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Warum wir vielleicht mit dem Corona-Virus leben müssen

(Ergänzug zu https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/12/die-fehler-bei-der-bekaempfung-von-corona/)

Ich habe es ja schon länger geahnt, dass wir wahrscheinlich mit dem Corona-Virus leben müssen, weil es keinen wirksamen Impfstoff geben könnte:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/28/corona-politik-eine-kritik/

Das Corona-Virus gehört nämlich zu den RNA-Viren. Diese sind deshalb so gefährlich, „weil sie sich so schnell weiterentwickeln und es darum so schwierig ist, verlässliche antivirale Medikamente und auch Impfstoffe herzustellen.“
https://web.de/magazine/news/coronavirus/ursprung-coronavirus-erbgut-bringt-forscher-spur-34977834

Unsere kurzatmige Politik geht davon aus, dass wir in einer kurzen Überbrückungsphase leben. Man glaubt, wir müssten halt ein wenig warten, bis ein Impfstoff gefunden wird. Wenn der aber nicht gefunden wird: was dann? Dann haben wir unnützerweise 9 Milliarden in die Lufthansa investiert, mit der nur wenige fliegen wollen und  die TUI erhält gerade zusätzlich zu den 1,8 Milliarden, die sie schon bekommen hat, weitere 1,2  Milliarden, obwohl die Reisebranche vielleicht nie wieder richtig hoch kommen wird.
Das Geld, das wir in einer schwierigen Zukunft bräuchten, wäre dann nicht nur hier in den Sand gesetzt. Wie sähe diese Zukunft aus: Kaum Flüge, wenig Zuschauer bei Fußballspielen und anderen Veranstaltungen, hohe Kosten für die Bekämpfung der Pandemie, Pleiten auf Pleiten, hohe Arbeitslosigkeit… Und dann wird für die Arbeitslosen kaum noch etwas übrig bleiben, weil unser Geld den gierigen Großunternehmen in den Rachen geworfen wurde. Es wird sein wie immer: Zahlen müssen die Armen.
Nicht auszumalen, wie es dann weiter ginge. Wir hätten einen Motor „angekurbelt“, der nicht zu retten ist. Stattdessen hätten wir einen neuen Motor gebraucht (also eine völlig andere Wirtschaftspolitik).
Aber vielleicht wird ja doch alles nicht so schlimm dank Putins neuem Impfstoff: Sputnik V stimmt ja hoffnungsfroh, jedenfalls kurzfristig.. Dann müssten wir aber auch unsere Politik gegenüber Russland ändern, um diesen Impfstoff zu bekommen.

Unnötige Schulden des Staates

Der Bund plant in diesem Jahr als Folge des Coronavirus Kredite in Höhe von unglaublichen 218,5 Milliarden Euro. Die Schulden sollen binnen 20 Jahren zurück bezahlt werden, was Finanzexperten allerdings für utopisch halten. Die Bundesregierung geht dabei davon aus, dass sich die Zukunft positiv entwickelt. Das ist naiv. Die letzte Krise, nämlich die Finanzkrise liegt ja erst 10 Jahre zurück. Wer weiß schon, was für Krisen die Zukunft bringt? Da hätten wir unser Pulver schon verschossen. Denn eines ist jedenfalls sicher: Deutschland stürzt ab, wie ich hier mehrfach beschrieben habe: Googeln Sie hier mal mit dem Suchbegriff „stürzt“ und Sie werden sehen, wo wir überall ins Hintertreffen geraten: Beispielsweise beim Ranking der Universitäten. Wie sollen wir dann noch unsere Spitzenstellung auf verschiedenen Gebieten halten können? Beim Ranking der Innovationsfähigkeit sinken wir nach hinten. Und schauen Sie mal, wer die Nobelpreise einheimst! Und bei den führenden Unternehmen der Welt sind andere vorn.
Es sieht also nicht gut aus und deshalb wäre beim Ankurbeln der Wirtschaft etwas weniger Großzügigkeit angebracht gewesen. Die Mittel hätten zielgenauer ausgegeben werden müssen: Nehmen wir beispielsweise die Mehrwertsteuer-Absenkung: Rennen Sie auch jetzt los zum Einkaufen?

Die geldgierige, undankbare Autoindustrie – Motor der Wirtschaft oder Krebsgeschwür?

