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Wer ist verschlafener: Deutschland oder die EU?

Dass Deutschland verschlafen ist, habe ich hier in zahlreichen Beiträgen dargetan, z.B.:
Deutschland erwache,
Deutschland stürzt ab.
Ich habe von Anfang an, als sich die großen amerikanischen Plattformen zu etablieren begannen, gefordert, das wir ein deutsches Gegenstück brauchen, weil es nicht angeht, dass wir all unsere Daten den Amis überlassen. Hätten sich Regierung, Fernsehen und andere Medien zusammen getan, hätte das sicherlich geklappt.
Aber die EU ist auch nicht besser: Erst jetzt wacht sie auf und will die Plattformen regulieren, weil die inzwischen die Meinungsführerschaft weitgehend übernommen haben. Nur wird das dauern und wie wird das funktionieren? Nehmen wir an, es würde ein EU-Kontrollgremium eingerichtet und dieses würde bei Facebook einen Beitrag beanstanden, dann wäre der noch lange nicht aus dem Netz. Womöglich bahnt sich dann ein Rechtsstreit an und wenn der entschieden ist, ist die Sache nicht mehr aktuell.

Vielleicht wäre das eine Idee: Man gründet ein europäisches Pendant zu Facebook, Amazon usw. Würde man beispielsweise ein europäisches Facebook gründen und dort alles Wichtige veröffentlichen, was man beeinflussen kann, dann wäre das ein erster Schritt. Und wenn man dann an die Bürger appellieren würde, dass unsere Daten bei uns bleiben sollen, dann würde das sicher manche zum Umschwenken veranlassen. Und das wäre wohl auch ein kleiner Schritt zur Stärkung eines europäischen Nationalgefühls.

Wie schön wäre es, wenn man in Zukunft auf Facebook lesen würde: „… nun auf xyz.eu“

 

Paketsteuer mit Fragezeichen

Ich bemühe ja immer, die Politik zu verstehen, aber oft gelingt mir das nicht, weil sie mir zu wenig erklärt wird.
Beispiel Paketsteuerpläne der CDU:
Die Steuer soll die Geschäfte der Innenstädte vor der billigeren Konkurrenz schützen und in ein Städtebauförderungsgesetz fließen. Aber es gibt schon viele Proteste dagegen, weil viele Innenstadtgeschäfte sich ein zweites Standbein über den Online-Handel aufgebaut haben. Und auch Kleinhändler, die übers Internet verkaufen, fürchten um ihre Existenz. Schließlich stößt auch der übliche Sermon der FDP: „Keine zusätzlichen Steuern!“ auf offene Ohren. So wird das also wohl nichts mit dieser Steuer.
Was ich aber nicht verstehe, ist dies: Warum verlangt man nicht, dass jeder seine Geschäfte dort zu versteuern hat, wo er sie tätigt? Dann müsste Amazon seine Gewerbesteuer in Deutschland zahlen und nicht irgendwo in einem Steuerparadies. Damit nicht Standorte von Amazon in diesem Fall zu viel Steuern bekommen, könnte man regeln, dass die Steuern ausländischer Konzerne in einen deutschen Steuerfond zur Förderung der Innenstädte fließen.
Warum schreckt man vor einem solchen Schritt zur Steuergerechtigkeit zurück? Das soll mir mal ein Politiker erklären. Ich vermute ja, dass man schädliche Reaktionen der USA befürchtet. So wäre also die derzeitige Rechtslage eine indirekte Subvention der Autoindustrie zu Lasten der Innenstädte.

Vorbild China? Sind wir sogar zu dumm zum Kopieren?

