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Manchmal wundere ich mich an meinem PC

Vieles am PC ist unnötig kompliziert, also rückständig. Aber andererseits wundere ich mich manchmal, was ich da auf meinem Schirm sehe:
Zu meinem Geburtstag sendet mir eine unbekannte Firma Grüße mit dem Teil meines zusammengeschriebenen Vornamens, mit dem ich angesprochen werde. Woher weiß die Firma, wie ich angeredet werde? Wo und wie fischt sie das raus?
Genau so bewundernswert ist die Tatsache, dass Firmen nachforschen, mit welchem PC man im Netz unterwegs ist. Kunden mit altem PC werden als ärmer eingestuft und erhalten günstigere Angebote.
Und wenn ich all das sehe, habe ich Angst vor dem Online-Banking. Gerade erhalte ich eine Warnung von PayPal über ungewöhnliche Aktivitäten auf meinem Konto. Ist die Mail echt? Was ist los auf meinem Konto? Keine Antwort.

Sind die Alten gescheiter als die Jungen?

Die Antwort ist einfach: Ja!
In den Augen der Jungen sind die Alten zwar Menschen, die oft nicht mal mit PC und Smartphone umgehen können, die Jahre lang nicht mehr im Kino waren… kurzum: die halt mit der modernen Zeit nicht mehr mit kommen – oder brutaler ausgedrückt: die dümmer sind als die Jugend.
Nun ist allerdings die Antwort nicht so einfach. Zunächst einmal muss man zwischen Klugheit und Intelligenz unterscheiden. Und da spielt der von mir entdeckte „Dummheitsquotient“ eine entscheidende Rolle:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/06/10/wichtige-entdeckung-dq/
Wenn man sich nur auf den Intelligenzquotienten beschränkt, sieht es auch schon düster aus: Der nimmt nämlich erwiesenermaßen erschreckend ab:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/29/der-niedergang-der-spezies-mensch-hilfe-wir-werden-immer-schlapper-kraenker-duemmer-und-impotent/
Deshalb sei hier einmal geschildert, wie anders die Alten gelebt haben. Wir lebten nachhaltig: Wir kauften jeden Tag ein: Die Milch war noch kein lange lagerfähiges Kunstprodukt auf Milchbasis. Der Gemüsehändler bot jeden Tag abwechselnd ein anderes frisches Gemüse an. Beim Schlachter gab es teures Fleisch, das man sich nur sonntags als Braten leisten konnte…
Joghurt gab es frisch im Glas mit einem Pappdeckel darauf und der schmeckte köstlich. Als dann die Plastikbecher aufkamen, befassten wir uns damit, ob das bedenklich ist. Und dann machten wir doch lieber unseren Joghurt selbst oder einen Kefir.
Mit der Marmelade war es dasselbe: Man kochte sie sich lieber selbst, als auf eine Fertigmarmelade aus dem Glas mit irgendwelchen Zusätzen zurückzugreifen. 
Kurzum: Man war misstrauisch gegenüber den Neuerungen und wollte lieber möglichst natürlich bleiben anstatt sich Stoffen auszusetzen, deren Folgen zu wenig erforscht waren.
Heute verlassen sich die Menschen darauf, dass das, was sie zu kaufen bekommen, unbedenklich ist. Die Folgen sehen wir gerade: Alle Kinder sind mit Stoffen belastet, die Allergien auslösen können: mit Weichmachern, Konservierungsstoffen… Wer an solchen Allergien leidet ist arm dran, denn dagegen gibt es keine Desensibilisierung.
Unser Zeitalter des Plastiks hat dazu geführt, dass die Welt, vor allem die Meere, immer mehr zugemüllt wird. Und dieser Müll macht nicht einmal vor unseren Gehirnen Halt. Auch dort lagern sich Mikroteilchen ab.
Die Liste der Änderung des Lebensstils ließe sich noch lange fortsetzen. Beispielsweise gehört der Klimawandel auch dazu.
Und da sollte man sich doch einmal jeder fragen, welche Generation gescheiter gelebt hat bzw. lebt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/

 

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Viele junge Leute freuen sich auf ihre Zukunft, während die Alten sie oft bemitleiden.


Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Corona: Der falsche Akzent

Im Bericht aus Berlin kam unterschwellig zum Ausdruck, was man immer wieder hört und was eine interviewte junge Frau ebenso falsch wie brutal ausdrückte:
„Warum soll ich mir das Leben versauen lassen, damit nicht ein paar Alte. die sowieso sterben, ein paar Jahre früher sterben?“
Man sieht, wie die derzeitige Diskussion über die Corona-Maßnahmen von einem Teil der Bevölkerung wahrgenommen wird.
Deshalb soll man hier nicht Alt und Jung auseinander dividieren:
Das Durchschnittsalter der Neuinfektionen liegt bei 35 Jahren und nicht bei 60 plus. Ein halbes Jahr früher lag dieses Alter noch bei 50 Jahren. Man sieht also, dass sich die Unvernunft vieler junger Leute hier auswirkt. Das sollte man ihnen klar vor Augen halten.
Und noch etwas sollte man zur Warnung immer wieder publik machen: Wenn auch die Sterberate bei jungen Leuten geringer ist, so besagt das keineswegs, dass Corona nicht auch bei Jüngeren schwer wiegende Folgen haben kann. Und darum sollte man im Fernsehen viel öfter junge Erkrankte zeigen, die ein schweres Schicksal zu ertragen haben.
Dann werden unvernünftigen Leuten solche Ansichten, wie sie oben geäußert wurden, vergehen.

Corona: Karneval nur in China?


Im Fernsehen wurden beneidenswerte Bilder gezeigt: Tausende Chinesen feierten dicht gedrängt ausgerechnet in Wuhan ohne Masken. Da erwarten wir doch eine Aufklärung: Sind die Chinesen inzwischen so leichtsinnig geworden oder haben sie eine Herdenimmunität erreicht, also einen Zustand, in dem sich das Virus tot gelaufen hat?
Die Bilder vermitteln leichtsinnigen Menschen den Eindruck, dass bei uns mit den Schutzmaßnahmen übertrieben wird. Gerade junge Menschen haben den Eindruck, dass ihnen der Spaß am Leben genommen wird, nur damit Alte nicht ein paar Monate früher sterben – Schließlich hätten ja auch andere Grippen mehr Tote unter den Alten gefordert, ohne dass es zu einem Lockdown gekommen sei.
Das – man muss es schon so sagen: – Blöde an der Corona-Pandemie ist ja, die die Verläufe der Krankheit ganz unterschiedlich sind. Manche merken nicht einmal, dass sie sich angesteckt haben. Andere fühlen sich nur grippekrank. Und schließlich gibt es auch schlimme Krankheitsverläufe. Da wäre es sehr wichtig dass man der Jugend klar macht, dass es diese Gleichung nicht gibt:
„Junge Leute = harmloser Verlauf; alte Leute = Krankenhaus.“
Deshalb sollte man immer wieder in den Fernsehnachrichten junge schwer-kranke Coronapatienten in der Klinik und danach interviewen, um den Altersgenossen zu zeigen, welche Risiken sie eingehen, z.B:
https://web.de/magazine/unterhaltung/adel/prinz-albert-monaco-tochter-jazmin-kaempft-coronavirus-35006320

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

„Wenn von einem „alten weisen Mann“ die Rede ist, denkt man eher an die Vergangenheit als an einen lebenden Deutschen.“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Merke es dir: Die Spanne zwischen „zu jung“ und „zu alt“ ist nur kurz.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

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Manchmal denke ich…

Manchmal denke ich, viele Politiker haben die falschen Berater. Sonst hätte Söder nicht so einen Unsinn reden können wie die Forderung nach einer Verjüngung des Kabinetts:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/06/nee-herr-soeder-so-nicht/
Ich habe ihm ja in diesem Beitrag prognostiziert, dass er Proteste der älteren Generation hervorrufen würde. Und genau so ist es auch gekommen.
Er war ja doch bisher auf einem guten Weg, so klammheimlich den Weg ins Kanzleramt zu schaffen, auch wenn er Bescheidenheit demonstriert hat. Aber nun scheint er AKK zu folgen, die ja auch so gern in Fettnäpfchen getreten ist.
Söder hat mit seiner Äußerung den Spaltungen, die unser Land belasten, eine weitere hinzu gefügt: Alt gegen Jung.
Es gab einmal eine Zeit, in der der Rat der Alten etwas galt. Aber heute blicken viele Junge auf die Alten herab und finden: Was soll ich mir denn anhören, was jemand sagt, der nicht mal mit einem PC richtig umgehen kann? Vielleicht kommt der ja bloß wieder mit der alten Leier: „Früher war alles besser„. Und womöglich redet der gar von so einem Blödsinn wie Verzicht, wo wir doch ständig einen Aufschwung brauchen. Die Alten, die nur eine Rentenlast darstellen, sollen uns nicht mit ihren längst überholten Ansichten belästigen. Wir brauchen neue Ideen!
Und wenn manche Junge so daher reden, denken Ältere oft: Ich komme mir jünger, nämlich geistig beweglicher vor als viele von euch, die so einrissig sind, dass sie nicht einmal anhören wollen, was Anderdenkende zu sagen haben (z.B.: De Maizière in der Uni).