Die Reaktionen der Autoindustrie auf das Corona-Hilfspaket der Regierung zeigen, dass sowohl der Gewerkschaft wie auch den Bossen die Maßstäbe abhanden gekommen sind. Sie betrachten den Staat als Melkkuh, der nicht nur ihre Forschung großzügig unterstützt, obwohl die Weiterentwicklung der Produkte ureigenste Aufgabe der Unternehmen ist. Die Autoindustrie meint vielmehr auch, sie habe wegen ihrer vielen Arbeitsplätze Anspruch auf eine Prämie für den Kauf neuer Autos. Die gibt es nun zwar für E-Autos, aber anstatt dafür dankbar zu sein, meckert die Autoindustrie daran herum, weil sie auch noch Prämien für Diesel und Benziner will.
Was diese Leute dabei aus den Augen verlieren, ist die Gerechtigkeit: Was haben denn die Freischaffenden und die Gastronomie an Hilfen bekommen?
Gibt es denn nicht auch in der Gastronomie viele Arbeitsplätze?
Die Autoindustrie betrachtet sich immer als Motor der Wirtschaft. In Wahrheit ist sie ihr Krebsgeschwür, wie nur an zwei Beispielen gezeigt werden soll:
> Nehmen wir als erstes Beispiel die Firma Amazon.
Wie ein großer Staubsauger saugt sie die Gewinne der Geschäfte der Innenstädte ab, so dass die Citys immer mehr veröden. Die Gewerbesteuereinnahmen der Kommunen sinken, so dass immer weniger Geld für die Infrastruktur zur Verfügung steht. Und Amazon zahlt seine Steuern nicht da, wo es sein müsste nämlich da, wo die Gewinne erzielt werden, sondern in einem Land, wo die Steuern am niedrigsten sind. Eigentlich müsste ja der Staat dagegen einschreiten, aber dann droht Trump gleich mit Strafzöllen für deutsche Autos. Richtig wäre eine saftige Besteuerung des Online-Handels, um die Verödung der Städte zu verhindern. Aber so etwas können wir uns mit Rücksicht auf die Autoindustrie nicht leisten. All dies bedeutet eine indirekte milliardenschwere Subvention für die Autoindustrie.

> Ähnlich verhält es sich mit der Landwirtschaft. Weil wir Autos verkaufen wollen, müssen wir unseren Markt für Agrarprodukte aus dem Ausland öffnen. Allerdings konnten unsere Bauern mit ihren kleinen Feldern und strengen Bauvorschriften mit der ausländischen Konkurrenz nicht mithalten und müssen seither subventioniert werden. Diese gewaltigen Subventionen werden indirekt für die Autoindustrie bezahlt, um ihnen die ausländischen Märkte offen zu halten.

> So gäbe es noch etliche Beispiele, die zeigen, dass wir uns durch die Autoindustrie wirtschadtlich  in einer Sackgasse befinden. Wenn man den Weg, auf dem wir uns befinden, zu Ende denken würde, käme dies dabei heraus: Der Staat stockt immer mehr Arbeitslöhne weiter auf, bis er die Löhne überhaupt übernimmt. Und die Kaufprämien steigen immer weiter, bis die Autos verschenkt werden. Am extremen Beispiel kann man prüfen, ob wir auf dem richtigen Weg sind.

Übrigens gab es einmal eine Zeit, da hat die Industrie im wesentlichen den Staat finanziert. Heute hängen große Teile der Wirtschaft am Tropf der Steuern, wie ein Schwerkranker auf der Intensivstation. „Ankurbeln“ ist eine der Vokabeln, die wir mit am meisten aus dem Munde der Politiker hören. Doch was nützt das Ankurbeln, wenn das Auto kaputt ist? Sollten wir daher nicht mehr vom „Reparieren“ hören?
Manchmal frag ich mich, wie haben wir
nur früher besser und sorgenfreier leben können:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Von der Politik hören wir dauernd das Wort „Ankurbeln“ im Zusammenhang mit „Wirtschaft“. Früher wusste man, dass ein Traktor, der nach dem wiederholten Ankurbeln nicht anspringt, kaputt ist.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Unglaubliches von der CDU – Da muss ich mich wieder aufregen!

Gestern schrieb ich noch in meinen Zitaten:

„Der wahre Charakter einer Führungskraft zeigt sich im Verhalten gegenüber den Schwächsten.

