Archiv der Kategorie: Bayern

So schön war’s heut‘ am Berg

Wir waren heute auf dem Soleleitungsweg unterwegs. Man kann ihn in beliebiger Länge begehen. Ein Stück davon nennt sich „Balkon Gottes“ und wer mal da war, weiß warum.
Wir haben es uns heute bequem gemacht und sind ein kurzes Stück von Gerstreit zum Söldenköpfl gewandert. So schön ist’s dort:

Gipfelblick: Bayern schön und kaputt

Heute war ich auf dem Inzeller Kienbergl und da hat man einen herrlichen Ausblick auf Ruhpolding…

… und Inzell:

Und dann sieht man noch etwas Interessantes:


Wo einst Kühe grasten, sieht man nun das Gras in Plastikballen auf der Wiese und die armen Kühe stehen im Stall. Fast überall wird so in der Landwirtschaft gearbeitet. Schauen Sie sich dazu dies an:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/

Essensgutscheine für alle zur Unterstützung der Gastronomie


Die Stadt Traunstein hat sich etwas Tolles einfallen lassen: Alle Bürger erhalten einen Essensgutschein im Wert von 10 Euro (Kinder die Hälfte). Damit soll die Not leidende Gastronomie unterstützt werden. Ich bin mir nicht sicher, ob das mit EU-Recht vereinbar ist.
Tatsächlich ist zu ja beobachten, dass die Menschen unter dem Einfluss der Corona-Krise ihre Essensgewohnheiten geändert haben: Sie kochen mehr selbst und essen weniger Fleisch. Gerade bei vegetarischen Speisen sieht es nämlich leider in vielen bayerischen Gasthäusern nicht gut aus: „Kasspatzen“ oder Salate — das ist oft alles. Beides ist nicht mein Geschmack.
Beim Selbst-Kochen haben die Menschen gemerkt, wie billig das Leben auf diese Weise sein kann, zumal die Gasthäuser teilweise teuer geworden sind, weil sie einen finanziellen Nachholbedarf haben.
Wir haben in Bayern so viele herrliche Gasthäuser, so dass allein schon ein Besuch dort sein Geld wert ist. Deshalb wird sich das Selbst-Kochen in Grenzen halten.

 

Der Mensch is a Sau!

„Der Mensch is a Sau!“ hörten wir einst schon vom Kabarettisten Qualtinger. Und ich habe festgestellt, dass es immer schlimmer wird: Der Boden ist voll von ausgespuckten Kaugummis, so dass der teuerste Granitbelag schäbig aussieht:

Überall wird herum gesprüht, sogar in der angelegensten Gegend (bei uns):

Und alles wird beklebt:

Die Menschen pieseln in die Schwimmbäder und die Wettkampfschwimmer brüsten sich sogar im Fernsehen damit. Deshalb müssten die Bäder eigentlich solche Schilder aufstellen:

Ja, es sieht schlimm aus überall: https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/12/der-mensch-is-a-sau-aufkleber-ueberall/

Ach, wie schön war es zu Beginn der Corona-Pandemie. So herrlich ruhig und sauber war es in der Natur. Aber dann, als Hotels und Campingplätze geschlossen blieben und die Menschen mehr Bewegungsfreiheit bekamen, brachen Horden von „Naturfreunden“ über uns herein:
https://www.suedost-news.de/startseite_artikel,-wohnmobilwahnsinn-im-talkessel-camper-nutzen-oeffentliche-parkplaetze-faekalien-und-muell-_arid,571289.html

Manchmal denke ich an früher zurück: Da war es verboten, den Rasen im Englischen Garten in München zu betreten. Und heute sehen wir die Menschen überall beim Grillen und hinterher müssen ihre Hinterlassenschaften mühsam beseitigt werden. Im Fernsehen sah ich Interviews mit solchen „Dreckbären“. Die hatten überhaupt kein Unrechtsbewusstsein. Der eine meinte, er schaffe Arbeitsplätze, wenn er seinen Dreck hinterlasse und andere diesen beseitigen müssten. Ein anderer sagte, auf seinen hinterlassenen Müll angesprochen: „Das machen doch alle!“

Die Dummheit der Menschen kommt gerade beim Tourismus zum Ausdruck. Er zerstört seine eigenen Wurzeln: die unberührte Natur.

 

So war es einmal – oder wie sich Deutschland verändert hat.


Als ich als junger Mann die wichtigste Weiche in meinem Berufsleben stellte, stand ich vor der Frage: Sollte ich in München bleiben und mir ein Häuschen am Stadtrand leisten oder sollte ich in eine bayerische Kleinstadt am Rande der Alpen ziehen und mir dort ein Haus in schöner Lage bauen? Ich entschied mich für das Letztere Und so suchte ich mir ein Baugrundstück. Ich erfuhr, dass das Nachbargrundstück neben dem Haus des Landrats noch unbebaut sei. Nur: Wo wohnte der Landrat? Wenn heute die Wohnorte der Politiker geheim gehalten werden, war das früher ganz anders: Jeder stand im Adressbuch, das an alle Haushaltungen verteilt wurde, ohne dass es zu Missbräuchen kam.
So war das damals! Wie hat sich doch die Menschheit hierzulande seither verändert.

Und noch eine Veränderung:
Ich fuhr also dann zu dem freien Grundstück und war begeistert. Hier wollte ich wohnen. Ich fragte also dann beim Bauamt nach der Bebaubarkeit und erhielt einen ablehnenden Bescheid. Es hieß, ein Haus müsste dort so gebaut werden, wie es dort üblich sei; das würde bedeuten, dass der Kamin des Hauses von der einige hundert Meter entfernten Autobahn aus zu sehen sei; das würde das Landschaftsbild stören.
So war es damals: Bayern sollte von der Autobahn aus das Bild einer unzerstörten Natur bieten. Inzwischen sieht es ganz anders aus: Ein großes Gewerbegebiet entstand nun an der Autobahn. Man hat längst die Illusion einer natürlich gebliebenen Landschaft aufgegeben.
Bayern geht ja sowieso mehr und mehr kaputt:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/

Bayern kaputt

Darüber habe ich hier und in etlichen weiteren Beiträgen geschrieben.
So sieht es heute am Hirschkaser aus:

Auf der Berghütte wächst ein Antennenwald und die alten Holzwände wurden mit Reklame verunstaltet wie die Hütten unten. Wo einst hier oben nur ein Kruzifix zur Besinnung einlud, hat nun der Kommerz sein Banner eingepflanzt.