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Die blöde Geschwätzigkeit der Demokratie – Weg in der dritten Weltkrieg?

Die Ukraine fordert schwere Waffen und die Medien melden, dass etliche Ampelpolitiker diesem Wunsch entsprechen wollen. Was ich übel finde, dass sich dies alles in der Öffentlichkeit abspielt. Geheimhaltung kennt die Demokratie offenbar hier nicht, und das ist gefährlich, wie der ehemalige militärpolitische Berater von Altkanzlerin Angela Merkel meint: Brigadegeneral a.D. Erich Vad, sagte der Deutschen Presse-Agentur, solche Lieferungen seien potenziell ein „Weg in den Dritten Weltkrieg“.
Bisher achtete die Politik immer darauf, sich nicht direkt in den Ukraine-Krieg einzumischen, aber irgendwann ist halt die Grenze der Einmischung überschritten und man weiß nicht, wo Putin diese Grenze zieht. Deshalb ist es ein gewaltiger Fehler, über die Lieferung von schweren Waffen in aller Öffentlichkeit zu reden. Schlimm wäre es, wenn Vad Recht behielte und die mangelnde Geheimhaltung ein Weg in den dritten Weltkrieg wäre.

Was die Lieferung von schweren Panzern anbetrifft, so meine ich, dass diese Kampfmittel nicht so einfach zu bedienen sind wie ein Auto: Es handelt sich um ein hoch kompliziertes Waffensystem, das eine intensive Ausbildung erfordert. Wo soll die statt finden? Und wie lange dauert es, bis so ein Panzer in der Hand von Ukrainern einsatzbereit ist? Lohnt sich also die Lieferung schwerer Waffen überhaupt noch?

Kein guter Start der Ampel-Regierung

Die Ampelregierung hat keinen guten Start:
Die Regierung hat sich nicht getraut, einen Gesetzentwurf zur Impfpflicht vorzulegen:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/01/10/corona-feige-bundesregierung/
Und der bisher ausgezeichnete Ruf des Gesundheitsministers hat bei der Kürzung des Genesenen-Status Schaden gelitten.
Schließlich hat sich  die grüne Außenpolitik durch die Lieferung von 5.000 Helmen an die Ukraine lächerlich gemacht. Sogar der ehemalige Co-Bundesvorsitzende der Grünen, Reinhard Bütikofer sagte dazu: „Ich würde sagen: Die 5000 Helme – das ist bestenfalls peinlich“
Und Klitschko setzt noch einen drauf: „Was als Nächstes zur Unterstützung? Kopfkissen?“
So darf die Außenpolitik eines mächtigen Landes nicht aussehen. Warum hält die Außenministerin stur am falschen Prinzip fest: „Keine Waffen in Krisengebiete“?
https://autorenseite.wordpress.com/2022/01/26/ein-bloedes-prinzip-der-ampelkoalition/

Ich sehe derzeit nur den Arbeitsminister Heil in einem besseren Licht mit seiner längst fällig gewesenen Erhöhung de Mindestlohns und der Neuregelung der Minijobs.

Ein blödes Prinzip der Ampelkoalition

„Keine Waffen in Krisengebiete!“ So lautet ein wichtiger Grundsatz der Ampel. Diese Regel ist zwar im Normalfall richtig, aber im Fall der Bedrohung der Ukraine ist sie fehl am Platz.
Die Ukraine ist derzeit eine leichte Beute für Putin. Seine Panzer könnten in einem Tag in Kiew sein.
Wenn wir aber der Ukraine reine Verteidigungswaffen liefern würden, also beispielsweise Panzerabwehrkanonen, dann wäre der Preis, den Putin für die Eroberung der Ukraine zu zahlen hätte, hoch und das hätte innenpolitische Folgen für ihn. Das würde er wohl kaum riskieren.
Es bleibt also die Frage: Ist es klug, die Ukraine im Stich zu lassen, wenn doch Waffenlieferungen offensichtlich die Kriegsgefahr mindern würden?

Koalitionsverhandlungen: Der Sieger stand schon vorher fest

Wie die National Rifle Association in den USA die Interessen der Waffenlobby durchsetzt, so macht es die FDP in Deutschland mit der Blockierung des Tempolimits im Interesse der Raser. Beiden sind ihre Interessen wichtiger als Menschenleben.

