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Germany first! Trump hat recht.


Trump hat es in Davos gesagt: „America first“ bedeute auch, dass natürlich auch andere Staaten ihr Land an die erste Stelle setzen können. Recht hat er. Merkel tut demgegenüber immer so, als sei Deutschland ein Wohltätigkeitsverein. Selbstverständlich sollte jeder Politiker in erster Linie das Wohl der eigenen Wirtschaft im Auge haben. Und das tut unser Land so sehr, dass es Trumps Reaktion geradezu heraus gefordert hat.
Zwei Sumpfblüten des modernen Wirtschaftslebens werden uns immer als die großartigen Antriebe des dauerhaften Aufschwungs vorgestellt. Doch was uns da erzählt wird, sind gewaltige Lügengebilde:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/01/08/die-globalisierungsluege/
Die Globalisierung war ja aus unserer Sicht deshalb ein Erfolgsmodell, weil wir es einmal durch unseren technischen Fortschritt zum Exportweltmeister gebracht haben. Und nun erreichen wir eine gute Exportquote mehr und mehr durch niedrige Löhne. Zu recht sprach Trump davon, dass er sich gegen Dumpinglöhne in anderen Ländern zur Wehr setzen wolle. Und da wird er wohl gerade Deutschland im Auge gehabt haben. Sind es nicht im Grunde genommen Dumpinglöhne, die unsere Wirtschaft zahlt, wenn ein erheblicher Teil der „hart arbeitenden Menschen“ von seiner Hände Arbeit nicht leben kann, sondern „aufstocken“ muss? So etwas hat es früher in Deutschland noch nie gegeben. Und all die sonstigen prekären Arbeitsverhältnisse in Deutschland (Leiharbeit, Zeitarbeit, Minijobs …) sind natürlich aus Trumps Sicht ein Grund, uns Lohndumping vorzuwerfen, und das mit Recht. Hinzu kommen ja auch noch die staatlichen Subventionen, die bei uns so üppig fließen und den freien Wettbewerb beeinträchtigen.
Der globalisierte Wettbewerb findet entweder über den technischen Fortschritt statt oder über den Preis. Beim technischen Fortschritt können wir immer weniger punkten, sondern werden insbesondere von China überholt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/01/11/deutschland-stuerzt-ab-ii/
Nun versuchen wir es, unsere Stellung über niedrige Preise zu halten. Das löst einen traurigen Wettbewerb nach unten aus: Wer in einer globalisierten Welt die niedrigsten Löhne zahlt, kann am billigsten verkaufen. Es ist gut, dass Trump dieser Art von Wettbewerb Einhalt gebietet, indem er Strafzölle einführt. Die EU hat schon mit Gegenmaßnahmen gedroht, falls sie betroffen sein wird. Es läuft also darauf hinaus, dass die Globalisierung gestoppt wird und die Länder sich abschotten.
Die Folgen wären:
>Unsere Exportindustrie bekäme Probleme.
>Ein weiterer Nachteil wäre, dass die Waren teurer würden, aber das würde dadurch ausgeglichen, dass weniger Steuermittel für Aufstocker und Subventionen bezahlt werden müssten, die Steuern also gesenkt werden könnten.
>Es wäre gut für die Umwelt, wenn Waren, insbesondere Autos nicht um die halbe Welt transportiert würden, um verkauft zu werden.
>In Afrika würde die Wirtschaft nicht darunter leiden, dass unsere alte Bekleidung, unsere Hähnchenabfälle und unser Milchpulver dort auf den Markt kommt.
Kurzum: Trumps Warnschuss kam zur rechten Zeit, damit einmal darüber nachgedacht wird, wie die durch die Globalisierung ausgelöste Lohnspirale nach unten gestoppt werden kann:
Seit 1980 sinken bei uns die Reallöhne trotz steigender Produktivität:
http://www.das-kapital.eu/lohnentwicklung.html

America first!


In mancherlei Hinsicht stimmt dieser Ausspruch. Das sehen wir jetzt bei der unterschiedlichen Behandlung der Dieselaffäre. Gerade hat Richter Sean Cox beim ersten Urteil gegen einen VW-Mitarbeiter im Abgas-Skandal keine Gnade gekannt und ist deutlich über die Forderungen der Strafverfolger hinaus gegangen. Der Konzerningenieur James Liang muss für 40 Monate in Haft und 200.000 Dollar Strafe zahlen. Und was ist inzwischen bei uns geschehen? Ein bisschen Software-Update ist bisher heraus gekommen, wobei sich die Experten einig sind, dass dies zu wenig bringt.
Schon mal haben die USA Europa erschreckt: Sie haben es doch tatsächlich gewagt, 14 Funktionären und Managern des internationalen Fußballs organisiertes Verbrechen und Korruption vorzuwerfen. Die Beschuldigten sollen seit Anfang der 1990er Jahre Schmiergelder von mehr als 150 Millionen Dollar von Vermarktern für die Vergabe von Fußballturnieren erhalten haben. 7 Haftbefehle wurden erlassen.
Und wie war es bei der Bankenkrise? Schauen Sie sich mal diese Liste an:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_h%C3%B6chsten_Strafen_gegen_Banken
Die Strafen lauten hauptsächlich auf Dollar, wurden also in den USA verhängt. Rechnet man die Milliardenstrafen wegen der Dieselaffäre hinzu, so ergibt sich. dass wir ausbluten und die USA kassieren.

„Trump-eltier“

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Trump hat sich gerade wieder einmal eine blutige Nase geholt, nachdem er sein Einreiseverbot nicht einmal mit „alternativen Fakten“ belegen konnte.
Interessant ist, dass Trump
auch mit seinem Slogan „America first!“ massiv kritisiert wird. Wieso eigentlich? Sollten nicht bei jedem Politiker die Interessen des eigenen Landes obenan stehen? Natürlich muss man in der Politik auf manchen Gebieten nachgeben, wenn man auf anderen etwas erreichen will. Das Ganze ist eine Geben und Nehmen, bei dem aber immer die Interessen des eigenen Landes im Vordergrund stehen sollten.
Nun meint Trump allerdings, dass eine Abschottungspolitik am besten den Interessen seines Landes dient. Das wäre ja mal ein interessantes Experiment:
Es kann ja mit der Globalisierung nicht so weitergehen wie bisher. Wenn die Industrie immer dort hingeht, wo die niedrigsten Löhne bezahlt werden, wird einmal die Näherin in Bangladesh und der Kuli in China das Lohnniveau bestimmen.
Aber auch die Abschottung ist ein zweischneidiges Schwert:
Wenn Trump die deutschen Autos mit Strafzöllen belegen würde, müssten wir das Gleiche mit amerikanischen Agrarprodukten machen, mit der Folge, dass die Amerikaner diese Erzeugnisse verbilligen müssten. Vielleicht verlieren die Amis dabei so viel, wie sie bei der Autoindustrie gewinnen könnten. Trump wird also mit seinem „America first!“ sehr vorsichtig sein müssen, um sich nicht auch hier eine noch blutigere Nase zu holen.
Immerhin hat er mit seinem „America first!“ allein schon viel erreicht: So hat General Motors gerade angekündigt, 7000 Arbeitsplätze in den USA zu schaffen und 450 Arbeitsplätze von Mexiko in die USA zu holen. Auch Hyundai, Toyota und Ford haben große Investitionen in den USA angekündigt. Vielleicht genügt ihm ja schon dieser Erfolg.