(Das gilt auch für den Staat: Wie geht er mit den Armen um?)“

Und schon heute höre ich in den Nachrichten, wie sehr das zutrifft: Während die Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft mit Milliarden nur so um sich wirft und in den Parteien insofern ein direkter Überbietungswettbewerb veranstaltet wird, hören wir wenig darüber, wie das alles bezahlt werden soll.
Immerhin hat die CDU nun dazu einen Plan vorgelegt: Der Mindestlohn soll abgesenkt werden und der Soli soll ganz gestrichen werden. Das ist nun wieder typisch Kapitalismus pur! Obwohl die Schere zwischen Arm und Reich ständig weiter auseinander klafft, sollen es wieder die Ärmsten sein, die bluten sollen. Man sieht wieder einmal, dass ich schon vor vielen Jahren weitsichtig war, als ich hier schrieb, dass die Blutsauger unter uns sind.
Um dem Ganzen noch „die Krone auf zu setzen“, soll nach den Plänen der CDU der Soli ganz gestrichen werden. Das bedeutet also, dass die ganz Reichen ihn auch nicht mehr zahlen sollen.
Im Grunde genommen ist dieser Vorschlag völlig paradox oder besser gesagt: unsinnig. Die Mindestlohnbezieher haben so wenig Geld, dass sie es zum Leben voll ausgeben müssen. Das kommt also ganz dem Einzelhandel zugute.
Anders sieht es bei der Reichen aus: Was sie angeht, wird uns  immer vorgemacht, dass sie ihr Geld investieren und so für eine Ankurbelung der Wirtschaft sorgen. Davon ist nur der erste Teil des Satzes richtig: Die Reichen investieren zwar, aber dass sie damit unsere Wirtschaft ankurbeln, ist völlig falsch: Was nützt es unserer Wirtschaft, wenn das Geld lukrativer im Ausland angelegt wird? Und was hat Deutschland davon, wenn die Reichen vor lauter Misstrauen in unsere Währung und unsere Wirtschaft den Goldpreis in ungeahnte Höhen treiben? Nicht einmal der Kauf deutscher Aktien bringt unsere Wirtschaft voran, weil im allgemeinen nur die Besitzer solcher Papiere wechseln.

Was nun die beabsichtigte Rettung der Lufthansa angeht, so fragt sich, ob Brüssel das zulassen wird, denn Ryanair sieht darin wohl zu Recht eine Wettbewerbsverzerrung und will klagen. Eine Frage, die man einmal bei Anne Will diskutieren sollte, wäre die, ob es nicht eine Alternative wäre, die Lufthansa pleite gehen zu lassen. Sie würde dann eine Zeit lang vom Insolvenzverwalter weiter betrieben und schließlich von neuen Investoren gekauft werden und fliegen wie bisher:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/11/die-blutsauger-sind-unter-uns-plaedoyer-fuer-ein-anderes-wirtschaftssystem/

Zitat zum Tag und zu Corona

Nun in der Corona-Krise müssen wir noch mehr das tun, was wir vorher auch schon immer gemacht haben: die Wirtschaft ankurbeln. Sogar in besseren Zeiten hatte man den Eindruck, unserer Wirtschaft gehe es so schlecht wie einem Patienten, der dauernd Infusionen braucht. Um uns das dauernde Ankurbeln leisten zu können, mussten wir Schulden machen. Und da kam eine Redewendung auf, die darüber hinweg täuschen soll, dass kein Geld mehr da ist, sondern nur ein Minus:

Die Politiker sagen dauernd: „Da müssen wir Geld in die Hand nehmen.“
Sie bringen es also fertig, etwas in die Hand zu nehmen, was gar nicht da ist.

Mehr solchen Unsinn finden Sie hier:

https://autorenseite.wordpress.com/lexikon-des-politischen-sprachgebrauchs-und-des-sonstigen-geschwafels/

Vorbildliche FED – Wann gibt es auch bei uns wieder Zinsen?

