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Sind Politiker schizophren?

Ich bin, wie Sie diesem Blog entnehmen können ein engagierter Bürger. Und deshalb habe ich gelegentlich an Politiker geschrieben, wenn ich meinte, eine Idee könnte für ihn (sie) von Interesse sein.
Was mich dabei geärgert hat, ist die Tatsache, dass ich noch nie eine Antwort erhalten habe – mit einer Ausnahme: Ich hatte schon vor vielen Jahren vorgeschlagen, die Steuererklärung so zu vereinfachen, wie es dann endlich mit „elster“ geschehen ist. Söder hat mir damals als Finanzminister detailliert geantwortet und sich bedankt. Allerdings ist er leider meinem Vorschlag nicht gefolgt, wonach alte Rentner mit gleichbleibenden Verhältnissen von der Verpflichtung zur Abgabe einer Steuerklärung entbunden werden können. Die Höhe der Rente wird sowieso vom Finanzamt erfragt und bei der Nullzinspolitik sind auch insoweit keine steuerpflichtigen Einkünfte zu erwarten.

Die anderen Politiker scheinen eine Mentalität zu haben wie sie schon der große Kurfürst Friedrich Wilhelm dem Volke vorgeschrieben hat:
„Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht für die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.“
Es stört die Politiker, wenn ein Bürger sich einbildet eine brauchbare Idee gefunden zu haben, auf die man ja sonst schon lange selbst hätte kommen müssen.
Hier ein Beispiel:

Der Mensch is a Sau! Frau Schulze: Greifen Sie durch!

Das sind doch brauchbare Ratschläge gewesen. Selbst wenn nicht, hätte die Ministerin doch nur auf einen Knopf drücken können, wo ein Formblatt-Dank gespeichert ist und versandt werden kann.

Das Seltsame ist, dass die bürokratische Unfreundlichkeit vor den Wahlen plötzlich von den Politikern abfällt. Da sind sie auf einmal „näher am Menschen“. Und manche gehen sogar von Tür zu Tür, um mit den Leuten zu reden.
Irgendwie finde ich das schizophren.

 

 

Vorsicht bei Jauch! Das Geld ist schnell futsch.


Vorsicht bei „Wer wird Millionär“! Das Geld ist schnell futsch. Wer bei Jauch auf dem Stuhl sitzt und locker weiter nach oben kommt, stellt bei Fragen ab 125.000 Euro vielleicht leichtsinnig fest: Die könnte ich auch knacken. Die Fragen sind nämlich so gestaltet, dass man meinen könnte, mit Nachdenken auf die richtige Lösung kommen zu können.
Wer also weit nach oben kommt, sollte sich nicht aufs Glatteis begeben. Davor habe ich hier schon früher gewarnt. Aber auch ohne Warnung hätte man selbst darauf kommen können: Allzu leicht gewinnt man nicht so viel Geld. Nicht die Antwort, die am plausibelsten erscheint, ist die richtige. Diese bittere Erfahrung musste gerade auch Ludwig Bolay machen, der statt mit 500.000 Euro nur mit 500 nach Hause ging. Hätte er halt vorher meine Warnung gelesen!

Überall Betrug im Internet – Die Lahmheit der Politiker

Gestern veröffentlichte ich hier einen Beitrag über den Betrug im Internet, der viel Beachtung fand. Was ich nicht verstehe, ist die Lahmheit der Politik. Ich habe mich ja schon seit einiger Zeit mit dem Thema beschäftigt und auch an den Datenschutzbeauftragten geschrieben, aber leider keine Antwort erhalten.

Genau so erging es mir mit meinen Beiträgen: „Der Mensch is a Sau„. Auch damals habe ich der Umweltministerin brauchbare Vorschläge gemacht, aber auch keine Antwort erhalten.
Man ist es ja gewohnt, dass in unserer Zeit die Höflichkeit immer mehr abnimmt. Aber ein Politiker und erst recht eine Politikerin sollte so viel Anstand besitzen und eine Mail beantworten. Dazu bedürfte es nur eines Klicks auf eine Formblatt Antwort, in der man sich bedankt und verspricht, die Sache zu prüfen.

Die Politiker wachen erst kurz vor der Wahl auf. Da rennen einige von Tür zu Tür. um für Stimmen zu werben. Aber all das machen diejenigen zunichte, die nicht einmal die primitivsten Anstandsregeln befolgen. Die fördern damit die Politikverdrossenheit der Bürger.

Arrogante Politiker oder: der Mensch is a Sau


Schauen Sie sich das an! So sieht bei uns jeder Laternenpfahl und jedes Verkehrsschild aus. Was man dagegen tun sollte,  habe ich hier geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/12/der-mensch-is-a-sau-aufkleber-ueberall/
Gleichzeitig habe ich meine dortigen Vorschläge auch mittels E-Mail an die Umweltministerin gerichtet. Was typisch ist für den Umgang der Regierung mit den „Menschen draußen im Lande“:  Ich bekam natürlich keine Antwort. Da wundert man sich, dass die Menschen immer unfreundlicher und unhöflicher werden. Kein Wunder, wenn nicht einmal die Regierung die primitivsten Anstandsregeln beachtet. Dabei wäre es so einfach: Man braucht nur einen Mausklick auf eine Taste mit einer vorgefertigten Antwort, in der man sich für die Mail bedankt und versichert, dass man den Vorschlag in die Arbeit mit einfließen lassen werde.
Dieser behördlichen Lethargie stehen allerdings Phasen extremer Hektik entgegen: Wenn nämlich die Wahl bevor steht, wie nun in Bayern, besinnen sich die Politiker auf einmal auf die Bürger. In den Städten haben sie ihre Stände und sprechen die Bürger an. Manche belästigen die Menschen sogar mit Hausbesuchen.
Ich glaube, die Neurologen müssen daher den vielfältigen Erscheinungsformen der Schizophrenie ein neues Erscheinungsbild hinzufügen: die Schizophrenia politicensis. Es versteht sich von selbst, dass man mich dabei als Entdecker dieser Symptome erwähnen sollte.

Diese Leute sind unwählbar

Ich schaue mir im Fernsehen immer gerne informative Sendungen an wie Frontal, Report usw. Was mich sehr ärgert ist die Tatsache, dass unsere Volksvertreter immer öfter die Beantwortung von Fragen verweigern.
Ich meine, die Programmredaktionen der Sender sollten sich einmal zusammentun und aus ihren Sendungen all die Szenen zusammenschneiden, in denen ein Abgeordneter eine Frage eines Reporters nicht beantwortet hat. Daraus sollte man eine eigene Sendung machen und die Frage aufwerfen, ob solche Leute wählbar sind, die ihren Wählern nicht über das Fernsehen Rede und Antwort stehen. Die Arroganz dieser Leute gehört einmal so richtig bestraft.
Und man sollte im Bundestag einmal darüber nachdenken, ob man nicht in der Geschäftsordnung eine Standespflicht einführt, dass Abgeordnete sachliche Fragen von Reportern zu beantworten haben oder, wenn sie Fragen als unsachlich empfinden und nicht beantworten wollen, dies auch begründen müssen.
Was für einen Eindruck macht es auf das Volk, wenn die gewählten Leute sich weigern, Rechenschaft abzulegen! Wollen Sie die wirklich wählen?
Kein Wunder, dass die Nichtwähler immer mehr werden.
Welch ein Widerspruch ist es auch, dass die Politiker vor der Wahl den Kontakt zu den Bürgern suchen, aber sich nach der Wahl davor drücken, über ein Fernsehinterview Rede und Antwort zu stehen.