Bei den Koalitionsverhandlungen stehen sich vor allem die FDP und die Grünen diametral gegenüber.  Zu einer Einigung zu kommen, ist so ähnlich wie die Quadratur des Kreises. Die FDP hat die Verhandlungen von vornherein erschwert, indem sie rote Linien gezogen hat. Und die Grünen werden das zu schlucken haben, weil sie mit regieren wollen.
Am Schluss der Verhandlungen werden die Parteien Bilanz ziehen und dem Volk stolz präsentieren, mit was sie sich durchgesetzt haben. Und dann wird das Zählen beginnen.

Es kommt aber nicht auf das Zählen der Themen an, bei denen sich die Parteien durchgesetzt haben, sondern auf deren Gewicht. Und da muss man sagen, von größtem Gewicht wird die Tatsache sein, dass sich die FDP mit ihrem Programm der schieren Unvernunft durchgesetzt haben wird:
> Über das Tempolimit ist genug geschrieben worden. In fast allen Ländern haben sich aus guten Gründen Geschwindigkeitsbeschränkungen durchgesetzt, denn Raserei bedeutet mehr Tote und mehr Abgase. Das steht fest.
https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/verkehrsplanung/tempolimit#tempolimit-auf-autobahnen-
https://www.spiegel.de/auto/aktuell/tempolimit-mit-130-km-h-sinken-die-unfallzahlen-drastisch-a-1249595.html
> Was das Nein der FDP zu Steuererhöhungen anbetrifft, muss ich hier ausnahmsweise drastisch werden: Die Deutschen sind kaum je so „verarscht“ worden wie durch Lindners Behauptung. so etwas schade der Wirtschaft. Ich wiederhole daher hier nochmals, was ich hier schon geschrieben habe, denn Lindner wiederholt gebetsmühlenartig, dass Steuererhöhungen „Gift für die Wirtschaft“ seien. Das Traurige an diesem Mantra der FDP ist zweierlei:
Erstens wird uns die Begründung für diese These nicht geliefert. Und zweitens wird diese Behauptung nicht kritisch hinterfragt. Die Mainstreammedien nehmen das wie üblich widerspruchslos hin. Nur ich alter Quertreiber habe hier schon früher deshalb Lindner angegriffen und die Frage aufgeworfen, ob der Mann nicht lügt, um seinen Schutzschild für die Reichen durchzusetzen.
Zunächst einmal sei Lindner daran erinnert, dass wir bei einer Regierungsbeteiligung der FDP schon höhere Steuersätze gehabt haben, ohne dass deshalb die Wirtschaft gelitten hätte. Bei den Steuererhöhungen ist es ja immer ähnlich wie bei den Erhöhungen des Mindestlohns. Erinnern Sie sich noch an dessen letzte Erhöhung? Da wurde uns prophezeit, dass viele Firmen kaputt gehen würden. Und was ist passiert? Nicht einmal ein lohnintensives Friseurgeschäft musste schließen.
Und nun nehmen wir einmal als Test für Lindners These die Einkommenssteuer eines Reichen unter die Lupe: Er wird sein Vermögen gestreut haben, also je ein Drittel in Aktien, Gold und Immobilien angelegt haben. Was die Aktien anbetrifft, so wird er wohl das Risiko breit gestreut haben und beispielsweise in den MSCI-World investiert haben. Davon hat die deutsche Wirtschaft nicht viel. Auch die Goldkäufe bringen unsere Wirtschaft nicht voran, sondern nur das Geschäft des Goldhändlers. Aber jedenfalls bei den Investitionen in den Immobilienmarkt sieht es anders aus, glaubt vielleicht mancher den Phrasen der FDP, denn mit dem Geld werden ja Wohnungen gebaut. Sicherlich ist das so, aber nur zum Teil, denn das meiste Geld fließt in den Altbestand der Städte. Wer Vermögen hat, kauft sich Wohnungen in in den schönen Altstädten von Paris, Barcelona, London oder Palma di Mallorca. Auch davon hat die deutsche Wirtschaft nichts. Die Folge solcher Immobilieninvestitionen ist, dass es sich die Einheimischen immer weniger leisten können, in beliebten Städten zu wohnen.
So gesehen ist es also Gift für den Wohnungsmarkt, wenn steuerlich geschonte Reiche nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld.
Was Lindner wohlweislich verschweigt, ist die Tatsache, dass das Geld, das der Staat durch Steuererhöhungen einnimmt, viel eher der deutschen Wirtschaft zugute kommt, also kein Gift für sie ist. So haben wir ja einen gewaltigen Investitionsstau: Marode Schulen, Brücken … Auch die Digitaloffensive erfordert viel Geld und das fließt in die deutschen Unternehmen.
Wir sehen also: Lindner hat jetzt bald mit völlig falschen Behauptungen sein Schäfchen der Reichen ins Trockene gebracht, ohne dass dies jemand kritisch hinterfragt hätte. Und das ist sein größter Erfolg.
Was das Schlimme daran ist: Die Schere zwischen arm und reich geht noch weiter auseinander, wobei gerade Corona noch als Beschleuniger wirkt. Und irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem das Volk das nicht mehr erträgt. Wir sehen jetzt schon, wie das Protestpotenzial ständig wächst und aggressiver wird. Eines Tages könnte es nicht mehr beherrschbar werden.

