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Tierschutz extrem – Morddrohungen inbegriffen

Schön ist es nicht, was wir mit den Tieren treiben: Manche stehen ein Leben lang in einem dunklen Stall, wo ihnen das Futter vorgeworfen wird:

Der Tierschutz nimmt sich dieser Tiere an und fordert überhaupt völlige Veränderungen:
Verbot der Haltung von Wildtieren in Zoos und Zirkussen,
Abschaffung der Kuhglocken,
Verbot von Pferdekutschen,
Verbot von Almabtrieben

Manchmal schießen die Tierschützer aber übers Ziel hinaus: Die feierlichen Almabtriebe haben eine lange Tradition und sind ein Highlight im Fremdenverkehr. Wenn die Tierschützer meinen, der Abtrieb erschöpfe die Tiere und manche würden sich ein Bein brechen, so denke ich an die Bergsteiger. Auch sie sind beim Abstieg oft erschöpft und es kommt zu Beinbrüchen. Aber kein Menschenschutzverein ist da, um das Bergsteigen zu verbieten.
Schrecklich finde ich, dass auch der Streit über den Almabtrieb genauso entartet wie andere Auseinandersetzungen im Internet: Es kommt sogar zu Morddrohungen, denen schon einige Almabtriebe zum Opfer gefallen sind.

Das Traurige an unserem Land ist, dass sachliche Diskussionen immer weniger möglich sind. Der Kanzler wird gerade nieder geschrien. Ein kurzes Aus-buhen zur Begrüßung sollte genügen, um dann miteinander zu diskutieren. Zum Alltag gehört inzwischen auch, dass man den Gegner mit Mord bedroht, so auch nun im Tierschutz.
Auch ich bin öfter mit Mord bedroht worden. Lesen Sie dazu die Kurzgeschichte: „Ein ganz normaler Tag in der Leseecke.

Danke, dass Ihr weg fliegt

https://autorenseite.files.wordpress.com/2020/09/loedensee.jpg

Schaut Euch das an: so schön ist’s bei uns und so leer. Man teilt diesen See bei Ruhpolding nur mit den Kühen und ein paar Kennern. Und wenn ich dann sehe, was andere aus ihrem Urlaub machen, dann frag ich mich, ob das Erholung sein soll: Stundenlanges Anstehen am Flugplatz und dann am Urlaubsort Menschenmassen im pi-warmem Wasser:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/nachrichten_artikel,-meer-vor-dem-ballermann-wird-zur-warmen-bruehe-_arid,719432.html
Da kann ich diesen Leute nur sagen: Danke, dass Ihr weg fliegt und dass Ihr uns unsere Ferienidylle lasst.

So schön war’s heut‘ bei uns


So was gibt’s noch: Heute war ich beim Baden im Lödensee (bei Ruhpolding). Den hatte ich fast ganz für mich bis auf die Kühe und ein paar Kenner.

Hinterher ging’s zur Windbeutelgräfin:

Über der Tür steht der stolze Spruch: „Extra Bavariam non est vita et si est vita, non est ita.“ (Außerhalb Bayerns gibt’s kein Leben und wenn doch, ist es kein solches.) Wie wahr, gerade heute, wenn man die überlasteten Flughäfen im Fernsehen sieht.


Die offenen Silberdisteln verheißen schönes Wetter für die nächsten Tage.

 

Meine Erinnerungen an die Marmolata

Ich habe die Marmolalta-Südwand durchstiegen und vorher in der Contrin-Hütte übernachtet. Dort hing ein Spruch an der Wand: „Bergsteiger, die die Marmolata-Südwand durchsteigen wollen, werden gebeten, vorher zu zahlen!“ Eine charmante Warnung!
Natürlich war ich oft im landschaftlich schönsten Skigebiet zum Ski fahren. Die Dolomiten mit ihren herrlichen Berggestalten sind einfach einmalig. Und so war ich natürlich auch mit Skiern auf der Marmolata.

Und wenn ich nun von dem Unglück an der Marmolata lese, frage ich mich: Was taten die Bergsteiger um 13.45 Uhr auf dem Gletscher? Wer sich auf einem solchen Eis bewegt, sollte beim ersten Morgengrauen starten und mittags wieder herunten sein. Gerade im Zeichen des schmelzenden Permafrostes sind die Gletscher noch gefährlicher geworden, wie das Unglück zeigt.

Hier ist immer was los

In Bergen haben wir viele Vereine, die ihre Sommerfeste veranstalten. Aber auch am Himmel ist immer wieder was los: Mal kommt ein Ballon. Und vom Hochfelln fliegen die Paraglider. Ganz selten schaut auch der König der Lüfte vorbei: der Adler. Er kreist dann majestätisch ohne einen Flügelschlag.

In den Bergen wird’s gefährlich

So sieht der Waldbahnweg bei Weißbach aus. Hier fuhr einst eine Bahn das Holz, das in der Saline von Bad Reichenhall gebraucht wurde, zu Tal. Später, als die Bahn abgebaut wurde, machte man einen schönen Wanderweg daraus. Der ist nun ein Opfer des Klimawandels geworden. Durch den vielen Starkregen ist das Erdreich an den steilen Hängen so sehr durchnässt, dass es mit den Bäumen abrutscht. Deshalb ist der Weg jetzt gesperrt.
Gerade ist in Österreich wieder mal eine Mure auf die Felbertauernstraße abgegangen, auch eine Folge des Starkregens.
Eine weitere Gefahr droht in den Bergen durch das Schmelzen des Permafrosts. Der hat bisher Geröll und Felsmassen zusammengehalten. Und nun lösen sich die Berge an manchen Orten auf und dann gibt es Tote. Vielleicht ist ja auch der tödliche Unfall, der sich gerade im Kaisergebirge ereignet hat, darauf zurück zu führen.
Auch auf den Gletschern wird es gefährlicher: Man kann sich nicht mehr darauf verlassen, dass Eistürme stehen bleiben, wenn man früh unterwegs ist.
Um die Gefahren zu bannen, hat man entlang der Alpenstraße mit Millionenaufwand Fangnetze längs der Straße errichtet, um die Felsbrocken abzufangen, die früher vom dichteren Wald aufgehalten wurden.
Der Klimawandel macht sich also in den Alpen besonders bemerkbar, wie wir auch am eklatanten Abschmelzen der Gletscher sehen.