Wir leben in einer Zeit, ist der ein Ausnahmezustand zur Normalität erklärt wird.
H. Pöll, Aphoristiker und Buchautor

Trump schimpft auf seine Zentralbank FED. Die hat sich doch tatsächlich unverschämterweise erdreistet, die Zinsen auf einen Korridor von 2,0 bis 2,25 Prozent zu erhöhen. Die muss also „verrückt“ geworden sein, findet er. Tatsächlich hat dieser Schritt der Zentralbank zu einem Einbruch der Aktienkurse geführt. Das ist normal, denn nun wandert nicht mehr so viel Geld in den Aktienmarkt, sondern auch in andere Anlageformen.
Auch bei uns wäre ein solcher Schritt längst fällig, damit die Ersparnisse der Alten nicht dauernd entwertet werden. Und wenn die Sparer wie früher anständige Zinsen für ihr Geld bekämen, würden sie nicht Immobilien kaufen. Der Druck auf den Wohnungsmarkt wäre also weg. Man hätte also gleich zwei Probleme gelöst.
Warum geschieht dies alles nicht? Weil unsere Regierung mit der Industrie verbandelt ist, wie sich beim Dieselskandal wieder ganz deutlich zeigt.
Schlimm, dass die SPD bei alledem mitmacht. Und dann wundern sich die Genossen, warum sie bei den Umfragen immer weiter abstürzen.
Es gab einmal eine Zeit, in der die Industrie die Hauptsteuerlast trug. Diese hat man aber längst dem Bürger aufgebürdet. Nun soll die Industrie sogar nach Altmeiers Plänen jährlich um 20 Milliarden entlastet werden. Wir hören dauernd, dass sie „angekurbelt“ werden muss. Wann endlich läuft sie endlich wieder wie früher ohne Ankurbelung, dafür aber mit Zahlung gerechter Löhne, von denen die Leute leben können, ohne aufstocken zu müssen.
(Ich plädiere dafür, das Wort „ankurbeln“ zum Unwort des Jahres zu erklären, damit endlich einmal der Finger in die Wunde der sozialen Ungerechtigkeit gelegt wird,)

 

Die drei A-Worte der Kanzlerin


Die drei Lieblingsworte der Kanzlerin beginnen mit „A“: „Aufschwung“, „ankurbeln“ und „alternativlos“. Sie umreißen dadurch auch ganz einfach das Manko ihrer Politik:
Um mit dem „Aufschwung“ anzufangen, fragt man sich, was das für ein Aufschwung ist, bei dem es 40% der Menschen schlechter geht als 20 Jahre vorher. Und was sich sonst alles noch verschlechtert hat, lesen Sie hier: https://autorenseite.wordpress.com/2017/09/07/sind-wir-alle-krank/
Der Aufschwung ist also im wesentlichen ein nur nominelles Plus, das hauptsächlich von den Unternehmen kassiert wird, obwohl wir in Wirklichkeit gar kein Wachstum haben:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/09/15/die-luege-vom-wachstum/
Und was das „Ankurbeln“ anbetrifft, so hören wir dieses
Wort schon seit Jahren. Wenn man ein Auto dauernd ankurbeln müsste, würde man es auf den Schrottplatz bringen. Die Wirtschaft gleicht einem Patienten, der dauernd mit Transfusionen am Leben gehalten werden muss. Die Transfusionen sind in diesem Fall die Subventionen, die der Industrie auf unsere Kosten bezahlt werden. Wie hat sich doch alles geändert: Die Unternehmen waren einmal diejenigen, die mit ihren Steuern den Staat hauptsächlich finanziert haben. Heute sind es die Bürger mit der Einkommenssteuer, an deren Tropf die Wirtschaft hängt.
Um nun auf die angebliche „Alternativlosigkeit“ zu kommen: Es ist doch früher unter einer schwarz-gelben Regierung auch anders gegangen. Weshalb kehrt man nicht zu der sozialen Marktwirtschaft zurück, die einmal allen Wohlstand gebracht hat und nicht nur „denen da oben“.

Zitate zur Wirtschaft

Von der Politik hören wir dauernd das Wort „Ankurbeln“. Früher wusste man, dass ein Traktor, der nach dem wiederholten Ankurbeln nicht anspringt, kaputt ist und nicht weiter angekurbelt werden kann.

 

Ich bin zwar kein Wirtschaftswissenschaftler, aber mir sagt die Logik, dass es sinnlos ist, Geld, das man der Bevölkerung wegnimmt, in die Unternehmen zu pumpen, anstatt es den Bürgern zu lassen, damit sie kaufen können.