 

Was Söder nicht mit gekriegt hat

Herr Söder, Sie warnen vor einer Spaltung der Gesellschaft in Besserwisser (Grüne) und besser Verdienende (FDP). Das Wortspiel geht völlig daneben.  Sie haben offenbar nicht mitbekommen, dass die letzte Bundesregierung eine viel tiefgreifenderen Spaltung der Gesellschaft bewirkt hat, nämlich die zwischen arm und reich. Diese Schere ist unter Führung der Union immer weiter auseinander gegangen. Das ist sozialer Sprengstoff und  so werden die Demonstrationen immer heftiger und gewalttätiger.
Damit auch Sie verstehen, von was ich rede: Der von Ihnen mit getragene Merkelismus führt dazu, dass das arme alte Mütterchen beim Einkaufen über die Mehrwertsteuer mit dazu beiträgt, dass die Regierung Milliarden in die Autoindustrie pumpen kann.
Und schauen Sie mal hier, wie der Merkelismus mit Ihrer Beteiligung Deutschland verarmen lässt, damit die Reichen immer reicher werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/30/wie-der-merkelismus-deutschland-verarmen-laesst/

Und wenn Sie bei einer Ampelkoalition eine Massenzuwanderung befürchten: Was reden Sie über ungelegte Eier? Und da frage ich Sie, ob nicht Ihre Partei eine Politik betrieben hat, die nicht nur unmenschlich, sondern auch ein glatter Rechtsbruch ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/22/das-verlogene-asylrecht/
Können Sie ruhig schlafen, wenn Sie die Bilder von frierenden Kindern am polnischen Stacheldrahtzaun sehen? Was haben Sie denn getan, um diese schreckliche Lage zu beenden? Nur mehr Polizei an die Grenze!
Das Asylrecht lässt sich als Menschenrecht kaum abschaffen, aber (abgesehen vom ständigen Rechtsbruch) nur aufrecht erhalten, wenn man ein Land findet, das uns gegen viel Geld die Flüchtlinge abnimmt, die wir nicht haben wollen nach dem Muster der Türkei.
Übrigens: Haben Sie sich die Menschen einmal angeschaut, die da am Stacheldrahtzaun stehen? Könnten wir die Masse von ihnen nicht brauchen, wenn wir sie als Pflegepersonal ausbilden?