Chinas Online-Gigant Alibaba lässt uns staunen: Er erzielte einen Rekord bei der weltgrößten Rabattschlacht: Bis zu 583.000 Bestellungen pro Sekunde beim „Singles Day“ in China. Wahnsinn!
Die Chinesen haben ein eigenes Amazon-System aufgebaut und sind damit besonders erfolgreich, weil die sie nationalbewusst sind und im Lande kaufen.
Und wie sieht es bei uns aus? Nationalbewusstsein ist nicht „in“, das riecht vielen zu sehr nach AfD.
Bekanntlich werden wir immer dümmer. Sind wir nun sogar zu dumm zum Kopieren? Zunächst waren es ja die Japaner, die damit groß geworden sind, nun sind die Chinesen damit noch größer geworden.
Wir schauen zu. Es fehlt uns am unternehmerischen Mut. Man tut nichts, weil man meint, der Markt sei voll besetzt und dagegen komme man nicht an. Wirklich?
Ein instruktives Beispiel gegen solche Schlappheit ist LIDL. Als ALDI den ohnehin schon voll besetzten Markt der Lebensmittelgeschäfte eroberte, hat LIDL eine gleichartige Ladenkette aufgebaut. Oft stehen ALDI und LIDL nah beieinander und beide können gut existieren. LIDL soll sogar bei den Umsätzen ALDI überholt haben.
Warum hat man dieses LIDL-System nicht auf die IT- Branche übertragen? Hätte man nicht gleich, als Facebook, Twitter, Ebay usw. sich etablierten, dasselbe in Deutschland machen können? Das wäre den Deutschen lieber gewesen, als sich auf  ausländische Konzerne einzulassen, die unsere intimsten Daten in den USA horten und die es zu oft mit unseren Rechtsregeln nicht so genau nehmen. Ich habe ja schon damals, als Facebook auftauchte,  die Regierung und die deutschen Medien aufgefordert, gemeinsam etwas Gleichartiges in Deutschland zu etablieren. Aber was ist dann geschehen? Nichts. Die sind nämlich so dumm und wenig nationalbewusst gewesen und sind alle zu Facebook gegangen. Und dann ist natürlich die Masse gefolgt. Wenn dann viel zu spät deutsche Unternehmen versuchten, auf diesem Markt Fuß zu fassen, war der Zug längst abgefahren. So müssen wir zusehen, wie beispielsweise Facebook seinen Gewinn im Jahr um 25 % steigerte und dadurch dazu beitrug, dass zahlreiche amerikanische Unternehmen die wertvollsten der Welt sind. So verlagert sich der Wohlstand mehr und mehr in die USA. Und wir werden ausgebeutet, indem diese Unternehmen Steuern, die eigentlich in Deutschland erhoben werden müssten, ins billige Ausland verlagern.
Ich habe ja schon früh gefordert, den Amis entgegen zu treten, aber ich war nur ein einsamer Rufer in der Wüste (sprich: aus Bergen):
https://autorenseite.wordpress.com/2014/01/25/tolle-idee-deutsches-facebook-her-17627778/

Wie dumm sind wir eigentlich?


Philosophieren wir mal ein wenig:
Nehmen wir an, Sie hätten einen Fischteich und die Leute kämen einfach dorthin, um zu angeln. Das würden Sie sicherlich nicht dulden, sondern sich entweder die geangelten Fische oder die bloße Angelerlaubnis bezahlen lassen.
Auch Deutschland ist mit einem Fischteich vergleichbar. Da angeln Amazon, Facebook, Google & Co. Und sie zahlen bei uns nichts dafür. Weil Amazon die Geschäfte in unseren Innenstädten platt macht, gehen uns die Steuern, die von den Geschäften früher bezahlt wurden, verloren. Da wäre es doch ganz einfach, wenn Amazon seine hier erzielten Gewinne auch hier versteuern müsste.
Und wer
wie Google mit den Daten unserer Bürger Werbeeinnahmen erzielt, müsste auch dafür Steuern zahlen. Man könnte ja die Steuer ganz einfach pro Nase (User) pauschal festlegen.
Ich habe mich gewundert, dass der Staat, der bei Steuern immer recht erfinderisch war, hier noch nicht kassiert hat. Was ich mir so einfach vorstelle, scheint den Finanzministern Probleme zu bereiten: Beim EU-Finanzministerrat hat es jetzt endlich jedenfalls trotz unterschiedlicher Positionen der einzelnen Staaten immerhin den einheitlichen Willen gegeben, „ernsthaft und engagiert“ darüber zu diskutieren. Da kann man nur sagen: Na toll!

