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WordPress: Schreckliche Änderung

Das ist ja schrecklich, was sich WordPress wieder einfallen ließ.
Wie schön und einfach war es doch, als schlichte Nutzer wie ich mit dem Classik Editor arbeiten konnten. Später konnte man immerhin noch den ganzen Beitrag auf den alten Editor umschalten. Das geht jetzt nur noch für einen Absatz.
Aber nun kommt das Schlimmste: Die Darstellung der Beiträge wurde geändert. Und das hat bei mir zur Folge, dass bei den Entwürfen manche Beiträge nur noch gekürzt erscheinen. Der Rest ist verschwunden.
Und bei dem obigen Beitrag weiß ich nicht, wie ich ihn bearbeiten soll und ob es sich überhaupt um einen Entwurf handelt, denn er hat schon ein Like bekommen.
Die gespeicherten Schlagwörter kommen auch nicht mehr.
Sagt mal, Ihr genialen WordPress-Nerds, warum könnt Ihr nicht ganz einfach die Möglichkeit vorsehen, dass man mit einem Klick beim alten Classik Editor verbleiben kann?

Gegen den Widerstand der Kirchen: Die Kinderrechte gehören ins Grundgesetz!


Gerade höre ich in den Nachrichten etwas, was auf den ersten Blick verwundert: Die
Kirchen sind gegen die Pläne der Justizministerin, den Artikel 6 des Grundgesetzes um folgenden Absatz ergänzen:
„Jedes Kind hat das Recht auf Achtung, Schutz und Förderung seiner Grundrechte einschließlich seines Rechts auf Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit in der sozialen Gemeinschaft. Das Wohl des Kindes ist bei allem staatlichen Handeln, das es unmittelbar in seinen Rechten betrifft, angemessen zu berücksichtigen. Jedes Kind hat bei staatlichen Entscheidungen, die seine Rechte unmittelbar betreffen, einen Anspruch auf rechtliches Gehör.“
Dieser Absatz ist notwendig, weil die UN-Kinderrechtskonvention vorschreibt:
„Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstigen Maßnahmen zur Verwirklichung der in diesem Übereinkommen anerkannten Rechte.“
Wenn die Gegner dieser Grundgesetzänderung behaupten, die Kinder seien durch die allgemeinen Grundrechte genügend geschützt, so ist das kein echtes Gegenargument, denn man kann ja durchaus noch einmal zusammenfassend die Kinderrechte festschreiben.
Wie notwendig das ist, zeigt beispielsweise die Kinderarmut in Deutschland:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/03/kinderarmut-nicht-so-schlimm/
https://autorenseite.wordpress.com/2016/05/31/kinderarmut-in-deutschland-2/

Erstaunt hat mich, dass die Vertreter sämtlicher Religionen die Grundgesetzänderung ablehnen und dass dabei etwas zu beobachten ist, was man selten sieht: Sie sind sich einig: Man befürchtet eine Einschränkung der Elternrechte und wir hören das Schlagwort vom linken Populismus.
In Wahrheit geht es um etwas anderes: Die Religionen sehen durchaus mit Recht die Gefahr, dass ihre Möglichkeiten, sich schon früh der Kinder zu bemächtigen, eingeschränkt wird. Es könnte durchaus sein, dass die beabsichtigte Grundgesetzänderung beispielsweise dazu führt, dass die Beschneidungen vom Verfassungsgericht verboten werden und dass auch die Taufe von Babys als Missachtung von deren Persönlichkeitsrecht betrachtet wird:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/01/unorthodoxe-gedanken-zum-sonntag/

Papst: ein frustrierender Job

Es ist ja ganz merkwürdig, wie unterschiedlich die Einstellung der Menschen zu ihrem Beruf ist. Die einen streben nach hohen Ämtern und freuen sich, wenn sie ihr Ziel erreicht haben. Die anderen sehen mehr die Verantwortung und Belastung und nehmen, wie es Kardinal Döpfner bei seinem Amtsantritt sagte, „ihr Kreuz auf sich“.
Dies ist die eine Verschiedenartigkeit der Menschen hinsichtlich ihres Berufs.
Es gibt aber auch eine andere Betrachtungsweise: Wohl jeder Mensch muss in seinem Beruf etwas machen, was ihm gegen den Strich geht: Beispielsweise kommt es vor, dass der Lehrer den Lehrplan falsch findet, oder dass der Maurer ein Haus bauen muss, das nicht in die Landschaft passt… Das ist für viele beruflicher Alltag.
Wie aber verkraftet es ein Mensch, wenn er sich für seinen Job so viel vorgenommen hat und praktisch nichts davon verwirklichen kann? Wir alle kennen so einen: Papst Franziskus. Wahrscheinlich möchte er gern ein Zeichen setzen und würde vielleicht gerne einen großen Teil des unermesslichen Kirchenvermögens für die Hungernden spenden, wenn er denn dürfte. Aber es scheint im Vatikan Kräfte zu geben, die solche „Versuchungen“ ausbremsen können.
Ja, Sie meinen, vielleicht könnte der Papst dann etwas machen, was kein Geld kostet. Nein, das geht auch nicht. Nehmen wir an, er würde die Frauen gleichberechtigt zum Priesteramt zulassen. Dann gäbe es eine Revolution in der Kirche. Als die anglikanische Kirche genauso wie unsere protestantische Kirche Frauen im Priesterberuf zuließ, sind viele aus dieser Kirche ausgetreten und katholisch geworden. Wenn dort nun auch Priesterinnen in der Katholischen Kirche amtieren würden, käme es unweigerlich zu einer Kirchenspaltung. Was also kann der Papst tun? Nichts! Er kann höchstens ein paar niedere Ämter für Frauen öffnen und damit die Hoffnung auf einen völligen Wandel stärken.
Vielleicht ändert der Papst ja etwas an der Zulassung Geschiedener zur Kommunion, werden Sie erwarten. Aber auch das ist nicht einfach für ihn. Schließlich hatte ja sein Vorgänger gesagt, alles müsse so bleiben, wie es ist, denn man müsse Gott mehr gehorchen als den Menschen. Bei diesen starken Worten kann Franziskus nicht einfach sagen, es sei alles falsch gewesen, was Benedetto dazu verkündet habe. Als Ausweg bleibt ihm nur, die verfahrene Situation dadurch zu beheben, dass er die Frage der Zulassung zur Kommunion dem einzelnen Beichtgespräch überlässt, wie sich nun andeutet.
Er kann jedenfalls nicht das sagen, was ich hier schreibe: Wenn Jesus gesagt hat, der Mensch solle nicht trennen, was Gott verbunden habe, so hat er damit nichts über den treulos verlassenen Ehegatten gesagt. Franziskus aber würde seinen Vorgänger desavouieren, wenn er sich dieser Sicht anschließen würde.
Man sieht also, der Papst hat es nicht leicht. Er kann wahrscheinlich nicht tun, was er gerne möchte. So bleibt ihm nur, Zeichen zu setzen, indem er schlicht wohnt, in der Mensa isst und einen Kleinwagen fährt.
Ob es ein Zeichen ist, dass er sich zur Zeit nicht wohl fühlt und die Frühmesse nicht gelesen hat? Es muss einen doch krank machen, wenn man sieht, was aus der von Jesus gegründeten Kirche geworden ist. Allein schon dass äußere Bild sagt mehr als tausend Worte: Auf der einen Seite der schlichte gute Hirte von damals und auf der anderen Seite heute die pompösen Oberhirten als seine Nachfolger.