Die Ampelkoalition könnte nur von kurzer Dauer sein

Das, was SPD, Grüne und FDP vor haben, gleicht der Quadratur des Kreises. Ich habe hier ja schon Lindner beim Wahlkampf davor gewarnt, rote Linien zu ziehen. Nun kann er von diesen nicht abrücken, obwohl dies notwendig ist. Seine vorsintflutliche haushaltspolitische Agenda kann nicht auf die finanzielle Situation von heute übertragen werden – so Wirtschaftswissenschaftler, darunter ein Nobelpreisträger:
https://web.de/magazine/politik/vorsintflutlich-nobelpreistraeger-warnt-christian-lindner-bundesfinanzminister-36293764
Jedoch der arrogante Lindner fühlt sich gescheiter als ein Nobelpreisträger.
Ich bin zwar kein Wirtschaftswissenschaftler, habe aber hier unter einem anderen Gesichtspunkt Lindners Ideen als unsinnig entlarvt:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/19/beruht-die-ampel-auf-einer-luege/
Lindner betreibt also dreist Klientelpolitik für die Reichen und das wird in einem verarmenden Volk, in dem die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht und der Mittelstand stirbt, auf Widerstand stoßen. Das Protestpotenzial in Deutschland wird ja sowieso immer größer und aggressiver.
Protestbereit sind auch diejenigen, denen das Klima am Herzen liegt. Auch sie werden immer lauter und es kann sein, dass sie sich zu Aktionen wie in Großbritannien hinreißen lassen: Sitzblockaden auf den Autobahnen… Sie werden natürlich die Ablehnung des Tempolimits durch die Ampel zum Ablass nehmen, dagegen zu revoltieren. Der Ampelkoalition ist gleichgültig, dass die Mehrheit des Volkes ein Tempolimit wünscht. Was dem Ami sein Rifle ist der FDP die freie Fahrt für Raser und beides kostet Menschenleben.
Wahrscheinlich gehen wir unruhigen Zeiten entgegen. Da kann es sein, dass das Volk sich nach Ruhe und Ordnung sehnt und das könnte die Stunde der Union werden.

Beruht die Ampel auf einer Lüge?

Die Medien scheinen sich einig sich einig zu sein: Die FDP ist die Gewinnerin der Ampel-Sondierungsgespräche. Dabei wird allerdings nur gezählt, wer wie viel von seinem Parteiprogramm durchgesetzt hat. Richtiger wäre allerdings, wenn man nach dem Gewicht dessen geurteilt hätte, was nun Grundlage der Koalitionsverhandlungen ist. Und auch da ist die FDP auch eindeutig die Siegerin.
Die FDP ist ja die Schutzpatronin der Reichen und da muss man sich beim Wahlergebnis doch wundern, wie viele Reiche es in unserem Land gibt. Aber auch Menschen, die nur gut situiert sind und sich das Ehegattensplitting erhalten wollten, dürften die FDP gewählt haben.
Die FDP hat daher immer betont, dass zu den roten Linien für Koalitionsverhandlungen für sie gehört, dass die Steuern nicht erhöht werden. Und dazu wiederholt Lindner gebetsmühlenartig, dass Steuererhöhungen „Gift für die Wirtschaft“ seien. Das Traurige an diesem Mantra der FDP ist zweierlei:
Erstens wird uns die Begründung für diese These nicht geliefert. Und zweitens wird diese Behauptung nicht kritisch hinterfragt. Die Mainstreammedien nehmen das wie üblich widerspruchslos hin. Nur ich alter Quertreiber habe hier schon früher deshalb Lindner angegriffen und die Frage aufgeworfen, ob der Mann nicht lügt, um seinen Schutzschild für die Reichen durchzusetzen.
Zunächst einmal sei Lindner daran erinnert, dass wir bei  einer Regierungsbeteiligung der FDP schon höhere Steuersätze gehabt haben, ohne dass deshalb die Wirtschaft gelitten hätte. Bei den Steuererhöhungen ist es ja immer ähnlich wie bei den Erhöhungen des Mindestlohns. Erinnern Sie sich noch an dessen letzte Erhöhung? Da wurde uns prophezeit,  dass viele Firmen kaputt gehen würden. Und was ist passiert? Nicht einmal ein lohnintensives Friseurgeschäft musste schließen.
Und nun nehmen wir einmal als Test für Lindners These einen Reichen unter die Lupe: Er wird sein Vermögen gestreut haben, also je ein Drittel in Aktien, Gold und Immobilien angelegt haben. Was die Aktien anbetrifft, so wird er wohl das Risiko breit gestreut haben und beispielsweise in den MSCI-World investiert haben. Davon hat die deutsche Wirtschaft nicht viel. Auch die Goldkäufe bringen unsere Wirtschaft nicht voran, sondern nur das Geschäft des Goldhändlers. Aber jedenfalls bei den Investitionen in den Immobilienmarkt sieht es anders aus, meint vielleicht mancher, denn mit dem Geld werden ja Wohnungen gebaut. Sicherlich, aber das meiste Geld fließt in den Altbestand der Städte. Wer Vermögen hat, kauft sich Wohnungen in Berlin, Paris, London oder Palma die Mallorca. Auch davon hat die deutsche Wirtschaft nichts. Die Folge solcher Immobilieninvestitionen ist, dass es sich die Einheimischen immer weniger leisten können, in beliebten Städten zu wohnen.
So gesehen ist es also Gift für den Wohnungsmarkt, wenn steuerlich geschonte Reiche nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld.
Was Lindner aber wohlweislich verschweigt, ist die Tatsache, dass das Geld, das der Staat durch Steuererhöhungen einnimmt, viel eher der deutschen Wirtschaft zugute kommt, also kein Gift für sie ist. So haben wir ja einen gewaltigen Investitionsstau: Marode Schulen, Brücken … Auch die Digitaloffensive erfordert viel Geld.
Wir sehen also: Lindner hat mit völlig falschen Behauptungen das Schäfchen der Reichen ins Trockene gebracht, ohne dass dies jemand kritisch hinterfragt hätte. Und das ist sein größter Erfolg.