Die bemitleidenswerte Merkel

Ich habe ja schon öfter beschrieben, wie Deutschland immer mehr abgehängt wird.
https://autorenseite.wordpress.com/2018/03/28/wie-deutschland-immer-mehr-abgehaengt-wird/
Nur leider wollen wir es nicht wahr haben, sondern glauben den Mainstream-Medien, die in den Jubel der Kanzlerin über den ständigen Aufschwung einstimmen. Dabei wird immer verschwiegen, dass dieser Boom auf Kosten der Alten und Sparer durch Nullzins-Politik und ständige Ankurbelung erzielt wird.
Ganz anders läuft es in den USA: Gerade eben sehen wir es wieder: Google hat seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr um  73 % steigern können. Das ist ein Gewinn, den wir auch hätten machen können, wenn wir aufgepasst hätten und vergleichbare Unternehmen gegründet hätten.
Auch jetzt wieder nach dem Facebook-Skandal hätten wir die Chance gehabt, ein umfassendes deutsches soziales Medium zu schaffen. Aber wir tun praktisch nichts gegen Facebook & Co und so prallen solche Skandale an den großen Unternehmen ab.  Facebook konnte daher seinen Umsatz im Jahresvergleich um 49 Prozent auf fast 12 Milliarden US-Dollar steigern. Der Gewinn sprang um 64 Prozent auf fast fünf Milliarden Dollar.
Die Kanzlerin hätte einmal aus ihrer Leise-Treter-Politik heraus treten und mit der Faust auf den Tisch hauen müssen. Sie hätte sagen müssen: „Schluss damit, dass die USA Herren über unsere Daten sind. Wir gründen ein deutsches Facebook, in dem Regierung, Parteien, Medien usw. mitmachen. Und auch die Bevölkerung wird aufgerufen umzusteigen.“
Wenn nun die Kanzlerin zu einem Arbeitsbesuch bei Trump ist, ist sie in der traurigen Rolle einer Bittstellerin. Sie muss betteln: „Bewahre uns vor Strafzöllen!“ Sie könnte natürlich Trump darauf hinweisen, dass amerkanische Konzerne Deutschland aussaugen: So macht Amazon mit dem Internethandel die deutschen Innenstädte kaputt und verlagert die einstmals in unseren Geschäften erzielten Gewerbeeinnahmen in die USA. Sie könnte also Trump klar machen, dass demgegenüber unsere Gewinne durch Auto- und Stahlexporte nur Peanuts sind.
Aber all das wird nicht passieren, sondern die Mainstream-Medien werden es schon bejubeln, wenn Trump nun tatsächlich einmal der Kanzlerin die Hand gibt und er ihr nicht die Schuppen vom Kostüm wedelt. Trotzdem wird die Kanzlerin auf ihrem Arbeitsbesuch einen bemitleidenswerten Eindruck hinterlassen, nachdem Macron so glanzvoll empfangen wurde. Man darf gespannt sein, was Trump einfällt, um die Kanzlerin zu demontieren.

Privatisierung ist Ausplünderung des Volkes

Ich habe mich ja schon einmal damit befasst, dass in unserer asozialen Marktwirtschaft das Volksvermögen den gierigen Investoren zum Fraß vorgeworfen wird, und dies am Beispiel Post demonstriert:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/11/04/privatisierung-wieso-eigentlich/
Nun diskutiert man darüber, wie man die Schadstoffbelastung in den Städten verringern kann, und da stellt man auf einmal völlig überrascht fest, was voraus zu sehen war: nämlich dass zu viele Fahrzeuge für die Zustellung von Paketen unterwegs sind. In München sind das 6000 täglich. Nun überlegt man, wie man diese Verkehrsbelastung reduzieren kann. Mit etwas Voraussicht hätte man das Problem vermeiden können, indem man die gute alte Post am Leben gelassen hätte.
Statt eines einzigen Postautos, das früher die Pakete in einem Bezirk ausfuhr, kommen nun bei uns 6 Zustelldienste und alle fahren die selben Strecken. Was für ein Unsinn!
Das Ganze wird nun in der Vorweihnachtszeit zu einem besonderen Problem, weil immer mehr Waren im Internet bestellt werden und also der Zustellverkehr insbesondere dank Amazon gewaltig zunimmt.
Mir tun die schlecht bezahlten Zusteller immer leid: In oft völlig verstopften Straßen müssen sie ihr Fahrzeug irgendwo abstellen, um ein Paket auszuliefern. Ein Hupkonzert des behinderten sonstigen Verkehrs und wüste Beschimpfungen sind die Folge. Ich hätte für so einen Job keine Nerven