Nee, Herr Söder, so nicht!


Söder fordert eine Verjüngung des Kabinetts. Da kann man nur fragen: Wieso? Denken wir nur mal zurück an die Anfänge der Bundesrepublik: Der „Alte von Rhöndorf“ (Adenauer) war doch unbestrittenermaßen einer der besten Kanzler, die wir je hatten.
In unserer leicht zu erregenden Gesellschaft müssten nun eigentlich die Alten – Entschuldigung: Senioren auf die Straße gehen und gegen ihre Verunglimpfung protestieren, wie gerade eben wegen der Umweltsau.
Man kann eine Verbesserung der Regierungsarbeit nicht einfach durch eine Verjüngung des Kabinetts erreichen, sondern nur durch Berufung der fähigsten Leute – gleichgültig, ob sie nun älter oder jünger sind. Und da hapert es bei uns. Man kann in diesem Lande Minister(in) werden, wenn man noch nie in dem Bereich Erfahrungen gesammelt hat, den man leiten soll. Warum werden nur selten Menschen Minister(in), die ihre Sporen im Berufsleben verdient haben?
Seltsam ist, dass Söder bei der Gelegenheit einen der jüngeren Minister lobt: Scheuer habe gute Arbeit geleistet. Der Mann, der offensichtlich durch voreilige Vertragsabschlüsse einen Schaden von mehreren hundert Millionen Euro verursacht hat, müsste längst seinen Hut nehmen, ohne dass es eines Untersuchungsausschusses bedarf.
Söder hat ein Eigentor geschossen, um bei seiner Fußballsprache zu bleiben („zweite Halbzeit“). Er betreibt das Geschäft der Opposition, wenn er öffentlich eine Verjüngung des Kabinetts fordert, anstatt erst einmal in seiner Partei anzufangen: Sie stellt ja wohl den ältesten Minister (Seehofer). Ist das, was Söder nun an die große Glocke hängt, vielleicht auch wieder eine Spitze gegen seinen alten Intimfeind?
Man kann nicht Alt gegen Jung ausspielen – genau so wenig wie fortschrittlich gegen konservativ oder Frauen gegen Männer, sondern die Mischung macht‘s.

„Altweibersommer“ und Feminismus

Seit unvordenklicher Zeit gibt es Wetterhäuschen, bei denen grundsätzlich ein Mann mit Schirm schlechtes Wetter anzeigte, während eine Frau als Symbol für Sonnenschein galt. Keinem Mann wäre es jemals eingefallen, dagegen zu protestieren. Doch als dann die Meteorologen den Spieß umdrehten und den Tiefs weibliche Namen gaben, mussten sie dies wegen des Widerstands der Frauen wieder aufgeben.
Man könnte also meinen, die Männer seien das tolerantere Geschlecht.
Nun gibt es aber immer noch den Altweibersommer – und das wundert mich: Sind also Frauen genau so tolerant?
Wo bleibt die voraus eilende Unterwürfigkeit der männlichen Meteorologen, die erwarten ließe, dass dieses Wort aus dem Wortschatz gestrichen würde – etwa so, wie es dem „Neger“ ergangen ist.
Und wenn die Männer dazu zu unsensibel sind, dann möchte man meinen, dass der Altweibersommer jedenfalls dem weiblichen Protest anheim fallen würde.  Nichts dergleichen passiert. Warum das so ist, dazu habe ich eine Theorie:
Der Altweibersommer heißt ja so, weil zu dieser Zeit die Spinnen auf ihren Fäden durch die Landschaft reiten und diese Fäden an graue Haare erinnern. Nun gibt es aber praktisch kaum noch Frauen mit grauen Haaren, denn fast alle lassen sich ihren Kopfschmuck färben. Deshalb fühlen sie sich nicht als alte Weiber, sondern höchstens als Seniorinnen. Und so wird es weiterhin den Altweibersommer geben, weil sich auch keine Feministin davon betroffen fühlt, zumal ja diese barbusige Kampftruppe des weiblichen Geschlechts noch nicht ans Alter denkt.