 

 

CDU und CSU: Wann endlich…

Merz schimpft gerade über die CSU und spricht von einem „Tiefpunkt der Zusammenarbeit“. Wenn er von „Zusammenarbeit“ spricht, ist das allerdings verfehlt. Die CSU arbeitet nicht mit der CDU zusammen, sondern gegen sie. Laschet hätte durchaus eine reelle Chance gehabt, eine Jameika-Koalition zustande zu bringen, aber Söder hat nicht nur Laschet demontiert, sondern auch die Möglichkeit einer Koalition von Union, FDP und Grünen. Diese Parteien wären eigentlich näher beieinander gelegen als eine Ampelkoalition, bei der die FDP größere Probleme hat, als die Grünen bei Jameika gehabt hätten. Aber die FDP wird wohl bei einer Ampel mitmachen, weil es sich nicht gut macht, mit der großen Wahlverliererin (Union) eine Regierung zu bilden. Außerdem hat sich die CDU – auch gerade dank „södern“ – zu einer Chaotentruppe entwickelt, bei der die FDP kaum noch weiß, mit wem sie verhandeln soll.

Da frage ich mich, was schon oft gefragt wurde: Wann endlich breitet sich die CDU auf ganz Deutschland aus, anstatt sich immer wieder von der CSU ein Bein stellen zu lassen?
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/11/zitat-zur-politik-3/
Allerdings ist jetzt wohl kaum der richtige Zeitpunkt für eine solche Entscheidung, denn aus bayerischer Sicht ist wohl die CDU schuld am Wahldebakel der Union, weil sie den „Kanzlerkandidaten der Herzen“ nicht zum Zuge kommen ließ. Nun hat sich die CDU zu einer Chaotentruppe entwickelt, die koalitionsunfähig ist. Daher hätte eine CDU neben der CSU nun nur sehr geringe Chancen, während sie früher sicherlich viele CSU-Wähler zu sich hinüber hätte ziehen können.

Kocht Söder sein eigenes Süppchen?

Zur Union fallen mir gerade zwei Ausdrücke ein, die es nur im Bayerischen gibt, die aber dafür umso treffender sind.
Zunächst hat sich ja die Union „patschert“ angestellt, als es um die Regierungsverantwortung ging: „Patschert“ ist ein typisch bayerisches Wort für besondere Unbeholfenheit: Laschet ist in einige Fettnäpfchen getreten und hat versäumt, die immer noch große Chance zu ergreifen, eine Regierung zu bilden. Er hätte ja sagen können, die „bürgerliche Mitte“, von der er immer sprach, hat trotz aller Verluste der Union die Mehrheit und müsse daher regieren. Er hätte seine Hand ausstrecken können gegenüber FDP und Grünen, indem er gesagt hätte: „Wir haben verstanden: Wir müssen uns ändern.“ Das hätte die beiden anderen Parteien hellhörig gemacht. Stattdessen kamen Quertreiber aus der Union und fürchteten, ein schwacher Laschet könnte zu viel von den Grundüberzeugungen der Union preis geben. Man fiel dem verhandelnden Laschet aus den eigenen Reihen in den Rücken. Soweit es sogar die eigenen Parteigenossen der CDU waren, kann man nur von Dummheit sprechen.

