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Die verschlafene SPD wacht auf

Die SPD hat unter dem Kanzler Schröder ihren größten Fehler begangen, indem sie ihre Klientel verraten hat mit Hartz-IV und Agenda 2010.
Nachdem die Partei nun in der Wählergunst (besser gesagt: Ungunst) auf 15 % abgesunken ist, dämmert den Genossen, dass etwas getan werden muss, zumal Wahlen anstehen. Deren Ergebnis wird allerdings anzeigen, dass die Partei viel zu spät reagiert hat.
Seit Jahren mahne ich hier: „Deutschland erwache!“, z.B. hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/05/22/deutschland-erwache-20439717/
Aber die SPD schlief weiter. Sie hätte eigentlich immer deutlich machen müssen, was sie einerseits gerne tun würde und was sie andererseits nur in der GroKo durchsetzen kann. Stattdessen verkam sie zu einer Mehrheitsbeschafferin für die Kanzlerin.
Eine wache SPD hätte niemals zuschauen dürfen, dass sich die Schere zwischen arm und reich immer mehr öffnete.
Die SPD sollte sich bewusst machen, dass sie noch unheimliches und unverdientes Glück gehabt hat: Wie sich rechts von CDU/CSU die AfD breit gemacht hat, wäre links von der SPD noch viel mehr Platz für eine neue Partei:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/

So werden wohl demnächst viele aus Verzweiflung die AfD wählen, nicht weil sie deren Programm gut finden, sondern allein aus Protest.

Das Schröder- und das Seehofer-Prinzip

Der frühere Bundeskanzler Schröder hat seinerzeit die Wahl m.E. wegen der Agenda 2010 verloren. Kein Wunder, dass seine Nachfolgerin nicht müde wird, dieses Programm immer wieder zu loben, hat es ihr doch den Wahlsieg gebracht und ihr den Zwang abgenommen, sich selbst damit zu befassen und sich unbeliebt zu machen. Schröder sagte einmal sinngemäß, man müsse das Richtige tun, auch wenn man sich damit unbeliebt machen würde.
Seeehofer dagegen warnt gerade vor einem Stimmenverlust von CDU/CSU: Man kann es also auch anders machen als Schröder und man kann als Politiker darauf schauen, was die Wähler wollen. Notwendige schmerzhafte Einschnitte wird man aber so wohl nicht durchsetzen.