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Giftgas: Lüge als Mittel der Politik?

Vor zwei Jahren schrieb ich diesen Beitrag:

„Die Wahrheit zu sagen ist bourgeoises Vorurteil. Eine Lüge wird durch das zu verfolgende Ziel gerechtfertigt.“ ( Lenin)
Erleben wir nun im Syrienkrieg, dass dieser Ausspruch Lenins gerechtfertigt ist?
Obama und die ihm folgenden „braven“ Regierungen erklären, der Giftgaseinsatz gehe auf Assad zurück. Man ignoriert, dass ein deutsches Kriegsschiff ein Gespräch abgehört hat, in dem sich Assad ausdrücklich gegen den Einsatz von Giftgas ausgesprochen hat.
https://autorenseite.wordpress.com/2013/09/09/putin-wahrer-recht-ordnung-16368254/
Nun hat auch die Sendung Frontal einen völlig unverdächtigen Zeugen gezeigt (nach meiner Erinnerung einen Belgier, der sich bei den Aufrührern in Geiselhaft befand). Der Mann sagte aus, er habe mitgehört, dass der Anschlag auf die Rebellen zurückgehe.
Warum also wird uns dauernd das Gegenteil erzählt? Wollen die USA Syrien im Interesse von Israel klein kriegen? Warum ist Putin der einzige, der Aufklärung der Urheberschaft des Giftgaseinsatzes verlangt? Warum trauen wir uns nicht, uns ihm anzuschließen?

Und nun geht es wieder los mit den Vorwürfen über einen Giftgaseinsatz: Was sollen wir nun wieder glauben?

 

Macht es Putin besser?

Wir sind jetzt 14 Jahre in Afghanistan und viele Soldaten haben dort ihr Leben gelassen. Aber was haben wir erreicht? Ständig hören wir etwas von neuen Attentaten und die Taliban hatten gerade erst Kundus eingenommen, wo die Bundeswehr aufgeräumt hatte. Die Massen fliehen aus Afghanistan zu uns nach Deutschland. Man muss zugeben: Wir haben nichts erreicht.
Wenn nun Putin in Syrien eingreift, ist es eine Chance, dass jedenfalls dort etwas geschieht. Die Amerikaner haben dort ja eine totale Pleite erlebt: Ihre Bombardierungen haben nichts genützt. Und die Ausbildung und Bewaffnung von Soldaten haben nur bewirkt, dass diese ihr Kriegsmaterial an den IS verkauft haben. Man kann sagen: Die Amis haben eine halbe Milliarde in den Sand gesetzt.
Putin setzt auf Assad. Der Westen rümpft die Nase und findet, dass er mit einem Verbrecher sympathisiert. Aber vielleicht hat er Recht: Besser ein stabiles Regime mit Assad, der ja dann unter Aufsicht Russlands agieren müsste, als solche Verhältnisse wie jetzt. Ich glaube, es ist ähnlich wie im Irak: Die Amerikaner würden wohl viel dafür geben, dass sie die Zeit zurück drehen und Saddam Hussein wieder haben könnten, wo jedenfalls stabile Verhältnisse herrschten.

Drohnen: Wir können nicht mehr richtig diskutieren

Der deutsche Gutmensch ist gegen den Einsatz von Drohnen. Irgendwie ist er noch vom germanischen Denken beeinflusst, nach welchem der Krieg den Kampf von Mann gegen Mann bedeutet. Inzwischen gibt es bei der Bundeswehr aber auch Frauen und der Kampf wird mehr und mehr von der technischen Überlegenheit der kriegerischen Geräte bestimmt.
Die Drohne ist auch so ein Mittel, mit dem man im Krieg enorme Vorteile hat: Es braucht kein Pilot mehr zum Einsatz fliegen und sich der Gefahr aussetzen, abgeschossen zu werden. Nein, er kann statt dessen seine Aufgabe durch ein unbemanntes Gerät erledigen lassen. Warum sind dann aber so viele gegen den Einsatz von Drohnen, wo es doch darum geht, das Leben der eigenen Soldaten zu schonen? Das liegt an der Art, wie die Amerikaner die Drohnen eingesetzt haben: Sie haben mit diesem Kampfgerät nicht nur in Feindesland, sondern auch in neutralen und sogar verbündeten Ländern Häuser bombardiert. Und bei diesen Angriffen sind nicht nur die anvisierten Terroristen ums Leben gekommen, sondern vielfach mehr Zivilisten.
Eine vernünftige Diskussion dürfte eigentlich nicht die Drohnen an sich, sondern nur die Art ihres Einsatzes verteufeln. Bei den Drohnen ist es halt auch nicht anders wie beim Gewehr: Nicht das Gewehr an sich ist böse, sondern oft das, was damit angestellt wird.