Anders verhält es sich mit Söder. Da kann man schon die Frage aufwerfen, ob er nicht ganz „hinterfotzig“ vorgegangen ist. Hinterfotzig beschreibt im Bayerischen eine besonders gemeine Art der Hinterhältigkeit:
Bei Tagesschau.de lesen wir : „CSU-Chef Markus Söder hat die Entscheidung von Grünen und FDP zu Dreier-Gesprächen mit der SPD als „de-facto-Absage an Jamaika“ gewertet. Söder sprach von einer „klaren Vorentscheidung“. „FDP und Grüne haben sich entschieden für diesen Weg der Ampel. Den müssen sie jetzt auch konsequent gehen.“
Da fragt man sich: Wie kommt der Mann dazu, FDP und Grüne aufzufordern, den Weg der Ampel konsequent zu gehen. Hätte er nicht sagen müssen: „Auch wir haben viel zu bieten“?
Offensichtlich hat er ein Interesse daran, dass sein Konkurrent Laschet, dem er schon öfter ein Bein gestellt hat, nun endgültig scheitert. Und das wird bei der nächsten Wahl wohl sicherlich den Ruf nach einem starken Mann (bzw.: „Kanzlerkandidaten der Herzen“) laut werden lassen. Raten Sie mal, wer das sein soll?
Da werden Erinnerungen an die unschöne Art wach, wie Söder seinen Vorgänger Seehofer abgelöst hat.

 

Nach der Wahl: Was nun Herr Söder?

Der Start ins Wahljahr hat für die CDU mit einer Bauchlandung begonnen. Und die ist noch glimpflich ausgegangen, weil etwa die Hälfte der Wähler ihre Stimme per Briefwahl abgegeben hat, also vor dem Maskenskandal.
Für die CDU/CSU zeichnet sich nun das „Gespenst“ einer rot-grünen Regierung oder Ampelkoalition ab. Da steht Söder vor der Frage, ob er sich zutraut, den Karren aus dem Dreck zu ziehen oder ob er sich zu schade ist, die sich abzeichnende Niederlage zu kassieren.
Spannend wird es auf jeden Fall. Wenn die CDU/CSU-Parteien überhaupt eine Chance haben wollen, dann nur mit einem Kandidaten, der radikal Schluss macht mit dem Merkelismus. Nur: ist Söder nicht der richtige Mann für einen solchen Wandel? Erinnert sei an seinen Verkauf von Sozialwohnungen. Man hat auch noch nicht von ihm gehört, wie es in sozialer Hinsicht anders weiter gehen soll.
Seine Chance besteht nur in seiner „demütigen“ (O-Ton) Wandlungsfähigkeit. Und weil er jung und dynamisch ist, würde er für eine Richtungskorrektur stehen können. Sagte er nicht schon einmal nach einer Bayernwahl: „Wir haben verstanden“? Unter diesem Motto könnte er wieder starten. Und das wäre die einzige Chance für die CDU/CSU. Opa Laschet stünde vielleicht in den Augen vieler nur für ein „Weiter so!“.
Gerade meldet sich Söder mit der Schlagzeile „frische Köpfe braucht die Union“, womit er wohl sich gemeint hat. Und noch einen Slogan hat er parat: „Wakeup-Call“. Das klingt halt zeitgemäß, während meine Rufe „Deutschland erwache!“ ohne Nachhall blieben. Dasselbe Schicksal hatte meine häufige Warnung „Deutschland stürzt ab“:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/21/deutschland-stuerzt-ab-14/
Da braucht nun der Kaiser halt neue Kleider: „Wakeup-call“. Das ist mal was anderes als der oft verkündete Aufbruch. Warum können wir nicht mehr deutsch reden und warum muss eine jämmerliche Truppe der Union „Taskforce“ genannt werden?
Herr Söder: Mit neuen Worthülsen kommen Sie nicht voran! Da hilft auch ein „Masterplan“ nicht weiter, sondern nur eine radikale Umkehr.