Gedanken zum Welttag des Buches

Am 23.4. ist Welttag des Buches. Deshalb kommen hier schon jetzt ein paar Gedanken zum Thema Buchhandel und Amazon:
An sich mag ich Amazon nicht. Warum soll ich Bücher bei Amazon bestellen, wenn die beim Buchhändler auch nicht teurer sind? Die Lieferung durch Amazon frei Haus hat für mich keinen Vorteil, weil ich ja nicht immer zu Hause bin. Da werden dann die Nachbarn belästigt oder ich muss das Päckchen vielleicht irgendwo abholen. Also ist doch für mich einfacher, wenn ich zum Buchhändler gehe, denn ich muss ja sowieso immer wieder in die Stadt. Und was habe ich davon, wenn mein Buchhändler zu denen gehört, die aufgeben müssen mit der Folge, dass unsere Stadt verödet?

Laden

Aber dennoch muss ich Amazon loben: Ich vertreibe meine Bücher selbst, weil ich finde, dass sie gut sind und sich deshalb von selbst durchsetzen sollen. Aber weil ich sie über Lulu verkaufe, haben sie eine amerikanische ISBN mit der Folge, dass sie vom Buchhandel im deutschen Recherche-Netz nicht zu finden sind. Das führt in der Regel dazu, dass der Buchhändler sagt, das Buch sei nicht erhältlich. Er könnte ja mal googeln, aber das tun er in der Regel nicht. Anders ist es bei Amazon: Da kann man meine Bücher bestellen:

http://www.amazon.de/Geschenk-f%C3%BCr-Dich-Peter-P%C3%B6hl/dp/1471656136/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1429427494&sr=8-1&keywords=peter+p%C3%B6hl+geschenk+f%C3%BCr+dich

LuluTitelhell

http://www.amazon.de/Adieu-Justitia-Peter-P%C3%B6hl/dp/1471659275/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1429427689&sr=8-1&keywords=peter+p%C3%B6hl+Adieu+justitia

JustitiaTitel

http://www.amazon.de/Verbotene-Zone-Peter-Rogenzon-ebook/dp/B00ONF3I6G/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1429427713&sr=8-1&keywords=peter+rogenzon

Verboten neu

Scheußliches Amazon

Ich wollte gerade ein Ebook bei Amazon veröffentlichen. Das hat nicht funktioniert. Ich kam nicht ins Amazon.Kindle-Programm. Ich wandte mich also an den Support, der das darauf zurück führte, dass ich womöglich versehentlich zwei Konten mit derselben Email-Adresse eingerichtet hätte. Ich müsste also eines löschen. Klingt überzeugend und einfach. Nur bin ich bei meinen umfangreichen Versuchen, ganz schlicht ein Konto zu beseitigen, gescheitert. Anscheinend will Amazon nicht, dass man so etwas macht. Wie einfach könnte das an sich gehen: Amazon könnte bei dem Stichwort Einstellungen auch die Funktion „Konto löschen“ einfügen. Das tut das Unternehmen aber nicht. Irgendwann gibt dann wohl jeder auf, und so kann sich Amazon mit einer Masse von Konten brüsten, von denen eine Vielzahl allerdings nur deshalb besteht, weil man sie nicht löschen konnte.

Warum ich nicht bei Amazon kaufe

Amazon ist wohl der größte Buchhändler der Welt. Warum soll ich dort kaufen und ihn noch größer machen? Die Bücher unterliegen der Preisbindung. Ich kann also bei Amazon keine günstigeren Preise erwarten. Wenn ich meine Bücher bei Amazon bestelle, bekomme ich sie zwar ins Haus geliefert, doch meist zu einer Zeit, in der ich nicht zu Hause bin. Dann wird die Sendung beim Nachbarn abgeliefert. Ich belästige also meinen Nachbarn mit dieser Art von Bucheinkauf. Was aber schlimmer ist: Ich mache damit die einheimischen Buchhändler kaputt. Ich mache mich also mitschuldig an der Verödung unserer Innenstädte.
Vgl.: Bayern kaputt (S. dort unter „Die Städte und Orte“
Dasselbe gilt auch für sonstige Bestellungen im Internet. Ein Shopping-Bummel ist doch ganz nett. Wenn ich im Internet bestelle, verzichte ich auf dieses Vergnügen.
Nun gibt es freilich Leute, die sich in den Geschäften darüber orientieren, was sie am besten kaufen sollten, beispielsweise bei Fernsehern. Dann aber bestellen sie das ausgewählte Gerät im Internet. Ist das fair?