuchtet werden dürfen, sondern es hätte auch beispielsweise darüber gesprochen werden müssen, was die AfD groß gemacht hat: die Flüchtlingspolitik. Und wie sieht diese heute aus?

Völlig anders verlief das Interview, dass der Leiter des ZDF-Hauptstudios Theo Koll mit Herrn Söder führte. Auch er stellte wie sein Kollege Fragen, die geeignet wären, Söder so richtig in die Zange zu nehmen. Es ging vor allem um die Frage, die ich hier schon oft gestellt habe, nämlich warum Herr Scheuer noch im Amt ist:
> Er hat
Auftrage zur Maut vergeben, obwohl deren Rechtmäßigkeit noch nicht fest stand. Der Schaden soll 560 Millionen Euro betragen.
> Die Aufträge entgegen den Vergaberichtlinien erteilt worden sein.
> Sein neues Ordnungswidrigkeitengesetz soll Murks sein und viele Probleme verursachen.
All diese Punkte sprach Koll zwar an, aber Söder antwortete mit „staatsmännischer Gelassenheit“ nichtssagend:
Das müsste noch untersucht werden oder da laufe ein Untersuchungsausschuss…
Das ließ ihm Koll alles durchgehen, anstatt ihn fest zu nageln:
Es steht doch fest, dass er die Aufträge bezüglich der Maut vergeben hat, bevor das vernichtende Urteil kam. Jeder Architekt, der bindende Bauaufträge vor Rechtskraft der Baugenehmigung erteilt, macht sich haftbar. Aber bei Scheuer soll das durch gehen?
Der Bundesrechnungshof hat die Vergabepraxis beanstandet. Damit steht doch Scheuers Wurstelei fest.
Und beim OWiG gibt es doch auch keinen Zweifel daran, dass hier ein unverzeihlicher Fehler unterlaufen ist.
Mit diesen Fakten hätte Koll Söder konfrontieren müssen, anstatt sich mit dessen Blabla zufrieden zu geben.
Söders Taktik ist ganz einfach die: Man hält Scheuer auf jeden Fall im Amt bis zur Wahl und wenn dann ein Untersuchungsausschuss Licht in die Angelegenheiten bringt, ist das alles Schnee von gestern.

Zusammenfassend kann man sagen: Beide Interviews waren auf verschiedene Weise nicht neutral und daher der öffentlich-rechtlichen Anstalten unwürdig. Schlimm jedenfalls war das Interview von Herrn Koll: Er und Söder haben die Zuschauer so richtig für dumm verkauft.
Informationswert: 0

RTL, ZDF, ARD: Bravo Frau von der Gröben!