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Die Deutschen werden immer schäbiger

Mein Senf dazu:

Man sollte es nicht glauben: Der Zoll hat gerade überall in Deutschland kontrolliert, ob der Mindestlohn eingehalten wird. Dabei wurde festgestellt, dass in jedem 10. Fall gemogelt wurde.
Ist es nicht schäbig, dass es Menschen gibt, die sich an den Ärmsten bereichern? Sollten Arbeitgeber nicht Vorbilder sein? Wie können sie von ihren Arbeitnehmern erwarten, dass sie ehrlich sind, wenn sie es selbst nicht sind?

Schlimme Nachrichten

Gestern kamen wieder schlimme Nachrichten wie die Tage zuvor:
Besorgniserregend ist die Zunahme der Mehrfachbeschäftigungen. Die Tendenz zu mehreren Jobs setzt sich seit Jahren fort. Vor zehn Jahren, im Juni 2007, waren es 2,18 Millionen Multi-Jobber. Im Juni 2016 gab es bundesweit 3,13 Millionen Mehrfachbeschäftigte, im Juni 2017 waren es bereits 3,26 Millionen.
Kein Wunder, dass die
Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen zu nahmen. Zwischen 2012 und 2016 ist die Zahl der stressbedingten Fehltage von knapp 20 Millionen pro Jahr auf mehr als 30 Millionen gestiegen.
2,2 Millionen Arbeitnehmer werden um den Mindestlohn betrogen. Beispielsweise werden Reinigungskräfte im Krankenhaus nicht nach Stunden, sondern nach gereinigten Zimmern bezahlt.  Was haben wir nur für schäbige Arbeitgeber!
Kriminalstatistik: Bei uns waren von 2957 Tatverdächtigen waren über die Hälfte (1577) Nichtdeutsche. Das entspricht 53,3 Prozent.
Hier noch eine herzzerreißende Geschichte über die neunjährige Isabel-Chantal, bei der das Hartz-IV-Geld nicht mal für eine Geburtstagsfeier reicht  (Laut Spahn keine Armut!)

SPD rutscht unter 20 %

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SPD rutscht unter 20 %. Das prophezeie ich nun, seit ich gelesen habe, welchen Unsinn Justizminister Maas verbreitet: Schreiten Sie ein, Herr Gabriel!
Pfeifen Sie Ihren Genossen Maas zurück. Der Mann weiß nicht, von was er redet. Leider liest er meine Aphorismen nicht. Dort hätte er vorgestern lesen können:

Manchmal kann es ein Fortschritt sein, einen Schritt zurück zu machen.

Und dann wäre er nicht so unbedacht gewesen, wie nun überall zu lesen ist: Er hat der AfD vorgeworfen, ein „Deutschland von vorgestern“ zu wollen. Er hat anscheinend nicht begriffen, dass das Deutschland von vorgestern gar nicht so schlecht war:

Da gab es einen Babyboom, weil die Bürger sichere Arbeitsplätze hatten und hoffnungsvoll in die Zukunft blickten.
Da genügte in der Regel das Einkommen des Mannes, um eine Familie zu ernähren.
Da konnten es sich auch alte Leute mit ihrer Rente leisten, in ihrer Wohnung in der Stadt zu bleiben, weil die noch nicht vom gemeinnützigen Vermieter an Spekulanten verkauft worden war.
Da wurde die Steuerlast hauptsächlich von den Unternehmen getragen und nicht von den Arbeitnehmern, die nun sogar gezwungen werden, ihrerseits die Unternehmen trotz deren Milliardengewinnen zu subventionieren.
Da wurden Einkommen aus Arbeit noch geringer besteuert als solche aus Kapitalvermögen.
Da konnte man noch fürs Alter sparen und das angesparte Kapital vermehrte sich durch Zinsen, während nun die Alten bestohlen werden: Jeder Haushalt hat in den letzten 10 Jahren über 20.000 Euro verloren: https://autorenseite.wordpress.com/2016/05/09/warum-die-afd-gross-wird/
Da wurden die Bürger nicht mit der Riesterrente hinters Licht geführt.
Da wurden die Rentenkasse nicht zu sachfremden Zwecken geplündert, so dass nun die Altersarmut vorprogrammiert ist.
Da konnten es sich die Arbeitgeber noch nicht leisten, sich in die Rentenangelegenheiten der Arbeitnehmer einzumischen und eine niedrigere Altersrente fordern: http://www.heimatzeitung.de/nachrichten/ticker/2076058_Arbeitgeber-Rentenniveau-muss-weiter-abgesenkt-werden.html
Da war die SPD noch eine Arbeiter- und keine Kapitalisten-Partei.

Ach, da gäbe es so vieles, was vorgestern besser war.
Also erst Gehirn einschalten und dann reden, Herr Maas! Mit ihren Äußerungen schaffen Sie es, die SPD noch unter 20 % zu drücken.

„Humankapital“ durch G8

Es ist schon eigenartig, mit welcher Beflissenheit sich die DIHK, der Arbeitgeberverband, das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) u.a. beim G8 in die Bildungspolitik einmischen. Das Ganze lassen sie auch noch „wissenschaftlich“ untermauern, indem sie behaupten lassen, eine Rückkehr zum G9 würde zu einer „Verschlackung des Lehrstoffs“ führen. Haben also wir alle früher nur verschlackten Lehrstoff vorgesetzt bekommen? Leute, merkt ihr nicht, um was es geht? Ihr sollt möglichst früh als „Humankapital“ dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und insgesamt ein Jahr länger arbeiten.
Aber es ist schön, dass sich viele junge Leute diesen Zwängen entziehen und nach dem Abitur erst einmal ein Jahr zum Durchschnaufen einlegen, oder soll man sagen: zur Selbstfindung? Manche behaupten ja, dass das G9 notwendig sei, um die Schüler zur echten Reife zu führen, nicht nur zu einem Reifezeugnis. Nun also nehmen viele junge Leute ihre Nachreifung selbst in die Hand, und das ist gut so.